Mai
26
2009

Die Doppelmoral der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank – groß, protzig und rücksichtslos. Folgenden kritischen Beitrag – „Deutsche Bank: Image und Realität“ – brachte die WDR-Sendung markt gestern und wenn man die Sauereien sieht, die die Bank eiskalt finanziert, kann einem nur schlecht werden, vor allem, wenn man dann die verlogene Selbstdarstellung dieses Konzerns dagegen hält. Absolut ekelhaft. Niemand sollte bei diesem üblen Laden noch sein Konto haben – es gibt ja glücklicherweise eine Reihe ethisch vertretbarer Alternativen.

Die belgische Nichtregierungsorganisation „Netwerk Vlaanderen“ untersucht Fälle von unethischen Investments verschiedener Banken. Auf Basis einer Untersuchung der niederländischen Rechercheagentur Profundo veröffentlichte sie einen Bericht mit dem Namen „Bank secrets“. Darin schneidet die Deutsche Bank von allen untersuchten Banken am schlechtesten ab. Das Risiko unethischer Investments wird als „extrem hoch“ eingeschätzt. Auch der deutsche Verein „Urgewald“ kritisiert die Investmentpolitik der Deutsche Bank massiv. Unter dem Titel Deutsche Bank. Ein fragwürdiges Markenzeichen (pdf) hat sie in einer Broschüre zusammengestellt, mit welchen umstrittenen Geschäftspartnern die Deutsche Bank weltweit zusammenarbeitet. Bei der Wahl ihrer Geschäftspartner kennt sie keine Skrupel und stellt auch den schwärzesten Schafen Finanzierungen bereit, sagt Barbara Happe, eine der Autorinnen.

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4 Comments

  • Jacob

    Off the topic: Jeden Tag gehe ich auf Konsumpf, jeden Tag ein neuer, relevanter Beitrag. Kompliment für die Disziplin und die Qualität. Da können sich andere Befindlichkeits-Blogger ne Scheibe von abschneiden..

    Comment | 26. Mai 2009
  • Danke, danke, das geht runter wie Öl. :-)

    Comment | 26. Mai 2009
  • m.ro

    Befindlichkeits-Blogger :D

    Was ist das denn? Bitte um Erläuterung!

    Comment | 26. Mai 2009
  • Danke für den Artikel. Ich glaube, nur wenige machen sich Gedanken, was für Machenschaften sie durch „ihre“ Bank unterstützen…Ich empfehle die GLS-Bank. Übrigens glaube ich, dass sich die meisten Banken, die sich nicht „öko“ und „ethisch“ auf die Fahnen geschrieben haben, einfach dort einbringen, wo am meisten Geld gemacht wird. Und das ist garantiert nicht die Aufforstung des Regenwaldes.

    Comment | 26. Mai 2009

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