Nachdem ich Anfang der Woche schon das eine oder andere kritische Wort zum Energiekonzern RWE gefunden hatte (HIER) werfe ich heute mal einen prüfenden Blick auf ein anderes großes Dax-Unternehmen – nämlich Mercedes Daimler. Kennt jeder, gibt’s schon ewig, muss man eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Inwieweit überdimensionierte PS-Boliden, wie sie Daimler gerne herstellt, nun abgesehen von der mantrahaft beschworenen „Sicherung der Arbeitsplätze“ sonst noch einen positiven Effekt für Umwelt und Gesellschaft haben, will ich dabei an dieser Stelle gar nicht weiter ausdiskutieren – zu einseitig fiele mein Fazit aus. Auch die grundlegenden Nachteile von Autos und ihrer ressourcenverschlingenden Produktion, Benutzung und Verschrottung sollen ebenfalls nicht das primäre Thema sein (darüber findet man im www genug berufenere Meinungen, denke ich mal).
Kategorie: Konzernkritik Seite 13 von 33

Vor einer Weile stieß ich auf eine extrem interessante amerikanische Seite im Netz – sniggle.net. Wer den vielversprechenden Untertitel „The Culture Jammer’s Encyclopedia“ trägt, erregt natürlich sofort meine gesteigerte Aufmerksamkeit – und richtig, auf Sniggle hat der Autor eine geradezu erschlagende Menge an Beispielen, Ideen, Anleitungen u.v.m. für Culture Jamming-Aktionen versammelt. Das reicht vom klassischen Adbusting über „Hacktivism“ bis hin zu Streichen, die man im Kunstbetrieb umsetzen kann. Da ich davon ausgehe, dass nicht alle Leser mühelos die dortigen englische Texte verstehen, habe ich mir überlegt, die eine oder andere besonders gelungene Unterseite als Übersetzung hier im Konsumpf-Blog zu präsentieren, damit dieses gebündelte Subversionswissen auch jenseits des großen Teichs seine Verbreitung findet.
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Was macht man am besten, wenn man als Unternehmen davon abhängig ist, dass einem die Gesellschaft nicht die Geschäftsgrundlage entzieht und sie einen außerdem vor wirtschaftlichen Rückschlägen schützt – so wie im Bankenbereich? Richtig, man bemüht sich schon möglichst früh, Lobbyarbeit an der Basis zu leisten, um das Meinungsbild der Menschen entsprechend ganz im eigenen Sinne vorzuformatieren. Nun ist es nicht neu, dass große Konzerne sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder und vermehrt in den Bildungsbetrieb einmischen – man denke an die Bertelsmann Stiftung oder auch an BP; das britische Unternehmen hat eigene (bewachte!) Bereiche an amerikanischen Unis, an der Studenten exklusiv für sie forschen (was in der Doku „Gekaufte Wahrheit“ von Bertram Verhaag sehen kann). Aus der Sicht der Unternehmen, die ihren eigenen Profit und den Ausbau ihrer Marktmacht im Blick haben, ist das durchaus verständlich. Ob es auch für die gesamte Gesellschaft von Vorteil ist, wenn einstmals freie Lehre solcherrt kanalisiert wird, darf bezweifelt werden. Von daher finde ich die beiden folgenden Meldungen eher bedenklich – die taz berichtet in „Wissen von der Deutschen Bank“ darüber, wie sich das Bankinstitut an Berliner Unis mit eigenen Instituten einen Wissensvorsprung zu sichern versucht:
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Irgendwie wundere ich mich gerade, dass ich den Essener Energiekonzern RWE schon sei längerem nicht mehr in meinem Blog beäugt habe. Dabei gibt es Gründe genug, dieses Unternehmen scheel zu betrachten und kritisch zu durchleuchten – und natürlich auch, ihm als Stromkunde den Rücken zu kehren. Abgesehen von der starken Verbundenheit zu Kohle und Atomkraft tut sich RWE immer wieder mit kackdreisten Reklamekampagnen hervor, in denen sie das Blaue vom Himmel herunterlügen und sich als umwelt- und menschenfreundliches Großunternehmen zum Liebhaben präsentieren. Wer erinnert sich nicht noch an die bescheuerte Werbung mit dem „sanften Energieriesen“ und seiner Liebe zur Windkraft? Der Fernsehspot wurde von Greenpeace und vielen anderen entsprechend kommentiert und als das entlarvt, was er ist, nämlich hohles Gewäsch und reine Augenwischerei:
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Von all der beschissenen Reklame, die es so gibt, gehört die für dieses Axe-Zeugs sicherlich zur blödesten überhaupt. Klar, das soll vermutlich irgendwie auch ironisch sein, haha, wie lustig, jemand schmiert sich den Chemiecocktail unter die Achseln und schon kommen die heißen Bräute angeschwirrt, wow. Tatsächlich bedient Axe in seiner Werbung natürlich massiv und schamlos sexistische Klischees und hat sich dabei längst von der vielleicht am Anfang tatsächlich mal witzig gemeinten (eiskalt berechneten) Selbstironie entfernt. Längst ist man im selben Dumpfbratzenland unterwegs wie andere Reklamekampagnen auch. Und so erfreute es mich sehr, als ich unlängst Fotos von einer kleinen Adbusting-Aktion in Berlin zugespielt bekam, bei denen sich die Aktivisten & -innen die Freiheit nahmen, die passende Antwort auf die Plakate zu pappen.



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Nicht zum ersten – und sicherlich auch nicht zum letzten – Mal möchte ich heut das Thema Discounter bzw. die vielen negativen Auswirkungen unseres Billigwahns ansprechen. Denn die Supermarktmacht-Initiative, über die ich vor einer Weile schon mal berichtete und die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die gefährliche Entwicklung hin zu immer größeren, mächtigeren Ketten mit immer mehr „Knebelmacht“, die auf dem Rücken von Zulieferern und Angestellten ausgetragen wird, zu dokumentieren und anzuprangern, hat einen neuen Infofilm veröffentlicht. „Ausbeutung sichtbar machen!“ heißt er:
Der von ecofilm für die Supermarktinitiative produzierte Film zeigt, welche Auswirkungen der Preiskampf der großen deutschen Supermärkte entlang der gesamten Lieferkette hat. Wir fordern, dass Unternehmen gesetzlich zu mehr Transparenz verpflichtet werden und die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen offen legen müssen.
Es ist Zeit zu handeln! Wir fordern:
- Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
- Freie Betriebsratswahlen und ungehindertes Arbeiten der Betriebsräte
- Ökologische Mindeststandards in der gesamten Lieferkette
- Ortsübliche tarifliche Löhne für alle geleisteten Arbeitsstunden
- Ein Ende der unfairen Einkaufspraktiken der Supermarktketten
- Informationspflicht der Supermarktketten über die Umsetzung der Arbeits- und Menschenrechte bei ihren Lieferanten
Heute startet die Supermarktinitiative gemeinsam mit dem CorA-Netzwerk (Corporate Accountability) eine Transparenzkampagne, mit der wir eine gesetzliche Offenlegungspflicht für Unternehmen fordern. Damit die Kundinnen und Kunden ihr Kaufverhalten auf eine informierte Entscheidung gründen können, verlangen wir die Offenlegung von zentralen Informationen zur Unternehmenspraxis in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, Korruption, Lobbyaktivitäten sowie Umwelt- und Klimaschutz. Außerdem sollen die Unternehmen ihre Lieferanten und Produktionsstandorte veröffentlichen. Den Auftakt der Transparenzkampagne bildet eine an Bundeskanzlerin Merkel gerichtete Unterschriftenaktion, in der diese Offenlegungspflicht gefordert wird.
Informieren unter www.supermarktmacht.de und Appell unterzeichnen auf www.transparenz-jetzt.de
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Nachhaltigkeit ist ja seit einigen Jahren ein „buzzword“, ein schwerst angesagter Begriff, mit dem sich Konzerne gerne zu schmücken versuchen, egal wie zerstörerisch ihr Geschäftsmodell eigentlich ist. So bemühen sich auch die großen Kleidungsketten, ihrem Treiben den Eindruck von Nachhaltigkeit zu verleihen, z.B. durch vermehrten Einsatz von (vermeintlicher) Biobaumwolle. Dass dies aber keineswegs immer so schön ist, wie es auf den ersten Blick klingt, erklärt uns Ilona Dyck auf Utopia – „Die neue Nachhaltigkeit von H&M & Co.“:
Die Preise für Baumwolle sind dieses Jahr auf dem Weltmarkt gestiegen wie noch nie. Das hat Konsequenzen. Nicht nur für H&M und Co. Einige Unternehmen setzen jetzt auf ‘Better Cotton’. Klingt nach Bio, ist es aber nicht. (…)
Die Better Cotton Initiative
Dieser Ansatz, also moderat höherpreisig zu verkaufen, mit der Rechtfertigung “guter Stoff”, zeichnet sich momentan ab. Die “Better Cotton Initiative” (BCI) wurde 2005 unter anderem von H&M, Ikea, Migros, Adidas und dem WWF gegründet und zielt auf einen nachhaltigeren und sozialeren Baumwollanbau. Für BCI sollen weniger Pestizide eingesetzt, durch sinnvollere (aber teurere) Bewässerungsmethoden der Wasserverbrauch reduziert, der Boden im Vergleich zum konventionellen Baumwollanbau geschont und ein besseres Sozialwesen für die Farmarbeiter geschaffen werden. Bis 2015 sollen vier Prozent der Weltproduktion an Baumwolle aus der BCI kommen.Umstieg auf nachhaltigere Baumwolle bei Adidas, H&M und C&A
Adidas hat im Frühjahr bekannt gegeben, dass sie bis 2018 komplett auf Better Cotton umgesteigen wollen, was auch bedeuetet, dass es ab 2018 kein Bio-Segment mehr geben soll. H&M möchte bis 2020 in Gänze zu nachhaltigerer Baumwolle wechseln. Bei H&M bedeutet dies vermutlich einen Hauptanteil Better Cotton, ein wenig Recyclingstoff und eine Produktnische für Bio-Baumwolle.
Kirsten Brodde, die Autorin des Buches “Saubere Sachen” sieht im Voranpushen von Better Cotton “einen schleichenden Ausstieg aus der Biobaumwolle”. Und tatsächlich lässt sich fragen, wieso eigentlich nicht gleich der Anbau von Biobaumwolle gefördert wird. Denn auch wenn die Maßnahmen der BCI sinnvoll sind, grüßt doch wieder nur der Einäugige unter den Blinden und versucht sich als Adlerauge zu verkaufen.Als Konsument die Trendwende vorantreiben
Letztlich bleibt der Baumwollanbau ein invasives Geschäft, das sich so nicht rechtfertigen lässt. Allein in Deutschland sortieren wir etwa 1,5 Milliarden Textilien aus, selbstredend nicht, weil die Löcher an den Jeansknien schon zu groß geworden sind, der Stoff der Bluse an den Ellenbogen durchscheint oder aufgrund sonstiger irreparabler Verschleißerscheinungen. Höchste Zeit für eine Trendwende von wöchentlichen Shoppingtouren hin zum gelegentlichen Kauf von zeitlos schönen Kleidungsstücken. Das höhere Budget pro Teil lässt sich dann auch in tatsächlich hochwertige Ökotextilien mit GOTS-Siegel investieren. Völlig ökorrekt lassen sich hemmungslose Einkaufsräusche aber auch im Secondhandladen ausleben.
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Das Web als Enthüllungs- und Aufklärungsmedium, als ein Medium, das ein waches Auge auf Mauscheleien und Betrügereien hat, das scheint zur Zeit gut zu funktionieren – seien es Wikileaks oder auch die Plagiatsjäger, die dafür gesorgt haben, dass mittlerweile einigen prominenten Politikern ihre ergaunerten Doktortitel aberkannt wurden. Nun gibt es eine weitere Anlaufstelle, die sich besonders auf Umweltsünden und -sauereien spezialisiert hat – GreenLeaks.
GreenLeaks publishes information of environmental significance. We are committed to ensuring that information of public interest is used to inform environmental debate and good public outcomes.
We publish information in its original form and facilitate a story finding an audience in local and international media.
Importantly, we are not just interested in publishing information for its own sake, but take an active role in facilitating stakeholders using information to hold corporations and government to account, thereby improving public health and protecting the environment in their local communities. In short, we follow our stories through to fruition.
Auf der Seite der WWF-Jugend wird das neue Projekt näher vorgestellt – „GreenLeaks – Eine Enthüllung“
(…) Die Explosion der “Deep Water Horizon” gehört zu einer der eher wenigen Umweltkatastrophen, die auf der ganzen Welt Schock und Verzweiflung hervorgerufen haben. Oft bekommen wir ähnliche Desaster gar nicht mit, da die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen bzw. ihren Ruf in Gefahr sehen und das Geschehene bzw. die Folgen vertuschen.
Dieses Problem sah auch Scott Millwood, und gründete mit einer Gruppe von Juristen, Journalisten und Umweltschützern die Plattform “GreenLeaks” im Internet, um auf Missstände im umweltverträglichen Handeln sowie im Verbraucherschutz aufmerksam zu machen.
Inspiriert wurde er dazu von Julian Assange?s “WikiLeaks”, doch obwohl Millwood Assange sehr schätzt und ihn bewundert, verdeutlicht er immer wieder, dass “GreenLeaks” eine andere Ausrichtung als “WikiLeaks” hat. Zum einen liegt der Fokus von “GreenLeaks” nicht nur auf internationalen Themen, auch nationale und regionale Geschehen werden bedacht. Außerdem möchte “GreenLeaks” nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern diese so lange verfolgen, bis sie aus der Welt geschafft sind, oder, wie die Organisation es ausdrückt: “We follow our stories through to fruition.”
Das Ziel liegt dabei nicht nur in der Behebung der Probleme, sondern auch in der Sensibilisierung der Menschen – und gerade der Unternehmer und Regierungen – für Umweltthemen. Es soll Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit Unternehmen sehen, dass es auch in ihrem Interesse liegt die Forderungen der Öffentlichkeit zur Einhaltung von Umweltstandards ernst zunehmen. (…)
Nach Meinung der Organisation ist es nur möglich Katastrophen wie die der “Deep Water Horizon” zu verhindern, wenn Unternehmen zum Einlenken bewegt werden können und die Bevölkerung frühzeitig über solche Mängel informiert wird.
So leistet “GreenLeaks” neben der Aufklärungsarbeit auch Präventionsarbeit und schützt damit die Natur und die Gesundheit vieler Menschen. Noch befindet sich die Idee in ihren Kinderschuhen, bald schon könnte sie jedoch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Auch das Greenpeace Magazin berichtet über die neue Website – „WikiLeaks-Pendant GreenLeaksgeht ans Netz“:
(…) Tippgeber, sogenannte „Whistleblower“, von denen Plattformen wie Wikileaks oder GreenLeaks ihre Informationen beziehen, werden noch immer oft als Nestbeschmutzer oder Verräter gebrandmarkt – auch in Deutschland, wie das Greenpeace Magazin berichtete. Damit ganz normale Arbeitnehmer, die meist den Stoff für die großen Skandale liefern, geschützt werden, erstellt auch GreenLeaks derzeit einen sicheren elektronischen Postkasten (Dropbox), mit dessen Hilfe anonym Dokumente an die Plattform übermittelt werden können. Bis es so weit ist, mögen Informanten ihr Material, ganz altmodisch, im Briefumschlag an ein Postfach senden.
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Organisiertes Verbrechen ist ein großes Problem unserer Tage. Und damit meine ich nicht nur Mafia oder osteuropäische Einbrecherbanden, sondern vor allem das, was der Amerikaner „white collar crimes“ nennt, also Verbrechen mit Schlips und Kragen – die unter dem Deckmantel vermeintlich seriösen Wirtschaftens begangen werden bzw. die sogar als normales Wirtschaften gelten. Der Verein Business Crime Control wurde mit der Absicht gegründet, diesen Wirtschaftsverbrechern auf die Finger zu schauen und dafür zu sorgen, dass nicht alles unter den Teppich gekehrt und mit Schweigen umhüllt wird, was in dem Bereich so geschieht:
BCC beschäftigt sich seit 1991 mit krimineller Ökonomie und ihren sozialschädlichen Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Löhne, Gehälter, Einkommen, damit auf die Finanznöte der Kommunen, Länder, Staaten und anderen Sozialleistungsträger. Mit der kriminellen Ökonomie beginnt auch die systematische Zerstörung der sozialstaatlichen Demokratie und unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Niemand außer BCC fragt bisher nach dem ursächlichen Zusammenhang von Wirtschaftsverbrechen und Wirtschaftskrisen. BCC lenkt nicht – wie manche pseudokritische Organisation – von den Ursachen ab, BCC analysiert Interessen, Abhängigkeiten und Verflechtungen verantwortlicher Personen und Institutionen. BCC gibt im 18. Jg. die Vierteljahreszeitschrift “BIG Business Crime” heraus.
Es gibt auch dieses Jahr wieder eine zentrale Veranstaltung von BCC – die Business Crime Control-Konferenz 2011, die am 14. Mai in Frankfurt/M. stattfinden wird – weitere Infos wie das genaue Programm findet Ihr auf der Website:
Diese BCC-Konferenz 2011 steht im Zeichen der Erinnerung an die Gründung von BCC vor 20 Jahren. Das Thema:
“Wirtschaft zwischen sozialstaatlicher Demokratie und krimineller Ökonomie – 20 Jahre Business Crime Control – Bilanz – Analyse – Prognose.”
Auf dieser Konferenz wird der ehemalige Tourismusunternehmer Günther Kozica aus Kassel/Calden, der seit Mitte der 80er Jahre unter größten Risiken gegen das ihm von einer sowejtischen Reederei, deutschen Politikern, Behörden und der Justiz als Opfer eines schweren Wirtschaftsverbrechens gegen das ihm zugefügte Unrecht kämpft, mit dem BCC-Preis für Zivicourage ausgezeichnet.Dann halten Hans See, Erich Schöndorf und Stephan Hessler über verschiedene Problembereiche der kriminellen Ökonomie Referate, die anschließend mit den Teilnehmern diskutiert werden.
Im Mittelpunkt wird das Referat der ehemaligen Oberstaatsanwältin Margrit Lichtinghagen stehen, das sich mit der Rolle der in Deutschland weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität im Allgemeinen und Steuerkriminalität im Besonderen befassen wird. Margrit Lichtinghagen, die bekannt wurde, als sie den damaligen Telekomchef Klaus Zumwinckel verhaftete und in Verdacht geriet, dazu das Fernsehen informiert zu haben, wurde mit unberechtigten und inzwischen widerlegten Vorwürfen aus dem Amt gemobbt und arbeitet jetzt als Richterin. Da sie gegen das Land Nordrhein-Westfalen klagt, wird sie nicht über ihren Fall sprechen, sondern grundsätzliche Probleme der Strafverfolgung darlegen, die bei der Verfolgung von (mächtigen und prominenten) Wirtschafts- und Steuerstraftätern auftreten und die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze in nicht vertretbarer Weise behindern.
Als weiteren Referent hat BCC auch den Hessischen Steuerfahnder Rudolf Schmenger gewinnen können, der unter der Regierung Koch mit weiteren Kollegen Opfer der eigenen Behörde wurde.
Abschließend wird eine Podiumsdiskussion mit den Referenten stattfinden, die Hans See moderieren wird.
Zum Ausklang der Konferenz wird der Kabarettist Heinrich Pachl “die Spur des Geldes verfolgen” und auf seine Weise alle noch offenen Fragen beantworten.
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Das Website- und Buchprojekt ethify.org habe ich vor einiger Zeit in meine Linkliste aufgenommen, da es ein sehr spannendes, offenes Projekt ist, das sich mit vielen Fragen nachhaltigen Lebens auseinandersetzt, z.B.:
Wie können wir Wohlstand heute messen? Welche Werte gelten heute? Wann kommt die nächste Finanzkrise? Bringt uns das Elektroauto wirklich weiter? Mehr Kooperation statt Konkurrenz? Im Leben und im Job in Balance?
Ethify ermöglicht es dir, Werte und Erfahrungen zu teilen.
In einer der Ethify-Galerien mit dem Titel „Kritik an Werbung und Konsum“ gibt es nun eine ganze Reihe gelungener Adbustings zu bewundern, von denen ich hier ein paar besonders schöne vorstellen möchte:








