„Kann nicht sein, was nicht sein darf!?“ ist eine Website, die sich kritisch mit den Medien und den durch sie transportierten Inhalten und gemachten Meinungen auseinandersetzt. Nun gibt es einen Film von Stefan (dem Kopf hinter der Site) im Rahmen seiner Diplomarbeit, in dem die Bedeutung der Medien für die Gesellschaft und die Demokratie näher beleuchtet werden – mit Hilfe von Interviews mit Experten aus verschiedenen Wissensgebieten – absolut sehenswert!
Wem sollte man auf der Suche nach politischen und gesellschaftlich wichtigen Informationen vertrauen oder nicht vertrauen und warum?
Warum sollte man sich überhaupt für solche Informationen interessieren?
Schließlich hat in einer Demokratie doch auch jeder das Recht sich überhaupt nicht um die Politik, die weit weg in der Bundeshauptstadt gemacht wird, zu kümmern.
Was droht, wenn zu viele Mitbürger beschließen, „dass sie ja ohnehin nichts ändern können” und das Verfolgen der politischen und demokratischen Prozesse aufgeben?
Welche Rolle spielen dabei die traditionellen Massenmedien? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ausgang einer Wahl und der Nachrichtenberichterstattung im Fernsehen?
Was bedeutet „Medienkonzentration”? Wie steht es um die Möglichkeiten der Manipulation der Medien und was könnte es zur Folge haben sollte eine solche stattfinden?
Ist das einzige Mittel um sich einer Manipulation zu entziehen „Medienkompetenz”?
Inwiefern verändert das Internet als „neues” Massenmedium den Zugriff auf Informationen?
Fragen über Fragen, die sich zu stellen Zeit kostet und die Muse erfordert über das Thema überhaupt erst einmal bewusst nachzudenken,
anstatt sich, nach einem anstrengendem Arbeitstag, passiv auf der Couch berieseln zu lassen und die bunte Bilderwelt nur gedankenlos zu konsumieren.
“Kann nicht sein, was nicht sein darf!?” – Der Film
Ein schneller Tipp für alle TV-Gerät-Besitzer: heute um 22:40 Uhr läuft auf Arte der erschreckende Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“, der die Umtriebe dieses abstoßenden Großkonzerns aufdeckt. (Ich hoffe mal, dass die Doku dann auch in der Arte-Mediathek via Internet zu sehen sein wird.)
Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns “Monsanto Chemical Works”, dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt “Monsanto” auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid “Agent Orange” her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen “Monsanto”-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.
ARTE Dienstag, 5. Januar 2010 um 22.40 Uhr
Wiederholungen: 09.01.2010 um 09:55 und 22.01.2010 um 10:00
Na, ob das alles so der Wahrheit entspricht… Da hat das Magazin Impulse doch eine aktuelle Studie durchgeführt, „Hilfe mein Kunde denkt!“, in der es um das Konsum-/Kaufverhalten der Bürger in Europa geht, und kommt zu relativ verblüffenden Ergebnissen, wenn man sich den immer noch grassierenden Erfolg der Billigbilligbillig-Läden, aber auch von McDoof, Nestlé, Coca-Cola & Co. vor Augen führt:
Die Wirtschaftskrise hat einen unerwarteten Nebeneffekt: Firmen erkennen ihre Kunden kaum wieder. Denn diese wollen nicht mehr Waren konsumieren – sondern weniger. Und grübeln tun sie auch. (…)
“Der ungebrochene Konsumoptimismus der 90er-Jahre hat in die Leere geführt. Heute haben die Leute das Bedürfnis nach Beschränkung”, sagt Andreas Trautmann, Leiter der BBDO-Niederlassung in Düsseldorf. (…)
Preisgünstig allein genüge auch deshalb nicht, weil Kunden mit ihren Einkäufen immer stärker ihre Moralvorstellungen ausdrückten. Im Extremfall sei das sehr negativ für die Hersteller, zeigt die Untersuchung: Wer früher gegen bestimmte Entwicklungen auf der Straße ging, protestiere inzwischen häufig mit Konsumverweigerung, lautet ein Fazit der Studie. (…)
Leise Signale der Hoffnung lassen sich aus diesen Zahlen ablesen – dass nämlich doch nicht alle Konsumenten nur von 12 Uhr bis Mittag denken. [via]
Das Thema Schlecker und dessen miese Methoden, durch Umfirmierung der bisherigen Krimskramsklitschen in sog. „XL-Märkte“ gleichzeitig die Löhne der Angestellten massiv zu drücken, hatte ich ja HIER schon einmal behandelt, aber man kann natürlich gar nicht oft genug darauf hinweisen, was dies für ein untragbarer Konzern ist. Frontal 21 nahm sich der neuen Entwicklung beim Drogeriediscounter nun in „Lohndrücken nach Schlecker-Art – Abgeschoben in die Leiharbeit“ genauer an und verdeutlicht, mit welcher Perfidie dieses Unternehmen vorgeht. Das einzig Erfreuliche an dem Beitrag finde ich die Grafik, in der man sieht, wie Schleckers Gewinne in den letzten Jahren massiv abgestürzt sind und der Laden inzwischen gar in die Verlustzone gerutscht ist – so ist’s recht!
(…) Düster und Diskriminierend
Verdi-Gewerkschafter Neumann sieht das anders. “Schlecker saniert sich nicht nur auf dem Rücken der Beschäftigten, sondern auf dem Rücken der gesamten Gesellschaft”, so Neumann, denn viele Angestellte müssten dann mit Hartz IV aufstocken. “Die Zukunft einer Schlecker-Verkäuferin sieht so aus, dass sie geringfügig beschäftigt sein wird, dass sie Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse haben wird, dass sie zur Arbeitsagentur gehen muss, um aufzustocken, um ihre Existenz überhaupt absichern zu könnten.” Die Mitarbeiter würden kaum im Stande sein, eine Alterssicherung aufzubauen. Für ihre Rente sehe es dann ganz düster aus. Es sei diskriminierend, empört sich Neumann.
Volkswirtschaftler Stefan Sell appelliert an die Verbraucher: “Auch das Einkaufen kann ja eine politische Handlung sein. Nicht immer, aber manchmal und gezielt würde es helfen, die Rutschbahn nach unten vielleicht aufzuhalten”.
Ich denke, nachfolgendes Video ist der passende Kommentar zu diesem Discountwiderling:
Natürlich sollte niemand bei solchen Buden wie Schlecker (oder den anderen Discountern, also Lidl, Aldi etc.) einkaufen und solche Unternehmen noch mit seinem Geld in ihrem Treiben bestärken. Und am besten macht man auch öffentlich auf die Missstände aufmerksam, wie Die Linke Bremen mit einem Flashmob in einem der „schicken“ neuen Schlecker XL-Filialen:
Keine Zeit, keine Zeit – deshalb nur diese interessante Pressemitteilung der Coordination gegen Bayer-Gefahren (ja, auch der nette Chemieriese aus Leverkusen gehört zu den großen Umweltsündern):
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BAYER: Protest gegen neue Kohlekraftwerke
7. Dezember: Aktion in Leverkusen zum Start der UN-Verhandlungen / Aktivisten in zehntägigen Hungerstreik getreten / „CO2-Schleudern verhindern!“
Kritiker des BAYER-Konzerns kündigen für den 7. Dezember eine Mahnwache vor der Zentrale des Unternehmens in Leverkusen an. Hiermit wollen sie gegen den geplanten Bau neuer Kohlekraftwerke in mehreren BAYER-Werken protestieren. Am selben Tag werden in Kopenhagen die UN-Verhandlungen zum Klimaschutz beginnen.
Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Die in den BAYER-Werken geplanten Steinkohlekraftwerke würden Klima und Umwelt bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts schwer belasten und gleichzeitig notwendige Investitionen zugunsten regenerativer Energien blockieren. Wir fordern von BAYER eine glaubhafte Energie-Wende”. Der Konzern emittiert inklusive seiner Energie-Zulieferer rund acht Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Mimkes kritisiert auch die heutigen Aussagen von BAYER-Chef Wenning zum Thema Nachhaltigkeit: „Die von Werner Wenning angekündigten „Beiträge zum Klimaschutz“ sind reine Augenwischerei, sollte der Konzern an seinen Plänen zum Bau neuer Kohlekraftwerke festhalten. Die Kohlendioxid-Emissionen allein des Krefelder Kraftwerks wären mehr als zehnmal so hoch wie die von BAYER angekündigten Effizienzgewinne“.
Allein das in Krefeld geplante Kohlekraftwerk, das von der BAYER-Tochterfirma Currenta betrieben werden soll, würde jährlich 4,4 Mio Tonnen CO2 sowie große Mengen Feinstaub, Stickoxide und Schwefeldioxid ausstoßen. Auch in den BAYER-Werken Brunsbüttel und Antwerpen sollen riesige Kohlekraftwerke gebaut werden. Die Anlagen würden mit Kohle aus Übersee befeuert werden. Die Stadt Antwerpen votierte Ende Oktober wegen der gravierenden Umweltschäden gegen das Projekt im dortigen BAYER-Werk.
Einige Teilnehmer der Mahnwache vom 7. Dezember werden im Rahmen der internationalen Aktion Climate Justice Fast in einen eintägigen Hungerstreik treten. Schon anlässlich der Vorbereitungsgespräche zum Klimagipfel in Barcelona sind am vergangenen Wochenende eine Reihe von Aktivisten in befristete und unbefristete Hungerstreik-Aktionen getreten, darunter Axel Köhler-Schnura und Christiane Schnura von der Coordination gegen BAYER-Gefahren, die zehn Tage lang auf Nahrung verzichten werden. „Es muss dringend etwas geschehen”, so Axel Köhler-Schnura. „Für die Banken standen Billionen zur Verfügung, für die Verhinderung der ökologischen Katastrophe so gut wie nichts. Wie immer werden die Konzernprofite nicht angetastet. Damit muss Schluss sein.”
Zweiter Teil der aktuellen Medienberichterstattung über die Entwicklung auf dem Wassermarkt (auf die Problematik mit dem unsinnigen, durch die halbe Welt gekarrten Wasser in Plastikflaschen oder den Schmu mit “Tafelwasser“ à la Bonaqua will ich hier nicht weiter eingehen) – das Magazin Nano wurde letzte Woche mal dem Auftrag gerecht, den die öffentlich-rechtlichen Sender EIGENTLICH haben, nämlich investigativ und kritisch tätig zu sein (statt sich in die selben seichten Gewässer zu begeben, in denen die privaten TV-Anstalten herumdümpeln). Gleich zwei Beiträge in einer Sendung befassten sich mit der Wasserversorgung in Deutschland. In dem ersten Beitrag, „Kartellamt überprüft einige Wasserversorger“, sieht man sehr „schön“, dass die Abzock- und Selbstbedienungsmentalität, die sich aus Oligopolen und Monopolen ergibt, stets nachteilig für die Menschen ist:
“Wir werden schauen, wo Missbrauch stattfindet und konsequent dagegen vorgehen”, so Posch am 14. Juni 2009. Die Wasserversorger mussten damit ihre Hoffnung auf eine laxere Vorgehensweise des Ministeriums begraben. Das hessische Kartellamt gilt bundesweit als Vorreiter für eine schärfere Preisaufsicht. Verfahren unter anderem gegen die Frankfurter Mainova und die Stadtwerke Kassel hatte Poschs Vorgänger Alois Riehl (CDU) angestoßen, der für sein hartes Vorgehen gegen Energiekonzerne bundesweit bekanntgeworden war.
“Bei solchen Verträgen gibt es eine Nachhaftung, selbst wenn sie aufgelöst sind”, weiß Rügemer. “Das betrifft zum Beispiel noch jahrelang Steuerfragen. Zum anderen sind bei allen Cross-Border-Leasing-Verträgen Deutsche Landesbanken beteiligt. Selbst wenn sie aussteigen, präsentieren sie ihre Ausfälle in den Rettungspaketen gegenüber ihren Landesregierungen. Wir haben nur eine Verschiebung auf den Landeshaushalt und letztlich auf den Steuerpflichtigen.”
Jetzt mal ehrlich – wer von Euch kauft Bücher noch beim kleinen Buchladen um die Ecke (sofern dieser überhaupt noch existiert), wer bestellt diese nicht mittlerweile eher bei multinationalen Großkonzernen wie Amazon oder bei der Filiale einer großen Kette? Auch ich muss gestehen, dass ich viele Bücher im Internet bestelle (dort in der Regel dann aber gebrauchte, also antiquarisch), obwohl nur 500 Meter vom mir entfernt ein sympathisches Buchgeschäft existiert. Schon oft habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche die Vielfalt und das Lokalkolorit zerstörende verheerende Wirkung der diesem Wirtschaftssystem immanente Zwang zum ewigen Wachstum hat – denn nicht nur muss letztlich jede Firma immer höhere Gewinne machen, Unternehmen müssen halt, um dies zu erreichen, auch immer größer werden, sich immer weiter ausbreiten. Und das geht nur auf Kosten anderer Geschäfte. Dieser auf allen Bereichen zu beobachtende Trend – man schaue sich nur die trostlosen einheitlich-genormten Innenstädte mittlerer deutscher Großstädte wie Kiel an: in der Fußgängerzone stolpert man hier inzwischen gleich vier Mal über H&M-Läden! – greift leider auch auf dem Büchermarkt mit voller Wucht um sich. Wobei die Buchpreisbindung die totale Auslöschung aller alternativen Angebote derzeit noch verhindert oder wenigstens bremst, da die Großkonzerne wenigstens nicht mit Dumpingpreisen operieren können, wie sonst auf dem von den FDP-Gläubigen als so heilsbringend beschworenen „freien Markt“, in dem Marktmacht alles ist.
Das Jetzt!-Magazin der Süddeutschen Zeitung thematisierte unlängst diese Entwicklung in einem seltenen Moment luzider Weitsicht – „An der Kette“:
Welche Literatur in den Ladenregalen steht und beworben wird, das liegt immer seltener in der Hand der Verlage. Die Buchwelt klagt zwar stets über das Internet. Doch inzwischen ist klar, dass es zur Zerstörung einer ganzen Branche keiner neuen Medien bedarf: Ein Konzern wie Thalia besorgt das auf seine Weise.
Wie ich gerade sehe, habe ich mit meinem Hinweis auf diesen Artikel etwas zu lange gewartet, denn inzwischen ist der nicht mehr online und muss statt dessen für satte 2 € im SZ-Archiv erworben werden (oder HIER gratis). Ob sich das lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden, der Artikel ist auf jeden Fall sehr gut und zeigt in erschreckender Weise, wie Thalia den deutschen Buchmarkt aufmischt, monopolisiert und durch Druck auf die Verlage auch das Verlagsprogramm mitbestimmt. Die Vielfalt, das kulturelle Angebot und auch die künstlerische Freiheit sind in diesem Umfeld Opfer des Profitstrebens der Großen in der Branche. Wer als Verlag da nicht mitziehen will, wird ausgelistet, sprich, die Bücher werden nicht mehr in die Regale der Geschäfte gestellt, sondern können nur noch auf speziellen Wunsch eines Kunden bestellt werden. Da viele Menschen sich von dem beeinflussen lassen, was Charts/Ranglisten aussagen, aber auch durch die ausliegenden und besonders präsentierten und beworbenen Werke, verfestigt sich hier der Trend zu immer mehr Mainstream und immer geringerer Buntheit des Geschmacks. So wie McDoof und Coca Cola versuchen, den Erdball mit einem normierten Produkt zu beglücken, greift eine vergleichbare Entwicklung auch auf dem Büchermarkt.
Die Nordhessische bezieht sich in „Buchhandel: Wie man Verlage aussaugt und den Markt zerstört“ ebenfalls auf den Bericht aus der Süddeutschen, fasst diesen meines Erachtens kurz, aber präzise zusammen (so spart man 2 € ;-) ) und gibt noch einen weiteren Einblick in die Misere:
[…] Das Modell der Discounter und später auch anderer Branchen, den „Zulieferern“ immer größere Rabatte abzunötigen, hat auch hier Schule gemacht und zeigt, dass es letztlich gleichgültig ist, ob man Bücher, Toastbrot oder Blinker verkauft. […]
[…] Interessant an dem Artikel ist, dass die Großverlage bislang das Spiel der Ketten mitspielen und sich somit in die Abhängigkeit der Großhändler begeben. […]
[…] Ein weiterer Faktor ist der Kunde, der es auch in der Hand hat, wo er einkauft, ob er lieber große Handelsketten oder lieber Autoren unterstützen möchte. […]
Der Autor verweist hier auch auf das YouTube-Video eines lokalen Kasseler Buchhändlers, der darin über die Vorgehensweisen der großen Ketten aufklärt (und Werbung für sich macht, was ich in diesem Ausnahmefalle aber mal toleriere) – sollte das Video nicht abspielen, bitte auf den HQ-Button drücken (notfalls direkt auf der YT-Seite):
Kurzer Realitätsabgleich: Nicht die Internet-Raubkopierer machen die Verlage kaputt, sondern große Buchhandels-Ketten. Die Details lösen Brechreiz aus. Die haben den Buchhandel walmartisiert und kassieren laut dieses Artikels über 50% des Buchpreises als Profit, wollten gar eines Tages von den Verlagen noch ihre neuen Filialen finanziert kriegen.
(…) Mit Fastfood hingegen haben die Isländer jetzt offiziell abgeschlossen. Die Finanzkrise hat sie schlimm gebeutelt. Sie sind Schuldsklaven geworden, ihre Häuser und Autos sind verpfändet, die Jugend verlässt die Insel auf der Suche nach einem besseren Leben. (…)
Man müsse sich nach Jahren des Größenwahns wieder auf heimische Werte besinnen, lautet die Lehre aus der Krise in Island. Fleisch, Gemüse, Molkereiwaren und Brot will Ögmundsson künftig auf der Insel besorgen, so sein Essen künftig billiger anbieten als Importburger und gleichzeitig ein Dutzend neue Jobs schaffen.
So könnte der Abzug des Weltkonzerns zu einer heimischen Erfolgsgeschichte werden. (…)
Strom ist billig wie lange nicht: An der Strombörse in Leipzig sind die Preise nur noch halb so hoch wie vor einem Jahr. Für die Verbraucher ist das allerdings keine gute Nachricht. Denn sie zahlen trotzdem mehr, sagt eine aktuelle Studie.
Das WDR-Magazin markt ging diesem Phänomen ebenfalls auf den Grund und offenbart in „Strompreise: Teure Leitungen“ Unglaubliches im deutschen Energiesystem – Filz und Lobbyismus zu Lasten der Bürger lassen grüßen! Ich möchte das Wörtchen „Skandal“ mal leise schallend in den Raum stellen…
Die Strompreise für Privatverbraucher steigen, obwohl die Nachfrage sinkt. Der Grund liegt in den Besonderheiten der deutschen Strompreisregulierung. markt erklärt, warum.
(…) Für die Verbraucher ergibt sich aus all dem ein absurder Effekt: In den Jahren, in denen die Bundesnetzagentur mit anderen Regulierungsmethoden noch für sinkende Netzgebühren sorgen konnte, stiegen die Strompreise, weil die Stromerzeugungskosten an der Strombörse stiegen. Nun, da die Großhandelspreise an der Börse fallen, steigen die Endkundenpreise trotzdem weiter, weil nun die Durchleitungspreise steigen.
Über die derzeit wie Pilze aus dem Boden sprießenden Imagekampagnen großer Konzerne, die sich umgekehrt proportional zur Umweltschädigung ihrer Produkte und Geschäftspolitik ein umso grüneres Mäntelchen umhängen, je schlimmer sie es in der Realität treiben, hatte ich ja hier schon ein paar Mal berichtet. Nun nimmt sich auch das NDR-Medienmagazin Zapp! dieser Problematik an und entlarvt in „Das Märchen vom Öko-Image“ die frechen Reklamelügen von RWE, Vattenfall, Daimler & Co. Werbung generell nicht zu glauben ist ohnehin das beste, was man tun kann, um seine mentale Gesundheit zu schützen.
Trotz des grau-braunen Herbstwetters: die Farbe, die dominiert ist grün. Nicht unbedingt in der Mode, dafür aber bei sehr vielen anderen Produkten des täglichen Lebens. Waschmittel, Putzmittel, Strom, Cremes, Limonade, alles ist im Einklang mit der Natur. Man hat schon fast ein schlechtes Gewissen noch Fahrrad zu fahren, so großartig sind die neuen Autos anscheinend fürs Klima. Schön, dass man wieder mit gutem Gefühl einkaufen kann. Jedenfalls, wenn man der Werbung glaubt.