Sep
02
2012

Der ökonomische Putsch – Was hinter den Finanzkrisen steckt

© Avariz, stock-xchng

© Avariz, stock-xchng

Durch einen Tipp von Egon W. Kreutzer wurde ich auf das höchst interessante Hörfunk-Special auf WDR 5 „Der ökonomische Putsch – Was hinter den Finanzkrisen steckt“ aufmerksam gemacht, das in der Reihe dok5 gesendet wurde (ursprünglich im SWR lief) und derzeit noch als mp3 online verfügbar ist (alternativer Link, direkt vom WDR). Unbedingt anhören oder hier als pdf nachlesen! Wann hört man schon mal solch schonungslosen Klartext in den Medien?!

Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumstößlich scheinende System?

Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch. Juristen sprechen von organisierter Kriminalität und von der Mittäterschaft der Politik.

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8 Kommentare »

  • Bluntman

    Der Beitrag wurde bereits im April 2012 von dradio gesendet:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/Dossier/1701931/

    Comment | 2. September 2012
  • Das macht ihn ja nicht schlechter. ;-)

    Comment | 2. September 2012
  • chapultepec

    Danke für diesen Blogeintrag. Die Audiodatei ist übrigens nicht vollständig, es ist besser den Text zu lesen!

    Comment | 2. September 2012
  • Bluntman

    Bei Dradio ist der Beitrag komplett zum Nachhören.

    Comment | 3. September 2012
  • Hm, aber auf DRadio ist der Beitrag 42 Minuten, beim WDR 5 53 Minuten lang…? Mein MP3 scheint jedenfalls vollständig zu sein.

    Comment | 3. September 2012
  • chapultepec

    ich habe gestern den WDR Beitrag gehört und gleichzeitig den Text gelesen. Einige Absätze sind vom WDR weggelassen worden. Die DRadio Sendung habe ich nicht kontrolliert. Mir ist aber auch aufgefallen, dass die Dauer der Beiträge unterschiedlich ist…

    Comment | 3. September 2012
  • Schon merkwürdig. Aber wenn der Text in der pdf-Datei vollständig ist, gibt es ja immerhin eine komplette Version. Vielleicht existiert noch ein mp3-Mitschnitt vom SWR, der vollständig ist, vielleicht hatten die mehr Sendezeit?

    Comment | 3. September 2012
  • Theologische Debatten des Mittelalters

    “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    (Profile der Zukunft – Über die Grenzen des Möglichen)

    Interessanterweise umfasste die Lebensspanne des bedeutendsten Futurologen der Neuzeit, Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008), den Zeitraum zwischen der Erstveröffentlichung von “Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld” (Silvio Gesell, 1916) und dem Beginn der “Finanzkrise” (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon). Wer das für einen “Zufall” hält, glaubt möglicherweise auch an das Märchen, wir hätten in der Bundesrepublik Deutschland bereits eine Soziale Marktwirtschaft:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/08/personliche-freiheit-und-sozialordnung.html

    Dass sich die Menschheit noch immer im zivilisatorischen Mittelalter (Zinsgeld-Ökonomie) befindet und der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, ab dem allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich und sowohl die “hohe Politik” (Machtausübung) als auch die Religion (Machterhalt) überflüssig werden, bis heute auf sich warten lässt, beruht auf dem überlieferten Aberglauben, das Paradies sei ein “Obstgarten” und die “Frucht vom Baum der Erkenntnis” wäre auf einem “Apfelbäumchen” gewachsen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

    Comment | 11. September 2012

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