In „Unser Blog über die wichtigen Dinge“ stieß ich jüngst auf diesen sehr hübschen kleinen Animationsfilm, der diverse Aspekte der menschlichen geschichte und vor allem unseres Wirtschafts- und Konsumsystems treffend beschreibt, auch wenn ich damit bei den Stammlesern des Konsumpfs natürlich offene Türen einrenne:
Ein wenig Recherche ergab dann, dass obiger Kurzfilm aus Szenen der Dokumentation „The Age of Stupid“ von Franny Armstrong stammt – dieser Film, der im Jahr 2009 in die Kinos kam und dessen Finanzierung durch „crowd funding“ realisiert wurde, ist tatsächlich bei YouTube in Gänze anschaubar (jedenfalls momentan noch) (EDIT Jan. 2013: Nun gibt es den Film noch bei Vimeo, mit spanischen Untertiteln) und lohnt sich sicherlich, wenn man die Ankündigung so liest:
2055 – London ist überflutet, Sydney in Flammen, Las Vegas eine Wüste. Der letzte Mensch, gespielt vom Oscar nominierten Pete Postlethwaite, sitzt in einem riesigen Weltarchiv, das die Überreste der Zivilisation enthält Er sucht in seinem interaktiven Bildschirm nach Antworten auf die Frage: Warum haben wir die Klimakatastrophe nicht verhindert, als wir es noch konnten? In glaubhaften Bildern, ohne anklagend zu sein, legt der Film eine Denkart offen, die auf stetes Wachstum zielt und an ihrem Größenwahn zugrunde geht. Die Regisseurin Franny Armstrong zeigt gleichzeitig alternative Ansätze für einen Umbruch, der zu einem völlig neuen Umgang mit den Ressourcen der Erde führt und sie plädiert für eine eigenständige, selbstverantwortliche Haltung unserem Planeten gegenüber.
The Age of Stupid | Subtitulada from Humanidad en Transicion on Vimeo.

Ich weiß nicht, ob sie Euch auch schon einmal aufgefallen sind – diese etwas sonderbar anmutenden Gebäude, die mit Namen wie „SelfStorage“ o.ä. beschriftet sind (bei der Einfahrt nach Hamburg über die Kieler Straße kann man z.B. so ein Exemplar „bewundern“) und im Prinzip aus Lagerräumen bestehen, die jedermann mieten kann, um überschüssigen Krams unterzustellen. Dass dieser Trend aus den USA kommt, dürfte dabei nicht verwundern. Auf jeden Fall ist dieser Geschäftszweig ein augenfälliges Symbol für unsere auf Kaufen und Horten und Besitzen ausgerichtete Konsumgesellschaft, in der die Menschen viel arbiten, um sich in der verbleibenden Zeit viel kaufen zu können – oft genug Dinge, die man nicht wirklich braucht oder nur kurzzeitig, um einem Trend hinterherzuhecheln, die aber nichts desto trotz unser Geld kosten, für das wir vorher schuften mussten. Ein irgendwie absurder Kreislauf.
Tom Hodgkinson: „How to be idle“ (2004), zu deutsch etwa: „Anleitung zum Müßiggang“
