Kategorie: Konzernkritik Seite 11 von 33

Fernsehtipp: Wiesenhof – Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet

Für solche Reportagen gebe ich meine GEZ-Gebühren doch gerne her – die ARD berichtet morgen, am Mittwoch den 31.8. um 21:45 Uhr über „Das System Wiesenhof – Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet“ und bringt ein wenig Licht ins Dunkel dieses üblen Konzerns und seiner Billighähnchen. Wiesenhof versuchte im Vorfeld, die Ausstrahlung der Reportage zu verhindern, jedoch ohne Erfolg.

Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: ‘Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz.’ Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus?

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Rama – Die blutige Margarine aus dem Hause Unilever

Ich möchte Euch heute mal wieder auf eine Online-Unterschriftaktion von Aktion Regenwald aufmerksam machen, in der es um eine weitere bekannte Marke geht, die sich in der Reklame in ihrem sauberen Image sonnt: die Margarine Rama aus dem Hause Unilever. Dass die Herstellung – wie bei so ziemlich jedem Industrieprodukt – alles andere als umweltschonend vor sich geht, hätte man sich natürlich auch schon so denken können:

Unilever hat ein Problem: Der Konzern kauft für seine Rama-Margarine Palmöl von einem der skrupellosesten Hersteller in Indonesien: Wilmar International. Der weltgrößte Palmölmulti ist für illegale Abholzung und schwere Menschenrechtsverletzungen berüchtigt. Jetzt griff eine seiner Tochterunernehmen auf der indonesischen Insel Sumatra wieder zu brutaler Gewalt: Sie heuerte die Polizeibrigade Brimob an und ließ ein ganzes Dorf verwüsten und auf die indigene Bevölkerung schießen. Der Anlass: Ein Mann wollte Palmölfrüchte verkaufen, die die Firma für sich beansprucht.
Unilever sind die Methoden seines Lieferanten seit langem bekannt. Wir wollen ihn erneut an seine Verantwortung erinnern und auffordern, das Palmöl in seinen Produkten konsequent durch heimische Pflanzenöle zu ersetzen.

Bitte unterschreiben Sie unseren Protestbrief an den Unilever-Deutschland-Chef Henricus Brouwer auf:

www.regenwald.org/mailalert

Und noch eine Bitte: Die Menschen aus dem betroffenen Dorf stehen vor dem Nichts, fünf von ihnen sitzen noch im Gefängis. Wir sammeln Spenden für den Wiederaufbau ihrer Häuser, für Anwaltskosten, die Versorgung der Verletzten und Protestaktionen in der Provinzhauptstadt Jambi auf Sumatra.
www.regenwald.org/donationalert/80/indonesien-die-palmol-opfer-brauchen-unsere-hilfe

Übrigens, wer meint, dass man mit solchen Aktionen ja doch nichts bewegen kann, für den hat Regenwald.org auch mutmachende Infos parat:

Unsere letzte Protestaktion gegen PaperOne war ein voller Erfolg: Nach wenigen Tagen haben bereits mehrere Händler diese Kahlschlag-Marke sofort aus ihrem Sortiment genommen.

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Ausbeutung beim Paketdienst GLS

© ba1969, stock.xchng

Glaubt man den „Gesetzen“ des freien Markts, so gibt es für die Menschen nichts Besseres, als wenn sich möglichst viele Konkurrenten auf einem Markt tummeln und somit durch permanenten Preis- und Kostendruck die Waren und Angebote für die Verbraucher immer günstiger werden. In der Theorie mag das auch prima klappen, in der Realität läuft dies aber leider oft genug anders. Zwar sinken durchaus die Preise, dies allerdings unter eigentlich nicht hinnehmbaren Kollateralschäden für die Umwelt oder das soziale Gefüge. Besonders hart umkämpft sind Dienstleistungssektoren wie beispielsweise Paketdienste. Hier liefern sich einige große und eine Reihe von kleinen Firmen einen gnadenlosen Verdrängungswettbewerb – auf dem Rücken der Angestellten.

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Schlimme Firmen – heute: Glencore

Wie Ihr inzwischen sicherlich mitbekommen habt, bin ich ja auf jeden Fall ein Verfechter eines kritischen Konsums, soll heißen, jeder Einzelne sollte bei seinen Einkäufen überlegen, welchen Unternehmen er sein Geld überlässt und welche Geschäftspolitik er damit unterstützt; kurz: was die Folgen eines Griffs zu einem bestimmten Produkt oder eines Gangs zu einem Discounter sind. Einfach ist dies bei den Dingen, die wir direkt kaufen können – dass nichts von Firmen wie Nestlé, Coca Cola, Müller Milch, Kraft, Ferrero, Nike etc. im eigenen Einkaufskorb landet, sollte selbstverständlich sein, genauso wie das Ignorieren von Aldi, Lidl und Co. oder Tierquälerbuden wie McDoof oder Kentucky Fried Chicken.

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Ikea, Aral, Aldi und Ferrero auf dem Prüfstand

Es ist Sommer, und da herrscht allenthalben das große Sommerloch, hervorgerufen durch Temperaturen, die eher zum Faulenzen am Strand als zum Arbeiten animieren, aber natürlich auch durch die Ferienzeit, die mancherorts das öffentliche Leben ausdünnt. Gerade im Fernsehen werden dann oft irgendwelche Sachen ins Programm gewuchtet, mit denen man halt die Sendezeit zu füllen versucht, im Wissen, dass es eh keiner sieht. (Nach einem ähnlichen Prinzip wird ja generell mit vielen kritischen Sendungen umgegangen, die zu nachtschlafener Stunde ausgestrahlt werden, wo sie wenig Schaden anrichten – „Schaden“ heißt hier: möglichst wenig Menschen werden verstört, aus ihrer Lethargie geweckt oder ändern etwas an ihrem (Konsum-)Verhalten.) Von daher kann man sich natürlich fragen, warum der WDR seine prinzipiell ausgesprochen interessante Sendereihe „Markencheck“ nun ausgerechnet, beginnend mit IKEA, in der Sommerzeit über die Bildschirme flimmern lässt, aber sei’s drum.

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Gentech-Landwirtschaft (+ YouTube-isierung des Wissens)

Okay, okay – ich habe heute ein weiteres Video von Euch, das in die Kategorie „Mit hübschen bis drolligen Animationen die Welt leichter erklärbar machen“ fällt. Dass dieses Format, das spätestens seit „The Story of Stuff“ und den Clips von Alexander Lehmann („Du bist Terrorist“) derzeit einen absoluten Boom erlebt, ist offensichtlich, denn man begegnet ihnen mittlerweile überall im Netz – bei YouTube, auf Blogs und anderen Websites. Das finde ich zunächst einmal gut, denn auf diese leicht konsumierbare Weise, die auch jüngere Menschen und diejenigen, die sich eher nur bespaßen lassen wollen, anspricht, werden deutlich mehr Leute erreicht, als wenn man knochentrockene und ellenlange Abhandlungen dazu verfasst. (Von daher sollte ich vielleicht aufhören, hier so viele Worte zu verlieren und mich lieber um eine Ausbildung als Filmemacher bemühen?) So werden Themen, die ansonsten eher links liegen gelassen werden und um die sich viele aktiv nicht weiter kümmern würden, plötzlich zugänglich, sie tauchen als kleine Geistesblitze im Meer der Event- und Spektakelkultur auf.

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Verband abzockender Konzerne

Anlässlich der 1000. Sendung des NDR-Magazins Markt hat die Extra 3-Redaktion einen schönen kleinen Beitrag ausgeknobelt, der auf durchaus amüsante Weise vor allem das Treiben vieler Großunternehmen aufs Korn nimmt – „Markt macht Konzernen das Leben schwer“:

“Johannes Schlüter” von Extra 3 Fans ist auch der Vorsitzende des Verbandes abzockender Konzerne, kurz VAK. Ihn ärgert, wie Markt die Verbraucher regelmäßig verunsichert.

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Lufthansa tankt Regenwald – Aufruf zum Protest und zur Demonstration

© capcloud, stock.xchng

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Der Blödsinn mit sogenanntem Agrosprit, also Benzin aus Nahrungsmitteln, der seit einigen Jahren in gewissen Kreisen auf der Agenda steht, ist bekanntlich keine wirkliche Lösung für Ölknappheit und dem Ende des Fossilzeitalters. Solange die Menschheit an veralteten und schädlichen Individual-Transportmitteln wie Autos verzweifelt festhält, statt wirklich nachhaltigen Verkehr zu entwickeln, werden auch Schnapsideen wie den, aus Getreide Treibstoff zu machen, wenig bringen. Oder sogar andere Probleme wie die Ernährungskrisen in vielen Ländern, weiter verschärfen. Aus diesem Grund kann ich auch den folgenden Aufruf des Vereins Regenwald e.V. voll und ganz unterstützen:

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

die Lufthansa will nun ihre umwelt- und menschenfeindlichen Agrospritpläne umsetzen. Am Freitag startet am Hamburger Flughafen um 11.15 Uhr der erste Linienflug der Lufthansa mit Treibstoff aus Pflanzenölen.
Welche Öle dem Kerosin letztendlich beigemischt werden sollen und woher sie stammen, will die Lufthansa erst zum Start am Freitag bekanntgeben. Bisher war die Rede von Palm- und Jatrophaöl.

Wir haben vielfältig auf die verheerenden Auswirkungen von Agrosprit hingewiesen. Wenn die Lufthansa ihre Pläne realisiert, wird die Nachfrage nach pflanzlichen Treibstoffen weiter steigen. Die Folgen sind die Verteuerung von Nahrungsmitteln, Landvertreibungen und Regenwaldzerstörung in den Ländern des Südens.

Wir stellen zum Thema eine aktuelle Protestaktion online. Beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion und machen Sie deutlich, dass sich die Lufthansa mit ihrem sogenannten Biosprit auf einem Irrflug befindet.
Die Protestunterschriften werden wir am Freitag bei der Demonstration überreichen.

Zur Protestaktion: http://www.regenwald.org

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION
Am Freitag, den 15.07.2011 um 10 Uhr veranstaltet Rettet den Regenwald e.V. eine Protestkundgebung gegen die Biosprit-Pläne der Lufthansa im Hamburger Flughafen.

Bitte unterstützen Sie unsere Kundgebung. Machen Sie mit Ihrem Protest deutlich, dass Pflanzentreibstoffe keine umweltfreundliche Alternative sind, sondern weltweit zu Ausbeutung und Umweltzerstörung führen. Um möglichst große Aufmerksamkeit zu bekommen, können Sie Banner und Trillerpfeifen mitbringen. Informieren Sie auch Ihre Freunde oder verbreiten Sie unsere Aktion über Facebook:
http://www.facebook.com/event.php?eid=203809196333645

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Eigentlich gilt der Sommer ja eher als Saure-Gurken-Zeit in der Presselandschaft – weil Urlaub herrscht und Schulferien sind und die Hitze und die Sonne sowieso aufs Hirn schlagen und zu Müßiggang und Herumhängen animieren. Aus diesem Grunde erscheinen in so mancher Zeitung in den Sommermonaten auch eher unspektakuläre, vielleicht sogar langweilige oder künstlich aufgeblasene Meldungen, um das sogenannte „Sommerloch“ zu füllen. Leider hat der immer weiter voran schreitende qualitative Verfall der Mainstreammedien dafür gesorgt, dass das ganze Jahr hindurch inzwischen Zeilen geschunden und mit halbseidenen Themen um Aufmerksamkeit gebuhlt wird – und das auch abseits des Boulevard, der sowieso seit jeher auf diese Weise sein Geld verdiente.

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Schönfärberei konkret bei Discountern

Wunderbar, da hat die CI Romero ja mal wieder eine schöne Kampagne zum leidigen Thema Discounter vorbeitet. Denn natürlich sind die Billigheimer mit ihren Billigangeboten nach wie vor, allen Charmeoffensiven im Fernsehen und ein paar Cent fuffzich mehr für die Angestellten, immer noch nur daran interessiert, möglichst viel möglichst billig ein- und weiterzuverkaufen. Nun hat CIR zusammen mit der Kampagne für Saubere Kleidung eine Mitmach-Aktion vorbereitet, die darauf abzielt, die verdummende Reklame der Discounter aktiv mit eigenen Texten zu demaskieren und zu verfremden – sowas kann ich natürlich voll und ganz unterstützen!

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Adbust der Kampagne für Saubere Kleidung: Schönfärberei konkret bei Discountern

Liebe AktivistInnen und UnterstützerInnen,

für nur 30 Euro kannst Du dich komplett bei KiK einkleiden. Verona Pooth bürgt bei KiK mit ihrem Namen für billige Qualität. Bei Aldi zahlst du nur 9,99 Euro für eine Jeans. Der Discounter-Pionier verspricht vollmundig: „Qualität ganz oben – Preis ganz unten.“ Und wenn es heißt „Lidl lohnt sich“, fragen wir uns doch nicht lange, für wen, wenn uns ein Pullover zum Preis von 5.99 Euro förmlich in den Einkaufskorb springt – oder? In Kampagnen werben die Discounter nicht nur mit Tiefstpreisen, sondern unterstreichen auch ihr grünes und soziales Image. Das Schönfärben der Unternehmen leitet KonsumentInnen in die Irre. Bei den Werbekampagnen geht es nicht um Information oder Kommunikation mit uns KonsumentInnen. Denn die Message geht nur in eine Richtung: In Deine. Du sollst haben wollen, was Aldi, Lidl und KiK verkaufen. Deine Bedürfnisse werden geweckt. Die sozialen und ökologischen Folgen der Billigprodukte werden verdrängt und totgeschwiegen. Für unsere Billigpreise zahlen die Näherinnen in den Produktionsländern und die Verkäuferinnen in den Filialen hier um die Ecke. Dass dies die Vorstände in den Konzernzentralen nicht interessiert, zeigt der Film Schön!Färber! von Peter Wedel, der mit der Unterstützung der Kampagne für Saubere Kleidung entstanden ist.

Adbust!

Deine Antwort heißt Adbust. Du bist die Zielgruppe der Werbeindustrie und jetzt hast Du die Möglichkeit kreativ die Werbung zu verfremden. Zeig es den Discountern! Es geht aber nicht darum Fernseher zu zerschlagen, Werbetafeln zu sprengen oder Zeitungskioske abzufackeln. Adbusters schlagen die Werbung mit ihren eigenen Mitteln. Entlarve die Werbung als das, was sie ist. Mit dem online-tool Schönfärben-jetzt kannst du kreative Adbusts zu Aldi, Lidl und KiK entwickeln und diese dann möglichst breit on- und offline streuen!

Hier geht’s zur Aktion: www.schönfärben-jetzt.de

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