Jan
23
2013

iSchlund – Wohin führt die Gier von Apple?

Über Apple muss man eigentlich nichts mehr sagen. Früher mal fast schon sowas wie eine rebellische querdenkende Untergrundmarke (zumindest der Eigenwahrnehmung nach), mitlerweile der vom Börsenwert her größte Konzern der Welt. Und nicht mehr so cool, was sein Agieren angeht, das sich, oh Wunder, nicht von dem anderer Weltkonzerne unterscheidet. Das BR-Magazin quer beleuchtete die dunkle Seiten des Unternehmens, die mittlerweile auch immer mehr echte Fans abzuschrecken beginnt. Wenn eine Marke, die ihren Erfolg vor allem auf Image und Coolness aufgebaut hat, dies zu verlieren beginnt, sollten die Alarmglocken schrillen. „iSchlund – Wohin führt die Gier von Apple?

Wer in früheren Zeiten ein Apple-Gerät besaß, der zählte sich zur technischen und zur moralischen Avantgarde, zur Rebellenbewegung gegen den krakenartigen Windows-Konzern Microsoft. Heute ist Apple selbst zum Megakonzern geworden und macht wegen angeblich unmenschlicher Arbeitsbedingungen Schlagzeilen. Kritiker werfen der Kult-Firma außerdem vor, ihr Geschäftsmodell beschränke den Zugang zu Inhalten und Informationen. Ehemalige Apple-Fans wenden sich enttäuscht ab. quer fragt: Schadet soviel Geräte- und Content-Macht gar der Demokratie? Oder stellt Apple einfach beliebte Produkte her?

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17 Kommentare »

  • Petr

    Ein sehr schwacher Beitrag. Sicher Apple ist ein Megakonzern und keine Designerstube mehr, aber wo ist der Vergleich zu anderen Konzernen?
    Produziert Google oder Microsoft unter besseren Arbeitsbedingungen? Bei Foxconn wird nicht nur für Apple produziert.
    Und das ich mich an einen Hersteller binde, wenn ich meine Geräte besonders komfortable nutzen will, ist auch ein Trend der nicht mehr umkehrbar ist.
    Wenn ich statt zu iPad und iPhone zu Android Geräte greife, Verkaufe ich meine pers. Daten und Nutzergewohnheiten an Google, ohne die Google Dienste sind die Android Geräte genauso unkomfortable wie die Apple Geräte ohne iTunes und iCloud.
    Und natürlich kann ich auf dem Mac Software von Drittanbietern nutzen, genau so wie auf einem PC. Meine Musik kann ich bei Amazon oder sonst wo kaufen und mit iTunes oder andere Software verwalten. Meine Emails, meine Adressen kann ich ich auch auf dem Mac Google anvertrauen.
    Und immer wieder der Vorwurf der Zensur, das ist auch übertrieben.
    Sicher ist zu kritisieren das Apple sehr strenge Vorgaben für Apps in seinem Store macht (das gern zitierte “Seite 1 Girl”), aber frei von solchem Gebaren ist auch Microsoft oder Google nicht. Amazon hat schon gekaufte Inhalte auf dem Kindl verändert. Auch bei Google wurden schon Apps und Inhalte abgelehnt. Teilweise liegt die Ursache in der Prüderie der Amarikaner und den Möglichleiten gegen alles und jeden dort zu Klagen.
    Als Verbraucher sollte ich mich informieren und mir klar sein was ich will und wie viel an Bevormundung ich mir für komfortables Arbeiten zumuten will.
    Dann kann ich sowohl Apple Geräte als auch Geräte von Amazon, Microsoft oder Google nutzen.
    Alle diese Konzerne sind nach den Maßstäben des BR Evil.

    Comment | 23. Januar 2013
  • Da sag ich nur: “Linux :-)

    Comment | 23. Januar 2013
  • Es ist doch immer wieder schön, dass nur, wenn man mal was Negatives über Apple postet, dieser Konzern sofort verteidigt wird. ;-) Aber wie in dem Beitrag zu sehen fallen auch vermehrt ehemalige Fans vom Glauben ab. Ich war ja auch mal ein Apple-Verfechter (und benutze nach wie vor meinen Mac), aber ich halte die Firma für nichts Besonderes mehr, jedenfalls nicht für einen Vorkämpfer für Individualität, wie es einem die “Think different”-Kampagnen des Konzerns früher weismachen wollten. Der frühere Grabenkampf Apple vs. Micro$oft ist vor dem Hintergrund dessen, wie beide Unternehmen heute agieren, lächerlich geworden.

    Comment | 23. Januar 2013
  • Pomp

    Bei solchen Unternehmen, von denen gibt es viele, wird Werbefilterung zu Pflicht. Jedenfalls für einen Demokraten und Humanisten. Diskussion sinnlos.

    Comment | 23. Januar 2013
  • Oli

    Petrs Kommentar trifft es auf den Punkt. Ein leider völlig überflüssiger Beitrag, in dem keinerlei neue Information steckt und der daher durchaus zur Standard-Anti-Apple-Kampagne zu zählen ist, weil es gerade schick ist, auf Apple rumzuhacken. Berichte wie diese gibt es seit ca 2009 immer wieder, und immer wieder ist es dasselbe, worüber berichtet wird.

    Ich würde viel lieber über die Arbeits- und Produktionsbedingungen in südkoreanischen Großkonzernen lesen, über ihre Produkte, die massenweise nach geplanter Zeit den Geist aufgeben oder über Android-Phones, auf denen man einen Virenschutz installieren muss und die nach 6 Monaten das neuere Betriebssystem nicht mehr unterstützen.

    Aber vermutlich findet man bei diesen Firmen keine verwöhnten Heulsusen, die von früher jammern und sich zu gerne als technische und moralische Elite verstanden haben und nun – oh weh – nach 30 Jahren endlich erkannt haben, dass Apple keine gemeinnützige Organisation ist, die die Welt retten will. So was auch!

    Ein Windows-Apple-Linux-User

    Comment | 23. Januar 2013
  • Wie gesagt, immer wieder schön, die Apple-Verteidigung, die sofort kommt… Letztlich geht es im quer-Beitrag darum, dass Apple nun mal derjenige Konzern ist, der sich ein besonderes Saubermann-Image aufgebaut hat und sich als strahlende Überfirma darstellt (man denke an den legendären “1984″-Spot), und vor dem Hintergrund natürlich besonders genau hingeschaut werden sollte. Dass andere Firmen es auch nicht immer besser machen, ist da kein Argument.

    “… oder über Android-Phones, auf denen man einen Virenschutz installieren muss und die nach 6 Monaten das neuere Betriebssystem nicht mehr unterstützen.”

    Das ist technischer Detailklimbim, über den auf den entsprechenden Tech-Seiten sicherlich genug geschrieben wird.

    Comment | 23. Januar 2013
  • - Memo an Peter: Apple-Beiträge generieren Kommentare ;)

    - ich stimme den meisten obigen Punkten zu – insb. dem der immensen Diskrepanz zw. Image & Wirklichkeit

    - bzgl. ethischer Elektronik ist’s noch ein weiter Weg http://www.inside-handy.de/news/26519-deutscher-hersteller-amplicom-gewinnt-wertung-liste-enthuellt-ethisch-vertretbare-smartphone-hersteller 10 von 20 mögl. Punkten ist mehr als nur dürftig

    - ich hatte letztens Mal Gerüchte gehört, dass es bald ein ethisches Handy/Smartphone o.ä. (aus den NL?) geben soll (habt ihr da was zu gehört?)

    Comment | 23. Januar 2013
  • ok – hab’s endlich gefunden:
    - waren tatsächlich die Niederlande
    - ist auch recht neu – Name: Fairphone
    - folgende Links sind vllt. mal nen Artikel wert (mikrofairkel ist grad mit der Dokureihe beschäftigt)

    - http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio100612.html
    - http://www.taz.de/!105363/
    - http://www.fairphone.com/

    Comment | 23. Januar 2013
  • pardon :D … hier der Artikel zur Audio von http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fair-smartphone100.html

    Comment | 23. Januar 2013
  • Warum ist der Beitrag überflüssig? Weil die geschniegelte Lifestyleblase, in der die Apfelaner zu leben pflegen, Flecken bekommt? Den technischen Vorsprung in puncto leistungsfähige, quasi absturzsichere Systemen, den Apple mal hatte, haben andere längst aufgeholt und es bleibt eben nur noch, sich für exklusiver zu halten und mit dem Finger auf andere zu zeigen, die ja noch viiiel schlimmer sind. Und wenn Apple-Fanboys was von geplanter Obsoleszenz bei Nicht-Apple-Produkten quasseln, bekomme ich einen Lachanfall. Wie baut man eigentlich bei einem iPhone ohne Bastelei und Tricks einen Ersatzakku ein? Bei einem Android-Fon macht man die (Plastik-)klappe auf, nimmt den alten raus und setzt einen neuen ein. Klar, bei einem iPhone braucht das gar nicht, denn es hat ja einen Appel hinten drauf und ist sooo genial designt…

    Übrigens gibt es eine nette Parodie auf Apple bei South Park:
    http://www.southpark.de/alle-episoden/s15e01-humancentipad

    Ich habe mich anlässlich des Apple-Samsung-Streits auch schon mal mit Apple als genialer Erfinderzentrale auseinandergesetzt:
    http://fliegende-bretter.blogspot.de/2012/08/wer-hats-erfunden.html
    (@Peter M.: Wenn dir mein Blog gefällt, würde ich mich über Verlinkung freuen)

    Comment | 23. Januar 2013
  • David

    Habe dem Artikel bequem auf der Couch mit meinem iPad konsumiert. Die southpark Parodie konnte ich mir leider nicht angucken, da in Flash…

    Comment | 24. Januar 2013
  • @ Stefan R. – danke für den Hinweis; hab die Fliegenden Bretter grad in meine Linkliste aufgenommen.

    Comment | 24. Januar 2013
  • Petr

    @Stefan R.
    Ich habe bei einem Telefon/Smartphone noch nie den Wunsch verspürt einen Akku zu wechseln. Ich habe nur den Bedarf nach deutlich längeren Laufzeiten der Geräte. Auch bei meinem aktuell verwendeten Galaxy Note werde ich vermutlich nie einen Wechselakku kaufen.
    Smartphones ohne Wechselbaren Akku produziert nicht nur Apple, auch die Hersteller aus dem Android und Windows Phone Lager machen das,
    HTC One x+
    HTC 8x
    Sony Xperia Z
    Google Nexus 4
    um nur einige zu nennen.
    So ein schickes Unibody Gehäuse läßt sich ohne Wechselakku hält einfacher herstellen.
    Ich verstehe nicht warum man immer für oder gegen Apple sein muß.

    Ich möchte faire Produktionsbedingungen, ökologisch saubere Geräte, Produzenten die sich ethisch moralisch vorbildlich verhalten. Nur gibt es solche Firmen in der Branche nicht. Dieses “Fairphone” ist eine gute Idee, die sich nie in messbare Marktanteile umsetzen läßt. Wer daran glaubt ist ein Utopist.

    Comment | 24. Januar 2013
  • Oli

    Man kann sich trefflich streiten über das Pro und Contra der Produkte des einen oder anderen Herstellers und die Lügen, die sie den Konsumenten auftischen, nur damit diese glauben, ihre Produkte kaufen zu müssen. Sie sind alle keine Engel. Aber sorry — es ist einfach ein Fakt, dass der BR-Beitrag NICHTS Neues darstellt und nur das neueste Werk in einer gaaaaaanz langen Reihe solcher Beiträge ist. Damit ist er “für mich” inhaltlich überflüssig. Ich bekomme jetzt mindestens seit 2010 zur Genüge gezeigt, dass Apple ganz böse ist. Ich weiß es, und ich sehe es ein! Ich würde aber auch gerne erfahren wollen, welche andere Firmen noch ganz böse sind. Zum Beispiel lese ich sowas nur im Netz nie im TV (oder entgeht es mir da nur?):

    http://www.golem.de/news/krebstote-und-unterdrueckung-samsung-mit-schmaehpreis-ausgezeichnet-1201-89457.html

    Das soll natürlich nur ein Beispiel sein und keineswegs ein Angriff auf Android-Jünger ;-)

    Nokia ist sicher auch kein Heiliger, oder Microsoft, oder Google, oder … naja – ich warte dann mal auf den nächsten Böses-Apple-Beitrag, der mir jammernde Jünger zeigt – irgendwo gibts bestimmt noch ein paar, die noch nicht vor der Kamera waren

    Comment | 25. Januar 2013
  • @ Oli: Hier im Blog waren Google, Samsung und Microsoft auch schon Thema. :-) Über Nokia gab es im Fernsehen anlässlich ihrer Subventionsabgreif-Masche auch ausreichend Beiträge, genauso wie über Google in Bezug auf die Privatsphärenverletzungen. Dass die Elektronikindustrie insgesamt viel falsch macht, ist auch kein Geheimnis. Wenn ich allerdings genau darauf achten müsste, dass jeder Weltkonzern in gleichem Maße hier beleuchtet wird, hätte ich viel zu tun.
    Für mich beinhaltete der BR-Beitrag sehr wohl auch etwas Neues, denn dass nun auch die echten Fans anfangen, sich abzuwenden, ist eine neue Entwicklung. Und eine erfreuliche, weil ich den Kult um eine Marke/Firma (egal welche) generell skeptisch sehe.

    Comment | 25. Januar 2013
  • Oli

    @Peter M. Soviel sei noch gesagt: Auch wenn mir der Apple-Beitrag nicht interessant war, ansonsten lasse ich nichts auf “konsumpf” kommen! Geniales Blog.

    Diese Woche haben wir übrigens den Markencheck der ARD zu Apple ;-) … to be continued … Da hab ich allerdings tatsächlich noch das ein oder andere Neue erfahren.
    Wen es interessiert:
    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/13296480_der-apple-check

    Comment | 6. Februar 2013
  • Peter

    Deswegen benutze ich zuhause nur Linux !

    Comment | 12. September 2013

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