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Lesetipps: Kranke Kinder | Versuchskaninchen der Pharmaindustrie | Das Spiegel-Spektakel

Eigentlich gilt der Sommer ja eher als Saure-Gurken-Zeit in der Presselandschaft – weil Urlaub herrscht und Schulferien sind und die Hitze und die Sonne sowieso aufs Hirn schlagen und zu Müßiggang und Herumhängen animieren. Aus diesem Grunde erscheinen in so mancher Zeitung in den Sommermonaten auch eher unspektakuläre, vielleicht sogar langweilige oder künstlich aufgeblasene Meldungen, um das sogenannte „Sommerloch“ zu füllen. Leider hat der immer weiter voran schreitende qualitative Verfall der Mainstreammedien dafür gesorgt, dass das ganze Jahr hindurch inzwischen Zeilen geschunden und mit halbseidenen Themen um Aufmerksamkeit gebuhlt wird – und das auch abseits des Boulevard, der sowieso seit jeher auf diese Weise sein Geld verdiente.

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Surftipp: sniggle.net – The Culture Jammer’s Encyclopedia

Vor einer Weile stieß ich auf eine extrem interessante amerikanische Seite im Netz – sniggle.net. Wer den vielversprechenden Untertitel „The Culture Jammer’s Encyclopedia“ trägt, erregt natürlich sofort meine gesteigerte Aufmerksamkeit – und richtig, auf Sniggle hat der Autor eine geradezu erschlagende Menge an Beispielen, Ideen, Anleitungen u.v.m. für Culture Jamming-Aktionen versammelt. Das reicht vom klassischen Adbusting über „Hacktivism“ bis hin zu Streichen, die man im Kunstbetrieb umsetzen kann. Da ich davon ausgehe, dass nicht alle Leser mühelos die dortigen englische Texte verstehen, habe ich mir überlegt, die eine oder andere besonders gelungene Unterseite als Übersetzung hier im Konsumpf-Blog zu präsentieren, damit dieses gebündelte Subversionswissen auch jenseits des großen Teichs seine Verbreitung findet.

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Denken mit Powerpoint – die Formatierung der Gedanken

In ihrer Reihe „Aula – Wissen 2.0 – Wie das Internet die Bildung verändert“ brachte der Rundfunksender SWR vor einer Weile einen sehr interessanten Beitrag von Burkhard Spinnen zur Powerpointisierung des Alltags und des Präsentierens: „Denken mit Powerpoint – vom Niedergang der Vortragskultur“. Ich habe das nicht nur an der Uni, wo Excel und Powerpoint quasi als Allheilmittel zur Gestaltung und Vorlesungsbestreitung eingesetzt werden, erlebt, sondern sehe es auch fast täglich bei meiner eigenen Arbeit: Microsofts Office-Programme, neben Powerpoint vor allem auch Word, haben viele PC-Benutzer in den Stand versetzt, selbst Dinge zu schreiben und zu drucken. Was an sich ja erst einmal eine gute Sache ist, da es die Möglichkeiten des einzelnen erweitert und ihn unabhängiger von sogenannten bzw. selbsternannten Experten macht.

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Surftipp: GreenLeaks

Das Web als Enthüllungs- und Aufklärungsmedium, als ein Medium, das ein waches Auge auf Mauscheleien und Betrügereien hat, das scheint zur Zeit gut zu funktionieren – seien es Wikileaks oder auch die Plagiatsjäger, die dafür gesorgt haben, dass mittlerweile einigen prominenten Politikern ihre ergaunerten Doktortitel aberkannt wurden. Nun gibt es eine weitere Anlaufstelle, die sich besonders auf Umweltsünden und -sauereien spezialisiert hat – GreenLeaks.

GreenLeaks publishes information of environmental significance. We are committed to ensuring that information of public interest is used to inform environmental debate and good public outcomes.

We publish information in its original form and facilitate a story finding an audience in local and international media.

Importantly, we are not just interested in publishing information for its own sake, but take an active role in facilitating stakeholders using information to hold corporations and government to account, thereby improving public health and protecting the environment in their local communities. In short, we follow our stories through to fruition.

Auf der Seite der WWF-Jugend wird das neue Projekt näher vorgestellt – „GreenLeaks – Eine Enthüllung

(…) Die Explosion der “Deep Water Horizon” gehört zu einer der eher wenigen Umweltkatastrophen, die auf der ganzen Welt Schock und Verzweiflung hervorgerufen haben. Oft bekommen wir ähnliche Desaster gar nicht mit, da die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen bzw. ihren Ruf in Gefahr sehen und das Geschehene bzw. die Folgen vertuschen.

Dieses Problem sah auch Scott Millwood, und gründete mit einer Gruppe von Juristen, Journalisten und Umweltschützern die Plattform “GreenLeaks” im Internet, um auf Missstände im umweltverträglichen Handeln sowie im Verbraucherschutz aufmerksam zu machen.

Inspiriert wurde er dazu von Julian Assange?s “WikiLeaks”, doch obwohl Millwood Assange sehr schätzt und ihn bewundert, verdeutlicht er immer wieder, dass “GreenLeaks” eine andere Ausrichtung als “WikiLeaks” hat. Zum einen liegt der Fokus von “GreenLeaks” nicht nur auf internationalen Themen, auch nationale und regionale Geschehen werden bedacht. Außerdem möchte “GreenLeaks” nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern diese so lange verfolgen, bis sie aus der Welt geschafft sind, oder, wie die Organisation es ausdrückt: “We follow our stories through to fruition.”

Das Ziel liegt dabei nicht nur in der Behebung der Probleme, sondern auch in der Sensibilisierung der Menschen – und gerade der Unternehmer und Regierungen – für Umweltthemen. Es soll Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit Unternehmen sehen, dass es auch in ihrem Interesse liegt die Forderungen der Öffentlichkeit zur Einhaltung von Umweltstandards ernst zunehmen. (…)

Nach Meinung der Organisation ist es nur möglich Katastrophen wie die der “Deep Water Horizon” zu verhindern, wenn Unternehmen zum Einlenken bewegt werden können und die Bevölkerung frühzeitig über solche Mängel informiert wird.

So leistet “GreenLeaks” neben der Aufklärungsarbeit auch Präventionsarbeit und schützt damit die Natur und die Gesundheit vieler Menschen. Noch befindet sich die Idee in ihren Kinderschuhen, bald schon könnte sie jedoch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Auch das Greenpeace Magazin berichtet über die neue Website – „WikiLeaks-Pendant GreenLeaksgeht ans Netz“:

(…) Tippgeber, sogenannte „Whistleblower“, von denen Plattformen wie Wikileaks oder GreenLeaks ihre Informationen beziehen, werden noch immer oft als Nestbeschmutzer oder Verräter gebrandmarkt –  auch in Deutschland, wie das Greenpeace Magazin berichtete. Damit ganz normale Arbeitnehmer, die meist den Stoff für die großen Skandale liefern, geschützt werden, erstellt auch GreenLeaks derzeit einen sicheren elektronischen Postkasten (Dropbox), mit dessen Hilfe anonym Dokumente an die Plattform übermittelt werden können. Bis es so weit ist, mögen Informanten ihr Material, ganz altmodisch, im Briefumschlag an ein Postfach senden.

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Studie zu Blogs

Heute möchte ich Euch mal wieder zur Beteiligung an einer wissenschaftlichen Studie animieren, in der es um Weblogs und deren Nutzung (und Nutzer) geht – hier der Infotext von Stefan Mayer:

Ich führe im Rahmen meiner Diplomarbeit eine Studie zu Blogs durch. Erstmals soll es dabei nicht nur um die Autoren von Blogs gehen, sondern um das »große Ganze«, also sowohl um Autoren, als auch um deren Leser. Anhand einiger Fragen zur Nutzung und zu Beweggründen wie auch anhand ein paar standardisierter Fragebögen hoffe ich, einen tieferen, wissenschaftlichen Einblick in die Blog-Welt zu bekommen. Also Fragen wie »Sind sich Blog-Autor und Leser ähnlich? Was bewegt einen dazu, ein Blog zu führen. Oder eines zu lesen? Entstehen vielleicht sogar Freundschaften durch Blogs?«

Neben Lesern und einer Kontrollgruppe benötige ich dafür aber natürlich in erster Linie auch Blogger. Als kleine Aufwandsentschädigung kann man allgemeines Feedback zur Studie oder ein persönliches Feedback zu den eingesetzten Fragebögen erhalten. Außerdem gibt es eine Verlosung über 5 x 50 EUR unter allen Teilnehmern.

Und hier geht’s zum Onlinefragebogen.

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Surftipp (?): digitale-gesellschaft.de – Pro und Contra

Dass das Word Wide Web unser aller Leben in den letzten 15 Jahren verändert und zunehmend geprägt hat, ist ja nun eine Binsenweisheit – schon die Tatsache, dass Ihr diesen Beitrag hier mit Eurem Browser lest, ist ein Beweis für die Bedeutung des Internet. :-) Da wir in einer digitalen Gesellschaft leben, beeinflusst nicht nur durchs Internet, sondern auch durch Smartphones u.ä., scheint es nur ein logischer Schritt, dass sich vermehrt Initiativen bilden, die sich mit dem Dasein in dieser gewandelten Welt befassen – so gibt es seit Mittwoch das neue deutsche Projekt Digitale Gesellschaft, das aktuell stark medial gehypt wird und dessen Grundidee die Macher wie folgt umreißen:

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Us Now – Ein Film über radikale neue Modelle und OpenSource-Politik

Während allenthalben über die negativen Folgen und Auswüchse eines nur auf Gewinn ausgerichteten Systems geklagt wird und man versucht, den Einfluss der Konzerne zurückzudrängen, gibt es auf der ganzen Welt bereits Initiativen, die Dinge aktiv anders machen. Der britische Film Us Now dokumentiert einige dieser Projekte und zeigt die Menschen, die schon jetzt eine andere Welt möglich machen. Ich erlaube mir mal, die englische Beschreibung von der Homepage (aktuell offline) kurz zu übersetzen:

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Löbliche neue Initiativen im Netz: Krötenwanderung jetzt!, Bild? Ohne mich! und Savemynature

Quasi täglich gibt es interessante und fördernswerte neue Projekte im Internet, die auf die eine oder andere Weise versuchen, den Wahnwitz des jetzigen politischen und wirtschaftlichen Treibens wenigstens einzugrenzen oder Menschen bewusst zu machen. Drei neue Aktionen/Initiativen möchte ich heute kurz vorstellen – da wäre zunächst die von Attac ins Leben gerufene „Krötenwanderung jetzt! Bank wechseln, Politik verändern“, die zum Ziel hat, das schändliche Tun der Großbanken (die Kriege, Atomkraft und vieles andere finanzieren) zu kritisieren und die Leute dazu aufzurufen, diesen Instituten ihr Geld zu entziehen:

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Twestival 2011

An dieser Stelle noch ein kurzer Hinweis auf das morgen, am 24. März stattfindende Twestival 2011, das als Twestival Local auch in Essen, Hamburg und Berlin stattfinden wird. Twestival, was ist denn das schon wieder?

Ein Twestival (oder Twitter-Festival) ist eine globale Bewegung, die an einem einzigen Tag die Macht der sozialen Medien nutzt, um Offline-Events zu organisieren, die Gemeinden für die Unterstützung von örtlichen gemeinnützigen Organisationen mobilisieren. Seit 2009 haben über 200 Städte an Twestival teilgenommen und dabei nahezu 1,2 Millionen USD (800.000 EUR) für wichtige Dinge wie sauberes Wasser und Bildung gesammelt. Twestival Local-Veranstaltungen werden zu 100 % durch Volontäre koordiniert und die durch Ticketverkäufe und Spenden gesammelten Gelder gehen zu 100 % an örtliche gemeinnützige Projekte.

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Die Durchkommerzialisierung der digitalen Welt – Teil 2: Apple

© michaelaw, stock.xchng

Nachdem ich im ersten Teil meiner kleinen Serie über die Kommodifizierung und Konzernisierung der digitalen Medien (vor allem des Internets) Facebook und seine Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir mit dem Web umgehen, beleuchtet habe, ist heute ein anderer großer „Player“ an der Reihe – Apple. Apple sorgt in anderer Form dafür, dass sich das digitale Nutzungsverhalten der Menschen ändern kann und dem Kommerz Vorschub geleistet wird, denn das Unternehmen bringt mit dem iPhone und dem iPad Geräte auf den Markt, die proprietäre Software benutzen und bei denen Apple versucht, den Daumen auf die Datenströme zu haben. Dies könnte in letzter Konsequent eine Beschneidung der Meinungsfreiheit bedeuten, wie in den letzten Monaten in diversen Medien kritisiert wurde. Ein Beispiel für skeptische Berichte ist „Wenn Apple zensiert“ im Medien-Monitor:

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