Mrz
14
2011

Die Durchkommerzialisierung der digitalen Welt – Teil 2: Apple

© michaelaw, stock.xchng

Nachdem ich im ersten Teil meiner kleinen Serie über die Kommodifizierung und Konzernisierung der digitalen Medien (vor allem des Internets) Facebook und seine Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir mit dem Web umgehen, beleuchtet habe, ist heute ein anderer großer „Player“ an der Reihe – Apple. Apple sorgt in anderer Form dafür, dass sich das digitale Nutzungsverhalten der Menschen ändern kann und dem Kommerz Vorschub geleistet wird, denn das Unternehmen bringt mit dem iPhone und dem iPad Geräte auf den Markt, die proprietäre Software benutzen und bei denen Apple versucht, den Daumen auf die Datenströme zu haben. Dies könnte in letzter Konsequent eine Beschneidung der Meinungsfreiheit bedeuten, wie in den letzten Monaten in diversen Medien kritisiert wurde. Ein Beispiel für skeptische Berichte ist „Wenn Apple zensiert“ im Medien-Monitor:

Nicht nur Regierungen oder Diktatoren herrschen über die Pressefreiheit in ihrem Land. Immer häufiger entscheiden auch Unternehmen darüber, welche Inhalte für die Öffentlichkeit bestimmt sind – vor allem Apple. (…)

Während die ungarische Regierung dem Druck der Öffentlichkeit nachgibt und seinen Medien-Knebel wieder lockern will, bleibt eine mächtige Zensurinstanz im Verborgenen: Weltweit beschränken Unternehmen und Konzerne gezielt Medieninhalte. In vielen Fällen unbeachtet von der breiten Masse. Politischen Druck oder lautstarke Proteste wie im Fall Ungarn müssen die Unternehmen daher nicht fürchten.

So tituliert der amerikanische Elektronikkonzern Apple seine Maßnahmen kurzerhand als Qualitätskontrolle. Bevor Apple für sein iPhone oder iPad die beliebten Apps zum Download zulässt, werden die kleinen Programme von Mitarbeitern des Konzerns auf Inhalte geprüft. Entsprechen diese nicht der gängigen Meinung des Unternehmens, können Nutzer die Progamme nicht im App-Store auf ihr Smartphone laden. Was nicht im Sinne des Unternehmens ist, bleibt der Öffentlichkeit also unzugänglich. Und Apple geht noch einen Schritt weiter: Vor kurzem kündigte das Unternehmen an, keine der beliebten Radio-Apps mehr von einzelnen Radiostationen zuzulassen. Im Internet wurde rasch der Ruf laut, dass es sich um die Zensur eines ungeliebten Mediums handele. Schließlich stehen die Radio-Apps in direkter Konkurrenz zum Download-Geschäft von iTunes. (…)

(…) Derartige Versuche dürften in Zukunft zunehmen. Denn je mehr Menschen sich im Netz bewegen und dabei die Dienstleistungen großer Unternehmen in Anspruch nehmen, desto mehr werden diese versuchen, die öffentliche Meinung aktiv zu beeinflussen oder zu beschränken.

Hier sieht man, was generell geschieht/geschehen kann, wenn Angebote einem Unternehmen nicht in den Kram passen und dieser Konzern gleichzeitig eine hohe Marktmacht besitzt – Unliebsames, Kritisches, vielleicht Kontroverses bleibt außen vor, und die Gefahr ist natürlich sehr groß, dass so eine Entdemokratisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird. Und dies, ohne dass eine wirkliche Diskussion darüber stattfindet, sondern alles unter dem Radar der meisten Menschen, schleichend. Nicht nur ich muss hier an „1984“ denken, nehme ich mal an. „Der Schatten des Zensors“ titelte die Hannoversche Allgemeine Zeitung letztes Jahr und betrachtet die Angelegenheit aus der Sicht der traditionellen Medien:

(…) Bedenklich ist, dass trotz der fabulösen Zahlen, die Apple erwirtschaftet, Marketing- und Medienprofis anscheinend bei den Geschäftspraktiken des Unternehmens ein Auge zudrücken. So jubelte etwa Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner in einer US-Talkshow: “Jeder Verleger sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet.”

Dass Verleger und Redakteure den Chef eines Computerherstellers als Retter des Journalismus feiern, mag etwas über die Ratlosigkeit mancher in der Branche angesichts sinkender Abozahlen und schrumpfender Anzeigenmärkte sagen. Zumindest beweisen solch überschwängliche Lobeshymnen, dass Apple mittlerweile nahezu Narrenfreiheit zu genießen scheint.

Was im App Store angeboten wird, bestimmt Apple. Und dabei wird nicht etwa nur die Funktion einer App beurteilt, sondern auch deren Inhalt. Wer meint, die Grenzen des engstirnigen Regelwerks austesten zu müssen, erlebt, wie schnell ein Programm gelöscht, gesperrt oder gar nicht erst zugelassen wird. Denn Apple, das romantisch verklärte Unternehmen, das in einer Garage gegründet wurde, mutiert zunehmend zu einem Zensor digitaler Angebote. (…)

Der Sender ZDF info befasste sich in der Sendung mit dem etwas reißerischen Titel „Großmacht Apple: Segen oder digitale Diktatur?“ mit genau diesem Verhalten Apples:

Vielleicht am umfassendsten analysiert Frank Schirrmacher in der FAZ die Problematik, die mit der wachsenden macht Apples für eine freie digitale Kultur einhergeht – „Apples Macht: Die Politik des iPad“. So besteht die Gefahr, dass dadurch, dass immer mehr Menschen auf die von Konzernen bereitgestellten Plattformen wechseln und nur die dort zugelassenen Medienangebote konsumieren, die Bedeutung von alternativen Medien wie Blogs etc. zurückgeht und es so immer schwieriger werden könnte, Aufklärung und Hinterfragen zu einer größeren Aufmerksamkeit zu verhelfen.

(…) Der Preis dafür – und das ist das Zweite – könnte die Kultur digitaler Kommunikation völlig verändern. Warum hat der iPad keine Tastatur? Warum keine Entwicklertools? Warum setzt Jobs auf ein geschlossenes System? Es ist faszinierend zu sehen, wie Teile der digitalen Intelligenz auf diese Vorgaben reagieren. Es ist wie in der Geschichte, wo das Mädchen von den Stiefeltern ins sein Zimmer geführt wird und feststellt, dass es kein Licht gibt. Warum? Weil es, wenn es dunkel ist, schlafen soll.

Sollte der iPad evolutionär den Laptop ersetzen, heißt Apples Botschaft: Kommunikation ist minimalistisch, beschränkt sich auf Tweets und E-Mails, aber zielt nicht mehr auf Blogs. Warum? Weil das Netz der Zukunft womöglich viel weniger partizipativ ist, als man heute glaubt, wo die Wahrnehmung dadurch getrübt wird, dass man all die Benutzer nie kennenlernt, die im Netz nicht kommunizieren, aber seine Masse darstellen. Das Gerät, so lautet die erstaunlichste Metapher, sei „zynisch“; andere bemängeln, dass es keine Kreativität zulasse. Sehr klug und sehr wütend hat das Jörg Kantel formuliert: Für ihn sei das neue Gerät nichts anderes als eine Fernbedienung. Was tut eine Fernbedienung mit Kommunikation? Was sie mit dem Fernsehen tat, wissen wir. Vielleicht muss man es sich so vorstellen: Künftige Generationen erleben die Organisation ihrer Freundschaften und sozialen Netzwerke nicht mehr wie bisher über das immer noch haptische Eintippen von Worten, sondern wie ein Fernsehprogramm, durch das man sich mit einer Fernbedienung bequem durchzappt. (…)

(…) Zwingend, um den Wandel zu beschreiben, wäre es, dass die in Vodafonegoogleapple und sogar in Microsoft verliebte Teilwelt der deutschen Medien ihren Blick darauf richtet, dass Giganten entstehen, während sie immer noch von der Partizipation aller redet. Die Dimension der neuen Bewusstseinsindustrie ist noch kaum verstanden. Das liebedienerische Niveau, auf dem heute allenfalls Kritik geäußert wird, zeigte legendär der Technologiereporter Dirk Liedtke, der den Google-Gründer Sergey Brin mit folgender Frage in die Ecke trieb: „Ist aus dem David ein Goliath geworden?“, und nach einem völlig inhaltlosen Gespräch folgendes Resümee zog: „Nach dem Ende des Interviews verabschiedet sich Sergey Brin, ohne aufzustehen, und nach einem kurzen Geplänkel kleben seine Augen wieder an dem Display seines Notebook. Eine spannende Begegnung mit Brin, für ihn eher eine Pflichtübung.“ Bei solchem Journalismus, da muss man der Blogosphäre recht geben, ist der Widerspruch der vielen Einzelnen wichtiger denn je. (…)

EDIT: Es ist auch Kritik an den von mir zitierten Beiträgen sowie meinen Schlussfolgerungen laut geworden, die ich hier nicht verschweigen will – wer sich die (zumindest teilweise) Richtigstellung anschauen will, sollte sich den Beitrag „Apple zensiert das Internet?“ im Zanjero-Blog durchlesen. Abgesehen von der unangebrachten Verallgemeinerung, dass Apples Erfolg „einzig“ mit den überzeugenden Produkten zu tun habe, wird dort einiges korrigiert, was ich (und die von mir zitierten Autoren) halbkorrekt oder falsch dargestellt haben.

Um das Ganze mit einer heiteren Note zu beenden – das US-Satiremagazin The Onion berichtete vor einiger Weile vom (fiktiven) neuen MacBook, ganz ohne Tastatur:

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48 Kommentare »

  • Dirk

    Wer sich auf die dunkle Seite der Macht begibt, hat meiner Meinung nach kein Mitleid verdient. Jeder der Apple-Produkte kauft, kauft einen Zensor dazu – Das ist meiner Meinung nach auch den meisten Apple-Besitzern klar, nur wird es halt aus Bequemlichkeit ignoriert. Für alle Appleprodukte gibt es alternative Produkte (z.B. Android-Handys und Tablets), die wesentlich freier sind und auch topmodern. Ich habe Leute schon von Netzpolitik reden hören und im nächsten Moment ziehen sie das iPhone aus der Tasche; dafür habe ich kein Verständnis. Das ist ein selbstgeschaffenes Elend.

    Comment | 14. März 2011
  • Joe

    komisch, diesen Artikel lese ich mit dem iphone und auch sonst was es alles an alternativen Blogs gibt, kann ich bestens mit dem iphone empfangen.
    Das video vom ZDF wird ruckzuck aufs iphone gestreamt und mit dem App. “Download” kann ich es schneller aufs iphone saugen als mit meinem PC.
    Gerade wegen diesen Möglichkeiten benutze ich das iphone.Andere Hersteller können da bisher Apple nicht das Wasser reichen. Sollte an der Kritik des Artikels also wirklich was dran sein, wäre das doch die Gelegenheit für die Konkurrenz echte Alternativen anzubieten. Alo nicht jammern,sondern lieber mal klotzen!!!

    Comment | 14. März 2011
  • jan

    bzgl der medien diktaur absolut korrekt und nicht gut
    bzgl der alternative: es gibt keine!
    kein os kann os x auch nur annährend das wasser reichen
    würden diese ganzen untätigen idioten mal versuchen ein integration zum os x mitzuliefern, würde ich als jahrzehnte langer überzeugter apple user begrüssen.
    und wer sich android ins haus holt, merkt ja noch weniger als die pösen ipad käufer, denn wenn jemand bzgl des gläsernen users evil ist, dann ja wohl google (und facebook).
    aber kost ja nix und deswegen ist es total super, aber warum ist der ganze google mist wohl kostenlos?
    am besten mal schlau machen, wer dahinter steckt….

    Comment | 14. März 2011
  • schon pure Ironie
    da erscheint der legendäre Apple Werbespot (1984) http://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8 in ganz neuem Licht :D

    Comment | 14. März 2011
  • Entsetzen

    Was für ein Käse!

    “Warum hat der(!) iPad keine Tastatur? Warum keine Entwicklertools?”
    Was für Helden der Journaille waren denn da am Werke?

    Die Möglichkeiten der Texteingabe (samt verschiedener Hardware-Tastaturen) und das seit jeher kostenlose Software-Development-Kit muss ich jetzt nicht einzeln ausführen, oder?

    Auch die Ente mit dem angeblichen Verbot der Radio-Apps nach Monaten wieder lau aufgebrüht…

    Aber Hauptsache man schreibt irgendeinen diffamierenden Mist über Apple, um viele Klicks zu generieren!

    Schlimm!

    Comment | 14. März 2011
  • Rudolf Gottfried

    @Dirk
    Na sicher doch, Apple böse und Google gut. Wers glaubt, wird selig.
    Hier mal ein ineressanter Link zum Thema, scheint so als wäre im ach so “freien” und “offenen” Androidparadies momentan gewaltig die Kacke am Dampfen.
    http://winfuture.de/news,61779.html

    Ansonsten gilt auch zu obigen Artikel; Apple sells und jeder will ein bisschen abhaben von deren Glanz und wenn es auch nur mit dem 100. pseudokritischen Essay oder Kommentar ist.
    Da wird jede Qualitätskontrolle, das Ausmisten von Sinnlosprogrammen oder die Ablehnung einer depperten Tittenwackler-App 1-2-fix als Zensur gebrandmarkt und wider besseren Wissens behauptet, dass durch die Benutzung des iPads “die Bedeutung von alternativen Medien wie Blogs etc. zurückgeht und es so immer schwieriger werden könnte, Aufklärung und Hinterfragen zu einer größeren Aufmerksamkeit zu verhelfen.” Als gäbe es auf Apples Geräten keine Web-Browser mit denen man konsumieren kann, was immer einem beliebt.
    Besonders Frank Schirrmacher scheint keinerlei Ahnung vom Thema zu haben, davon aber reichlich.
    Behauptet er doch mal eben, es gäbe “keine Entwicklertools”. Aha und wie entwickeln dann zehntausende Developer ihre Software? Selbstverständlich gibt es ein SDK, Schirrmacher ist einfach nur zu selbstgefällig, als dass er schnöde Hintergrundrecherche für nötig hielte. Hauptsache, er interpretiert mal eben Apple angebliche Botschaft so:
    “Kommunikation ist minimalistisch, beschränkt sich auf Tweets und E-Mails, aber zielt nicht mehr auf Blogs.”
    Was für abgrundtiefer Schwachsinn, gibt es doch jede Menge hervoragender Apps, mit denen man auch am iPad komfortabel Blogs betreiben kann.
    Kein Wunder, dass er ausgerechnet in Jörg Kantel eine Art Seelenverwandten sieht, denn der kann ganz offensichtlich ebenso wenig mit dem iPad anfangen. Weil es ja angeblich “keine Kreativität zulasse”. Seufz&Schnief.
    Was für lächerliches Geschwätz von Leuten, über die der Lauf der Zeit hinwegzufegen droht und die deshalb ihre hilflos-verquaste Gesellschaftskritik mit dem Buzzword “Apple aufpeppen müssen.

    Comment | 14. März 2011
  • tk69

    Es gibt keine Freiheit in keinem System. Das ist echt ein Irrglaube. Irgendwo gibt bei dem einen Anbieter mehr und bei dem anderen weniger “Einschränkungen” eines Gebietes. Das hebt sich aber mit anderen wieder auf. Ich fühle mich nicht mehr eingeschränkt auf Apple-Geräten, als unter Windows-Geräten.
    Schon mal daran gedacht, dass Apple in den letzten Jahren alles richtig gemacht hat? Andere Anbieter hecheln von einem Event zu anderen hinterher und wollen gerade mal Anschluss bekommen.
    Ach, es gibt doch eine Freiheit: Die Freiheit der Wahl, es nicht zu kaufen. ;-)

    Comment | 14. März 2011
  • “Aber Hauptsache man schreibt irgendeinen diffamierenden Mist über Apple, um viele Klicks zu generieren!”

    War klar, dass die Apple-Fanboys anrücken – ich wollte Deinem idolisierten Konzern nicht zu nahe treten, tut mir leid. ;-)

    Bin ja selbst seit den 80er Apple/Mac-Benutzer und habe früher Apple auch immer promotet und gegen Micro$oft gewettert, aber mittlerweile zeigt Apple sich eben von genau der selben (bedenklichen) Seite, die man bei jedem Großkonzern fast schon erwarten muss… Dies kritisch anzumerken (unabhängig von irgendwelchen technischen oder designerischen oder Marketing-Leistungen der Firma) wird ja wohl erlaubt sein.

    Comment | 14. März 2011
  • [...] und beschneidet die Meinungsfreiheit. Das ist die These, die das Forum für kreative Konsumkritik konsumpf im zweiten Teil der Reihe “Die Durchkommerzialisierung der digitalen Welt” mit einigen [...]

    Pingback | 14. März 2011
  • Ist eigentlich keinem iPad-Kommentator aufgefallen, dass das iPad nur ein Gerät ist? Apple hat es nie als Computer-Ersatz hergestellt (sondern produziert fleißig weiter Computer) oder beworben, nur als Hilfscomputer. Das iPad ist eine Art Personal Digital Assistent (man weiß ja: die kleinen Dinger, die alle so toll und trendig fanden). Natürlich hat jeder die Option, es NICHT zu kaufen und NICHT zu nutzen.
    Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass das iPad der erste Computer ist, den Senioren gern nutzen (bzw. hat schon mal jemand, dem das nicht aufgefallen ist, versucht, einer Person über 70 das „Mausen“ beizubringen?). Hat schon mal jemand bemerkt, dass Blinde und andere beeinträchtigte Personen das iPad ganz besonders gern verwenden, weil es ihnen das eMail-Schreiben, das Surfen und vieles mehr erleichtert? Hat schon mal jemand versucht, in einem AppStore als Entwickler mehr als 70 Prozent zu erhalten? Hat jemand schon mal problemlos seine Daten/Dateien/Musik zwischen Mobiltelefon, Computer und PDA/iPad sowie MP3-Player/iPod ausgetauscht und Adressen und Termine synchron gehalten? Achja, hat schon mal jemand versucht, WebKit aus der Welt zu schaffen (von diesem Apple-Projekt profitieren nämlich alle, und es ist das offenste am gesamten Android-System)? Hat schon mal jemand versucht, mit Rollerblades einen Umzug zu bewältigen? Nein? Eben, dafür nimmt man einen Lkw oder mindestens Kleintransporter. Genauso nimmt man einen Computer für „Arbeit“ und ein iPad für die kurzen und kleinen Aufgaben – und für den Spaß.
    Natürlich ist Kritik nicht per se schlecht. Aber sie sollte etwas fundierter sein. Und nur weil jemand sich über Jahrzehnte einen Namen (wie Schirrmacher oder Kantel) erworben hat, bedeutet das nicht automatisch, dass seine oder ihre Perspektive auf die Welt korrekt sein muss. Muss nicht heißen, dass sie falsch liegen, aber ich sehe bei beiden eine arge Verzerrung und Ausblendung. Jedenfalls sind ihre Schlussfolgerungen nicht aus angemessener Abwägung von Für und Wider, Pro und Contra, Fakt und Fiktion, Wahrnehmung und Tatsache, Meinung und Sachlage entstanden. Sondern immer nur aus einem der beiden Elemente.
    Noch zwei Link-Tipps: http://www.zanjero.de/2010/das-ipad-ist-kein-computer-ii/ und allen Apple-Argumentierern dringend zur Lektüre empfohlen: http://www.roughlydrafted.com.

    Comment | 14. März 2011
  • Kammerj4ger

    Weiß garnich was Ihr alle habt… Die Äpfel haben seit dem Ende des Power PC keine ordentliche Hardware mehr heraus gebracht(darum steckt in jedem Mac auch Intel hardware), MacOX(hier spricht der Unix “fanboy”) ist und war mist(kann jeder selber testen, lässt sich nämlich auch auf nem normal PC installieren, bedarf dann halt nur kleiner einstellungen), das Ipad ist nur n remake des guten alten Tablet PC oder ne verschlimmbesserung des guten alten Palm und was die Apps angeht, da gibts genug möglichkeiten am Appstore vorbei zu kommen :-D
    Also meine meinung dazu, Apple is eh mist, wer das kauft und so nutzt wie apple das will hat Zensur auch verdient ^^

    Comment | 15. März 2011
  • Hmmm…. ob ich überhaupt versuchen soll, dieses Anti-Atom-Spiel bei Apple einzureichen?
    https://market.android.com/details?id=net.klier.sicherheitscheck

    Comment | 15. März 2011
  • “Also meine meinung dazu, Apple is eh mist”

    Eine Meinung, die in ihrer Pauschalität natürlich nichts weiter als (D)eine persönliche Ansicht ist.

    Comment | 15. März 2011
  • Wäre interessant, das zu erfahren – kann mir aber ehrlich gesagt (noch) nicht wirklich vorstellen, dass Apple so weit gehen würde, solch kritische Dinge abzulehnen…

    Comment | 15. März 2011
  • @ Alex: Auf jeden Fall ist es wichtig, dass Fehlinformationen in den von mir zitierten Artikeln auch korrigiert werden, das sehe ich genauso. Es war mir irgendwie schon klar, dass, gerade wenn es um die technischen Spezifika geht, da der eine oder andere Autor nur begrenzt Ahnung hat ;-) (Da will ich mich auch nicht ausschließen.) Den generell nicht unkritischen Blick auf die Entwicklung hin zu einem weiter konzerngesteuerten Webgebrauch finde ich aber wichtig – und Apple ist hier natürlich als besonders großer “Player” eben im speziellen Fokus. Ähnliche Bestrebungen gibt es aber letztlich ja bei allen anderen Konzernen auch, und dass Google nicht “gut” ist, sollte eigentlich allgemein bekannt sein:
    http://konsumpf.de/?p=7148

    Comment | 15. März 2011
  • Kammerj4ger

    @Horst Ich wär ja mal glat dafür, sehr gute Idee ^^
    @Peter M wiso nun Pauschal? Wie differnzierter soll ichs denn ausdrücken, bei einem Artikel der selbst vor Pauschalität nur so tropft? Da gebe ich einmal einem Artikel praktisch recht, stimme zu das Apple Zensur betreibt und füge lediglich hinzu das jene die dies mit sich machen lassen selber Schuld sind, das es für die wenigsten Menschen gute gründe gibt sich ein Apple produckt zu kaufen, begründe dies sogar mit beispielen und doch wiedersprichst du mir? Findest du das nicht ein wenig wiedersprüchlich?

    Comment | 15. März 2011
  • @ Kammerj4ger: ich widerspreche Dir ja lediglich in Deinem Urteil “Apple ist eh Mist” – wenn das nicht pauschal ist, was ist es dann?! Ich kann am Mac viel Gutes sehen, und vermutlich gibt’s auch beim iPhone/iPad/iPod eine Reihe positiver Seiten. (Das Design wäre auf jeden Fall schon mal ein Pluspunkt.)

    Comment | 15. März 2011
  • Die Diskussion hier ist überflüssig. Apple Produkte sind nicht schlechter oder besser, nur anders. Ich habe nur einen Mac, damit ich Apps programmieren kann. Der nervt genauso wie Windows. Das iPhone hat genauso Schwächen wie Android. Der einzige Unterschied für mich sind die Nutzer. Von Apple Usern verlange ich ganz selbstverständlich Geld für etwas, was ich bei Android kostenlos anbiete.
    Wobei das nicht heißt, dass ich Android User lieber habe. Kostenlose Apps danken die einem immer mit massenweise schlechten Bewertungen. Ich denke auch, dass es eher ein Denkproblem bei mir selbst ist, weil ich als Android-User auch fast ausschließlich kostenlose Apps nutze. Apple ist für mich eher “Arbeit” und da tut es schon mehr weh, überhaupt die notwendige Hardware anzuschaffen.
    Könnte ich von iPhone Apps leben, würde ich vermutlich auch jeden Tag Steve Jobs anbeten. Da bin ich schon käuflich und liebe deswegen ja Google auch sehr… 8-)

    Comment | 15. März 2011
  • Kammerj4ger

    Ich bin mir nun nicht sicher ob mir jetzt die richtigen Formulierungen einfallen die ausdrücken was ich sagen möchte, aber ich versuchs einfach mal, werde mich aber bestimmt wieder irgendwo verzetteln :-D
    Die wenigen Positiven Seiten die diese Produkte haben hat Alex schon aufgezählt, einer davon ist zum beispiel das die Apple Produkte derzeit die benutzerfreundlichsten geräte für Sehbehinderte Menschen sind, das ist gut, das ist ein beispiel das Schule machen sollte, ist aber bei näherer betrachtung kein wirklicher pluspunkt für Apple sondern eher ein minuspunkt für andere Hersteller(für mich ein unterschied, aber das muss nun wirklich jeder selber entscheiden). Allerdings ist diese, wie auch so ziemlich alles andere was Aplle in den letzen Jahren herausgebracht hat im grunde geklaut, aufgehübscht und neu vermarktet und das ist der grund warum ich “apple ist eh mist” geschrieben habe. Natürlich kann man nun auch wieder anführen das es keine Alternativen zum Iphone gibt was funktionsumfang(man sollte hier eher von funktionssamlung sprechen) usw. angeht, der punkt ist im großen und ganzen sogar richtig, aber auch dies betrachte ich weniger als Pluspunkt für Apple als mehr als Minuspunkt für alle anderen. An dieser stelle möchte ich aber mal folgende frage in den Raum werfen: wer braucht das eigentlich alles? Ich habe einige bekannte mit Iphones und keiner davon nutzt auch nur 50% der Funktionen und irgendwie fehlt mir das vorstellungsvermögen dafür welcher Mensch das wirklich alles nutzen würde. Ich laber schon wieder zu viel… naja, ich hoffe ich hab es jetzt etwas klarer formuliert ^^
    Ach ja, zugegeben, das Design(des Iphone) ist recht hübsch, aber mal im ernst, wer das als Ausschlaggebendes kaufargument betrachtet hat von vornherein was falsch gemacht

    Comment | 15. März 2011
  • “Ach ja, zugegeben, das Design(des Iphone) ist recht hübsch, aber mal im ernst, wer das als Ausschlaggebendes kaufargument betrachtet hat von vornherein was falsch gemacht”

    Darum ging’s ja auch nicht – ich habe nicht gesagt, dass es das ausschlaggebende Argument sein sollte, aber es widerspricht eben Deiner These “… eh Mist”. Wobei ich es nicht verwerflich finde, sich für ein Phone/Pad zu entscheiden, weil einem das Aussehen besser gefällt. Wenn man denn so einen Kram überhaupt braucht… ;-)

    Comment | 15. März 2011
  • “Könnte ich von iPhone Apps leben, würde ich vermutlich auch jeden Tag Steve Jobs anbeten. ”

    Das finde ich aber schon etwas merkwürdig – ich meine, ich lebe auch von meinem Mac, ohne jetzt Apple anzubeten oder auf einen Podest zu heben… (jedenfalls nicht mehr ;-)

    Comment | 15. März 2011
  • Jetzt dämmerts mir langsam. Hier wird wieder alles in einen Topf geworfen:
    - Apple als Hersteller eines Geräts (iPhone, iPad, Macs)
    - Apple als Hersteller der darauf laufenden Software (iOS, MacOS)
    - Apple als Betreiber eines Services/Shops für Medieninhalte und Apps
    - Apple als Anbieter einer Software (iTunes), die alles miteinander verbindet.
    Natürlich kann man versuchen, alles in einer Suppe zu verühren, aber das wird keine sinnvolle Argumentation ergeben. Und natürlich kann man versuchen, Apple schlecht zu finden. Aber da stellt sich mir die Frage: Nach welchen Maßstäben? Gemessen an einem Ideal? Gemessen an anderen Produkten/Angeboten? Gemessen an den von Apple gemachten Versprechen? Gemessen an der tatsächlichen Kundenzufriedenheit? Gemessen an der Heilserwartung der Apple-Jünger? Gemessen an der „Alles, was Apple macht, ist nur Schein/Marketing/Mist“-Attitüde von Microsoft-/Google-/Irgendwas-Jüngern?
    Wie ständig richtig festgestellt wird, macht Apple richtig viel in zahlreichen verschiedenen Gebieten. Ich kann auch Yamahas Keyboards Scheiße finden, aber ihre Motorräder lieben. Warum scheint für kaum jemanden eine solche Differenziertheit möglich? So wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. So wie jeder darauf besteht, im Berufsalltag nicht nach seinen Liebhaberqualitäten und im Bett nicht nach Berufsqualifikationen beurteilt zu werden, so sollte doch auch bei solchen Auseinandersetzungen/Argumentationen das Bezugssystem und der Rahmen klargestellt werden … finde ich jedenfalls.

    Comment | 15. März 2011
  • “Hier wird wieder alles in einen Topf geworfen:”

    Hm, was meinst Du mit “hier” und “wieder alles”? Geht’s etwas weniger pauschal? Dass ich Macuser bin, habe ich ja schon mehrfach betont, und ich würde auch ungern auf ein anderes OS umschwenken. Das ändert leider aber nichts daran, dass Apple als Konzern (und der umfasst eben all die Punkte, die Du da aufzählst – man kann das zwar künstlich trennen, aber es kommt am Ende natürlich alles “in einen Topf”, nämlich in die Bilanz der Apple Inc.) in seinem Verhalten in den letzten zehn Jahren oder so sich immer mehr den Firmen angenähert hat, die das Unternehmen früher so harsch kritisierte – man denke da an den legendären 1984-Spot und den Kampf gegen “Big Brother”… In meinem Artikel bzw. den von mir zitierten Beiträgen ging es zumeist weniger um einzelne technische Details (dafür gibt’s ja genug andere Websites, die sich mit sowas befassen), sondern eben um Apples wachsende Marktmacht und den möglichen Einfluss auf die digtale Welt. Ob das iPhone nun technisch besser oder schlechter ist als ein Android oder eins von Micro$oft oder Nokia, ist mir ehrlich gesagt total egal. :-) Aber wer sich, wie Apple, früher so als “Underdog”/”Gegen-den-Strom-Schwimmen”-Marke zu positionieren versuchte (“Think different”), muss sich nun eben auch daran messen lassen, inwieweit man nicht selbst die früher mal so verachteten Entwicklungen nun mit der eigenen Firmenpolitik vorantreibt.

    Comment | 15. März 2011
  • tordis

    http://tinyurl.com/6yvyzg3
    hihi

    Comment | 15. März 2011
  • Alles in einen Topf: Der Beitrag kritisiert Apples Zensur. Das ist auch tatsächlich kritikwürdig, wenn auch vorwiegend wegen der Intransparenz. Aber was hat das iPad damit zu tun? Das iPhone ist davon genauso betroffen.
    Natürlich kommt finanziell alles in einen Topf. Aber Apple besteht erfolgreich auf dem Markt (die Kunden entscheiden – keine Zwischenhändler, die wie bei Microsoft gezwungen sind, Windows vorzuinstallieren; genauso wie Nutzer Google zur Weltmacht machten). Apple inszeniert sich schon ziemlich lange nicht mehr als Underdog (die „Think different“-Kampagne wurde schon vor vielen Jahren beendet). Zwei Punkte werden auch immer gern vergessen:
    - Apple ist so offen, wie es nur sein kann. Sämtliche DRM-Schranken sind von anderen Firmen aufgezwungen (wie man bei der Musik sieht, fliegt DRM über Bord, sobald es die Verträge zulassen). Es wird nicht versucht, ein eigener Standard am Markt durchzuprügeln (wie Microsoft mit WMA und diversen Videocodec), sondern das einfachste/offenste Verfahren gewählt (MP3, AAC – besser als MP3 und lizenzfrei für alle!).
    - Apple steuert mit WebKit die verbreitetste Browserbasis bei. Alle mobilen Browser basieren darauf (auch Android – damit profitiert Google direkt von Apples Arbeit; WebKit ist das offenste Element vom ganzen Android).
    Und natürlich:
    http://www.zanjero.de/2011/offene-plattformen/, http://www.zanjero.de/2011/google-greift-ipad-an/, http://www.zanjero.de/2010/wozu-marktherrschaft/
    Zitat: „Apple-Geräte streben nicht nach Weltherr schaft. Natürlich fände Apple es toll, wenn alle Leute nur noch Geräte mit Apfel-Logo kaufen. Aber das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist, Geräte zu entwickeln und anzubieten, die man selbst (!) gern benutzen möchte.“
    Niemals vergessen: Apple bietet nur Geräte und Services an – niemand ist gezwungen, irgendwas davon zu kaufen oder zu nutzen (im Gegensatz zu Windows, wo Alternativen durch Verträge verunmöglicht oder arg behindert werden!) … letztlich entscheiden die Nutzer selbst.
    Und letztlich finde ich es ungünstig, ein großes Zitat (Schirrmacher) in einem Artikel zu verwenden, um eine These zu stützen, wenn dieses Zitat inhaltlich falsch ist (wie schon andere Kommentare klargestellt haben). Wenn diese beiden Zitierten (Kantel und Schirrmacher) die einzigen Unterstützer der Hauptthese sind, kann die Hauptthese nicht viel wert sein. Denn einer (Schirrmacher) argumentiert falsch (bzw. mit Lügen, wenn man das Missachten von Fakten als „Lügen“ bezeichnen mag) und der andere mit einer falschen Vorannahme (siehe http://www.zanjero.de/2010/das-ipad-ist-kein-computer-ii/).
    Das hat nichts mit Apple-Fantum zu tun, sondern nur mit dem Gebot, wenn man schon eine These hat, diese möglichst sauber nachvollziehbar zu machen. Dies ist obigem Beitrag nicht gelungen. Unabhängig davon, ob er auf einem Mac, einem Windows- oder Linux-Computer oder mit einer Waschmaschine geschrieben wurde.
    Ist also letztlich eher eine Textkritik geworden.

    Comment | 15. März 2011
  • Nachtrag: Wenn das tatsächlich eine Kritik an Apples Strategien sein soll … dann wäre es doch interessant zu wissen, an welchem Maßstab sie gemessen werden … „Obacht“ oder „Vorsicht“ rufen kann jeder. Aber ist das Problem, dass Apples Strategien einem Ideal nicht entsprechen? Welchem Ideal eigentlich? Und wie sähe dann eine bessere Lösung aus? Muss man nicht schreiben, wäre aber gut zu wissen. Denn bislang gibt es nix wirklich vergleichbares … Die absolute Nicht-Zensur, wie sie Google bis vor kurzem im Android-App-Store pflegte, kann ja wohl schwerlich das angestrebte Ideal sein, oder?

    Achja, und das finde ich wirklich bemerkenswert: iOS (also iPhone, iPod touch und iPad) sind die ersten Mobilgeräte, die ein vollwertiges Internet anbieten (zur Flash-Debatte: http://www.zanjero.de/buzz/flash/). Damit ist erstmals (!) ein Mobilgerät völlig frei und unzensiert (Auch Android basiert auf dem selben WebKit!). Denn frühere Mobilbrowser waren aufgrund ihrer technischen Mängel wesentlich größere Zensoren als Apples App-Strategie.

    Und wer jetzt argumentieren will, dass Furz- oder Porno-Apps wichtiger für die Meinungsfreiheit als ein vollwertiger Internetzugriff mit erweitertem Nutzerkreis (s.o.: z.B. Blinde, Senioren), eine einfach nutzbare Bildschirmtastatur und ein wirklich funktionierendes Touch-Paradigma sind, hat aus meiner Sicht befremdliche Wertvorstellungen. Auch wenn ich Zensur in jeder Form für fragwürdig halte, gehört das zweite Argument doch mindestens ebenso dazu. Zumal das Leben und die iPad-Nutzung (und v.a. die Information, Meinungsbildung) nicht von via AppStore vertriebenen Apps abhängig sind. Sieht man die Apps als Dreingabe zum eigentlichen iPad/iPod touch/iPhone, verschiebt sich das Zensur-Argument doch deutlich …

    Comment | 15. März 2011
  • Kammerj4ger

    “Achja, und das finde ich wirklich bemerkenswert: iOS (also iPhone, iPod touch und iPad) sind die ersten Mobilgeräte, die ein vollwertiges Internet anbieten. Damit ist erstmals (!) ein Mobilgerät völlig frei und unzensiert”
    Ist so nicht richtig. Es gab schon Jahre vor dem Ipad/iPhone/Iirgendwas Tablet PCs auf denen sich vollwertiger internet anschluss (im ramen der technischen gegebenheiten war dann allerdings der anschluss von zum beispiel SimSticks nötig) auf denen sich praktisch jeder beliebige Browser(zur damaligen zeit Netskape, Opera, Firefox und der IE) installieren ließ und die sogar die möglichkeit der OS wahl ließen (zugegeben, wirklich praktikabel waren da nur Linux und XP, das lag aber nicht an den geräten selbst). Dies aber nur mal am Rande denn diese “Erfindungen” sind ja recht schnell in der versenkung verschwunden.

    Comment | 16. März 2011
  • Ich wollte keine Computergeschichte aufreißen und all die Geräte und Prototypen und Konzepte aufzählen, die es vor dem iPad gab, die aber bei den Kunden keinen Anklang fanden. Microsoft hatte ja bereits Jaaaahre vor dem iPad die Tablet PCs „erfunden“ und propagiert – offenbar aber nicht überzeugend und so funktional, wie es sein sollte.
    Übrigens kann alles, was den IE5 oder 6 als Basis hat (eben Mobilgeräte auf WinCE-Basis), nicht als voller Internetzugriff gelten, denn der IE hatte schon immer eine eigene Vorstellung davon, wie das Internet auszusehen hätte … Im Gegensatz zu WebKit, das als erstes eine saubere HTML-Implementierung bietet und erst als zweites fortschrittliche Technologien wie HTML5 ermöglicht (wobei nach meiner Beobachtung HTML5-Seiten in älteren konformen Browsern kaum falsch dargestellt werden – im Gegensatz zu allen IE5/6-optimierten Seiten).
    Das Marketing-Argument kann auch nicht gelten. Microsoft hat vor drei Jahren 300 Millionen Dollar für eine Kampagne ausgegeben, ohne ein Produkt zu haben, sondern nur, um die Leute sich glücklicher mit ihren Computern fühlen zu lassen. Da das Marketing auch eine Art Spiegel der Firmenseele ist, zeigt der Fall einmal mehr, dass Microsoft in Geld denkt, während Apple mit vergleichsweise geringeren Budgets effektivere Werbung macht, die die Beziehung zwischen Gerät und Kunden besser trifft. Oder um Daniel Eran Dilger (www.roughlydrafted.com) zu paraphrasieren: Microsoft ist gut darin, Millionen zu versenken für Produkte, die keiner nutzen will. Siehe: Zune, Tablet PC, UMPC, Plays for sure, X-Box (Ok, nach rund zehn Milliarden Dollar Subventionen schreibt der Bereich endlich ein sanftes Plus). Und Microsoft kassiert für die Lizenz, X-Box-Spiele zu entwickeln saftig. Apple dagegen verlangt eher einen symbolischen Betrag von den Entwicklern (stellt denen die Programmierumgebung X-Code fast kostenlos zur Verfügung) und kassiert nur bei Erfolg (eben abhängig vom Erfolg). Das liegt auch daran, dass Apple anders denkt/tickt/rechnet als die meisten anderen Unternehmen.
    Vielleicht ist es auch nur das, was mich aufregt/ärgert. Apple mit den m.E. falschen Maßstäben zu messen. Das wäre so, als würde ich einen 5er BMW nach den Kriterien bemessen, die ich an einen VW Golf (bzw. eher Skoda Fabia:-) lege.
    Und noch ein gaaanz wichtiger Punkt: Apple hat in den vergangenen Jahren keinen einzigen Mitbewerber vom Markt abgehalten, abgedrängt oder mit Verträgen geknebelt. Der Erfolg beruht einzig darauf, dass die Produkte am Markt überzeugen. Letztlich läuft es auf die Frage hinaus: Wieso kaufen die Menschen Apple-Produkte? Weil sie auf Marketing hereingefallen sind? Warum kaufen sie dann immer wieder Geräte von dieser Firma? (Apple hat eine der höchsten Quoten von Kundentreue) Jedenfalls kann ich die Grundprämisse des Artikels oben nicht nachvollziehen, weil erstens die Sekundanten falsch argumentieren (und sich damit selbst disqualifizieren) und zweitens die von Apple verwalteten „Datenströme“ (in dem Fall die Apps und Kauf/Miet-Medien) nur einen Bruchteil der Nutzung der iOS-Geräte ausmachen – der aber zusätzlich (!) zu einem vollwertigen Internetzugriff besteht.

    Comment | 16. März 2011
  • Dass Microschrotts Gebaren schon immer unter aller Kanone war, ist klar – ich denke da an die Knebelungen der User, nur bestimme Browser zu verwenden etc. Aber wer benutzt heutzutage schon noch den Internet Explorer? ;-) (Bei meinem Blog sind das keine 20% der Besucher mehr, z.B.)

    “Das liegt auch daran, dass Apple anders denkt/tickt/rechnet als die meisten anderen Unternehmen.”

    Da haben wir es also doch, das gute alte “think different”… halte ich bei so einem Großkonzern schon für eine gewagte These. Selbstverständlich geht es auch bei Apple nur ums Gewinnmaximieren – das versucht man vielleicht mit in einigen Teilbereichen anderen Herangehensweisen, aber am Ende zählt doch nur das, was unterm Strich dabei herauskommt.

    “Wieso kaufen die Menschen Apple-Produkte? Weil sie auf Marketing hereingefallen sind?”

    Ja, auch. Wenn man sich ein wenig mit Marketing auskennt bzw. damit, wie in unserer heutigen Gesellschaft Markenfetischismus hochgehalten wird, ist es klar, dass das “das gilt als cool, also muss ich das auch haben” eine nicht unwesentliche Rolle bei Apples Erfolg spielt. Solange ein iPhone etc. als Statussymbol gilt, wird es immer genügend Leute geben, die sich das Teil nur deswegen zulegen, um rumzuprollen (ich kenn selbst solche Leute im Bekanntenkreis). Oder weil die Freunde das auch haben und man sich anpassen will. Damit kommen wir dann aber natürlich auf ein ganz anderes Terrain – dem eigentlichen Kernthema meines Blogs. ;-)

    “Der Erfolg beruht einzig darauf, dass die Produkte am Markt überzeugen.”

    Nein, “einzig” sicher nicht, s.o. Dass Apple-Produkte als Gesamtpaket durchaus gut sind, habe ich ja auch nicht bestritten, aber Du verkennst offenbar den Einfluss des “Coolness/Hipness”-Faktors, der nur bedingt etwas mit der tatsächlichen Qualität, sondern auch mit dem durch Marketing/PR/Reklame geschaffenen Image zu tun hat. Nike kann für seine Turnschuhe, die in den selben Sweatshops zusammengeschustert werden, 100$ mehr nehmen als die Konkurrenz, nur wegen des Namens – nicht wegen der vermeintlichen Höherwertigkeit des eigentlichen Produkts. Der vermeintliche Mehrwert wird hier durch die Marketingmilliarden geschaffen, indem sich die Käufer das Image, das mit dem Produkt verbunden ist, mitkaufen und von dem sie hoffen, dass es auf sie zurückstrahlt. “Durch das Tragen von Nike-Schuhen bin ich so toll wie M. Jordan” – “Ein Apple-Gadget lässt mich so trendig erscheinen” usw.. Dass dabei die wirklichen Hintergründe (zB wie so ein Produkt hergestellt wird, unter welch miesen Bedingungen) ausgeblendet werden, ist ja leider auch nicht wegzudiskutieren. Das gilt auch für Apple, man denke an die Foxconn-Geschehnisse und auch daran, wie lange Apple in Bezug auf “GreenIT”, also Giftstoffarmut, Recyclefähigkeit etc. ganz weit hinten lag, sogar hinter solchen Firmen wie Dell.
    (Ich muss aber immer noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie Michael Dell Apple Ende der 90er, als es nicht gut um die Firma stand, empfahl, sich doch einfach aufzulösen/abzuwickeln. Und nun könnte Apple Dell aus der Portokasse übernehmen…)

    Comment | 16. März 2011
  • zum Thema Marketing: Wieso gelingt es Microsoft nicht, mit einem Millionen-Budget, ein gleiches Image zu kreieren?? Es ist wie bei Gerüchten: Es muss auch ein Kern Wahrheit im Marketing enthalten sein, sonst ist es unglaubwürdig und schießt nach hinten.
    zum Hipness-Faktor: Ich persönlich (das ist zwar nicht repräsentativ, aber immerhin) kenne niemanden, der ein Apple-Gerät aus Hippness-Gründen gekauft hat. Meist ist es eher umgekehrt: Man sucht bestimmte Features o.ä. und am Ende der Suche bleibt halt nur ein Apple-Produkt übrig. Denn die Preise (mind. 1/3 höher als der Marktdurchschnitt) zahlt niemand nur wegen der Hippness.
    zum IE: der IE6 hat allein noch zwischen 10 und 15 Prozent Marktanteil. Und der IE kommt insgesammt immer noch auf rund 50 Prozent. Es scheint also doch Menschen zu geben, die ihn benutzen …
    zur Green IT: Welche Computer sind ökologischer? In jeder Hinsicht! Nur weil Greenpeace Apple ein schlechtes Ranking gibt (was nur daran liegt, dass Apple ihre Fragebögen nicht ausfüllt und daran, dass das Ranking auch Vorhaben [also „das wollen wir“ statt „das tun wir“] berücksichtigt), muss das noch lange nichts heißen.
    zum Thema Zensur (darum gings ja im Ursprungsartikel auch): Stellen wir uns ein Land vor, in dem eine Behörde systematisch Filme und Computerspiele der Öffentlichkeit vorenthält oder nur verstümmelt zumutet. Auch mündigen Bürgern über 21 mit 1a-Führungszeugnis. Stellen wir uns weiter vor, dass in diesem Land Menschen leben, die eine Firma in einem anderen Land dafür beschimpfen, dass diese ihren Laden in Ordnung halten will (so wie Aldi, Kaisers, Real und wie sie alle heißen ebenso das Recht haben, bestimmte Produkte einfach nicht ins Regal zu legen; so wie der Pressegroßhandel und die Buchhandelsketten massiv mitbestimmen, was wir kaufen/lesen können!). Stellen wir uns weiter vor, dass das Land mit der staatlichen Zensurbehörde Deutschland heißt und die Behörde sich FSK nennt und an Intransparenz nicht zu überbieten ist. Und wenn wir uns jetzt noch vorstellen, dass die erwähnte Firma Apple heißt, dann wird es irgendwie bizarr. Oder?
    In Kürze: Ja, Apple hat Einfluss. Aber: Der Einfluss ist durch den Markt gegeben worden, nicht erkauft, erschlichen oder erzwungen. Der Einfluss bezieht sich nicht auf die freie Meinungsäußerung o.ä., sondern lediglich auf einen Anteil von weniger als 1,0 Prozent des Angebots in den virtuellen AppStore-Regalen (wobei die Zugangsschranken so niedrig wie möglich sind). Alle Kommunikationsformen, die das Internet ermöglicht, sind über die iOS-Geräte möglich – da von Zensur oder Beschränkung zu sprechen, stößt mir sauer auf. Aber vielleicht habe ich den Untertitel des Blogs auch nur falsch verstanden: „kreative Konsumkritik“ ist vor allem eines: kreativ ;-) ))

    Comment | 16. März 2011
  • “zum Thema Marketing: Wieso gelingt es Microsoft nicht, mit einem Millionen-Budget, ein gleiches Image zu kreieren?? Es ist wie bei Gerüchten: Es muss auch ein Kern Wahrheit im Marketing enthalten sein, sonst ist es unglaubwürdig und schießt nach hinten.”

    ich wiederhole das auch gern zum dritten Mal – ich habe ja gar nichts gegen die Qualität der Apple-Produkte gesagt (das war vielmehr der User Kammerj4ger – “eh Mist”), aber dennoch ist ein nicht geringer Teil bei Apples Erfolg eben auch Medienhype. Wieviele ebenfalls gute Produkte gibt es, die nicht in der Tagesschau (!) explizit Sendeplatz eingeräumt bekommen, wie das bei Apple skandalöserweise seit Neuestem getan wird – das hat also noch erstmal nix mit der Qualität zu tun. Ein Image ist halt nicht komplett planbar, sonst hätten ja alle Firmen das perfekte Image. Es gehört auch Glück dazu, das Erkennen des Zeitgeists, prominente Fürsprecher usw. usf. (Und das Produkt darf zumindest nicht totaler Schrott sein.)

    “Denn die Preise (mind. 1/3 höher als der Marktdurchschnitt) zahlt niemand nur wegen der Hippness.”

    Doch. Gerade, weil es teurer ist, kann man sich damit ja besonders absetzen (siehe die ganzen Luxusmarken), weil sie sich eben nicht jeder Hinz und Kunz leisten kann. Diese Art der Preisdifferenzierung lernt man sogar schon im Marketinggrundstudium, hab die genaue Bezeichnung dieser Preisstrategie allerdings mittlerweile vergessen. ;-) Hat aber nicht Apple erfunden, klar, und ist ihnen auch nicht vorzuwerfen. Aber der höhere Preis ist definitiv kein Argument GEGEN Hipness, das sieht man auch bei vielen anderen teuren/überteuerten Produkten, wo man nur fürs Logo schon einen Aufpreis zahlt.

    Comment | 16. März 2011
  • So, jetzt mal vom iPad aus :-) ich werde übrigens durch nichts daran gehindert, hier zu schreiben und zu lesen, was ich will. Dann denken wir doch mal nach, wieso alle möglichen Medien über Apple berichten. Nebenbei gesagt, haben sie auch über Microsft berichtet, Spiegel online beispielsweise unanständig ausführlich über den Zune, den es damals noch gar nicht in Deutschland gab. Weil es die Leute interessiert, könnte eine Antwort sein. Weil die Journalisten vielleicht den Eindruck hatten, das mit iPhone oder iPad erstmals wirklich funktionierende Geräte in der jeweiligen Kategorie entstanden, die man wirklich nutzen will? Aber auch das seltsame Antennagate oder das Weckerproblem schaffen es in Mainstreammedien … Das Schwert ist zweischneidig.
    Da es nur zum Marketing und den Preisen Erwiderungen gab, gehe ich mal spontan davon aus, dass die anderen Punkte valide waren :-)
    Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Apple als Unternehmen hat – unabhängig, ob man es nun toll findet oder nicht – bislang keine Tendenzen oder Präzedenzfälle gezeigt, die entstehende Macht zu missbrauchen (oje, ich ahne schon den Sturm der Gegenworte – aber dann berücksichtigt bitte auch alle anderen Firmen!). Ich tendiere gerade dazu, mich zu wiederholen. Eigentlich hab ich das Wesentliche längst geschrieben – hier und in meinem Blog. Und ich bleibe dabei: der Beitrag gaaanz oben mag zwar valide Punkte haben, aber er argumentiert schlampig und nicht überzeugend. Gründe: s.o. ;-)

    Comment | 16. März 2011
  • “So, jetzt mal vom iPad aus :-) ich werde übrigens durch nichts daran gehindert, hier zu schreiben und zu lesen, was ich will”

    Wollen wir mal hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt…

    “Spiegel online beispielsweise unanständig ausführlich über den Zune”

    Es ist aber schon ein eklatanter Unterschied, ob man auf einer thematisch breit aufgestellten Internetplattform auch über neue Technik berichtet oder in einer ehemals seriösen Nachrichten(!)sendung wie der Tagesschau der Präsentation eines neuen iPads zehn Prozent des Sendeplatzes (> 1 Minute) einräumt, zwischen Erdbeben und politischem Gezänk. Sowas habe ich zuvor noch nie erlebt, und sowas, also nichts weiter als offensive Schleichwerbung für ein Produkt, halte ich für jenseits von Gut und Böse. (Kann Apple nix dafür (obwohl, wer weiß ;-) , ist aber ein Teil des Phänomens Apple, der eben nicht zwingend was mit der Qualität, sondern dem Eventcharakter der Marke zu tun hat. Darum ging es mir ja primär, weil Du behauptetest, dass Apples Erfolg “einzig” auf die Güte der Produkte zurückzuführen sei, was halt so nicht stimmt.) Dass andere Medien, gerade welche, die eh auch sonst auf Technikklimbim eingehen sind, darüber berichten, ist ja nicht weiter schlimm. Wenn Spiegel so ausführlich über das Microsoft-Dingens berichtete, würde ich auch mal fast vermuten, dass da die eine oder andere, sagen wir mal, “Zuwendung” von Seiten Ms geflossen ist… :-) Wie das dann mit der Beeinflussung bei kleineren Magazinen ausschaut, will ich mir gar nicht erst ausmalen.

    “Da es nur zum Marketing und den Preisen Erwiderungen gab, gehe ich mal spontan davon aus, dass die anderen Punkte valide waren”

    Da wird schon viel Wahres dran gewesen sein an dem, was Du schriebst (man soll mir ja nicht nachsagen können, ich wäre nicht lernfähig ;-) ), allerdings zwingt mich die Länge dieses Kommentarthreads auch in die Knie – ich kann nicht dauernd alles im Detail kommentieren… (und hab auch keine Lust, mich nun nur mit Apple und seinen Produkten zu beschäftigen, um vielleicht einzelne Punkte zu widerlegen)

    Comment | 16. März 2011
  • Kammerj4ger

    Ich will auch noch mal was schreiben! *springspring*
    (das war vielmehr der User Kammerj4ger – “eh Mist”)”

    Jupp das war ich ;-) auch nach diesem ganzen hin und her sehe ich noch keinen grund für normal User ein Apple produckt zu kaufen (Sehbehinderte sind ja keine “normal user”).

    “Microsoft hatte ja bereits Jaaaahre vor dem iPad die Tablet PCs „erfunden“ und propagiert”

    Genauer gesagt war es die Firma ARM die die Technik dafür “erfunden” hat und es waren (sofern ich mich recht errinnere) die Firmen VIA und HP die das ganze Marktreif gemacht haben. MS hat dazu nur ein Abgespecktes Windoof “gesponsort” was aber fast schon egal war denn auf so ziemlich jedem der geräte war Linux vorinstalliert (zum einen weils schön klein und zum anderen weils so schön modular ist). Soll heissen, so gern ich deiner Kritik bezüglich IE 5 und 6 auch zustimmen möchte(und es im grunde auch tue), hier ist sie unangebracht.

    “zur Green IT: Welche Computer sind ökologischer”

    Intel ATOM und AMD’s Neo wären da gute beispiele für bessere energie effizienz. Selbige sind auch gute beispiel für besseres recykling verhalten bezogen auf MAC rechner und Ipad. Im MAC rechner steckt zwar auch Intel Hardware, durch die bauweise der rechner selbst lassen sich diese aber kaum noch ordentlich wieder verwenden.

    “zum Thema Marketing: Wieso gelingt es Microsoft nicht, mit einem Millionen-Budget, ein gleiches Image zu kreieren??”

    So gern ich MS auch verteufeln würde, an dieser stelle kann ich leider nicht zustimmen. MS kann deswegen kaum noch ein gutes Image aufbauen weil sie schon bei seeehr vielen menschen verteufelt werden. Das hat natürlich Gründe und die sind zum großen teil richtig, aber du vergleichst Äpfel mit Birnen und das ist unangebracht. Apple zehrt noch immer von seinem Außenseiter Image von früher, darauf lässt sich sehr gute aufbauen, mal sehen wie lange das noch so bleibt :-D .

    “Da das Marketing auch eine Art Spiegel der Firmenseele ist, zeigt der Fall einmal mehr, dass Microsoft in Geld denkt, während Apple mit vergleichsweise geringeren Budgets effektivere Werbung macht, die die Beziehung zwischen Gerät und Kunden besser trifft.”
    Übrigens, Apple betreibt schon seit mitte der 90er jahre(zu der zeit kannte noch kaum einer hier zu lande Apple) massiv Schleichwerbung im Kino(mal als Beispiel Blade I, II und III), ich kann mir nicht vorstellen das dass nur kleine beträge waren ^^

    Comment | 16. März 2011
  • So, wieder vom Macbook aus ;-)

    Genau das ist das Problem: Blogger wollen wie Journalisten ernst genommen werden. Doch wie Journalisten gehört dann auch Wissen und Verantwortung dazu. Wissen = Kenntnisse, über das was man schreibt (allein die Zitatauswahl, s.o., zeugte nicht unbedingt davon). Verantwortung = Man wirkt als Multiplikator, daher wiegt jeder „Müll“, jede Lüge, jede Unwahrheit doppelt schwer, im Gegensatz zu einem Stammtischgespräch. (ich mache jetzt noch eine letzte längere Anmerkung, hab ja auch noch anderes zu tun;-)

    Diesen Link hatte ich noch vergessen, je länger ich drüber nachdenke, desto besser passt er ;-) http://www.zanjero.de/2010/neid-entzaubert/ Ich hoffe, ich bin jetzt nicht als fanatischer Apple-Jünger verschrien, das bin ich nämlich nicht, sondern eher jemand, der nach den besten Lösungen sucht (und da hat Apple zurzeit halt eine gute Quote, jedenfalls für meine Bedürfnisse und offenbar die vieler anderer …)

    Zum Thema Textkritik noch ein paar Zitate aus obigem Text: dieser will beleuchten, „wie wir mit dem Web umgehen“ – das tut er aber gar nicht! Alle Vorwürfe zielen ausschließlich auf ein paar verweigerte/abgelehnte Apps ab. Nicht auf das Internet (naja, was ist das Internet eigentlich? ;-) http://www.zanjero.de/2010/was-ist-das-internet/

    Auch die ZDF-Doku bekommt die Trennung nicht hin. Und jede deutsche Nachrichtensendung muss z.B. darauf achten, auch kindertaugliche Bilder zu zeigen. (jaja, der Jugendschutz. In dessen Namen wird noch ganz anderer Schindluder getrieben) Dass z.B. die prüde Walmart-Kette in den USA auf CD- und DVD-Anbieter mindestens eine ebenso zensurfreundliche Politik an den Tag legt, wird auch gern vergessen. Kein Verlagshaus ist darauf angewiesen, ihre Inhalte via App anzubieten. Sie können auch einfach gute Webseiten machen mit Extra-Zugang für Abonennten … Telepolis beispielsweise macht auf dem iPad mehr Spaß und liest sich besser als auf dem Monitor.

    Zitat 2: „das Unternehmen bringt mit dem iPhone und dem iPad Geräte auf den Markt, die proprietäre Software benutzen und bei denen Apple versucht, den Daumen auf die Datenströme zu haben.“ WebKit ist offener als das gesamte Android. Android ist in proprietärer Hinsicht mindestens so verseucht wie iOS (http://www.roughlydrafted.com/2011/02/05/why-apple-cant-be-too-worried-about-android-3-0-honeycomb-tablets-taking-away-ipad-sales-part-1/ http://www.roughlydrafted.com/2011/02/08/why-apple-cant-be-too-worried-about-android-3-0-honeycomb-tablets-taking-away-ipad-sales-part-2/ ) Was ist mit Datenströmen gemeint? Keiner muss iTunes im Alltag verwenden. So wie andere Mobilgeräte auf teilweise katastrophale Software angewiesen sind, um Daten und Dateien zu überspielen (von synchronisieren gar nicht zu reden), so ist iTunes die Synchronisationssoftware. Dass mir das so auch nicht komplett gefällt: http://www.zanjero.de/2011/itunes-visionen/ Aber es funktioniert, und zwar problemlos. Welche Datenströme können gemeint sein? Die einzigen, die Apple tatsächlich kontrolliert, sind die der Stores für Apps und Medien. Zu beiden hab ich genug gesagt, denke ich. Andere Datenströme unterliegen gar nicht Apples Einfluss.

    Zitat 3: „die Gefahr ist natürlich sehr groß, dass so eine Entdemokratisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird“ Das merken gerade die arabischen Länder: Zensur und Beschneidung sorgen für eine friedliche Bevölkerung, die alles so frisst, wie es ihnen angeboten wird. Die Bild-„Zeitung“ ist da gefährlicher für die deutsche Demokratie als alles, was Apple je tun könnte, und die Bild-„Zeitung“ wird von Deutschen gemacht.

    Zitat 4: „alles unter dem Radar der meisten Menschen, schleichend“ … Schon mal ne Debatte über Internetzensur oder Film- oder Computerspielzensur in Deutschland erlebt? Dagegen ist Apple geradezu frivol. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34303/1.html http://www.zanjero.de/2010/fsk-fur-bucher-zeitschriften-und-cds/

    Zitat 5: „So besteht die Gefahr, dass dadurch, dass immer mehr Menschen auf die von Konzernen bereitgestellten Plattformen wechseln und nur die dort zugelassenen Medienangebote konsumieren, die Bedeutung von alternativen Medien wie Blogs etc. zurückgeht und es so immer schwieriger werden könnte, Aufklärung und Hinterfragen zu einer größeren Aufmerksamkeit zu verhelfen.“ Dass das horrender Blödsinn ist, habe ich ja mehrfach dargelegt. Aber Schirrmacher als Kronzeugen herbeizurufen, der sich wie gesagt durch Unkenntnis/Ahnungslosigkeit selbst disqualifiziert, ist so ziemlich der strategisch ungünstigste Sekundant in der Argumentationslinie. „von Konzernen bereitgestellten Plattformen“ – von wem bitte sonst? Ist Windows nicht von einem Konzern bereitgestellt? Verwendet der Linux-User nicht die Distribution eines – zugegebenermaßen kleineren – Konzerns wie Suse (Oracle), RedHat oder Ubuntu? Zugelassen sind auf dem iPad alle (!) Medienangebote, die auch mit jedem anderen Browser abrufbar sind (wie gesagt: wenn Adobe eine funktionierende mobiltaugliche Flash-Version angeboten hätte, hätte Apple sie installiert, aber es gab und gibt keine, http://www.zanjero.de/2010/wollen-iphone-nutzer-flash/ ). Es gibt sogar eine kostenlose WordPress-App, die es mir erlaubt, sehr komfortabel meinen Blog damit zu verwalten – und nicht wie unter Windows oder auf einem Mac nur mittels Browser.

    nur eines noch: „hab auch keine Lust, mich nun nur mit Apple und seinen Produkten zu beschäftigen, um vielleicht einzelne Punkte zu widerlegen“. Sorry, aber das erwarte ich von jemandem, der eine kreative Konsumkritik abgibt, wenn er sich zu Apple (oder auch jedem anderen Thema) äußert. Nicht unbedingt, dass er sich auf jede Debatte einlässt (die sind zum Teil wirklich abstrus), aber dass zumindest der eigentliche Beitrag ordentlich recherchiert und mit Sachverstand verfasst wurde. Hier steht eine Idee im Zentrum, die von anderen Medien gebildet oder zumindest gleichlautend verbreitet wurde, die aber schon die Begriffe nicht sauber verwendet (Apps sind eben nicht das Internet, sondern nutzen es nur als Vertriebskanal) und ebenso leicht als Meinung (angereichert mit ein paar Fakten) zu enttarnen statt blind aufzugreifen wäre.

    Zitat (MCP, „Tron“, 1982): „End of Line“ ;-) )

    Comment | 17. März 2011
  • [...] Prämisse des kritischen Hinter­fragens ist an und für sich zu begrüßen. Doch bei diesem konkreten Artikel regt sich in mir Widerspruch.Blogger wollen wie Journa­listen ernst genommen werden. Doch wie bei [...]

    Pingback | 17. März 2011
  • “Dass z.B. die prüde Walmart-Kette in den USA auf CD- und DVD-Anbieter mindestens eine ebenso zensurfreundliche Politik an den Tag legt, wird auch gern vergessen.”

    Nicht von mir ;-) Ich meine sogar, dass das hier auch schon mal im Blog erwähnt wurde. WalMarts Zensurpolitik im Mantel der “Familienfreundlichkeit” (die leider auch andere US-amerikanische Konzerne verfolgen) ist auf jeden Fall höchst bedenklich. Aber WalMart ist sowieso, ähnlich wie Aldi etc., aus vielen anderen Gründen zu kritisieren…

    Comment | 17. März 2011
  • Nun doch noch mal ganz kurz. @kammerjäger.
    Deshalb wollte ich keine Computergeschichte aufmachen, wir verzetteln uns in Details.
    zur Green IT. Der PowerPC-Prozessor war um längen energieeffizienter als die Intel-Prozessoren. Wenn die Atom-Prozessoren genügend Leistung liefern würden, würde Apple sie auch verbauen. Stattdessen nehmen sie für iOS-Geräte ARM-Prozessoren und für richtige Computer anständige Prozessoren. Das Recycling ist bei anderen Geräten auch nicht wirklich besser, und bei der Vermeidung von Schadstoffen und in der Energiebilanz der Geräte liegt Apple immer im Spitzenfeld. Allein durch die Langlebigkeit und lange Nutzungsdauer der Geräte sammeln sie in der Ökobilanz noch Zusatzpunkte.
    Für den Auftritt des Powerbook 5300 in Mission Impossible (1996) zahlten sie 15 Millionen Dollar, mal so angemerkt. Aber irgendwas müssen sie bei ihren Produkten richtig machen. Denn der Effekt hat sich bei mir ganz einfach gezeigt: Jahrelang hab ich Windows, Linux und nen Mac genutzt. Obwohl der Mac der älteste der drei Rechner war, hab ich mit ihm am schnellsten und effektivsten arbeiten können. Aber das ist rein subjektiv. Man kann als These (oder Feststellung) festhalten, dass es mehr als eine Person gibt, die Apple-Produkte für sehr nützlich und sinnvoll halten. Wie es ein anderer Kommentator formulierte: Das muss zwar nicht unbedingt für Apple sprechen, sondern eher gegen die anderen. Aber die anderen haben – für mich und einige andere – eben nix besseres anzubieten.
    So, die Debatte fasert in Details und Nebenschauplätze aus. Das bringt irgendwie nix. Ich hab meine Meinung zum Artikel (um den gehts ja letztlich) noch mal zusammengefasst (http://www.zanjero.de/2011/apple-zensiert-das-internet/ ) und freue mich auf andere Artikel in diesem Blog, dessen Grundprämisse ich ja durchaus gutheiße …

    Comment | 17. März 2011
  • “Ich hoffe, ich bin jetzt nicht als fanatischer Apple-Jünger verschrien, das bin ich nämlich nicht, sondern eher jemand, der nach den besten Lösungen sucht (und da hat Apple zurzeit halt eine gute Quote, jedenfalls für meine Bedürfnisse und offenbar die vieler anderer …) ”

    Ein bisschen muss man aber schon den Eindruck bekommen, wenn man bedenkt, wieviele Zeilen Du hier in den Kommentaren mittlerweile so geschrieben hast. ;-) Es scheint schon so, als wenn Dir viel am guten Ruf Apples liegen würde…

    Ansonsten ist es halt leider nicht so – das nur zum Thema “Erfolg, da Qualität” –, dass das beste Produkt sich immer durchsetzt; jahrzehntelang hat ja Windows den PC-Markt dominiert (tut es immer noch), obwohl Windows nachweislich so ziemlich das mieseste Betriebssystem ist. Der Mac war immer nur Nische, leider. Genauso die Debatte VHS/Beta etc. Manchmal entwickeln Produkte eine Eigendynamik (oft im Zusammenhang mit der Marktdurchdringung ab einem gewissen Punkt / kritische Masse), die dann nicht mehr so viel mit den wirklichen Produkteigenschaften zu tun hat.

    “nur eines noch: „hab auch keine Lust, mich nun nur mit Apple und seinen Produkten zu beschäftigen, um vielleicht einzelne Punkte zu widerlegen“. Sorry, aber das erwarte ich von jemandem, der eine kreative Konsumkritik abgibt, wenn er sich zu Apple (oder auch jedem anderen Thema) äußert. Nicht unbedingt, dass er sich auf jede Debatte einlässt (die sind zum Teil wirklich abstrus), aber dass zumindest der eigentliche Beitrag ordentlich recherchiert und mit Sachverstand verfasst wurde. Hier steht eine Idee im Zentrum, die von anderen Medien gebildet oder zumindest gleichlautend verbreitet wurde, die aber schon die Begriffe nicht sauber verwendet ”

    Okay, offenbar habe ich nicht sauber recherchiert bzw. mich zu sehr auf das verlassen, was andere schrieben (und was ich auch von einigen Freunden direkt gehört habe) – mea culpa. Vielleicht sollte ich den Artikel vorübergehend – und ich betone vorübergehend! – ruhen lassen. ;-) Ansonsten habe ich ja inzwischen im Artikel auf die (also Deine) Kommentare verwiesen.

    Comment | 17. März 2011
  • “Apple zehrt noch immer von seinem Außenseiter Image von früher, darauf lässt sich sehr gute aufbauen, mal sehen wie lange das noch so bleibt ”

    Den Eindruck habe ich eben manchmal auch. Allerdings trifft das für iPhones, iPods etc. nicht mehr zu, weil sie dort den absoluten Massenmarkt bedienen (statt die Mac-Nische) und viele dieser Käufer vorher von Apple noch nie was gehört haben (kenne ich einige Leute auch in meinem Umfeld), also auch kein Außenseiter-Image mehr von früher im Kopf haben. Dort gilt Apple einfach genuin als “cool”. Inwieweit das immer ausschließlich mit der tatsächlichen Qualität zu tun hat, habe ich ja schon einige Kommentare vorher dargelegt/angezweifelt.

    Comment | 17. März 2011
  • Kammerj4ger

    Oh je, schon wieder ein Beitrag zum Thema gefährliches Halbwissen.
    Ja, wäre echt besser gewesen wenn du Computer Geschichte nicht weiter vertieft hättest. Eigentlich wollte ich diesen Komment ja etwas höhnisch formulieren, hab mich dann aber doch dagegen entschieden. Das wäre nicht ganz fair.
    Ja, der PowerPC prozessor WAR um längen besser was die Energie Effizienz angeht als damalige Intel Prozessoren. Woran das wohl liegt? Ganz einfach daran das es nur ein RISC Prozessor war oder besser ist, denn auch die heutigen G5 basieren noch auf der RISC architektur. Zudem ist es so das der PowerPC Prozessor der Energieineffizienteste und von IBM entwickelte, (vermutlich ein grund warum sie sich von der Think different devise verabschieden mussten denn die Ursprünglichen Klassenfeinde, also IBM und Intel waren mittlerweile die Haupt Geschäftspartner, aber das ist nur ne Vermutung und stützt sich nicht auf Faktenwissen) RISC war. Dabei hat die RISC Architekturen nicht einmal die Hälfte der Funktionen eines Intel Prozessors(seit dem Pentium I), dies macht sie für viele Anwendungen ungeeignet(gleitkommagenauigkeiten und Prozessor befehle lass ich mal außen vor, interessiert eh keinen). Ebenfalls interessant in diesem zusammenhang ist übrigens, das du ein 6 Jahre altes System(zumindest wenn man vom G5 ausgeht) mit einem 3 Jahre alten vergleichst. Aber da du den vergleich angestrebt hast, hier ein paar zahlen dazu. Der PowerPC G5 mit eingeschenktem Befehlssatz hat eine TDP von rund 85W, Intels Atom, mit nahezu vollem x86 Befehlssatz eine TDP von 3W. In Anwendungsbenchmarks (denn für spiele Benchmarks taugen RISC prozis kaum) schlägt jeder Atom selbst den Stärksten (Mac)PowerPC. Das wäre im Grunde nicht weiter schlimm, immerhin sind RISC’s ja eigentlich Server Prozessoren aber wir haben uns ja drauf eingelassen(totz der eigentlichen server heimat gibt es derivate des der RISC architektur wo viele sie nicht vermuten würden, als beispiel seien hier PS3,Xbox360 und Wii genannt. Diese sind aber Technisch kaum mit den RISC’s zu vergleichen wie sie in Apple Rechnern zum Einsatz kommen). Dies alles ist aber mitlerweile eh praktisch bedeutungslos da MacBook Pro und iMac mini (im Grunde ja der Nachfolger des G5) normale Intell Core duo Prozessoren enthalten da die Systemleistung von RISC Systemen für die geänderten Anforderungen der “Neuzeit” einfach nicht mehr reichte(wieder interessant wenn man bedenkt das man sich ja von eben jenen Feinden absetzen wollte).
    Was denkst du habe ich gemeint als ich von Recycling sprach? Würde mich mal interessieren, besonders da du ja im selben Atemzug von langlebig sprichst. Fangen wir also mal an. Ist dir schon mal aufgefallen das zum beispiel die iMac geräte all in one Lösungen sind? Bei einem Normalen HomePC jeder art, selbst bei den meisten Notebook lassen sich ohne großen Aufwand so ziemlich alle Komponenten tauschen wenn sie zu alt sind, versuch das mal mit nem Mac auf dem zt sogar der Speicher fest verlötet ist. Soviel dann zur Langlebigkeit. Hast du eine Ahnung wie das Recykling von PC Komponenten funktioniert? Technisch bedingt gibt es für fast jede art von bauteil eine eigene Abteilung in solchen Firmen, Netzteile, Platinen, Monitore ezt. Ein IMac ist eine all in one Lösung und bei seiner Zerlegung geht gern mal der TFT kaputt und läuft aus. was da so alles dinn ist brauchen wir nicht aufzählen oder? Mal ganz davon abgesehen, wir leben in einer Wegwerf Gesellschaft, was glaubst du also macht Opi mit seinem alten iMac? Richtig, er wirft ihn in die tonne, auf den Schrott oder sonst wo hin. Was glaubst du wohl, was versaut das Grundwasser mehr, ne vergammelte All in One Lösung oder ein vor sich hin rostendes home PC Modell?
    Nungut, im letzten Punkt muss ich dir nun aber vollständig recht geben, die Debatte fasert zu sehr in Details auf, besonders da dies hier kein PC Forum/Blog (irgendwann muss ich da mal die unterscheide nachschlagen) ist. Daher soll es das auch von mir soweit gewesen sein. Auch ich habe meine Meinung geäußert (das ich keinen Grund sehe Apple Produkte zu kaufen) und das reicht ja eigentlich auch ^^

    Comment | 17. März 2011
  • Kammerj4ger

    Nagut, einer noch ^^
    @ Peter M zum Punkt “vom alten Image zehren”
    Ich finde schon das dass auf Iphones und Ipods auch zutrifft.
    Immerhin war Aplle im Ammiland ja stets Populärer als hier zu lande, sie haben es ja sogar über Jahre hinweg geschafft allein durch den Amerikanischen Markt schwarze zahlen zu schreiben. Wenn also ein außreichender Coolnes faktor in Übersee erreicht ist und eben jener dann hier bei uns ankommt (was ja bei vielen Hypes so ist) dann ist es nicht mehr nötig das jemand alte Aplle Produkte kennt.
    Ich finde diesen deinen Beitrag übrigens nicht schlecht recherchiert, ein paar mehr Pros und Kontras hätten zwar sicher nicht geschadet, aber schlecht ist er deswegen noch nicht. Besonders wenn man Kritik wie:

    Zitat 4: „alles unter dem Radar der meisten Menschen, schleichend“ … Schon mal ne Debatte über Internetzensur oder Film- oder Computerspielzensur in Deutschland erlebt? Dagegen ist Apple geradezu frivol.

    als beispiel nimmt. Das eine ist eine Zensur die ein ganzer Staat betreibt, das andere ist Zensur durch einen Konzern. Das macht, zumindest in meinen Augen einen riesen unterschied. Da hilft auch der Hinweis auf die Bildzeitung nicht wirklich, denn die zensieren nicht sondern schreiben einfach nur genau den Stuss und die Lügen den der Idiot von nebenan lesen will, ebenfalls ein unterschied wie ich finde (n freund von mir meinte mal:”der am besten recherchierte Bereich in der Bild ist das Tägliche Horoskop”).

    Wir merken also, auch hier gelingt die Trennung beziehungsweise die Sachbezogenheit nicht immer(ein vorwurf der auf mich aber ebenso zutrifft) und es bleibt, auf den Artikel selbst bezogen, die Tatsache das Apples Macht immer weiter wächst, bleibt nur die frage was sie damit anstellen werden.

    Comment | 17. März 2011
  • “Allein durch die Langlebigkeit und lange Nutzungsdauer der Geräte sammeln sie in der Ökobilanz noch Zusatzpunkte.”

    Das war ein Punkt, den ich früher, als ich noch aktiv Macs promotete, auch immer in die Diskussion einbrachte, vor allem auch, um den höheren Preis zu rechtfertigen. Denn ein Apple-Rechner bleibt (zumindest blieb damals) einfach länger aktuell, war nicht so schnell überholt wie das PC-Pendant. Ob die Hardware nun qualitativ besser war, sei mal dahingestellt, das glaube ich in vielen Fällen nicht.

    Um aber der gar zu romantisierenden Vorstellung von Apple, die ein aus einigen Deinen Zeilen schimmernd, dann doch ein wenig entgegenzutreten, und dabei auch Kammerj4gers Hinweis mit den All-in-one-Lösungen aufzugreifen – Apple hat im Laufe der Jahre schon eine ganze Menge Böcke geschossen. Ich denke da an den Apple IIGS, bei dem Apple empfahl, das komplette Motherboard (500 DM) auszutauschen, wenn die Batterie der eingebauten Uhr leer war! (Eine findige Firma erfand dann einen kleinen Clip, den man draufstecken konnte, für 25$.) Oder an diverse Powerbook-Modelle, die ruckzuck kaputt gingen (Netzteil…), oder an die Insellösungen, die Macs in vielen Gebieten jahrelang waren, auch durch obskure, von Apple exklusiv verbaute Anschlüsse, die dazu führten, dass man immer viel mehr für Hardware ausgeben musste als ein PC-Mensch (ohne dass man dafür was Besseres bekam) usw. usf. Ich habe den Mac trotzdem all die Jahre die Treue gehalten, aber das perfekte Vorzeigeunternehmen, für das man Apple fast halten müsste, wenn man Deine Ausführungen verfolgt, waren die eben auch wieder nicht.

    P.S.: Daran, dass diese Debatte so unglaublich lang geworden ist, viel länger als deutlich wichtigere Themen, sieht man auch, dass Apple es schon geschafft hat, seinen Produkten stärker emotional aufzuladen als viele andere (und auch stärker, als es am Ende der tatsächlichen Bedeutung entspräche – Macs sind ja nun immer noch nur eine (mittlerweile recht große) Nische).

    Comment | 17. März 2011
  • Doch noch mal (aber nur kurz): Um das Jahr 2000 herum gab es eine Schätzung, dass noch ca. 70 Prozent aller (!) jemals verkauften Macs noch einsatzfähig und größtenteils im Einsatz seien. Auch kenne ich noch genügend Menschen, die problemlos mit älteren Macs arbeiten (fünf Jahre und älter). Da geht es nicht um überlegene Technik, sondern einfach um die Tatsache, dass die Geräte länger genutzt werden. Aber das gehört alles eher in den Bereich Computergeschichte, was ja eben nicht das Thema des Textes war (auch wenn ich mich immer wieder gern drauf einlasse). Das Thema war, wie Apple mit seinen derzeitigen Produkten (Geräte, Services) Einfluss auf die Kultur hat (um es allgemein zu formulieren).

    Comment | 17. März 2011
  • Das deckt sich ja auch mit meinen Beobachtungen, s. meinen Kommentar etwas weiter unten/oben. Die vermeintlich viel höheren (Anschaffungs-)Kosten eines Macs relativieren sich so doch merklich. Meine eigenen Apple-Rechner hielten bei mir so zwischen 5 und 7 Jahren, bis sie dann doch technisch einfach nicht mehr sinnvoll für meine Belange einsetzbar waren. Vernünftig im Netz surfen kann man mit einem Mac von vor 10 Jahren halt auch nicht mehr ;-) Aber wie Du schon richtig anmerkst ist das ja (bei mir) nicht das Thema der ganzen Debatte gewesen.

    Comment | 17. März 2011
  • ups, hab des kammerjägers lange erwiderung übersehen gehabt. dazu will ich doch noch schnell was sagen (weil ich gerade zeit und lust dazu habe;-)
    Ich sprach von der Zeit, als der Pentium 4 den PC-Markt dominierte und in Macs G4s verwendet wurden. Wir können natürlich eine exakte Zeitschiene aufmachen (der Unterschied zwischen RISC und CISC ist mir wohl bekannt), aber die Kurzfassung ist diese: Solange es sinnvoll war, hat Apple den effizienteren PowerPC verwendet, als sich abzeichnete (eben mit dem G5), dass die ihre Überlegenheit im Alltag verlieren und andere Prozessoren effizienter arbeiten, haben sie gewechselt (und zwar die gesamte Plattform – vergleichsweise unstressig für betroffene Nutzer; der Wechsel von 32 auf 64 bit dagegen gerät unter Windows ja zu richtigem Stress). Der Atom kam erst auf den Markt, als die PowerPC-Zeit längst vorbei war (und der G5 war nun wirklich nur ein Überbrückungskandidat, wenn du dich an dem so sehr festhalten magst, bitte schön, aber die G3 und G4-Prozessoren waren deutlich verbreiteter). Und wieso sollte Apple Atom-Prozessoren verbauen? Bzw. in welchen Geräten? Für Mobilgeräte wie iPhone, iPod touch und iPad ist ARM nun mal erste Wahl (eben weil RISC energieeffizienter per se ist, aber das führt dann wirklich zu weit;-). Für Computer, wo Leistung benötigt wird (und das betrifft nun mal alle Apple-Computer, da sie sich im Pressegment 700-Euro-plus eingenistet haben, wo sich kein Kunde mit Verstand einen Atom-Prozessor aufschwatzen lassen würde), wählen sie Intel-Core-Prozessoren, die sowohl Leistung als auch Effizienz liefern.
    Nur weil etwas All-in-One ist, muss es nicht schlecht recyclebar sein. Ich kenne auch keinen Opa, der seinen iMac einfach so in den Schrott wirft – er fragt seine Enkel, ob die den Computer haben wollen (so wie es jeder vernünftige Mensch tut, wenn er sich was neues kauft und das alte noch funktioniert: Man sucht einen neuen Nutzer, insbesondere wenn es ein höherpreisiges Produkt ist/war). Sicher gibt es zahlreiche Modelle, die nicht super-optimal recyclebar sind, aber in der Gesamtheit sind Apple-Rechner mindestens so gut recyclebar (= zerlegbar und Ressourcen weiter verwendbar) wie normale PCs. Zumal sie nachweislich weniger Schadstoffe enthalten (und das auch schon ziemlich lange, länger als Dell, HP und wie sie alle heißen). Ja, das ganze Motherboard in einem Laptop zu tauschen, nur weil ein Chip defekt ist, ist nicht wirklich umweltschonend (aber bei vielen – nicht bei allen, bitte keine Debatte, die für jede Tendenzaussage gleich drei historische Gegenbeispiele auflistet – Laptop-Herstellern im Massenmarkt üblich). Aber Recycling findet letztlich nicht in der Werkstatt statt, sondern (möglichst kostengünstig) in der sog. Dritten Welt – das gilt aber für alle! Dort werden dann die Bauteile ggf. weiter zerlegt oder mittels technischer Verfahren einzelne Stoffe zurückgewonnen. Ich bin mir jetzt nicht so sicher, ob eine ausgetauschte Grafikkarte in einem Home-PC letztlich eine bessere Bilanz aufweist als die in einem Mac, ob nun im Laptop oder Computer, insbesondere da Macs (auch schon seit Jahren!) eine bessere Energieeffizienz als Gesamtgerät aufweisen, also während der Nutzung bereits weniger Ressourcen verbrauchen.
    Ergo (vereinfacht): In der Produktion Öko-Gleichstand, in der Nutzung Mac im Öko-Vorteil (da weniger Verbrauch) und länger im Gebrauch (übrigens kann man mit einem G4-iBook von 2003 immer noch problemlos surfen, eMails bearbeiten und Texte schreiben, sogar Fotos verwalten und bearbeiten und Musik hören; ich kenne drei Personen, die solche Geräte noch im Alltagseinsatz haben), am Lebensende etwa Gleichstand, da die Entsorgung letztlich auf das gleiche hinausläuft und der von dir unterstellte Nachteil der All-in-One-Geräte durch Schadstoffarmut und leicht recyclebare Materialien (Glas, Unibody-Gehäuse) kompensiert wird.
    Tut mir leid, wenn ich das oben vielleicht etwas zu pauschaul/allgemein formuliert habe.
    Doch all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der eigentliche Artikel das Thema „der Einfluss von Apple in der modernen Kultur“ (von mir paraphrasiert;-) war. Und dazu haben wir mit historischen und Öko-Ausflügen nun wirklich keinen relevanten Beitrag geleistet. Daher drehe ich das noch schnell in diese Richtung: Durch seine offensive Umweltpolitik (bei fast jeder Produktvorstellung werden in Keynotes und auf der Website die Umweltaspekte betont), neue Produktionsverfahren (wie Unibody) und tatsächlichen Taten (statt nur Vorhaben) „motiviert“ Apple auch seine Konkurrenten, gleiches zu tun. Auch das ist ein Einfluss des Unternehmens. Aber letztlich ging es darum, wie viel Macht Apple hat, und ob es diese missbraucht. Dazu noch den Gedanken: Ja, ich finde es auch ärgerlich, dass Apple auch inhaltlicher Zensor ist (was aber vergleichsweise selten geschieht, doch die seltenen Fälle erzeugen den meisten Lärm! Im Gegensatz dazu haben sie eine attraktive Plattform für Entwickler geschaffen [geringe Kosten, Zahlung abhängig vom Erfolg, gute Verbreitung] und für Kunden [günstige Apps, einfach zu beziehen und zu installieren]). Auf der anderen Seite bin ich mir bewusst, dass Apple durch kulturelle und juristische Gepflogenheiten der USA (erinnert sei an „Nippelgate“) nicht ganz so einfach tun und lassen kann, was es will. Ebenfalls bin ich mir sicher, dass ich auf einem Mobilgerät wie iPad, iPhone oder iPod touch keinen Virenscanner installieren möchte. Etwas Kontrolle muss also sein, wenn man die Sicherheit haben möchte. Die Frage ist letztlich nur, wo ist die ideale Grenze. An den meisten Tagen ist sie vernünftig gezogen, an vielen aber auch zu lasch oder zu strikt (und diese verursachen berechtigte Bauchschmerzen). Das ist m.E. das Kernproblem: Wo liegt diese Grenze, und wie kann garantiert werden, dass sie eingehalten wird?

    Comment | 19. März 2011
  • “(übrigens kann man mit einem G4-iBook von 2003 immer noch problemlos surfen, eMails bearbeiten und Texte schreiben, sogar Fotos verwalten und bearbeiten und Musik hören; ich kenne drei Personen, die solche Geräte noch im Alltagseinsatz haben)”

    Ich hatte bis letztes Jahr auch noch einen 2002er G4 im Einsatz, aber wirklich Spaß machte das Internet damit nicht mehr, vor allem, wenn man was bei YouTube o.ä. sehen wollte etc. Es geht (meistens), wird aber schon so langsam zum Krampf…

    Apropos, Respekt, dass Du an einem Samstag Morgen um 6:30 Uhr Zeit für solch lange Kommentare hast. :-)

    Comment | 19. März 2011
  • :-) stimmt, dank Flash macht mein guter alter Cube (2001) wirklich nicht mehr so viel Spaß, aber davon abgesehen ist er immer noch eine super arbeitsmaschine (jedenfalls wenn’s um Texte, email und kleine Bildbearbeitung geht)! Mit nem 2er golf macht das autobahnfahren auch nicht so viel Spaß wie mit nem 5er BMW, aber es geht trotzdem, und man kommt gut zum Ziel, in der Stadt sogar genauso schnell :-) aber computer, die älter sind als drei Jahre, sind letztlich nicht das Thema, auf das wir uns hier versteifen sollten ;-)

    Comment | 19. März 2011

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