Kategorie: Konzernkritik Seite 22 von 33

Surftipp: Thank You Third World!

Kritik an den herrschenden Zuständen, an unserem Wirtschaftssystem, bei dem am Ende nur eine kleine Anzahl von Menschen (primär in den westlichen Industriestaaten) auf dem Rücken der restlichen Welt lebt, konsumiert und Rohstoffe verprasst, kann man in vielerlei Hinsicht äußern. Sachlich, auf Argumenten und konkreten Fakten aufbauend, emotional und angriffslustig, polemisierend wie dozierend. Oder auch mit einem gewissen Humor, der im Falle von Thank You Third World manchen zunächst zynisch vorkommen mag. Doch was die Macher dieses Projekts auf ihrer Plattform und in ihren Infovideos bieten, ist letztlich eine besonders scharfe Abrechnung mit der westlichen Herangehensweise an die Verteilung von Ressourcen und Reichtum – indem Thank You Third World die Ignoranz angreift, die vielerorts darüber herrscht, wie Produkte entstehen, die man für wenig Geld im nächsten Geschäft kaufen kann und nach kurzer Benutzung wegschmeißt, um sie durch das Nachfolgemodell zu ersetzen (die Wirtschaft muss schließlich wachsen!). Als letztes Jahr einige Promo-Videos dazu gedreht wurden, in denen sich gutsituierte Leute dafür bedankten, dass andere Menschen in den Entwicklungsländern für sie schuften und für Nachschub an konsumierbaren Dingen sorgen, erregte dies einiges Aufsehen, da die Clips von vielen tatsächlich für bare Münze genommen wurden. Kein Wunder, denn wie man an nachfolgendem Video einer vermeintlichen Fernsehkochshow sehen kann, sind diese Spots hervorragend gemacht und offenbaren ihre doppelbödige Botschaft erst bei genauerem Hinsehen.

Auf der Website www.thank-you-third-world.com dürfen Benutzer ein Bild ihres Lieblingsprodukts hochladen und sich dann bei der Dritten Welt dafür bedanken – eine durchaus bissige und provokante Art und Weise, auf diese Missstände hinzuweisen. Aber sicherlich regt es den einen oder anderen ja zum Nachdenken an, was so alles in seinem Lieblingsgadget steckt, das er eigentlich für selbstverständlich hält.

Ohne euch, dritte Welt, könnten wir nicht täglich Fleisch essen, den großen, schicken Wagen fahren und unsere Kinder mit billigem Plastikspielzeug beschenken, das man auch ohne Gewissensbisse mal wegwerfen kann!

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Toscanella, die Gift-Tomate

Was gibt es Leckererereres als frische Tomaten? Das denkt sich sicher so mancher, der im Super- oder auf dem Wochenmarkt zu den roten Schlawinern greift. Dass diese allerdings, wenn es nach dem Willen der Industrie bzw. gewisser Firmen geht, nicht so viel mit Natürlichkeit zu tun haben, wie wir das gerne hätten, ist sicherlich nicht jedem bekannt. So macht die Erklärung von Bern auf die Sorte Toscanella aufmerksam, die vom Pestizidhersteller Syngenta auf den Markt gebracht wird – und die es in sich hat „Die Toscanella ist keine normale Tomate“:

Bei der Toscanella handelt es sich nicht um eine Sortenbezeichnung (wie z.B. Golden Delicious), sondern um eine Marke im Besitz von Syngenta, dem grössten Pestizidhersteller weltweit. Auf den Packungen sucht man den Namen Syngenta jedoch vergeblich. Der Konzern versucht mit dieser Markenstrategie den gesamten Lebenszyklus von der Saatgutproduktion bis zum Verkaufsregal zu kontrollieren. Syngenta ist eine treibende Kraft hinter der unheimlichen Marktkonzentration auf dem Saatgutmarkt. Drei Konzerne – Syngenta, Monsanto und DuPont – kontrollieren mittlerweile 40 bis 50 % des weltweiten Saatgutmarktes. Jede siebte Tomate weltweit stammt von Syngenta. So sind wir je länger, je mehr von wenigen Konzernen abhängig.

Toscanella = Toxanella

Syngenta verkauft aber nicht nur Saatgut sondern vor allem auch Pestizide. Eines der wichtigsten Produkte des Schweizer Agrokonzerns ist das Unkrautvertilgungsmittel Paraquat. Das Herbizid – in der Schweiz seit über 20 Jahren verboten – führt in Schwellen- und Entwicklungsländern jährlich zu Zehntausenden von Vergiftungsfällen und Tausenden von Todesfällen. Vergiftungssymptome sind Kopfschmerzen, Nasenbluten, Atemprobleme, Lungenschäden, Verletzungen der Haut und der Augen. Zudem mehren sich die Hinweise auf eine Verbindung zwischen Paraquat und der parkinsonschen Krankheit.

Syngenta trägt die Verantwortung für dieses Verderben. Denn im Wissen, dass Paraquat in vielen Entwicklungsländern nicht korrekt benutzt werden kann, forciert der Konzern den Verkauf auch in diesen Ländern. Dass eine Paraquat-freie Produktion möglich ist, haben Konzerne wie Chiquita, Dole oder Lipton schon längst bewiesen.

Hände weg!

Wenn sie Toscanella-Tomaten kaufen, unterstützen sie damit die unverantwortliche Firmenpolitik von Syngenta und die weitere Konzentration des Saatgutmarktes.

Handeln Sie! Lassen Sie die Toscanella-Tomaten im Gestell liegen und fragen Sie nach Produkten, die mit Bestimmtheit nicht von Syngenta stammen. Bei Pro-Specie-Rara-Sorten können Sie sicher sein, dass auch das Saatgut nicht von Syngenta stammt.

Über das Unternehmen Syngenta und ihr Pflanzengift Paraquat berichtet eine eigene Website: www.paraquat.ch

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Die fragwürdigen Geschäfte Deutscher Banken mit geächteten Waffen wie Streumuniton

Dass die Deutsche Bank und andere deutsche Geldinstitute, die sich gerne in ihrer vermeintlichen eigenen Seriösität sonnen, in vielerlei Hinsicht Dreck am Stecken haben (auch außerhalb der Finanzkrisenproblematik), hatte ich in meinem Blog ja auch schon einge Male thematisiert (HIER, HIER). Besonders abstoßend sind meines Erachtens Geschäfte mit Waffen, insbesondere mit Streumunition, die weltweit von vielen Staaten geächtet wird – auch in Deutschland. Was aber besagte Unternehmen natürlich nicht davon abhält, damit trotzdem Geld zu verdienen, wie Report Mainz unlängst aufzeigte – „Die fragwürdigen Geschäfte Deutscher Banken mit geächteten Waffen“:

Zu den widerlichsten Waffen, die je erfunden wurden, gehört zweifelsohne sogenannte Streumunition. Die Opfer werden auf das Grausamste verletzt, verstümmelt. Mehr als einhundert Staaten haben Streumunition inzwischen geächtet. Produziert wird sie aber nach wie vor. Und am Geschäft mit Streumunition verdienen viele viele Millionen. Darunter nicht nur Firmen in Übersee, sondern auch deutsche Banken.

Wer solche Geschäfte nicht mit seinem eigenen Geld mitfinanzieren will, sollte über einen Wechsel seiner Bank nachdenken – zu ethisch orientierten „Ökobanken“.

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Seid doch froh, dass wir keine Atomkraftwerke bauen!

Tschuldigung, dass ich das Thema BP noch einmal aufgreife, aber dieses Adbusting hier ist einfach zu gut, als dass ich es ignorieren könnte [via]:

Dass BP wirklich ein übler Konzern ist, zeigen sie auch damit, dass sie begonnen haben, bei Google und Yahoo Adwords zu kaufen, die direkt mit der Katastrophe zusammenhängen (“oil spill” etc.), um die Leute so auf die firmeneigenen Seiten zu leiten und ja nicht auf kritische. Geht es noch erbärmlicher? Wie tief kann man sinken? (Quelle Examiner.com, „BP buys Google, Yahoo search words: Is it to keep people from real news on Gulf oil spill disaster?“) Hoffentlich tankt niemand mehr bei Aral in diesem Land. (Oder Shell. Oder Esso. Oder… oder…)

Wer live sehen will, was an der Leckstelle im Golf von Mexiko vor sich geht, kann sich den Stream von CNN anschauen (da wird einem ziemlich schlecht…).

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Economic Hit Men

Wer den Film „Let’s make money“ gesehen hat, der wird sich vielleicht noch an eine Szene mit John Perkins erinnern, einem sog. economic hit man, also einem von Regierung oder anderen Stellen ausgesandten Agenten, der die Wirtschaft eines Landes destablisieren soll, um sie zu schwächen und reif für eine Übernahme durch multinationale Konzerne zu machen. In einem aktuellen kleinen Beitrag wird das Prinzip noch einmal konzentriert und pointiert dargestellt – es kann einem schon etwas blümerant werden, wenn man so etwas sieht… (Gefunden via Adbusters)

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Lesetipps: „Stumme Werbetafeln – Botschaft des totalen Versagens“ / Adidas verstößt gegen eigene Standards / „Alles gut eingeölt!“

Auch die Süddeutsche Zeitung widmete sich neulich mal den Thema Außenwerbung/Reklamewände – eine Thematik, die ich hier im Blog bereits einige Male angesprochen habe und die vor allem in den USA für rege Diskussionen sorgt und dort auch aktiven Widerstand hervorruft. Denn der Wildwuchs durch Reklameflächen, das Überhandnehmen von Werbebotschaften in den Stadtbildern der Vereinigten Staaten und auch an Schnellstraßen (wobei die Gefährdung der Verkehrsteilnehmer durch die Werbetreibenden billigend in Kauf genommen wird) hat dort erschreckende Ausmaße angenommen – und konnte erst einmal nur durch die Wirtschaftskrise gebremst werden. „Stumme Werbetafeln – Botschaft des totalen Versagens“ titelt die SZ und wirft die berechtigte Frage auf:

[…] ob die Menschen nicht das Recht auf einen freien Blick haben, wenn sie auf einem Highway unterwegs sind, den sie ja letztlich mit ihren Steuern bezahlt haben? Sind Werbetafeln nicht letztlich eine Form der Umweltverschmutzung, die man verbieten sollte, wie man es im Bundesstaat Vermont schon vor 42 Jahren getan hat?

Im Lichte der gegenwärtigen Wirtschaftskrise kann man sie allerdings auch als Metaphern für einen Aufruf verstehen, eben kein Geld mehr auszugeben. Das wäre ein radikaler Bruch mit den Grundlagen der amerikanischen Gesellschaft. In den USA betragen die Verbraucherausgaben 70 Prozent des Bruttosozialprodukts. Auch wenn das Gesundheitswesen einen großen Teil dieses Werts ausmachen, so zeigt das, dass die Wirtschaft nicht nur stagnieren würde, wenn die Bürger aufhören würden, Unmengen zu konsumieren. […]

Einige schöne Bilder angenehm leerer, dem Geist wieder Raum gebender Plakatwände in Brooklyn begleiten den Artikel.

Zwei weitere interessante Artikel, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind und die gut in meinen Blog passen, stammen aus der taz. Die beschäftigt sich in einer 12seitigen Sonderbeilage mit dem lieben Öl: „Alle gut eingeölt! Die tägliche Ölkatastrophe ist unsere Abhängigkeit von diesem Stoff. Können wir davon lassen?“:

[…] Dabei ging es uns nicht darum, das offensichtliche Versagen der Verantwortlichen zu beschreiben und zu kritisieren. Das haben wir getan und werden es weiter tun. Doch allein mit dem Finger auf andere zu zeigen, reicht nicht. Die Ölpest im Golf von Mexiko ist nur ein weiterer Kollateralschaden, den unsere vom Öl abhängige Wirtschaft in Kauf nimmt. […]

[…] Wir sind als Konsumenten Teil dieses Wirtschaftssystems. Wir hängen am Öl, egal ob wir mit dem Auto, dem Bus oder – geschützt von Mikrofasern und Plastikhelm – Fahrrad fahren. Und damit das weitergehen kann, muss das Öl aus immer tieferen Schichten herausgeholt werden – mit entsprechendem Risiko. So gesehen ist dieses Loch im Golf auch unser Loch, und wir sind nicht nur Opfer, sondern Teil einer jeden Ölpest.

Geht es auch anders? Es wird gehen müssen, denn schon jetzt ist Öl, global gerechnet, zu knapp und teuer, um weiterhin diese zentrale Rolle spielen zu können. […]

Im zweiten taz-Text, den ich hier empfehlen möchte, geht es, passend zur WM, um Adidas und die jüngst bekannt gewordenen Vorfälle hinsichtlich der Arbeitsbedingungen bei Zulieferern des Konzerns – „Adidas verstößt gegen eigene Standards“. Letztlich zeigt der Beitrag, dass Firmen, selbst wenn sie sich durchaus (in kleinem Rahmen) um fairere Verhältnisse bemühen, doch im Zuge dieser profitmaximierenden Globalisierung mitsamt ihrem immensen Kostendruck auf dem Rücken der Menschen prosperieren können. Wer seine ganzen Arbeitsplätze dorthin auslagert, wo man besonders billig und ohne störende Sozialstandardsproduzieren kann, hat bereits damit die Tür aufgestoßen zu solchen Bedingungen, wie sie in dem Artikel beschrieben werden.

Wie fair produziert der WM-Ausrüster Adidas? ArbeiterInnen eines Zulieferers in Südchina sagen, sie leisteten viel mehr Überstunden als der Konzern eigentlich zulassen möchte. […]

Zusätzlich zum Mindestlohn würden die ArbeiterInnen Akkordzuschläge und Überstundenbezahlung erhalten. „Die Mindestbedarfe der Beschäftigten in China sind durch den Lohn abgedeckt“, sagte Frank Henke, oberster adidas-Manager für soziale und ökologische Fragen. Mehr Lohn könne man den ArbeiterInnen in den Zulieferfirmen nicht zahlen, weil adidas seinen „Aktionären gegenüber verpflichtet“ sei, „eine Wertschöpfung zu erzielen“. […]

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Wer den Schaden hat…

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die bemerkenswerte Inkompetenz der BP-Leute im Umgang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auch satirische Reaktionen hervorrufen würde. Zwar ist die Ölpest nichts, worüber man lachen kann, aber nachfolgendes Video von UCBComedy ist schon schön und bringt die Ignoranz des BP-Managements gut auf den Punkt. (Wobei man sich darüber im Klaren sein muss, dass es unangebracht ist, mit dem Finger nur auf BP zu zeigen, da alle Ölkonzerne bei der Förderung des für unsere Wirtschaft so unerlässlich scheinenden Rohstoffs der Umwelt und den Menschen massiven Schaden zufügen.)

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Genfood auf dem Tisch und die Folgen des Anbaus

In der letzten markt-Sendung des WDR gab es diesmal zwei bemerkenswerte Berichte, die sich mit der ungewollten Ausbreitung von genmanipulierten Futter- und Lebensmitteln befasste – „Genfood auf dem Tisch?“ und „Genfood: Die Folgen des Anbaus“. Wieder einmal wird deutlich – egal, wie die gesundheitlichen Folgen von solchen Lebensmitteln auch sein mögen –, dass hier Konzern- und Wirtschaftsinteressen vor den Wünschen der Bürger gehen, die mehrheitlich solche Nahrung ablehnen. Erschreckend an dem Film ist auch der Teil über die Folgen des vermehrten Gifteinsatzes für zB Monsanto-Mais, der direkt den Menschen in den jeweiligen Ländern schadet. Von den Folgen für die Regenwälder, die für den stetig wachsenden Futtermittelbedarf gerodet werden, mal ganz zu schweigen. Auch wenn das Rindfleisch von McDonald’s inzwischen aus deutschen Ställen kommen mag, so stammt das Futter eben doch wieder aus Übersee und sorgt dort für einen inakzeptablen Raubbau an der Natur – und das alles nur, damit hierzulande Leute schön billig und möglichst täglich ihre fettigen Burger essen können.

Zwei Drittel aller Deutschen wollen keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel. Doch haben sie überhaupt noch die Wahl? markt-Scanner durchleuchtet das Essen von heute auf Spuren von Gentechnik.

[…] Bei der Tierfütterung ist Gentechnik inzwischen Alltag, berichtet Alexander Hissting von Greenpeace: „Bei Milch, Eiern und Fleisch kann man in der Regel davon ausgehen, dass Gentechnik verfüttert wurde. Nur bei einer kleinen Menge von Produkten, zum Beispiel Bioprodukten oder solchen, die speziell gekennzeichnet sind, wurde auf Gentechnik verzichtet. Ansonsten ist Gentechnik der Regelfall in der Tierfütterung.“

Auch Anbieter von Milchprodukten, die sich besonders naturnah geben, wie Weihenstephan oder Bärenmarke, akzeptieren Gentechnik. Danone und Müllermilch wollen ebenfalls nicht auf Gentechnik verzichten, so das Ergebnis einer Umfrage von Greenpeace. Auch die Firma Kraft (Milka) achtet nicht darauf, dass Gentechnik in der Milch vermieden wird. Dr. Oetker hat nicht zugesichert, auf Gentechnik im Tierfutter zu verzichten. Auch die Hersteller von Lünebest haben bisher keine Anstalten gemacht, auf die Zulieferer entsprechend einzuwirken.[…]

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Surftipp: WeGreen – den Konzernen auf der Spur

Letzte Woche stellte ich Euch ja schon die Website KnowMore vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, all die vielen Kriitkpunkte und Sünden, die Großkonzerne so auf sich vereinen, zu sammeln und im Netz gebündelt zu veröffentlichen. Inzwischen gibt es auch eine deutsche Variante dieser Idee, die das Ganze sogar noch einen Schritt weiter nach vorne denkt – WeGreen bietet in Zusammenarbeit mit barcoo Informationen zu vielen Produkten, die man so im Supermarkt findet, und den dahinterstehenden Unternehmen – und das einfach und mobil (und kostenlos) via Handy. Inwieweit die Informationen auf WeGreen wirklich so kritisch sind wie z.B. bei KnowMore, ist immer die Frage, da gerade die CSR (Corporate Social Responsabilty)-Angaben von Firmen zumindest hinterfragbar sind. Aber im Prinzip ist das eine feine Sache. Am einfachsten ist es natürlich, Produkte großer Hersteller und Anbieterketten von vorneherein zu meiden, damit macht an schon mal wenig falsch. ;)

WeGreen macht die “Nachhaltigkeitsampel” für Sie. Sie wollen wissen ob ein Unternehmen seine Mitarbeiter fair behandelt, sich um die Umwelt kümmert und etwas für die Gesellschaft tut?

Kurz: Sie wollen wissen wie “grün” oder Nachhaltig ein Unternehmen ist.
Um Ihnen diese komplizierte Frage schnell und einfach zu beantworten haben wir WeGreen gemacht. WeGreen sammelt alle umfangreichen, fundierten und glaubwürdigen Bewertungen über die Sozialververantwortung (CSR) der Unternehmen. Diese Bewertungen werden dann objektiv gebündelt und an Sie weitergereicht. Und Sie können Ihre nächste Kaufentscheidung strategisch danach ausrichten.

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Surftipp: KnowMore – das umfassende Sündenregister der Großkonzerne

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Als ich mit dem Konsumpf-Blog begann, wollte ich eine Art Plattform schaffen, in der all die Infos über die Konzernumtriebe, die Konsumenten zum Umdenken und Anderskaufen bewegen könnten, gesammelt werden. Einige Ansätze findet Ihr oben unter der Rubrik Wissensbasis, aber da es schon ein ziemlich großer Aufwand ist, täglich Informationen aus der Welt des Wirtschaftswahnsinns zu sammeln und zu präsentieren, ist selbige Basis noch nicht so sonderlich breit. Zum Glück ist aber schon lange vor mir auf eine ähnliche Idee gekommen – KnowMore.org heißt die amerikanische Website (die deshalb einen besonderen Fokus auf global operierende und US-Firmen legt), deren Motto „Question your goods. Vote with your wallet“ andeutet, dass sie vergleichbare Absichten verfolgen wie ich – Menschen zum Nachdenken über ihre Konsumgewohnheiten zu bringen und dafür zu sorgen, dass große Konzerne mit ihren Schandtaten nicht davon kommen, indem man trotzdem ignorant weiter ihre Produkte kauft oder ihren Reklamekampagnen glaubt:

Mission Statement

We are a grassroots, web-based community dedicated to chronicling and resisting corporate attacks on democracy, worker’s and human rights, fair trade, business ethics and the environment. Our shared goal of a more informed and conscious consumer is being accomplished via this website: a vast database of easily searchable corporate and political info designed to aid responsible citizens, progressive thinkers and activists.

We are not affiliated with any political party, candidate, or PAC in any way. Our primary objective is to provide an independent, objective source of information to our readers about some of the most crucial, contested topics of our time.

Short Term Goal

The most immediate goal of Knowmore.org is to provide detailed information and ratings for a broad enough base of companies and products that our ‘search’ feature can be readily used by consumers everywhere. Once this goal has been realized, first-time users will be able to enter the name of the products, companies, services and brands they buy into our search bar and immediately Know More. In this way, Knowmore.org can be a major force in changing how people use their purchase power.

So findet sich auf KnowMore wirklich eine Vielzahl von Verstößen und Kritikpunkten an bekannten Unternehmen – wenn man z.B. das ellenlange Sündenregister von Unternehmen wie Shell oder ExxonMobile (Esso) liest, kann einem schon schlecht werden. Dass diese Firmen nicht schon längst geschlossen und abgewickelt wurden, ist moralisch kaum zu vertreten… Aber auch eine breite Palette anderer ist verteten – das reicht von Adidas über Chiquita bis hin zu Pepsi (leider endet die Liste beim Buchstaben P, was darauf hinweist, dass die Site dieser Tage ein wenig brachliegt). Fairerweise listet KnowMore aber auch die Punkte auf, in denen sich die Konzerne um mehr Transparenz etc. bemühen (auch wenn manches davon sicher eher PR-Zwecken dient als echter Überzeugung entspringt; sag ich mal so dreist). Wer möchte kann sich auch die Knowmore Firefox-Extension installieren, die einem immer, wenn man auf der Website einer der gelisteten Firmen ist, die entsprechenden Infos dazu anzeigt. Das sollte dann abschreckend genug sein, um diesem Unternehmen zukünftig die kalte Schulter zu zeigen. :-)

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