Jun
22
2009

Buchbesprechung: Kalle Lasn „Culture Jamming. Das Manifest der Anti-Werbung“

„Werbung ist das am weitesten verbreitete und stärkste aller mentalen Umweltgifte.“
– Kalle Lasn, „Culture Jamming“

cover_culturejamming_groEine Rezension für dieses Buch zu schreiben fällt mir nicht ganz leicht. Normalerweise regen einen gute Bücher ja zum Nachdenken an, vielleicht sogar mal zum UMdenken in dem einen oder anderen Detail. Dass ein Buch jedoch einen so großen „Impact“ hat, dass ich mit Fug und Recht behaupten kann, es hätte mein Leben verändert, ist extrem selten. Kalle Lasns „Culture Jamming. Das Manifest der Anti-Werbung“ ist solch ein Buch. Schon seit Jahren trieb mich ein wachsendes Unbehagen über die Entwicklung um mich herum um, was die zunehmende Ausbreitung von Reklame und Kommerz angeht, ohne dass ich genau den Finger auf diese schwelende Wunde legen konnte. Aber nach nur wenigen Seiten Lektüre von „Culture Jamming“ wurde mir bewusst, dass hier jemand genau die Gedanken zu Ende gedacht hatte, die mich so lange bedrängten und (oft unbewusst) beschäftigten – meine Abscheu gegenüber der immer aufdringlicheren Dummbräsigkeit von Werbung übler Firmen, mein wachsender Unmut gegenüber den nur noch auf kommerziell verwertbare „Events“ ausgelegten Medien – der „Welt des Spektakels“ –, mein Unwohlsein angesichts der voranschreitenden Uniformität der (Waren-)Welt, all dies thematisiert Lasn in seinem bahnbrechenden Buch scharfsinnig und pointiert, fundiert und unterhaltsam.

„Culture Jamming“ ist in vier Bereiche aufgeteilt, die nach den Jahreszeiten Herbst Winter, Frühling und Sommer benannt sind und in der entsprechenden Logik auch den Zustand unserer Gesellschaft und unseres Wirtschaftssystems beschreiben. Zu Beginn umreißt Lasn den Ist-Zustand („eine Bilanz des Schadens“, wie er schreibt), der in einer alle Lebensbereiche durchziehenden Kommerzialisierung besteht, in einer wachsenden Macht von immer größer werdenden Unternehmen und einer siechenden Natur. „Winter“ ist eine noch zugespitztere Darstellung – „Amerika in einer Konsumtrance“. Lasn verwendet America™ nur noch mit dem Trademarksymbol, um zu zeigen, dass die Konzerne es sind, die das Geschick des Landes leiten und dass der amerikanische „way of life“ wie ein (sehr erfolgreiches) Produkt den Globus überzieht und überall den gleichen Schaden beim Menschen wie der Umwelt anrichtet.

Ist also alles schon zu spät? Nein, in „Frühling“ erwachen die Menschen allmählich wieder zum Leben – es regt sich Widerstand. Ausgehend von den Situationisten in den 60er Jahren in Frankreich, die eine der geistigen Grundlagen für Culture Jamming und Adbusting gelegt haben (kleine Erklärung dieser Begriffe hier), zeigt Lasn, dass es schon immer Widerstand gegen die Vereinnahmung des Lebens durch die Wirtschaft gegeben hat, vor allem in der Kunst- und Musikszene. In den letzten Jahren und Jahrzehnten entsteht aber auch Widerstand konkret gegen Kampagnen und Reklame, Menschen fangen an, die „bequemen und abstumpfenden Muster zu durchbrechen, denen wir verfallen sind“. Im Culture Jamming geht es laut Lasn darum, „den Strom des Spektakels so lange anzuhalten, bis man sein System neu eingestellt hat. Debord nannte das ‚die alte Syntax durchbrechen‘ und durch eine neue ersetzen.“ Tatsächlich hörte ich in diesem Buch zum ersten mal von solch konkretem und teils „organisiertem“ Widerstand gegen die Ansinnen der Konzerne und der Reklame und war selbst von dieser Vorstellung sofort elektrisiert. Im weiteren Verlauf des Buches stellt Lasn dann das Adbusting, also das Karikieren, Ins-Gegenteil-Verkehren von Anzeigen und Werbespots vor und zeigt, dass sich hier eine vitale „Szene“ entwickelt hat.

„Sommer“ ist schließlich der Aufruf, selbst aktiv zu werden, etwas zu unternehmen und mit Änderungen auch im eigenen kleinen Bereich zu beginnen – und zu versuchen, auch andere Menschen „zu wecken“. Kalle Lasn spricht sich dafür aus, die Wut, die viele Menschen angesichts der momentanen Situation befällt, zu nutzen, um sich zu wehren und die Macht der Konzerne anzugreifen. Er regt zu Akten des zivilen Ungehorsams an und dazu, sich von Firmen nicht alles bieten zu lassen (bei ungebetenen Werbeanrufen soll man beispielsweise das Gegenüber um seine private Telefonnummer bitten, man werde dann später zurückrufen). Es geht ihm auch darum, vieles von dem, was uns die Reklameindustrie als „cool“ einzureden versucht, nicht mehr als „cool“ dastehen zu lassen – Dinge wie Fastfood oder überteuerte, unter üblen Bedingungen hergestellte Sportschuhe von Nike sind nicht „cool“, sondern schädlich und peinlich. Von daher verfolgt der Autor durchaus auch ein idealistisches Ziel, nämlich, das Bewusstsein der Leute für diese Missstände zu wecken und sie so zu einer Verhaltensänderungen anzuregen.

kalle-lasn-adbusters_rsDas größte Plus von Lasns Buch ist für mein Empfinden der latent anarchische und vor allem proaktive Ansatz – hier wird also nicht nur abgehoben in theoretischen Sphären über Phänomene diskutiert, sondern es findet eine unmittelbare Aktivierung des Lesers statt – zumindest war dies bei mir der Fall. Sofort hat man Lust, mal sein Einkaufsverhalten zu überdenken und den ganzen überflüssigen und meist auch noch ungesunden Quatsch der großen Konzerne von seinem Einkaufszettel zu streichen. Oder Reklame so weit wie möglich aus dem eigenen Leben zu verbannen. Den Fernsehkonsum zu reduzieren, insbesondere den privater Sendeanstalten (deren Programm eh nur eine Dauerwerbesendung mit kurzen Anmoderationen darstellt). Rauszugehen und die Kommerzbotschaften der Firmen lächerlich zu machen. Widerstand zu leisten gegen die scheinbar unaufhaltsame Kommerzialisierung des gesamten Lebens. Oder auch einen Blog wie diesen hier ins Leben zu rufen. :-) Es gäbe noch viel mehr zu diesem Werk zu sagen, aber ich empfehle einfach, es mal selbst zu lesen, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen, und sich auch mal die Website des kanadischen, von Lasn herausgegebenen Adbusters Magazine anzuschauen.

Fazit: „Culture Jamming“ ist ein wichtiges Buch, das jeder, der am aktuellen (Konsum-)Leben teilnimmt, gelesen haben sollte. Es schärft den Blick und motiviert zum selbstständigen, kritischen Denken, hilft bei der Befreiung von Konzernverkleisterung via Werbung und Imagekampagnen – und es animiert zum Aktivwerden und Widerstand leisten und macht Mut. Was will man mehr?

Kalle Lasn: „Culture Jamming. Das Manifest der Anti-Werbung“, orange press, 3. Aufl. 2008, 224 S. + 16 Farbseiten, 20,– €

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33 Kommentare »

  • m.ro

    Vielen Dank Peter für die persönliche Buchbesprechung. Und sowieso danke für deine Arbeit mit Konsumpf. Nun können alle Leser erfahren, was der Auslöser für dein Bloggen war.

    Ich bin neulich auf Hans A. Pestalozzi gestossen. Hast du/ hat jemand auch von ihm schon mal was gelesen? Seine Gedanken sind gut 30 Jahre alt, aber, wie mir scheint, aktueller denn je.

    Hier beispielhaft ein Link mit seinen Gedanken und ein Auszug:
    http://www.sterneck.net/politik/pestalozzi-rebellion/index.php

    “Oder ist es die Freiheit des Konsumenten,
    zwischen dem Einkaufszentrum Ost und dem Einkaufszentrum West wählen zu dürfen;zwischen Waschmitteln mit und ohne blaue Kügelchen wählen zu dürfen;
    zwischen Fertigmahlzeiten von Maggi und solchen von Knorr wählen zu dürfen?

    Oder die Freiheit
    des Arbeiters, zwischen einem Fließband bei Opel und einem solchen bei VW wählen zu können;
    der Kassiererin, zwischen einer Supermarktkasse bei Coop und einer solchen bei Edeka wählen zu können?
    des Computerfachmanns, zwischen IBM und Siemens wählen zu können?
    [...]
    Sie sagen: Unseren Wohlstand.

    Das Leben hergeben für zwei statt einem Kotelett pro Woche; für einen Wagen’ der 250 statt nur 120 Sachen fährt; für den Urlaub an der Costa Brava, statt in den Bayerischen Alpen; für frisches Gemüse aus der Sahel-Zone im Winter, statt der eigenen Kartoffeln; für das geheizte Chlor-Schwimmbad im Keller, statt des sauberen Freibades im Sommer?

    Das Leben hergeben für einen Wohlstand, der die Natur ausbeutet, die Dritte Welt ausbeutet, die kommenden Generationen ausbeutet?

    Und welches ist das größere Versagen, das größere Verbrechen einer Gesellschaft: Von Zeit zu Zeit nicht all jene Waren zu haben, die wir angeblich in sinnloser Überfülle haben müssen, oder jedes Jahr Tausende von Tonnen Nahrungsmittel zu vernichten, während Millionen Menschen verhungern?

    Sie sagen: Die soziale Marktwirtschaft.

    Das Leben hergeben für ein wirtschaftliches Instrument? Um die Marktwirtschaft auszuschalten; braucht es die Russen nicht. Die Unternehmer mit ihren Kartellen, Fusionen, Verflechtungen, Bankabhängigkeiten sorgen selbst dafür.
    [...]
    Wäre es für uns – wenn Demokratie, Freiheit, Kultur usw. uns ausmachen – nicht viel wichtiger, an deren Verwirklichung zu arbeiten und diese Begriffe mit echtem Inhalt, mit Leben zu erfüllen, statt, wie das Kaninchen, gebannt auf die imaginäre Schlange zu starren, die all diese unsere angeblichen Errungenschaften verschlingen will?

    Ist es nicht ein alter Trick der Mächtigen, einen äußeren Feind aufzubauen, um die eigenen Konflikte unterdrücken und die eigene Unfähigkeit verbergen zu können?

    Sollten die Fragen nicht ganz anders lauten:
    Was ist das, was ich erhalten will?
    Was macht mich aus?
    Was würde machen, daß ich ich sein kann, wir wir sein können?
    Was wollen wir mit unserer Gesellschaft?
    Was wäre Gemeinschaft, in der ich mich wohl fühle?
    Was ist meine, unsere Eigenart, die ich schützen will?”

    Comment | 22. Juni 2009
  • Geht es darin auch um konkrete Beispiele von Firmen, oder ist das mehr allgemein?

    Comment | 22. Juni 2009
  • Oh, das klingt wirklich gut und interessant – unglaublich, dass man seine Aussagen quasi unverändert auf die heutige Situation übertragen kann; nur dass all das heute nich schlimmer geworden ist… :-O Den Herrn muss ich mir dann wohl auch mal durchlesen, ich kannte Pestalozzi nur in Zusammenhang mit dem Schulsystem oder so etwas (?).

    Comment | 22. Juni 2009
  • Ja, es geht auch um konkrete Firmen (wie zB Philip Morris Kraft Foods => Milka uvm), Nike, …) – aber auch ums Gesamtbild. Also beides. :-)

    Comment | 22. Juni 2009
  • Oder wie es Tocotronic auch sagt:
    “Unsere Freundschaft ist das Geld,
    mit dem wir bezahlen, was man zahlen muss,
    alles muss im Überfluss
    vorhanden sein.
    Dann sind wir nie allein!”

    Comment | 22. Juni 2009
  • Idealistin

    m.ro,

    danke für diesen Link. Einfach grandios diese Gedanken, von Pestalozzi.

    Deine Ausführungen ebenfalls. Versuche seit geraumer Zeit “nachhaltig” zu konsumieren. Hätte nicht gedacht wie schwer es ist, den Psychofallen der Werbeindustrie nicht zu verfallen…. Die Kehrseite bei der ganzen Sache ist aber- das man wirklich schwer brauchbare Alternativen ausmachen kann- zudem sind die weit übers Land verstreut. Bleibt dann zu überlegen- fahre ich mit dem Auto um diese zu nutzen und verpeste die Luft- oder kaufe lieber nebenan ganz bequem im Supermarkt :-(

    Comment | 23. Juni 2009
  • AndreasK

    Das Buch kann man übrigens bei Amazon/BOL/Libri/etc. kaufen, für unglaublich günstige 20 Euro! Versand inklusive! Greifen Sie jetzt zu, es sind nur noch wenige Exemplare übrig …

    ;o)

    Comment | 23. Juni 2009
  • Das Buch kann man bequem und noch viel besser bei jedem Buchladen um die Ecke bestellen – sogar ganz ohne Versand. ;-)

    Comment | 23. Juni 2009
  • AndreasK

    @Peter M.: Ja Mensch, das sind dann ja eine ganze Menge Absatzkanäle. Und zusammen mit der Werbung hier und anderswo wird das Produkt auch sicherlich erfreulich oft gekauft.

    Comment | 23. Juni 2009
  • Da es sich in diesem Falle um ein sinnvolles “Produkt” handelt, also um Aufklärung (= geistige Horizonterweiterung) und nicht irgendeinen profanen Kram wie bspw. zuckrige Kunstkonfitüre, habe ich damit (anders als Du offenbar?) kein Problem. Für gute Bücher, die Menschen zum Nachdenken bringen, “Werbung” zu machen muss selbst bei einem konsumkritischen Blog erlaubt sein, auch wenn es vielleicht bei Anhängern einer “reinen Lehre” (solche Leute soll’s auch geben) etwas widersprüchlich erscheinen mag; jedenfalls nehme ich mir die Freiheit einfach mal, Bücher, die ich für nützlich halte, zu empfehlen. Am besten wär’s natürlich, alles wäre kostenlos, auch dieses Buch – andererseits, wer mag schon hunderte Seiten pdf am Bildschirm lesen? Ich nicht. Ansonsten gibt es viele der Dinge, die Lasn in seinem Buch an berechtigter Kritik an der Reklameindustrie etc. übt, ja zum Glück auch so im Netz nachzulesen, u.a. in meinem Blog oder eben auf der Adbusters-Website (wer des Englischen mächtig ist, kann die Hefte dort ja gratis nachlesen). Wer’s lieber kompakt haben will, der kann eben dieses Buch lesen – er muss es ja nicht kaufen, wozu gibt es Bibliotheken; oder vielleicht kennt man jemanden, der es einem leiht? Merke: Eine Leseempfehlung ist nicht gleichzusetzen mit einer Kaufempfehlung/Konsumpfehlung!

    Comment | 23. Juni 2009
  • AndreasK

    @Peter M: Ich bin voll deiner Meinung, sonst würde ich den Blog hier gar nicht lesen. Ich wollte einzig auf die kleine Ausnahme von der Regel hinweisen:

    Werbung an sich ist nicht das Problem, nur wenn damit absoluter Scheiß verkauft wird, stellt sie sich in einen fragwürdigen Dienst (und wie gut sowas geht, siehe zb hier: http://www.werbeblogger.de/2009/06/17/strong-as-steel-heim-fitness-von-general-electrics/)

    In einigen Bereichen scheint sie aber in Ordnung zu sein. Vielleicht lohnt sich also doch ein etwas differenzierterer Blick auf “die Werbung”?! Wer weiß …

    Comment | 23. Juni 2009
  • Danke für den Pestalozzi-Hinweis! Das fasst meine Einstellung unglaublich gut in Worte und wird in einem der nächsten überlebt-Artikel Verwendung finden.

    Auch danke für die Buchvorstellung. Ich finde es ein sehr wichtiges Thema, zu überdenken, wie weit wir in diese Konsummatsche schon eingebunden sind, gar ohne es zu merken. Adbusting kommt bei mir persönlich immer noch wie eine Art Streeart mit ein bisschen mehr Hintergrund rüber, künstlerisches Austoben, aber die Motivation ist gut und richtig und die Ausführung dieser Hintergründe lesenswert.

    “Sofort hat man Lust, mal sein Einkaufsverhalten zu überdenken und den ganzen überflüssigen und meist auch noch ungesunden Quatsch der großen Konzerne von seinem Einkaufszettel zu streichen.”
    Kannst du das nochmal näher erläutern?

    Und: Leute, leiht das Buch aus der Bücherei oder kauft es wenigstens gebraucht. Besitzanhäufung und Ressourcenverschwendung ist nicht gerade das Ziel des Autors, oder?

    Comment | 23. Juni 2009
  • Was haltet ihr eigentlich von der Webung örtlicher Unternehmen in der Tageszeitung oder sonstwo? Ich finde diese ehrlich gesagt sehr sinnvoll, weil das ja keine Menschenrechtsverletzenden Großkonzerne sind, und außerdem finanziert sich zB auch unsere Schülerzeitung größtenteils aus der Werbung, ohne die die Schülerzeitung wohl kaum existieren würde… Außerdem brauchen diese Unternehmen ja auch Aufmerksamkeit, damit man eben zB den nächsten Fernseher beim kleinen Elektrogeschäft, anstatt bei Mediamarkt kauft (Hab ich schonaml erzählt? : Meine 3 Onkel haben ein Elektrogeschäft, das einst mein Opa gegründet hat, und die lästern auch immer über Mediemarkt & Co, weil in Ingolstadt(wo MediaMarkt und Saturn herkommen) gibt es keinen einzigen kleinen Elektro-Familienbetrieb mehr, weil sie alle unter den Monopolisten leiden… Meine Onkels sind in einem kleineren Dorf und haben auch ab und zu mal eine Anzeige in der Lokalzeitung).
    Von dem her finde ich den Satz „Werbung ist das am weitesten verbreitete und stärkste aller mentalen Umweltgifte.“ auch ein bisschen übertrieben, man könnte ihn vielleicht ein bisschen einschränken noch… ;)

    Comment | 23. Juni 2009
  • @ Punksympathisant: ja, das ist natürlich immer der Punkt, der angebracht wird, wenn man etwas gegen Reklame sagt: die örtlichen Unternehmen etc. Tatsächlich geht es Lasn NICHT um die Kleinanzeige des Friseurs von nebenan, sondern um die großen Imagekampagnen, um die Plakate und Fernsehspots, die tagtäglich auf einen einprasseln, und in denen Großkonzerne sich ein grünes Mäntelchen umhängen und gleichzeitig ihren Marktanteil und ihre Macht weiter ausdehnen. Die Anzeigen Deiner Onkel sind natürlich nicht weiter schädlich :-) . Ich finde nichts Schlimmes daran, wenn lokale Unternehmen oder Selbstständige über ihre Dienste informieren – das ist ja oft auch shr nützlich für einen selbst, da man sonst gar nicht weiß, was so alles angeboten wird.
    Man kann sich natürlich generell überlegen, inwieweit dieses System des Verkaufen-Müssens so toll ist – aber dann ist man eben auch schnell bei grundsätzlicher Systemkritik (siehe auch hier: Wie unser Wirtschaftssystem die Erde tötet; ein Wirtschaftssystem, das auf ewiges Wachstum angewiesen ist, muss irgendwann scheitern); Werbung jedenfalls bringt das Grundprinzip des Durchkommerzialisierens bis in die hintersten Ecken des Planeten, und darum geht es primär.

    Comment | 24. Juni 2009
  • @ kunstseidenes: Das mit den Sachen der großen Konzerne: ich habe einfach aufgehört, Dinge zu kaufen, die in der Werbung angepriesen werden und kaufe auch nichts mehr von den großen Konzernen (bzw. ihren Untersparten). Also kein Nestlé, Kraft (Milka…), Coca Cola etc. pp tatsächlich ist das meiste, das einem in der Reklame so als „toll“ aufgeschwatzt werden soll, alles andere als gesund und nicht selten ja auch schädlich für die Umwelt etc., deshalb ist es kein “Verzicht”, so etwas nicht mehr zu kaufen. Wenn ich doch mal in einem “normalen” Supermarkt bin, kriege ich von dem ganzen bunten Geblinke der ganzen Packungen dort schon Ausschlag, und wenn ich daran denke, wie Industrienahrung so hergestellt wird, was sie enthält, freue ich mich schon auf den nächsten Gang zum Wochenmarkt. ;-)

    Comment | 24. Juni 2009
  • @ AndreasK: wie ich auch schon im Kommentar zu Punksympathisant schrieb, weiß ich wohl, dass es eben auch hin und wieder mal Werbung für was Sinnvolles gibt (bspw. die “Werbung” für den Buy Nothing Day von Adbusters, hehe), aber dies ist doch die Ausnahme und die meiste Reklame soll ganz profan nur den Abverkauf von Produkten fördern (und sei es nur indirekt über den Aufbau eines tollen Images einer Marke). Somit ist Werbung direkt an diesem System des “ewigen Wachstums” beteiligt und damit auch mitverantwortlich für die Folgen des überzogenen Konsumverhaltens in unseren Breiten. Und daran, dass sich die großen Firmen immer weiter ausbreiten und noch größer werden, denn Fernsehreklame bspw. können sich ja nur wenige Unternehmen leisten, so dass die immer gleichen Marken ins Bewusstsein der Zuschauer transportiert werden.
    Dieser Werbespot ist zwar ganz ulkig, aber solange es eben auch nur ums Verkaufen geht, naja..

    Comment | 24. Juni 2009
  • AndreasK

    @Peter M.: … und dass “die großen Firmen” sich auf gar keinen Fall weiter ausbreiten dürfen, darin sind wir uns natürlich alle einig. Das ist böser Kapitalismus, die dunkle Seite des Konsums. Auf nach Nordkorea und China, wo die sozialistische Welt noch im Lot ist …

    Aber wenn alle großen Konzerne weg sind, dann findet Werbung ja nur noch bei Firmen wie Punksympathisants Onkeln statt. Dann sind DIE auf einmal die größten Firmen ihrer Region, die böse Werbung machen und damit ein ganz fieses Ziel verfolgen: nämlich verkaufen, pfui!

    Ich weiß (aus meinem Alltag als Werber, bitte nicht hauen jetzt), dass jede kleine Änderung einer Gesellschaft solche Radikalforderungen braucht. Ich bin dafür, dass ein Umdenken der großen Konzerne stattfindet, auf dass die Produkte wertvoller und Menschen in Drittländern nicht mehr ausgebeutet werden. Und jetzt kommt das ABER:

    Die 1:1-Umsetzung solcher Forderungen/Phatasien macht mir Angst. Denn sie sind stets geprägt vom Wissen und Unmut darüber, was alles schlecht läuft, nicht aber WIE GENAU dies besser laufen könnte.

    Ich bin weiterhin dafür, das aktuelle System beizubehalten – d.h. der Konsument entscheidet mit seinem Verhalten, was der Hersteller tut – und befürworte eine optimale Aufklärung, zum Beispiel durch Blogs wie diesen.

    Und dann wünsche ich mir einen Konsumenten, der auch AUFKLÄRUNGSWILLIG ist. Und von Aktiviten die Einsicht, dass es Leute gibt, die wegen kleiner Rente oder H4 zum bösen großen Filialdiscounter gehen MÜSSEN, wenn sie satt werden wollen, ohne containern zu gehen.

    Also: Gibts Lösungen? Vielleicht in Buchform? Dann schlage ich ein solches für die nächste Buchbesprechung vor ;o)

    Comment | 24. Juni 2009
  • Faszinierend, dass als Reaktion auf die Kritik an der Konsumgesellschaft bei erstaunlich vielen Menschen (auch in meinem Bekanntenkreis) immer fast schon reflexartig der Hinweis auf den “Sozialismus” kommt – als wenn es nur diese beiden Möglichkeiten gäbe bzw. als wenn der “Kapitalismus” deshalb auf ewig weiterbestehen müsse, weil der “Sozialismus” eben auch nichts taugt. Dann könnte man bspw. auch sagen Kohlekraftwerke sind das Nonplusultra, weil Atomkraftwerke noch schlimmer sind…? Und wie kommst Du darauf, dass die großen Konzerne plötzlich pleite sind, wenn sie nur noch Werbung wie andere (kleinere) Firmen machen?

    Du hast auf jeden Fall Recht, dass Aufklärung immer schon mal ein guter Schritt ist, dann können die Menschen selbst entscheiden, was sie wollen – aber dann halt auch wissend um die Konsequenzen ihres Tuns & Treibens! (Wie man beispielsweise Kinder in die Welt setzen kann und sich aber nicht dafür interessiert, was das eigene Konsumverhalten anrichtet, eben vor allem für das zukünftige Leben der Kinder, ist mir ein Rätsel. Aber so sind Menschen wohl, verdrängen geht super! :-)

    Klar gibt es (das Argument kommt ja auch immer) viele Menschen, die geldbedingt beim Discounter einkaufen müssen, aber auch das habe ich ja schon oft genug hier betont – der Großteil der Discounterkunden (um die 80%) gehört halt NICHT zu den “einkommenschwachen Schichten”, d.h. die Mehrzahl sind Leute, die aus reinem (vermeintlichen) Eigennutz dorthin gehen, ohne an die Folgen für die Gesellschaft zu denken (entweder, weil sie es nicht besser wissen oder es eben verdrängen, s.o.) Ich kenne zum Glück genug Leute, die nicht üppig verdienen (mich eingeschlossen) und trotzdem keinen Fuß in diese Läden setzen. Wenn jemand mit seinem SUV bei Aldi vorfährt, um da seine Schnäppchenkauf zu machen, macht mich das jedoch ziemlich sauer…

    Meine Buchbesprechung von “Anarchie!” kommt übrigens als nächstes – soviel zum Thema “Lösungen”. ;-) Dein Unbehagen in dieser Richtung, also dem Fehlen von Lösungen oder Patentrezepten, kann ich gut nachvollziehen, aber dass sich etwas grundlegend ändern muss (und nicht nur kleine Korrekturen in punkto “etwas netterer Umgang mit den Menschen in der 3. Welt” oder so), ist für mich auch klar. Unser jetziges Konsumverhalten ist jedenfalls nicht die Lösung. Ich glaube übrigens nicht, dass es möglich ist, “eine Lösung” für all dies anzubieten, schon gar nicht in einem Buch. So etwas hat bisher auch nicht geklappt, also DIE Universallösung zwischen zwei Buchdeckeln zu packen – das führte bislang nur zum Unglück (ob nun Bibel, Das Kapital oder Mein Kampf… *provozier*)

    Comment | 24. Juni 2009
  • AndreasK

    @Peter M: Stimmt, Anarchie wäre eine weitere Alternative. Oder die Gesellschaftsform, die bei StarTrek leider immer nur angedeutet wird …

    Freue mich jedenfalls auf die Buchbesprechung.

    Comment | 24. Juni 2009
  • @Andreas K.
    “Und von Aktiviten die Einsicht, dass es Leute gibt, die wegen kleiner Rente oder H4 zum bösen großen Filialdiscounter gehen MÜSSEN, wenn sie satt werden wollen, ohne containern zu gehen.”

    Wenn ich sowas lese, könnte ich kotzen.

    Gut, um das nicht so pubertär stehen zu lassen:
    Niemand MUSS, alle WOLLEN. Es ist eine Sache der Prioritäten (in den Urlaub fahren oder gescheite Nahrung? Mp3-Player oder gescheite Nahrung? Auto oder gescheite Nahrung? usw.). Zudem geht es selten um satt werden, sondern um Luxus (Schokolade z.B. dient nicht der Sättigung).
    Es wird uns eingeimpft, dass viel kaufen gut ist, wenig kaufen schlecht. Ohne diese Gehirnwäsche würde kein Kapitalismus funktionieren.

    Der Sozialismus scheitert doch ebenso wie alles andere an der Gier der Menschen, daran, dass einzelne immer mehr haben wollen als andere, daran, dass Besitz als wichtig angesehen wird. M.E. wurde bisher nie wirklicher Sozialismus umgesetzt, sondern nur menschenverachtende Dikaturen. Die Menschen WOLLEN nicht alle dasselbe haben, sie wollen mehr haben. Das haben sie gelernt, das finden sie gut, und deshalb müssten sie gezwungen werden, anders zu denken. Daher Diktatur.

    Ich empfehle unermüdlich Erich Fromms “Haben oder Sein”.

    Und bevor es heißt, ich hätte keine Ahnung, was Hartz-IV-Empfänger bedeute: in meinem Blog ist nachzulesen, wieviel Geld ich habe und was ich damit mache.

    Comment | 24. Juni 2009
  • @Peter:
    Finde ich gut, dass du das machst. Ich halte das ebenfalls so. Auch wenn es manchmal schwierig wird, auseinander zu halten, was wem gehört – jeder hat einen Kopf und die Möglichkeit sich zu informieren.

    “tatsächlich ist das meiste, das einem in der Reklame so als „toll“ aufgeschwatzt werden soll, alles andere als gesund und nicht selten ja auch schädlich für die Umwelt etc., deshalb ist es kein “Verzicht”, so etwas nicht mehr zu kaufen.”
    Leider sehen das die wenigsten so. Nachdenken müssen, anstatt einfach ins Regal zu greifen, scheint für viele eine Zumutung.
    Verzicht, wie sinnvoll und wenig quälend er auch sein mag, ist einfach nicht vorgesehen in einer Überflussgesellschaft. Für die Gesundheit hungern in “Wellness”-Tempeln ist gesellschaftlich anerkannt, aber sag mal, du trinkst keinen Nesquik mehr oder isst kein Fleisch, und zwar der Umwelt zuliebe…

    Comment | 24. Juni 2009
  • AndreasK

    kunstseidenes: Ich frage mal meine Großeltern (deren Rente fast für Medikamente draufgeht – aber hey, macht ja auch irgendwie satt), wann sie sich die letzte Schokolade gekauft haben. Danke für die Anregung. Du siehst: Mit Einzelbeispielen wir hier nicht weiter.

    Für viele Menschen treffen die von Dir angesprochenen Opportunitätskosten sicherlich zu (du hast übrigens das Reizwort “Tabak” ganz vergessen ;o).Aber ich höre dauernd von der steigende Zahl der in Armut und von Tafeln lebenden Menschen.

    Beides muss in einer solchen Diskussion berücksichtigt werden. Darauf wollte ich hinweisen. Aber deswegen muss man sich doch nicht gleich übergeben :o )))

    Comment | 24. Juni 2009
  • Ich denke schon, dass kunstseidenes mit seinem Hinweis auf die oft zu kurzsichtig gesetzten Prioritäten (nämlich Prioritäten hin zu mehr Konsum) Recht hat, aber natürlich gibt es auch genug Menschen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage dazu gebracht werden, beim Discounter einzukaufen, das ist klar. Allerdings führt diese Einschränkung zu nichts, sie dient letztlich nur der Verfaserung der eigentlichen Kritikpunkte – denn diese richten sich ja, wie geschrieben, gegen das Verhalten der Mehrzahl der Leute, also diejenigen, die trotz ausreichenden Einkommens meinen, alles sofort und maximal billig kriegen zu müssen. Genauso wie sich die Kritik an Reklame, Imagekampagnen und Kommerz nicht gegen den Handzettel des Chiropraktikers von nebenan richtet, sondern die verdummenden Billboards von MediaMarkt, McDoof & Co.

    Comment | 24. Juni 2009
  • Solange auf dem ALDI-Parkplatz immernoch mindestens 5 BMW-Limousinen rumstehen, kann mir keiner weißmachen, dass Discounter nur für Rentner und Hartz-IV-Empfänger da sind.

    AndreasKs Argumente finde ich (größtenteils) eigentlich auch nicht schlecht. Wenn es keine Großen Unternehmen mehr gibt, dann sind eben die Dorfläden die Bösewichte… Darüber sollte man auch mal nachdenken. Es muss ja auch Leute, wie AndreasK geben, die auch deine Sachen kritisch sehen ;) Ansonsten stehe ich natürlich voll und ganz hinter dir ;) :D

    Ich weiß nicht, ob ihr eure Anarchie jetzt eher ironsich gemeint habt, aber eine Anarchie würde auf gar keinen Fall und weniger als die Demokratie funktionieren. Dann würde nämlich keiner mehr irgendwie arbeiten, und irgendwann gibts auch nichts mehr, was man sonst och plündern kann…

    Comment | 24. Juni 2009
  • Das mit Anarchie war ernst gemeint, denn Anarchismus ist durchaus ein ernstzunehmendes Gesellschaftsmodell – es geht bei Anarchie NICHT, wie es leider heutzutage bei den meisten Menschen im Kopf verankert ist, um Gewalt, Zerstörung und Chaos, sondern im Gegenteil um eine gewaltfreie, und damit herrschaftsfreie Ordnung. Eine faszinierende Idee, und für mich auf jeden Fall anziehender als Kapitalismus oder Sozialismus. Dass keiner mehr arbeiten würde, stimmt auch nicht, denn früher, vor dem Kapitalismus, haben die Menschen sich ja auch betätigt – von irgendwas muss man ja leben! Dass man unter Arbeit heutzutage fast nur zwangsweise ausgeübte Jobs versteht, die man nur macht, weil man das Geld braucht, sagt doch eigentlich schon sehr viel darüber, wie menschengerecht unser derzeitiges System “funktioniert”… Jedenfalls würde der einzelne in einer Anarchie weniger arbeiten müssen, das stimmt, und dagegen gibt es ja auch nichts zu sagen. Einzelne würden auch gar nicht arbeiten, aber das ist heute ja auch schon so. :-)

    Was große/kleine Unternehmen angeht – natürlich wären Dorfläden NICHT die Bösewichte, denn es geht nicht ums “böse Verkaufen”, sondern darum, dass die Großkonzerne nach dem Prinzip des Profitmaximierens und Marktmachtausdehnens und Konkurrenzausschaltens und Aktienkurssteigerns funktionieren (müssen), während lokale, regionale Wirtschaft zwar auch profitabel sein will (um zu überleben), aber eben nicht permanent wachsen muss. In unserem aktuellen System führt Wirtschaften natürlich leider fast automatisch zum Wachsenmüssen (Zins!), und damit hin zu einem sich immer weiter verengenden Anbieterspektrum. (die größten 500 Unternehmen machen ja schon >50% des weltweiten Umsatzes oder so in etwa!)

    Comment | 24. Juni 2009
  • kunstseidenes

    Meine Mageninhalte haben mehr mit gesunden Hartz-IV-Empfängern zu tun als mit von Medikamenten abhängigen Rentnern. Entschuldige, dass ich da so wenig differenziert habe.
    Es gibt Armut, das ist richtig. Aber sie ist nicht immer der Grund.

    Ich denke auch, wir können uns darauf einigen, dass das Hauptproblem darin besteht, dass Menschen, die sich einen gesunden Lebenswandel ohne die ständige Ausbeutung von Mensch und Natur leisten können, sich diesen nicht leisten wollen.
    Niemand baut Lidl-Fillialen für von starker Armut Betroffene.

    Peter: “Dass man unter Arbeit heutzutage fast nur zwangsweise ausgeübte Jobs versteht, die man nur macht, weil man das Geld braucht, sagt doch eigentlich schon sehr viel darüber, wie menschengerecht unser derzeitiges System “funktioniert”…”
    Ganz genau.

    Ich habe mich vor einigen Jahren mal mit Anarcho-Syndikalismus beschäftigt, ich fürchte nur, dass auch ein “gutes” System an der Gier scheitert. Aber vielleicht startet irgendwer mal den Versuch, und vielleicht kommt etwas dabei heraus.

    Comment | 24. Juni 2009
  • Anarchie würde nur funktionieren, wenn jeder mitmacht. Es gibt aber ca. 1 Millionen Menschen, die weder Arbeit haben, noch haben wollen. Andere wollen keine Anarchie und bringen diese zum scheitern… Da finde ich Basisdemokratie doch noch besser…

    Zum Hartz-IV: Gäbe es kein Hartz4, wären die durchschnittlichen Preise ja höher, und das Arbeitslosengeld passt asich ja auch dem an, wieviel man zum Leben braucht, und bei teureren Preisen, wäre auch dieses dementsprechend höher…

    Comment | 24. Juni 2009
  • arne

    Zu Anarchie kann ich das Buch “Der kurze Sommer der Anarchie” von Hans Magnus Enzensberger empfehlen, behandelt das System an sich zwar kaum, aber ist dafür echt spannend, Geschichte zum anfassen…

    Comment | 24. Juni 2009
  • Hört sich gut an, das werde ich mal auf meine Leseliste setzen.

    Comment | 25. Juni 2009
  • Hallo!

    Bin über das oben besprochene Buch hierhin gelangt und verfolge interessant die Kommentare. Einige beziehen sich auf bzw. verweisen auf die Ideen von Hans A. Pestalozzi. Dazu wollte ich nur sagen, dass er die Ideen von Erich Fromm übernommen hat. Es gibt sogar eine Reportage über Fromm, wo Pestalozzi mehrmals selbst zu Sprache kommt und uns darüber aufklärt. Dokumentation heißt:Erich Fromm – Mut zum Menschn. Ist sehr sehenswert (wie eigentlich alles von Fromm). Doku ist auch bei YouTube und GoogleVideo zu finden. Hans A. Pestalozzi kommt etwa bei Minute 5:30 zum ersten Mal vor.
    Hier der entsprechende Link:

    http://video.google.com/videoplay?docid=-731389658087496285#

    Hoffe das hilft!

    Comment | 2. Dezember 2009
  • m.ro

    Hi mICHa,

    danke für den Link zum Video. Erich Fromm ist mir auch schon einige Jahre bekannt. Hans A. Pestalozzi erst seit 2009. In seinem Buch “Auf die Bäume ihr Affen” bezieht er sich ebenfalls konkret auf Erich Fromm. Allerdings würde ich nicht so weit gehen und sagen, dass Pestalozzi seine Gedanken komplett von Erich Fromm übernommen hat. Für den einen Bereich des “Marketingcharakters” schon, aber sonst nicht.

    Comment | 3. Dezember 2009
  • ich

    warum ist das buch mit 20 euronen sooo günstig?ein taschenbuch mit 20 euro,ist das inzwischen normal-das waren mal 40 mark in realem geld?und was macht der werte herr mit dem reingewinn?umverteilen?

    Comment | 5. November 2011
  • Kauf’s Dir einfach gebraucht, dann musst Du nicht so viel dafür ausgeben. ;-) Abgesehen davon wäre es auch 100 € wert.

    Comment | 5. November 2011

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