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„Scheiß RTL“

Ja, mit der einfachen Aussage „Scheiß RTL“ kann ich mich gut anfreunden. Seit Jahr und Tag produziert dieser Sender televisionären Müll und senkt das Niveau des Fernsehens jedes Jahr aufs Neue, sei es nun mit so einem Dreck wie dem Dschungelcamp oder vor allem ihren ganzen Dokusoaps, in denen Menschen vorgeführt und der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Ich will an dieser Stelle gar nicht weiter ins Detail gehen, das macht beispielsweise der Videopodcast fernsehkritik.tv regelmäßig. Holger Kreymeier hat sich nun gleich direkt mit dem Sender angelegt, indem er ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Scheiß RTL“ produzieren ließ, woraufhin ihm sofort eine Abmahnung ins Haus flatterte. Den Hinweis, dass der Schriftwechsel ebenfalls nicht veröffentlicht werden darf, ignorierte er und präsentierte ihn auf seinem Blogbeitrag „Scheiß RTL, armes RTL“. Nun geht eine Welle der Empörung oder Sympathie durch das Web, und auch andere Medien springen darauf an.

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Aufruf: IndieKultur unterstützen

Letzte Woche erreichte mich eine Mail von Marcel Belledin, der mich auf sein neues Projekt IndieKultur aufmerksam machte, welches ich für absolut spannend und unterstützenswert halte. Über die Website Startnext kann man sich als Fan des Projekts eintragen lassen (Registrierung ist kostenlos) und so bei einer Finanzierung helfen – bitte alle HIER mitmachen! Nachfolgend noch einige Infos, worum es bei dem ganzen überhaupt geht:

Mit Ihrer Unterstützung wollen wir das bieten, was wir auf anderen Social Communities und “Web 2.0”-Plattformen vermissen: Einen klaren und übersichtlichen Aufbau, aber auch Mitmach-Funktionen, mit denen man im besten Fall etwas bewegen kann… z.B. hervorheben, wie viel unabhängige Kultur im Gegensatz zur Profitorientierten in Deutschland stattfindet.

Da die unabhängige Kulturarbeit meist unter „Freizeit“ fällt, wird sie vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht erfasst. Und da sich in Deutschland und der Wirtschaft alles um das BIP dreht, wird genau dem kaum Bedeutung zugesprochen, welches unserer Meinung nach einen wichtigen Anteil am Leben in unserer Gesellschaft hat: Wir wollen wissen, wie viel Zeit wir für den “sozialkulturellen Austausch” verwenden. Als sozialkulturellen Austausch bezeichnet man die Zeit, die für den kulturellen Austausch außerhalb der Erwerbsarbeit aufgebracht wird. Konkret kann das die unentgeltliche Hilfe (ohne Korruption), kulturelle Projektarbeit aber auch Teilname an Veranstaltungen unabhängiger Kulturgestalter sein. Dieser Wert (in Stunden) ergibt sich aus der freiwilligen Angabe aller Nutzer und lässt sich sehr einfach ins Verhältnis zum BIP setzen und gewinnt dadurch an Bedeutung.

Eine weitere Möglichkeit mitzumachen besteht darin, einen Fragebogen mit Fragen zu sozialem und ökologischem Verhalten zu beantworten. Er ist für jeden persönlich und geheim und sagt etwas über das eigene nachhaltige Kulturverhalten aus. (Weiter unten mehr dazu…)

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Den Kern der Plattform bilden die Seiten der Kulturgestalter (den Begriff fassen wir sehr weit!), die die Möglichkeit haben Projektgruppen zu erstellen, für öffentliche, bzw. private Benachrichtigungen aber auch Informationen zu dem Projekt.

Die Plattform wird auch die Funktionen eines Veranstaltungskalenders haben, damit man sich informieren kann, welche Veranstaltung wo stattfindet, z.B. wenn man bei einem Besuch in einer fremden Stadt nach Szenenveranstaltungen sucht und mehr als nur die kurze Ankündigung lesen will.

Wer als normaler Nutzer Projekte aktiv unterstützen will, kann sich engagieren, wer den Infos folgen will, kann über einen “Klick” observieren – so weiß man als Publikum immer, was aktuell passiert. Wenn man irgendwann genug hat, wird die Projektgruppe wohl überlegt von der persönlichen Liste abserviert.

Im Grunde ist die Seite für alle offen, die sich über Projekte, die gerade stattfinden informieren möchten aber auch für Verleger, Labels und Produktionen, die außerhalb etablierter Institutionen für einen unabhängigen Kulturbetrieb kämpfen.

Für Künstler und Kulturgestalter aus ganz Deutschland, die durch ihre oft unentgeltliche Arbeit Zugang zu einem größeren Publikum suchen. Beispielsweise um über den nächsten Auftritt der Band, der nächsten Filmpremiere, Lesung und Potcastsendung, einer Kundgebung oder das unabhängige Streetart-Projekt zu informieren.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Durch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente der Seite und dem Fragebogen, wollen wir die Lebensbereiche der sich gerade bildenden Postwachstumsgesellschaft hervorheben.

Diese sozialkulturelle Bewegung soll in ihrer Größe nicht nur für den Einzelnen spürbar, sondern für alle erkennbar werden (in unserem Beispiel im Vergleich zum BIP) und so für eine Anerkennung in Politik und Wirtschaft sorgen.

Dafür benötigen wir Unterstützer, die sich sozialkulturell als Gestalter und Publikum engagieren und bei unserem Projekt mitmachen. Die Strukturen, die daraus entstehen verändern schon jetzt unser Leben und schaffen eine Lobby für Lebenskultur außerhalb des „Mainstreams“: Nachhaltiger Konsum und zivilgesellschaftliches Engagement sind Teil des Wandels in unserer Gesellschaft. Mit unserem sozialkulturellen Verhalten verfolgen wir das Ziel, die Lebensqualität auch für folgende Generationen zu erhalten.

Für das Projekt haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet, um uns von kommerziellen Anbietern zu unterscheiden. Die Rechte an den Daten verbleiben im Gegensatz zu den meisten anderen Netzwerken bei den Nutzern und werden nicht für Werbung genutzt oder an Dritte weitergegeben.

Aus emanzipatorischer Sicht sind wir stolz darauf, dass unser Team eine Männerquote von 50% hat! Außerdem sind wir für weitere UnterstützerInnen offen, die den Durchschnitt beeinflussen, z.B. ProgrammiererInnen für Handy-APPs…

Der Erfolg hängt, wie bei allem, von den Nutzerinnen und Nutzern ab und daher finden wir es spannend, ob wir mit unserem Projekt genügend Menschen begeistern können.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Was uns fehlt, ist die Finanzierung der genannten Grundfunktionen, die nach einer BETA/TEST-Phase öffentlich zugänglich werden.

Da echte Spenden direkt an uns weitergereicht werden, können wir schon jetzt mit dem Aufbau der Seite beginnen. Schön wäre es, wenn nach erfolgreicher Finanzierungsphase die Seite direkt in die Beta-Phase übergeht.

Die Seite soll sich nach Fertigstellung selbst finanzieren. Ein monatlicher/jährlicher Beitrag gibt zusätzliche Funktionen frei, wie z.B. die Möglichkeit nicht nur eine Projektgruppe zu erstellen, sondern beliebig viele. Weitere Funktionen zur Finanzierung sind in Vorbereitung und wir planen damit mindestens die laufenden Kosten zu decken. Wenn das Projekt “überfinanziert” wird, haben wir eine Palette weiterer Funktionen, die programmiert werden könnten, z.B. die Handy-APPs.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein Team aus vier aktiven und einigen dutzend passiven Kulturgestaltern. Ansprechpartner ist Marcel Belledin, der das Projekt im Sinne des Vereins durchführt. Catarina Schmidt (fade-in.de) übernimmt mit ihrem Team die Entwicklung der Plattform.

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Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise

Eigentlich ist es kein Wunder, dass die Werbewirtschaft nicht nur danach trachtet, den realen öffentlichen Raum mit ihren Parolen zuzupflastern und die Menschen damit in einem permanenten „Haben wollen / Kaufen sollen“-Zustand zu halten, sondern ebenfalls versucht, in jede Ritze des Alltags einzudringen. Von daher ist Reklame in Computerspielen schon seit längerem ein Thema, nicht erst, seitdem Games wie Fifa die möglichst „realistische“ Stadiondarstellung dadurch erhöhen, dass sie die virtuellen Pixel-Werbebanden wie im wahren Leben an Unternehmen verkaufen. So ist sicher gestellt, dass die Spieler permanent Markennamen und Werbebotschaften zu sehen bekommen und dies auch noch als „erfreulich realitätsnah“ goutieren. Ein perfekter und irgendwie pefider, selbstverstärkender Mechanismus… wie auch Der Standard in „In-Game-Werbung: Plakate in der virtuellen Welt“ (eher neutral) beschreibt:

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Weise Worte (28)

Wegen des großen Erfolges meiner Buchbesprechung von Erich Fromms „Haben oder Sein“ habe ich heute noch ein schönes Zitat aus diesem Werk für Euch:

Die in der Werbung und der politischen Propaganda angewandten hypnoseähnlichen Methoden stellen eine ernste Gefahr für die geistige und psychische Gesundheit , speziell für das klare und kritische Denkvermögen und die emotionale Unabhängigkeit dar. Ich bezweifle nicht, dass durch gründliche Untersuchungen nachzuweisen wäre, dass der durch Drogenabhängigkeit verursachte Schaden nur einen Bruchteil der Verheerungen ausmacht, die durch unsere Suggestivmethoden angerichtet werden, von unterschwelliger Beeinflussung bis zu solchen semihypnotischen Techniken wie ständige Wiederholung oder die Ausschaltung rationalen Denkens durch Appelle an den Sexualtrieb. Die Bombardierung durch rein suggestive Methoden in der Werbung, vor allem in Fernsehspots, ist volksverdummend. Dieser Untergrabung von Vernunft und Realitätssinn ist der einzelne tagtäglich und überall zu jeder Stunde ausgeliefert: viele Stunden lang vor dem Bildschirm, auf Autofahrten, in den Wahlreden politischer Kandidaten etc. Der eigentümliche Effekt dieser suggestiven Methoden ist ein Zustand der Halbwachheit, ein Verlust des Realitätsgefühls.

Erich Fromm, Haben oder Sein

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Deutsche Untertitel für „Century of the Self“

Ein kurzer Hinweis – vor einiger Zeit hatte ich ja hier im Blog die sehr interessante BBC-Serie „Century of the Self“ vorgestellt (HIER), zu der es bislang leider keine deutschen, sondern nur englische Untertitel gibt. Schon damals wurde angeregt, diese doch vielleicht einmal zu übersetzen. Ein Blogleser hat mich nun angeschrieben, dass er mit der Übersetzung des ersten Teils begonnen hat. Wer Interesse hat, an dem Projekt mitzuarbeiten, also vielleicht andere Teile zu übersetzen, kann mich ja über das Kontaktformular anschreiben oder einen Kommentar hinterlassen.

To many in both politics and business, the triumph of the self is the ultimate expression of democracy, where power has finally moved to the people. Certainly the people may feel they are in charge, but are they really? The Century of the Self tells the untold and sometimes controversial story of the growth of the mass-consumer society in Britain and the United States. How was the all-consuming self created, by whom, and in whose interests?

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Buchbesprechung: Erich Fromm „Haben oder Sein – Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft“

Ich muss gestehen, dass ich, obwohl ich schon vor zwei Jahren durch einen Kommentar hier im Blog auf das Werk von Erich Fromm aufmerksam gemacht wurde, erst jetzt dazu gekommen bin, mir eins seiner Bücher zu Gemüte zu führen. Und das, obwohl Fromm bereits in den 60ern und 70ern messerscharfe konsum- und systemkritische Analysen vorlegte, die auch in der heutigen Zeit (leider) noch absolut zureffend sind. „Haben oder Sein – Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft“ soll sein zugänglichstes Buch sein, in dem er viele seiner Gedanken und Ansatzpunkte nachvollziehbar umreißt und darlegt. Und nach der Lektüre kann ich dem durchaus zustimmen und eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!

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Lesetipps: No Logo | Fußball als Täuschung | Prosumer | Produzieren ohne Geld

© colsart, stock.xchng

No Logo!“ – so lautet der Titel des globalisierungskritischen (modernen) Klassikers der amerikanischen kanadischen Schriftstellerin Naomi Klein. Und dieses Motto hat sich auch die taz zu eigen gemacht, unter dem die taz-Sportredaktion für zwei Wochen unterwegs ist – angesichts der immensen Zupflasterung von Sportlern, Arenen und Sportstätten mit Reklame und Sponsoren-Logos haben sie beschlossen, in der Zeit alle Werbehinweise auf Sportfotos auszupixeln, um den Blick wieder unverkleisterter auf das Wesentliche zu lenken: den Sport. (Okay, es ist sowieso klar, dass heutiger Profisport im Prinzip ein Wirtschaftsfaktor ist und es auch dort unter dem Strich nur noch um Profite geht – Fußballvereine werden wie Unternehmen geführt, Großkonzerne wie Red Bull kaufen sich gleich ihre eigenen Clubs, die primär als Ergänzung der sonstigen Werbestrategie dienen.)

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Weise Worte (27)

(…) Konsequenzen: Aufhören aller Individualität bis ins Äußer­liche. Nicht ungestraft gehen alle Menschen gleich angezogen, gehen alle Frauen gleich gekleidet, gleich geschminkt: die Monotonie muß notwendig nach innen dringen. Gesichter werden einander ähnlicher durch gleiche Leidenschaft, Körper einander ähnlicher durch gleichen Sport, die Geister ähnlicher durch gleiche Interessen. Unbewußt entsteht eine Gleichartigkeit der Seelen, eine Massenseele durch den gesteigerten Uniformierungstrieb, eine Verkümmerung der Nerven zugunsten der Muskeln, ein Absterben des Individuellen zugunsten des Typus. Konversation, die Kunst der Rede, wird zertanzt und zersportet, das Theater brutalisiert im Sinne des Kinos, in die Literatur wird die Praxis der raschen Mode, des „Saisonerfolges“ eingetrieben. Schon gibt es, wie in England, nicht mehr Bücher für die Menschen, sondern immer nur mehr das „Buch der Saison“, schon breitet sich gleich dem Radio die blitzhafte Form des Erfolges aus, der an allen europäischen Stationen gleichzeitig gemeldet und in der nächsten Sekunde abgekurbelt wird. Und da alles auf das Kurzfristige eingestellt ist, steigert sich der Verbrauch: so wird Bildung, die durch ein Leben hin waltende, geduldig sinnvolle Zusammenfassung, ein ganz seltenes Phänomen in unserer Zeit, so wie alles, das sich nur durch individuelle Anstrengung erzwingt.

(…) die amerikanische Langeweile aber ist fahrig, nervös und aggressiv, überrennt sich mit eiligen Hitzigkeiten, will sich betäuben in Sport und Sensationen. Sie hat nichts Spielhaftes mehr, sondern rennt mit einer tollwütigen Besessenheit, in ewiger Flucht vor der Zeit: sie erfindet sich immer neue Kunstmittel, wie Kino und Radio, um die hungrigen Sinne mit einer Massennahrung zu füttern, und verwandelt die Interessengemeinschaft des Vergnügens zu riesenhaften Konzernen wie ihre Banken und Trusts. Von Amerika kommt jene furchtbare Welle der Einförmigkeit, die jedem Menschen dasselbe gibt, denselben Overallanzug auf die Haut, dasselbe Buch in die Hand, dieselbe Füllfeder zwischen die Finger, dasselbe Gespräch auf die Lippe und dasselbe Automobil statt der Füße.

Stefan Zweig, „Die Monotonisierung der Welt“, 1925 (!!)

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Spin-Doktoren – Marionettenspieler der Macht

Die Arte-Dokumentation, die ich Euch heute vorstellen will, ist schon etwas älter und wurde auch schon mal in einem Kommentar hier im Blog erwähnt. Aber irgendwie habe ich es bisher nie geschafft, sie mal unterzubringen. Nun aber! Es geht um „Spin-Doktoren – Die Marionettenspieler der Macht. Von Medien, Marktforschern und Meinungsmachern: über die jüngste Geschichte des Polit-Marketings“, eine Sendung, die zeigt, wie weit mittlerweile Marketingsgesuchtspunkte in der Politik und vor allem im Wahlkampf vorgedrungen sind. Heutzutage müssen sich Parteien übers Image, über eine schillernde Oberfläche, über einen schicken und hippen (oder seriösen, je nach Zielgruppe) Schein positionieren – genau wie Hundefutter, Softdrinks oder Fernsehstars müssen Politiker angepriesen und beworben werden.

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Lesetipps: Börsenberichterstattungselend | Geld ohne Banken | Fei Lun | Nano in Sonnencremes

© OmirOnia, stock.xchngNa, habt Ihr in den letzten Tagen fingernägelkauend, schweißnass und voller Angst die Talfahrt der internationalen Börsenkurse verfolgt? Oder gar den entsprechenden medialen Rummel im Fernsehen in Euer Leben gelassen? Gut so wenn nicht, würde ich mal behaupten. Denn was mich an der „Börsenberichterstattung“ schon früher immer gewundert bis verärgert hat ist, dass sich die Journalisten hinstellen und so tun, als wenn die Kursbewegungen fundamentale, rationale, zum Teil technische Gründe hätten – oder maximal psychologische (Panik, Gier). Dass aber einfach von vielen Marktteilnehmer herumgezockt wird, dass die Kursschwankungen mit dem Unternehmen und deren Wirtschaften nur in schwacher Korrelation stehen, dass Daytrader und Hedgefonds Kurse bewusst im Laufe eines Tages mal in die eine, mal in die andere Richtung treiben, das bleibt zumeist unerwähnt. Es soll die Illusion des Wirtschaftslebens als rationaler Hort der Vernunft aufrecht erhalten werden – und genauso die Illusion, dass die Börsenkurse ein Spiegelbild der Wirtschaft wären und deshalb wichtig für jeden einzelnen Bürger. (Das stimmt nur insoweit, als dass viele Menschen über Rentenversicherungen etc. indirekt auch am Aktienmarkt beteiligt sind.) Ähnliche Gedanken machten sich auch die NachDenkSeiten – „Das Elend des Wirtschaftsjournalismus findet in der Börsenberichterstattung seine Vollendung“:

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