Aug
04
2010

Theo „Aldi“ Albrecht ✝

Letzte Woche starb mit Theo Albrecht einer der reichsten Männer der Republik und Mitbegründer der Discounterkette Aldi. Statt der Nachrufe, wie man sie in vielen Medien und auch manchen Internetforen ertragen musste und in denen das Hohelied auf den „ehrbaren Kaufmann“ gesungen wurde, der zusammen mit seinem Bruder mit „bewundernswertem Fleiß“ und „Sparsamkeit“ sein Billigimperium aufgebaut hat, sollte man sich lieber einen der nachfolgenden Artikel durchlesen:

Theos Aldi“ (Ware Lüge):

[...] Allein die marktbeherrschende Stellung des Aldi-Konzerns konnte bisher wirkungsvoll verhindern, dass über Aldi genauso berichtet wurde wie über Lidl.
Zu den typischen Aldi-Praktiken gegenüber den eigenen Mitarbeitern gehören:
- Mobbing gegenüber Gewerkschaftern
- konzerneigene Betriebräte (wenn überhaupt)
- „freiwilliger Verzicht“ auf Bezahlung von Überstunden
- ebenso „freiwillig“ haben Aldi-Mitarbeiter auf Krankschreibungen, Mutterschaftsurlaub oder auch reguläre Frei-Tage zu verzichten [...]

Aldi – System der Angst“ (Spiegel, Oktober 2009):

[...] Ver.di dagegen registriert eine steigende Nachfrage nach gewerkschaftlichem Rechtsschutz bei Arbeitsprozessen gegen Aldi. Und Autor Hamann berichtet, dass in großen Städten wie Berlin, Köln oder Hamburg “nahezu täglich” Prozesse geführt würden, an denen Aldi beteiligt sei. In Internetforen tauschen sich Beschäftigte über die schlechten Arbeitsbedingungen aus, viele der Betroffenen treffen sich regelmäßig, um sich über Vorkommnisse zu informieren. [...]

Aldi brutal“ (Handelsblatt, 2008)

Aldi – gut oder nur billig?“ (ARD Monitor 2010)

Aldi-Aktionsware: Arbeits- und Frauenrechte bleiben auf der Strecke“ (Südwind Institut 2009)

Discounter und Billiglinien: ist Geiz wirklich geil?“ (PolitiKritik)

Und natürlich die vielen Artikel zu dem Themenkreis hier in meinem Blog, also z.B. „Lidl/Aldi/Discounter – Profite auf Kosten der Allgemeinheit, oder: Die Spirale abwärts. Teil 1“ und „Teil 2“, oder „Aldi, Mutter aller Discounter“.


Da es auch irgendwie zum Themoa Discount passt, möchte ich noch darauf hinweisen, dass heute um 21:45 Uhr in der ARD die NDR-Doku „Die KiK-Story – die miesen Methoden Des Textildiscounters“ läuft sowie anschließend um 22:35 Uhr auf N3 im Rahmen der Sendung Panorama – die Reporter ein Bericht über die aktuellen Entwicklungen dieses Falls. Denn KiK hatte nach der Erstaustrahlung im April eine einstweilige Verfügung erwirkt, nachdem der NDR seine Recherchen zunächst nicht mehr öffentlich machen durfte.

Nun jedoch darf der Sender nach erfolgtem Gerichtsbeschluss vier Arbeiterinnen aus Bangladesch weiterhin als “KiK-Näherinnen” bezeichnen. Diese Näherinnen spielen in der Reportage eine zentrale Rolle für die Beweisführung. Entscheidend für die Gerichtsentscheidung im Mai waren offenbar eidesstattliche Versicherungen von KiK-Mitarbeiterinnen aus Deutschland, wonach die Näherinnen angeblich nicht mehr für KiK arbeiteten. Diese Aussagen beruhten damals jedoch, so heißt es in einer NDR-Meldung, “I’m Wesentlichen auf Hörensagen”. Diesen KiK-”Etappensieg” habe der NDR zum Anlass genommen, weiter gegen den Textildiscounter zu recherchieren, was letztlich zu einer Umkehr der Gerichtsentscheidung geführt habe. Dem verantwortlichen Reporter Christoph Lütgert gelang es unter anderem sogar, die Näherinnen an ihrem Arbeitsplatz, einer Fertigungshalle in Dhaka, zu filmen. Dort wurden auch zahlreiche Produkte mit KiK-Label im Bild festgehalten. Das Landgericht nahm daraufhin das Ausstrahlungsverbot per Urteil zurück. (tvwunschliste)

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12 Kommentare »

  • Olaf

    Man soll ja im Allgemeinen nichts Schlechtes über Verstorbene sagen, aber leider ist sein Konzept nicht gleich mit ihm verschwunden.

    Comment | 4. August 2010
  • “Man soll ja im Allgemeinen nichts Schlechtes über Verstorbene sagen”

    Es gibt ja durchaus viele Verstorbene, über die man sehr viel Schlechtes sagen kann und soll ;-) – wenn ich an all die Diktatoren und Potentaten denke, die die Menschheit erdulden musste…

    Comment | 4. August 2010
  • Punksympathisant

    Auch ich habe mich bei all dem Medienrummel um den Tod des “so geschätzten und beliebten” Handelsmannes gedacht, warum selbst der Spiegel, der ja schon desöfteren kritisch über Aldi, Lidl, KiK, Netto und Co. berichtet hat, wenige Stunden nach seinem Tode auf SpiegelOnline ganz oben ungefähr fünf verschiedene Artikel über Herrn Albrecht hatte(davon kein einziger kritischer)!

    Allerdings muss man sich auch fragen, inwieweit Theo Albrecht am Ende jetzt überhaupt noch für fragwürdige Geschäftspraktiken verantwortlich war! Ich schätze, er hat das Unternehmen am Ende kaum mehr geleitet und auch keinen großen Einfluss mehr gehabt!

    Comment | 4. August 2010
  • Naja, ist Aldi wirklich schuld, dass so viele dort einkaufen? Wer der Meinung ist, dass für ihn nur das billigste gut genug ist, der darf das doch ausleben. Wer der Meinung ist, aus der Bild etwas zu erfahren, der darf auch die lesen. Verstehen tue ich das beides nicht.

    An dieser Stelle aber auch mal ein Verweis auf Holger Klein, der ein begeisterter Aldi-Käufer ist. Im NSFW-Podcast spricht er mit Tim unter anderem darüber: http://tim.geekheim.de/2010/07/30/nsfw014-schlechte-unterhaltung/

    Irgendwie bin ich sprachlos, wenn ich sowas höre.

    Comment | 4. August 2010
  • “Wer der Meinung ist, dass für ihn nur das billigste gut genug ist, der darf das doch ausleben. ”

    Najaaaa, was ist das denn für eine Einstellung? Dann dürfte ja jeder machen, was ihm grad in den Sinn kommt, egal, wie schädlich es für alle anderen Leute ist. Es geht ja nicht darum, dass die Aldi-Produkte per se schlecht wären und die Leute sich deshalb mit Billigkram abgeben (das muss wirklich jeder selbst wissen, was er sich/seinem Körper antut), sondern eben darum, dass jeder Kauf beim Discounter dieses perverse und für die gesamte Gesellschaft schädliche Wirtschaftsmodel unterstützt und fördert.

    “Naja, ist Aldi wirklich schuld, dass so viele dort einkaufen?”

    “Schuld” ist hier vielleicht nicht ganz der richtige Begriff, aber natürlich hat Aldi durch das Initiieren und Propagieren des Billigwahns einen großen Anteil daran, dass diese Form des Verkaufs so boomt. Reklamekampagnen wie “Geiz ist geil” / “Ich bin doch nicht blöd” tragen ihr übriges dazu bei, wie natürlich auch BILD & Co.

    Comment | 4. August 2010
  • Das sehe ich nur bedingt so. Ich würde es als typisch deutsch ansehen, dass man bei sich selbst am meisten spart und sich nichts gönnt. Da will ich mich nicht ausnehmen. Auch ich habe mich krank gespart und habe immer noch manchmal Probleme mir selbst etwas zu gönnen. Daran ist aber Aldi nicht wirklich schuld. In den letzten 10 Jahren war ich ca. 3 mal in einem Discounter und es ist schon eine sehr befremdliche Welt.
    Aber das ist auch etwas, was man nicht so leicht per Blog Kommentare ausdiskutieren kann.

    Comment | 4. August 2010
  • Punksympathisant

    Ja, ALdi ist – wenn man es so nennt – schuld! Denn gäbe es ALDI nicht, würde keiner dort einkaufen!

    Comment | 4. August 2010
  • Idealistin

    Mittlerweile glaube ich, es ist egal wie sie heißen- KIK, Aldi, Lidl, Netto usw.
    Aldi, die Mutter aller Discounter, wurde zig-fach kopiert,das System der Personaleffizienz bis hin zur puren Ausbeutung weiterentwickelt. Wachstumswahn in jeglicher Beziehung, Gewinn, Marktmacht, immer mehr Filialen, Absatz. Die Besitzer selbst, geben sich bescheiden (Albrecht & D. Schwarz Lidl)Die Kunden wollen gar nicht wissen, wie es hinter den Fassaden aussieht.

    Theo galt genau wie D.Schwarz (Lidl)als extrem Öffentlichkeitsscheu, wobei es bei ihm einen Hintergrund hat. Er wurde im beschaulichen Städchen Herten vor dem Verwaltungsgebäude seiner Filiale (1971)entführt. Dieser kleine, vielen unbekannte Ort hat es in sich. Die Aldi-Kaffee-Rösterei hat dort ihren Sitz und dort wurde Karl-Ludwig Schweisfurth geboren, ist dort aufgewachsen und hat den elterlichen Metzgereibetrieb von Jugend an mit ausgebaut. Heute ist dieser als Herta weltweit bekannt. Allerdings hat er anderen Unternehmern wie Schwarz (Lidl), Aldi und Co. etwas entscheidendes voraus- Weitsichtigkeit, Erkenntnis, Liebe zu der Natur und die Fähigkeit den gnadenlosen Wachstumszwang, das Profitdenken, als den falschen Weg zu erkennen und alles hinter sich zu lassen – Herta zu verkaufen (1984/85). Er hatte eine Vision und setzte sie um. Natürlich hatte er den Vorteil, er war nicht arm und konnte seine Träume verwirklichen. Er errichtete mit anderen Gleichgesinnten die :
    http://www.herrmannsdorfer.de/content.php?mid=00

    http://www.herten-erleben.de/cont_12_05/pdf/08_09_Schweisfurth.pdf

    http://www.youtube.com/watch?v=AoOWmeIxZYA&feature=related

    Seine Autobiographie „Wenn´s um die Wurst geht“ ist eine beeindruckende Lebensgeschichte. Sie zeigt, dass es auch Unternehmer mit sozialen Verständnis und Rückgrat gibt. Einer, der Konsequenzen aus seinen Erkenntnissen zieht und Verantwortung übernimmt, auch für andere. Jemand der weiter denkt – quasi für die Zukunft unseres Planeten.
    Zitat aus seinem Buch:
    „Sicher liefen diese Denkprozesse nicht so reibungslos ab, wie ich sie hier beschreibe. Ich hatte auch immer wieder Selbstzweifel und stellte mir die Frage, ob ich nicht doch nur ein elender Spinner war, der sich in einen spielerischen Gedanken verliebt hatte.“
    Das macht ihn so sympathisch :-)

    Heute lief im ARD die KIK-Story. Dieser Typ – der Besitzer ein eiskalter aalglatter Typ -grausig!Was da berichtet wurde ist unglaublich.
    T-Shirts für 1,99 und Hosen ab 3,99 das ist doch krank- eine Pizza kostet mehr!

    Comment | 5. August 2010
  • Insider

    Hi Peter,
    habe den Bericht über Kik ebenfalls genauestens verfolgt.
    siehe dazu:
    http://www.utopia.de/blog/oekologische-nachhaltige-mode/fernsehen-berichtet-heute-ueber-die

    Das ist doch der Wahnsinn was da in Deutschland seit vielen Jahren abläuft. Solche Inhaber sind immer die gleichen Typen. Ob Heinig, Albrecht, Schwarz und Co. Alle sind angeblich nur smarte, bescheidende, zurückgezogene, integre,clevere,seriöse Geschäftsleute. Letzendlich vermeintlich nur dadurch zu Discountermultimilliardären geworden. Das ist leider die größte Lüge an Menschen die das perfide System nicht durchschauen.
    Auch der “Nachwuchs- größenwahnsinnige” KIK Inhaber Heinig (einer von vielen) hält sich angeblich an div. Codes of Conduct/ Regeln ((Zitat im Film WdR3: „wir haben Fehler gemacht“ )ist letzendlich aber auch nur besonders Firm im Menschenausbeuten -ob intern im eigenen Unternehmen oder extern bei den Erzeugern. Läuft grinsend ohne Skrupel/ bzw. Kommentar in Nobelabsteigen an kritischen, das System hinterfragenden Journalisten vorbei. (siehe Arbeiterinnen in Bangladesch/Daka )Alles –das Verhalten und das System von den smarten Aldi- (die Mutter aller Discounter) Managern gelernt. (In Insider- Inverviews -FL /Bez.Ltg. bestätigt!)
    (Das ist das Vermächtnis von Theo A. und Co!)
    Alle Inhaber im Discountergeschäft sind durch die Bank die gleichen Banditen des 21.Jht.auch wenn sie sich nach Aussen in der PR anders darstellen, bzw. von der Öffentlichkeit/dem Verbraucher anders wahrgenommen werden. Ebenso die hochbezahlten,meist Gedanken- und hirnlosen Testimonials, wie die V. Pooth, (das piepende, durchgeknallte KIK Dressgirl/ der „Engel der Armen“ –ich lach mich tot)inkl. Jürgen Drews und Co. (siehe KIK Report) Die Medien (und die Discounter) leben leider davon, Figuren hervorzubringen, bei denen man einfach nicht weiß, ob man ihre Anwesenheit als peinlich, unangenehm, belustigend,völlig überflüssig, oder sogar gemeingefährlich empfinden soll. Meist ist es eine Kombination aus allem. Manche gibt es nur als Paar, andere in div. Einzeldisziplin –des zahlreichen Nutzlosen und der Nutzlosen (wahrscheinlich haben es diese alle nötig um ihren Lebens-Luxusstandard halten zu können (Geld stinkt ja nicht –auch wenn sogar Blut und Ausbeutung dran klebt) inkl. die Bildzeitung tun ihr übrigens dazu. Die Menschen in unserer Gesellschaft werden heute für blöd verkauft,deshalb merken es viele nicht einmal wie ein Discountersystem (hinter den Kulissen) funktioniert.
    http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/panoramakik104.html

    Wenn man diese ehrbaren Kaufmänner mit ihrem „Fleiss und Sparsamkeit“ -als wichtige deutsche Maßstäbe des Einzelhandels noch würdigt (siehe jetzt Aldi Theo Albrecht – der Teufel soll ihn holen –und die nächsten dazu )wird einem einfach übel. Aldi als die Mutter aller Discounter- Ausbeuter – von Lidl/Kaufland eingeholt/überholt – (Der Kik Milliärdär Heinig zu geizig ordentliche Löhne zu zahlen, den eigenen Müll zu entsorgen,Räume mit ausgeschalteten Klimaanlagen,Mitarbeiter im Giftnebel der Klamotten stehen – siehe Statements ehem. Manager/Gebietsleiter,ect,.deren Skrupel, letztendlich die Aufgabe der Tätigkeit Mitarbeiter zu überwachen, zu schinden, u.u. u. Jeder von denen weiss inzwischen auch wie es funktioniert, wie Aldi,Lidl,und Co. zu Ihren Milliarden Imperium kommen. Auf Kosten anderer. Die Mitarbeiter mit angeblichem guten Stundenlohn (im Vergleich zu
    was -zur Bahnhofsputzfrau?) 10 Jahre auf gleichem Einkommens-Level trotz komprimierte verantwortungsvolle Facharbeit, 80% maximaler Halbtagstätigkeit- ganztags just in Time unendgeltlich parat stehend, ohne Rechte, ohne Ansprechpartner, Betriebsrat,ect.
    Dann kommt noch als Zugabe zum schlechten Gewissen des kleinen Mannes/Frau/Arbeiters/H4-Arbeitslosen einreden die Konsorten Westerwelle –(Arbeit muss sich wieder lohnen?!) Brüderle,Merkel und Co. (inkl. AG Präs. Hundt und Co –die Industrie Oberjammerer/Obermaurer der zu hohen Stundenlöhne – zugunsten der Inhaber),dann gute Nacht Deutschland. Nimmt umsonst gibt’s immer mehr Arbeitsplätze mit Niedriglöhne.(und dann noch zudem befristete Arbeitsverträge!)
    Da müsste es langsam jedem klar werden was hier in Deutschland läuft trotz angeblichem
    Arbeitsaufschwung. Der sieht eher so aus:

    http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/07/27/mini-loehne-schock-studie/millionen-deutsche-verdienen-nur-niedrigloehne.html

    http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/billigloehne-auf-kosten-anderer/

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Chinesen-revoltieren-gegen-Billiglohn-article1125171.html

    Das nennt man die modernen flexiblen Arbeitsplätze in Deutschland. Ausbeutung hier und bei den Erzeugern ebenfalls. Gerade die Discounter –Feudalfürsten (damit zu Multimilliardären geworden) haben dazu einen „besonderen Beitrag“ geleistet. Die soziale /Lohn-Abwärtsspirale geradezu potenziert. Nicht die Billigpreise sind die Unternehmens-Leistung des Theo Albrecht und Co. – sondern der Ursprung/der Input eines Unternehmenskonzepts das nur so funktioniert: „Billig, Ausbeutung, Dumping an allen Fronten. Nur Aldi und seine Artgenossen haben davon doppelt profitiert,bzw.werden davon weiter profitieren.. Billig erzeugt nun mal nur >Billig < –die Spirale abwärts.

    Übrigens haben sicherlich nicht wenige Mitarbeiter ob bei KIK ,Lidl,Aldi,Kaufland und Co. eine gute (bzw. eine kaufmännische)Ausbildung. Nur werden diese letztendlich nur fürs buckeln in diesen Ausbeuterkonzernen gebraucht. Die anderen (Angelernten) für die keine Ausbildung notwendig war und ist, zum Kartonauspacken, Kassieren, ect. werden gleichzeitig als psycholog. Druckmittel für alle benutzt um ordentliche Arbeitsbedingungen und Löhne zu sparen. Ihre spätere Rente trotz ganztags gearbeitet an der Armutsgrenze,Psyche und die Gesundheit kaputt. Wer fragt danach? Es wird Zeit gegen dieses Scheiss System ob mit oder ohne Gewerkschaften dagegen etwas zu tun.
    Jedem Mitarbeiter und Verbraucher sollte klar sein: insbesondere deshalb weil uns weiss gemacht wird „Billig“ einzukaufen, müssen wir „Billig“ Einkaufen.
    (Ursache Wirkung – siehe meine anderen Infos auf Deiner Webseite.)

    Comment | 6. August 2010
  • sokrates

    @Insider

    Als Reaktion zu deinem Kommentar kann ich nur noch sagen: Ich bin sprachlos, das jemand mit vergleichsweise wenig Worten es Geschafft hat, eine so klare, detaillierte und perfekt analysierte Aussage zu machen wie du.
    Deiner Aussage ist fast nichts mehr hinzuzufügen.

    Comment | 9. August 2010
  • sokrates

    @Horst

    Ich habe mir mal diesen Podcast angehört und ich muss sagen, dass diese “Sendung” so beängstigend schlecht ist, dass kein gesunder Geist sich sowas antun sollte.
    Denn wenn zwei pseudointellektuelle Radio spielen, kann am enden nicht wirklich etwas passables raus kommen, was besser ist als eine Sendung alla Kallwass (Wobei man überlegen sollte, ob Frau Kallwass als Studiogast oder sogar Co-Moderator der Sendung nicht zumindest einen Unterhaltungswert geben würde;o)
    Daran ändert sich auch nichts, wenn Holger Klein & Tim Ihre Arbeit im Kontext zu “Journalisten” der FAZ sehen um sich daraus selbst ein Qualitätsmerkmal zu basteln. Bestenfalls erinnert die Sinnlosigkeit solcher Aussagen an die zugrundeliegenden Gedanken der “Lohnabstandsdiskussion”;
    “Ist man so schlecht, dass man nur im Kontext zur FAZ besser ist oder ist man einfach wirklich Gut; auch ohne negatives Beispiel.”

    Comment | 9. August 2010
  • Maier

    Super Beitrag.

    Die Monitorsendung ist eine einzige Freude. Aldi ist in Nichts bessr als Lidl und andere Discounter.

    Ich habe einige Bekannte/ Familienmitglieder- die bei einem Discounter arbeiten/gearbeitet haben. Alle erzählen ähnliches ;Hetzte, unterbesetzte Schichten, Angst vor Besuchen aus der Zentrale, vor Testeinkäufen usw.

    Billig auf Kosten der Beschäftigten – der Slogan stimmt einfach!

    Comment | 15. August 2010

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