Mai
27
2010

(S)hell und die Verbrechen an den Menschen in Nigeria

In der Regel drucken Magazine etc. ja jeden noch so großen Schwachsinn ab, den sich die Marketingabteilungen der Konzerne ausdenken. Egal wie sehr da das Blaue vom Himmel gelogen wird, egal wie sehr Tatsachen verbogen und Images grüngefärbt werden. Wenn aber dann mal eine Anzeige Klartext redet und die Wahrheit hinter dem schillernden Firmenimage enttarnt, bekommen so manche Medien offenbar kalte Füße. So geschehen letzte Woche bei der Financial Times, die eine Werbung von Amnesty International nicht abdrucken wollte, in der die Organisation die Verbrechen von Shell an Menschen und Natur anprangert, die diese bei ihrer Ölförderung vor allem in Nigeria begehen. Im Netz kann man das Anzeigenmotiv, das sich an die Aktionäre dieser Firma richtet, die am 18. Mai zur Hauptversammlung gingen, natürlich jetzt trotzdem betrachten, z.B. im Protect The Human-Blog, oder hier (zum Vergrößern anklicken):

amnesty-shell-kl1

Nachfolgender kleiner Film zeigt sarkastisch-drastisch noch einmal pointiert die, nun ja, bemerkenswerte Firmenpolitik von Shell in Afrika, die absolut nicht zu tolerieren ist.

Wer tatsächlich immer noch bei Shell tankt, unterstützt solch ein Treiben! Fahrradfahren ist sowieso gesünder. :)

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9 Kommentare »

  • Jacob

    Hi Peter,

    die Yes-Men haben haben vor kurzem genau dieses Thema mit einem Fake “bearbeitet”:
    http://www.rebelart.net/diary/neuer-yes-men-fake-shell-saniert-niger-delta/004551/

    LG

    Comment | 27. Mai 2010
  • christiane

    o.k. Fahrradfahren ist gesünder. Mach ich auch weitestgehend. aber was, wenn frau doch mal Auto fährt? Nicht bei Shell zu tanken ist ja nicht die abschließende Lösung. bei BP auch nicht. wo dann?

    Comment | 27. Mai 2010
  • christiane

    Hallo Peter,
    in deinem Kommentar zum BP-Artikel schreibst Du, dass Du – wenn überhaupt – eh nur bei Freien Tankstellen tankst. Ich versteh den Nutzen davon noch nicht: Woher bekommen die denn das Benzin; die fördern es doch nicht selber, sind also indirekt auch an den Schweinereien wo auch immer beteiligt …
    ratlos
    Christiane

    Comment | 27. Mai 2010
  • Das ist das Problem natürlich – beim Tanken unterstützt man immer auch solche Sauereien, wobei es halt ganz schlimme Firmen gibt (Shell, Exxon, BP) und “nur” normal schlimme (die kleineren). Umweltschonend ist Ölförderung generell nicht, das muss einem klar sein. Ich möchte aber mit meinem Geld keinen Großkonzern unterstützen, der mehr Geld in Imagewerbung steckt als in Umweltschutz…

    Comment | 28. Mai 2010
  • christiane

    muss da nochmal nachfragen: Wer fördert denn das Öl, dass die Freien Tankstellen verkaufen? Doch auch Shell & Co., oder? Geht also mein Geld doch auch dahin, wo ich’s nicht hinhaben will… o.K. die Gewinnspanne bleibt bei den Freien … Ist es das, was den Unterschied macht?

    Comment | 28. Mai 2010
  • Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nur die ganz großen Konzerne auch das Öl dort fördern – dafür bin ich leider kein Experte. Ich wollte mir schon seit längerem mal das “Schwarzbuch Öl” anschaffen, dann könnte ich vielleicht mehr dazu sagen. :)

    Comment | 28. Mai 2010
  • Punksympathisant

    Ich glaube, vor längerem hab ich auch schonmal auf diesen Artikel verwiesen:

    http://www.amnesty.de/journal/2009/august/die-kloake-der-oelindustrie?

    Genau diese Frage mit dem Tanken stelle ich mir auch schon! Die kleinen Tankstellen bekommen den Sprit ja auch nur von Jet, Esso oder Shell! Und komplett verzichten kann man darauf ja nicht…

    Comment | 5. Juni 2010
  • Punksympathisant

    PS: Am zynischsten ist immer noch das:
    “Eine Tochterfirma von Royal Dutch Shell betreibt die meisten Ölanlagen im Nigerdelta. Sie ist auch verantwortlich für Aufräumarbeiten und die Entschädigung der Betroffenen bei Störfällen. Am 2. Mai 2009 kamen Vertreter von Shell in die Region am Bodo und brachten 50 Säcke Reis, 50 Säcke Bohnen, 50 Säcke Maniokgrieß (Garri), Zucker, Öl, Tee und Tomaten mit. In der Region leben 69.000 Menschen. Die Vertreter der Ogoni, die hier leben, lehnten das Almosen als lächerlich und beleidigend ab. Shell wollte den Vorgang gegenüber Amnesty International nicht kommentieren.”

    Comment | 5. Juni 2010
  • Seit die Bohrinsel des britischen Ölkonzern im Golf von Mexiko explodierte, verlor BP an der Börse rund 74 Milliarden Dollar an Wert etwa so viel, wie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zusammengerechnet pro Jahr erwirtschaften. Ich hoffe die Konzernführung denkt mal darüber nach, was eine gescheite Technik im Gegensatz dazu gekostet hätte und lernt für die Zukunft. Auch die anderen sollen mal darüber nachdenken und endlich handeln.

    Comment | 7. Juni 2010

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