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Surplus oder Konsumterror

Surplus oder Konsumterror“ ist ein Dokumentarfilm von Erik Gandini aus dem Jahre 2003, der in Zusammenarbeit mit ARTE entstand und in dem Jahr auch einen Preis auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam errang. In teils furiosen und verwirrenden Bildern setzt sich der Autor mit der Globalisierung und dem auf Konsumismus basierenden westlichen Lebensstil sowie der kritischen Betrachtung von Reklame auseinander. Heise Online schreibt dazu:

(…) Allerdings will der Film auch keine Antworten liefern, sondern Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Für John Zerzan sind Werbespots die wirkungsvollste Kommunikationswaffe, die der Mensch erfunden hat: In weniger als 30 Sekunden wird der Empfänger der Botschaft zu einem gefügigen Sklaven gemacht udn als eine Ansammlung solcher Spots ist der Film zu verstehen.

Wir sind dem Konsumterror ausgesetzt. Und “Surplus oder Konsumterror” stellt den Versuch dar, die Kommunikations-Sklaven der ersten Welt – ein Fünftel der Bevölkerung verbraucht vier Fünftel der natürlichen Rohstoffe – zum Nachdenken zu bringen… (…)

(…) Neben Bildern aus Kuba, die mit leeren Läden nicht wirklich von einer besseren Welt überzeugen können und mit monotonen “Reis und Bohnen”-Slogans unterlegt werden, wird auch ein absurder Besuch einer Liebespuppenfabrik gezeigt, in dem die 6000 bis 7000 Dollar teuren Gespielinnen kopflos an Ketten von der Decke hängen wie Tiere im Schlachthaus. Dazu kommt noch ein Internet-Millionär, der vom Geldausgeben gestresst ist und jammert: “Manchmal vermisse ich das billige Leben wie verrückt”.
All diese Bilder sind beeindruckend, erdrückend, doch eben auch verwirrend. (…)

Das Ganze gibt es als kostenlosen (und legalen!) Download bei Archive.orgHIER. Oder zum Onlineschauen bei Google Videos (und in den üblichen Häppchen bei YouTube):

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Der Genuss, nichts angedreht zu bekommen

Dieses schon etwas ältere „Werk“ des Street Art-Maestro Banksy hat nichts an Aktualität verloren:

Wie erholsam und erfrischend es ist, wenn das Stadtbild von den Einflüsterungenschreiungen der Reklameplakate befreit ist, dürfen seit einigen Jahren ja die Bürger der brasilianischen Stadt São Paulo erleben – „die saubere Stadt“.

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Gastbeitrag: Werbung verhindern

Ich freue mich, Euch heute nach längerer Pause mal wieder einen Gastbeitrag präsentieren zu dürfen. Er stammt von Christian Böttgenbach und heißt „Werbung verhindern“. Regelmäßige Leser meines Blogs wird die eine oder andere These des Textes durchaus bekannt vorkommen, vertrete ich doch ähnlich kritische Ansichten zur Reklamebeschallung heutiger Tage.

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Werbung verhindern

Werbung kann nerven und manipulieren. Sie kann auch gefährdend sein. Bewegliche Reklame im Straßenverkehr und die aufreizend tiefsinnigen, hypnotischen Wahlplakate führen zu Unfällen. Werbung destabilisiert labile Menschen, denn sie informiert nicht, sondern vermittelt Stimmungen und Lebenshaltungen. Sie gibt Ziele vor, die nicht die eigenen sind. Es ist eine Wissenschaft geworden, wie dabei das kritische Bewußtsein umgangen wird. Den Vogel schießt die Werbewirtschaft selbst ab, die mit dem Spruch „Werbung schafft Vielfalt“ das Gegenteil der tatsächlichen Wirkung von Werbung behauptet. Denn Werbung schafft Einfalt, indem wenige große Marken die natürliche Vielfalt verdrängen möchten.

Ohne weiter in die Tiefe zu gehen, entsteht das Bild einer Bedrohung durch Werbung. Die gesellschaftlich üblichen Wege zur Lösung des Problems wie neue Verordnungen, Petitionen und Beschwerden helfen auch hier nicht weiter, denn die Werbetreibenden haben Geld und üben damit beherrschende Macht aus. Also sind wir machtlos.

Wogegen kämpft denn die Werbeindustrie? Gegen unser (kritisches) Bewußtsein! Dort liegt also die Macht, Werbung aufzulösen. Das Bewußtsein hinterfragt, woher das Geld für die Werbung kommt. Es wird für Werbung aufgebracht durch den Glauben oder die Erfahrung, dadurch Marktanteile und letztlich Gewinne (auf Kosten anderer) erzielen zu können. Der Verursacher für Werbung bist also Du, indem Deine natürliche Neugierde sich den Werbebotschaften unterbewußt öffnet und im Augenblick der Kaufentscheidung Dein Gefühl manipuliert. Da nützt auch kein Widerspruch, denn ohne nachweisbare Wirksamkeit gäbe es keine Massenwerbung.

Unser Unterbewußtsein können wir ab sofort einfach für uns einsetzen, statt es Fremdbestimmen zu lassen: Ich habe als 16-jähriger nach ausführlicher Beschäftigung mit Werbung beschlossen, es mir einfach zu machen und prinzipiell all das nicht zu kaufen, wovon ich öffentliche Werbung sehe. Damit lebe ich seit Jahrzehnten sehr gut, es ist einfach und es wirkt. Wenn auch andere auf diesen Gedanken kommen, lohnt sich Werbung nicht mehr, sondern im Gegenteil, sie wird zunehmend ein negatives Produktmerkmal und damit kontraproduktiv für die Werbenden.

Nun bitte ich darum, ehrlich zu prüfen, bei wem eben ein „ja aber es gibt doch auch gute Produkte, für die geworben wird“, auftauchte. Da meldet sich dann das kritische Bewußtsein plötzlich, man will ja nicht pauschalieren, sondern prüft immer selbst und so weiter. Das will ich nicht verurteilen, auch ich habe eine einzige kleine gelegentliche Ausnahme. Aber man macht sich leicht viel Arbeit damit, anstatt den Aufmerksamkeitsdiebstahl durch aufgedrängte Werbung einfach für sich zu beenden.

Infoliner

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Blogputz

© frecuencia, Stock.xchng

Heute mal nur etwas in eigener Sache – vielleicht ist es dem einen oder andern schon aufgefallen, aber ich habe ein wenig an meinem Blog herumgebastelt. Am auffälligsten ist sicherlich, dass nun am Ende eines jeden Artikels eine kleine Liste anderer Beiträge steht, die thematisch passen und deshalb einige Leser noch interessieren könnten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sonst ältere Postings, die aber dennoch wichtig sind, vergessen werden, schien mir das sinnvoll. Genauso, wie ich (oben in der Reiterleiste zu erkennen) eine neue statische Seite namens „Best of“ eingerichtet habe – über die Jahre, seitdem ich den Konsumpf nun betreibe, habe ich eine ganze Menge geschrieben (785 Beiträge, um genau zu sein), von dem nicht alles auch heute noch zwingend spannend ist (wie bei Fernsehtipps usw.). Weil so die Gefahr besteht, dass die wirklich relevanten und auch noch längerfristig bedeutsamen Beiträge in der Masse untergehen, habe ich eine Auswahl der mir am Herzen liegenden Artikel auf der Best of-Seite aufgeführt, gegliedert nach verschiedenen Themenbereichen. Diese Seite werde ich, wenn es meine Zeit zulässt, in der nächsten Zeit weiter komplettieren. Natürlich lohnt es sich dennoch, auch einfach mal so in den Archiven meines Blogs zu stöbern.

Bei der Gelegenheit habe ich gleich einige ältere Beiträge auf den neuesten Stand gebracht und u.a. die dort verlinkten, zwischenzeitlich offline gestellten Videobeiträge wieder ergänzt:

Ist vielleicht vor allem für neue Leser des Blogs interessant, dort einmal reinzuschauen.

Und wo ich schon mal dabei bin, habe ich mir auch gleich ein paar Gedanken zu meinem flattr-Engagement gemacht. Seit einigen Monaten ist der Button des Micropaymentdienstes automatisch in meine Postings integriert, und mein Resümée ist durchwachsen. Ein paar Euro (3–5) fallen zwar an jedem Monatsende für mich ab und helfen mir bei der Finanzierung der Serverkosten, aber die Tatsache, dass ich gleichzeitig auch Paypal damit „füttere“, lässt mich zu dem Entschluss kommen, das Experiment ab Dezember erst einmal auf Eis zu legen. Ich werde flattr aber weiter im Auge behalten und finde die Grundidee ausgesprochen gut! Wer mir trotzdem was spenden möchte, kann mir ja gebrauchte, unnummerierte Scheine per Postumschlag zuschicken. :-)

Nachtrag: Nachdem ich den Artikel „Flattr – Geld verdirbt den Charakter“ bei Fixmbr gelesen habe, fühle ich mich in dem Entschluss noch bestärkt. Und hoffe, dass es irgendwann eine andere Micropayment-Methode geben wird.

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Online-Marketing auf Abwegen – No spam for me

© costi, stock.xchng

Wer von meinen Lesern selbst einen Blog betreibt, wird das kennen – nach einigen Monaten, sobald man einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat und auch in den Suchmaschinen weiter vorne auftaucht, beginnen sich plötzlich E-Mails im Postfach zu häufen. Zum Teil sind dies sehr erfreuliche Zuschriften von Lesern, die Lob (oder auch mal Kritik) aussprechen, Tipps und Hinweise geben oder einfach Fragen zu diesem oder jenem Thema haben. Solche Mails machen natürlich Spaß, zeigen sie doch, dass man mit dem, was man schreibt, auch ein bisschen was bewirkt und bewegt. Dann gibt es natürlich die Pest des Internetzeitalters, die tumben und stumpfen Spammails, die von sonstwoher reinflattern und zum Glück von den Spamfiltern größtenteils umgehend in die Ablage P (wie Papierkorb) weitergereicht werden. Und dann gibt es da eine dritte Art an Zuschriften – Werbemails, die zumindest scheinbar einen gewissen Zusammenhang zu dem aufweisen, worum es im eigenen Blog geht. Gerade bei einem konsum- und auch werbekritischen Blog wie Konsumpf sind solche Anfragen natürlich reichlich unbedacht bis sinnlos (das als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für alle, die mich in Zukunft mit so etwas behelligen wollen) und zeigen oft nur, dass sich die Absender keine große Mühe gemacht haben, sich das Zielobjekt ihrer Marketingaktion einmal vorher näher anzuschauen.

Um Euch mal einen Blick hinter die Kulissen zu geben möchte ich Euch heute ein paar schöne (?) Mails vorstellen, die mich in der letzten Zeit erreichten. Halbwegs sinnvoll und zur Ausrichtung meines Blogs passend scheint da noch die Zuschrift einer Dame, die anfragte, ob ich nicht eine tolle neue Aktion vorstellen wolle, nämlich eine Art Carrot Mob für Hotels (wer in einer gewissen Zeitspanne ein Zimmer in einem bestimmten Hotel bucht, sorgt dafür, dass diese Pension das so eingenommene Geld für Energiesparmaßnahmen investiert). Reisen für das Klima? Suuuper Idee… Der naturgetr.eu-Blog hat diese Mail ebenfalls erhalten und sie passend kommentiert – „Lasst mich in Ruhe, Marketing-Tanten dieser Welt“. Seinen Worten kann ich mich nur anschließen:

(…) Ich kann nur sagen: Pfui, schämt euch in Grund und Boden! Mit angeblich grünen angeboten Leuten was vorzumgaukeln, um Profit zu machen! Verachtenswert ist das – nicht nur, wenn Großkonzerne das tun, sondern auch wenn kleine und mittelständische Unternehmungen diesem schlechten Beispiel folgen. Es geht euch doch nicht um Nachhaltigkeit oder um ein anderes/besseres Leben sondern nur ums Geld, oder warum erstellt ihr Blogs, Twitter-Accounts und andere Medienkampagnen, deren Inhalte ausschließlich aus Werbung für “grünen Konsum” bestehen?

Und Blogger (bzw. private, nicht-kommerzielle Blogs) für diese Zwecke einspannen zu wollen ist obendrein noch recht schäbig, vor allem dann, wen ihr die Blogs nicht mal selbst lest, sondern sie nur von einer gekaufen Liste habt. (…)

Deutlich dreister fand ich allerdings die Mail eines Betreibers einer Website für Onlinegames (oder sowas in der Art), der mir diese wundevolle Nachricht zukommen ließ (ich habe nur Namen und Website gelöscht, ansonsten ist alles unverändert, also auch die wunderbare sprachliche Geschliffenheit etc.):

Hallo,

Mein Name ist Max —- und ich arbeite für “—-” (Unsere Website http://www.—.net) als Marketing-Agent – nice to meet you!

Zurzeit arbeite ich meine Kampagne und ich denke, dass Ihre Website %yoursite%

könnte möglicherweise eine hervorragende Werbeplattform für meine Websites.

Ich kontaktiere Sie bezüglich dieses Problems. Ihre Website ist einfach zu lesen, hat gute Infos und angenehme Schnittstelle – ist es, was mich reizte, Sie zu kontaktieren.

Ich hoffe, du wirst die Idee der Verbindung zu meiner Website im Gegenzug für mich Verlinkung zu Ihrer Website zu betrachten. Solche Link-Tausch sollte verbessert unser Ranking-Status in Google und anderen Suchmaschinen.

Bitte schickt mir eine Mail, wenn Sie Interesse haben, Wir könnten Details und andere damit zusammenhängende Fragen in den nächsten Buchstaben zu diskutieren.

Vielen Dank,
Max …

Die meisten Anfragten solcher Art ignoriere ich natürlich, aber diesmal juckte es mich doch in den Fingern – meine Antwort darauf war kurz und bündig:

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Uebermorgen.tv: Die Zukunft der Reklame


Zu den erfreulichsten Errungenschaften, die die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zustande brachten, gehörte für mich immer zweifelsohne Der Elektrische Reporter, ein kostenloser Videopodcast, der sich mit Trends und Entwicklungen und Problemen der (Medien-)Gesellschaft befasste und dies in sehr stilvoller und oft auch unterhaltsamer Art und Weise präsentierte. Nach einiger Zeit wurde der Reporter leider auf Eis gelegt, doch nun gibt es ein neues, wiederum kostenlos verfügbares Format derselben Macher – Uebermorgen.tv. Gleich in der ersten Folge wird ein Thema angegangen, das mich hier im Blog bekanntermaßen auch von Anfang an intensiv beschäftigt und umtreibt, nämlich „Die Zukunft der Werbung“, deren heutige Form und Verbreitung (aufdringlich, verlogen, bedrängend, nervtötend) hoffentlich keine Zukunft hat. Ähnlich sieht das auch Uebermorgen.tv:

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Die verdeckte PR im Boulevard

Dass Starrummel, VIP-Gedöns und Boulevard mehr oder weniger heiße Luft sind, zeigte die amüsante Dokumentation Starsuckers, die ich letzte Woche im Blog vorstellte (HIER). Der Boulevardjournalismus fördert auch die Durchkommerzialisierung der Medien und der Medienrezeption – „Stars“ werden mit Marken und Produkten verbunden, wenn sie nicht eh schon als eigene Marke fungieren. Das NDR-Magazin ZAPP zeigte in „Die verdeckte PR im Boulevard“, auf welche Weise als redaktionelle Beiträge getarnte PR-Filmchen, die gespickt sind mit Anspielungen auf Unternehmen, entstehen und in den Medien platziert werden. Wieder ein Grund mehr, sich von den Mainstreammedien fern zu halten.

Stars plaudern Privates sichtbar vor dem Logo einer Firma. Die zahlt, die Medien senden kostenfrei und die Filmproduktion gewinnt. Nur einer verliert: Der Journalismus.

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Telekolleg Grundkurs Mogelpackung

Dass man bei dem, was uns die Lebensmittel- und Verbrauchsgüterindustrie so auftischt, immer auf der Hut sein muss und niemals den Reklameversprechen im Fernsehen oder auf den Packungen glauben darf, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Die WDR-Sendung markt fasste die Problematik der Mogelpackungen mitsamt den hanebüchenen Ausflüchten der Hersteller sehr amüsant am Beispiel des Palmolive-Geschirrspülmittels zusammen – Schummeln leicht gemacht!

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Willkommen bei Facebook

Ein kleiner Nachtrag noch zum Web 2.0 – ein schöner satirischer Beitrag von extra 3 zu Facebook und deren nachgerade vorbildlich zu nennenden Umgang mit Benutzerdaten… Datenschutz wird eh allgemein überbewertet!

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Reklame is(s)t Scheiße… Werbende Fernsehköche

Es gibt viele Dinge auf dieser Welt, die ich nicht verstehe. Warum die Banane krumm ist. Wieso Pur oder die Böhsen Onkelz zu den beliebtesten deustchen Bands gehören oder sowas wie Mario Barth den erfolgreichsten Comedian des Landes darstellt. Wieso jemand heutzutage FDP wählt oder beim Anblick eines SUV nicht in schallendes Lachen ob der peinlichen Hässlichkeit des Gefährts ausbricht. Wie man Sender wie RTL ertragen oder die BILD-„Zeitung“ lesen UND ernstnehmen kann. Genauso wenig will es mir in den Kopf, weshalb Prominente ihren Namen und ihre Visage für irgendwelche Produkte und dubiose Unternehmen hergeben und ihre ohnehin schon stattliche Kasse noch mit Reklameauftritten aufpeppen müssen. Für mich wäre eigentlich die einzige Motivation, berühmt zu werden, dass ich dann die ganzen dämlichen Marketingfuzzis von Media Markt, Coca Cola oder Nestlé hohnlachend in hohem Bogen auf die Straße werfen lassen könnte. :-)

In der Markt-Sendung im NDR ging es um eine besondere Spezies von Mietpromis – „Werbende Fernsehköche“. Das Perfide hieran ist, dass diese Herren wie Alfons Schuhbeck in ihren unseligen Kochshows das Hohelied auf natürliche Zutaten etc. pp. singen, sich dann aber nicht zu blöd sind, für popelige und mit künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern versehene Industrietütensuppen und Firmen wie Maggi (Nestlé!) zu werben und damit ihre eigenen im TV propagierten Ansprüche zu konterkarieren. Wie gesagt, es gibt so manches, was ich nicht verstehe – wie schaffen es diese Leute, Abends noch in den Spiegel zu gucken, ohne sich in Grund und Boden zu schämen? Wie rechtfertigen sie sich vor Freunden und Verwandten? Ist Geld wirklich alles bzw. lässt ein hübsches Sümmchen alle Skrupel vergessen?

In ihren Fernsehsendungen preisen Starköche frische Zutaten. Aber viele von ihnen werben für Fertigprodukte, die zum Teil auch Geschmacksverstärker beinhalten. Wie kann das sein?

NACHTRAG: Der Moustachio-Blog kommentiert diesen Sachverhalt ebenfalls zutreffend: „Ein perverses Paar: Fernsehen und Köche“:

(…) Als Koch, Gastronom, Ökotrophologe und Kulinarier schmerzt es mir sehr zu sehen, was heute in den Medien und in den Supermärkten passiert. Egal welchen Sender man im Fernsehen einschaltet, überall wird “gekocht” – bzw. es wird so getan, als würde man kochen. Alles ist aufregend, spannend, unterhaltsam,kurzweilig und geht ruckzuck. Am Ende wird auf jede erdenkliche Art und Weise bewertet und benotet und der Kochprozess und die Lebensmittel werden zu Gegenständen eines banalen Wettbewerbs degradiert. In anderen Formaten kommen die erhabenen “Profis” und “Tester” und hauen mal so richtig auf den Tisch und zeigen wie es denn richtig geht. Alles für den mental halbtoten Zuschauer in einem realitätsfernen Schwarz-Weiß dargestellt – vorher: alles schlecht, nachher: alles gut. Fertig. Das ist die Realität des Fernsehens. (…)

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