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Die fragwürdigen Geschäfte Deutscher Banken mit geächteten Waffen wie Streumuniton

Dass die Deutsche Bank und andere deutsche Geldinstitute, die sich gerne in ihrer vermeintlichen eigenen Seriösität sonnen, in vielerlei Hinsicht Dreck am Stecken haben (auch außerhalb der Finanzkrisenproblematik), hatte ich in meinem Blog ja auch schon einge Male thematisiert (HIER, HIER). Besonders abstoßend sind meines Erachtens Geschäfte mit Waffen, insbesondere mit Streumunition, die weltweit von vielen Staaten geächtet wird – auch in Deutschland. Was aber besagte Unternehmen natürlich nicht davon abhält, damit trotzdem Geld zu verdienen, wie Report Mainz unlängst aufzeigte – „Die fragwürdigen Geschäfte Deutscher Banken mit geächteten Waffen“:

Zu den widerlichsten Waffen, die je erfunden wurden, gehört zweifelsohne sogenannte Streumunition. Die Opfer werden auf das Grausamste verletzt, verstümmelt. Mehr als einhundert Staaten haben Streumunition inzwischen geächtet. Produziert wird sie aber nach wie vor. Und am Geschäft mit Streumunition verdienen viele viele Millionen. Darunter nicht nur Firmen in Übersee, sondern auch deutsche Banken.

Wer solche Geschäfte nicht mit seinem eigenen Geld mitfinanzieren will, sollte über einen Wechsel seiner Bank nachdenken – zu ethisch orientierten „Ökobanken“.

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Kohleskandal in den USA: Schweizer Bank UBS finanziert Wegsprengen von Berggipfeln

dol-tunDass die meisten Banken, die sich so auf dem Markt tummeln, primär das Vermehren des Kapitals im Blick haben – koste es den Rest der Welt, was es wolle –, sollte eigentlich jedem bewusst sein. Moral und Ethik sind in Bankenkreisen nicht unbedingt hervorstechendste Merkmale der Firmenpolitik – sobald es um die Rendite geht, müssen alle anderen Aspekte nun mal hinten an stehen. Über die skandalösen Umtriebe der Deutschen Bank, die mit dem Hunger in armen Ländern spekuliert („Leistung, die Leiden schafft“) oder gefährliche Projekte finanziert, hatte ich ja vor einiger Zeit schon mal berichtet („Die Doppelmoral der Deutschen Bank“). Nun gibt es ein aktuelles Beispiel, das wieder einmal zeigt, wie Geschäfte heutzutage ablaufen – auch Schweizer Banken verdienen natürlich an der Zerstörung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen:

Als Partner von Schweiz Tourismus wirbt die UBS mit heiler Bergwelt. In den USA dagegen finanziert die Schweizer Grossbank brutale Bergbaupraktiken. Das belegt ein eben publizierter Report. Beim so genannten „Mountaintop Removal“ in den Appalachen werden ganze Bergspitzen weggesprengt und in angrenzende Täler gekippt, um an die darunter liegende Kohle zu kommen. […]

[…] Mountaintop Removal ist eine extrem zerstörerische Form des Bergbaus. Baum bestandene Bergspitzen werden einfach weggesprengt, über 400‘000 Hektaren Wald wurden so bisher vernichtet. Zur Erreichung einer dünnen kohleführenden Gesteinsschicht wird der entstehende Abraum einfach in angrenzende Täler gekippt. Bis heute wurden so bereits 3200 Kilometer Bäche und Flüsse zugedeckt oder vergiftet und die Wasserversorgung umliegender Gemeinden gefährdet. Nach Reinigung der Kohle bleibt ein giftiger Mix aus Schlamm, Kohlestaub und Stoffen wie Arsen und Quecksilber zurück, der zumeist in offenen Teichen gelagert wird.

(Quelle: Erklärung von Bern 2010)

Auf der neuen Kampagnenwebsite der EvB „Banken und Menschenrechte“ werden weitere, teils wirklich erschreckende Beispiele für die Verstrickungen der Schweizer Banken UBS und Credit Suisse in Umweltzerstörung, Waffenhandel, Diskriminierung/Ausbeutung uvm. aufgelistet. Spätestens an dieser Stelle muss man sich schon fragen, welche Art Unternehmen und deren Geschäftspraktiken hier als „systemrelevant“ gelten und unbedingt mit Steuergeldern gerettet werden müssen… Der Ekel und die Abneigung, die viele Menschen mittlerweile gegenüber den Finanzleuten empfinden, wird umso verständlicher, wenn man sich einige der auf der Website aufgeführten Fälle durchliest (z.B. über Giftmülltransporte oder Streumunition).

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Angriff auf Europa – die Finanzjongleure

In der letzten Ausgabe von „Neues aus der Anstalt“ sprach Georg Schramm mal wieder erfrischenden Klartext, diesmal über die Finanzmarktakteure, die drauf und dran sind, mit Hilfe der Banken und Regierungen einen schönen Schnitt mit den Problemen Griechenlands bzw. der Euro-Zone im Allgemeinen zu machen. Wie üblich und wie aus dem letzten Jahr bereits bekannt zu Lasten der Allgemeintheit und zukünftiger Generationen…

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Die Bank gewinnt immer

Auch wenn der nachfolgende Beitrag „Bluten für die Banken: Steuerzahler in Geiselhaft der Finanzwelt“ des BR3-Magazins quer humoresk daher kommt, ist er doch leider nur zu wahr und eigentlich alles andere als lustig…

Wenn derzeit griechische Staatsanleihen als Ramsch eingestuft werden, reiben sich die Banker schon die Hände. Denn sie kassieren hohe Zinsen, und wenn der Staat die Kredite nicht zurückzahlen kann, springt eben die EU ein. Das globale Finanzsystem sollte Lehman Brothers ein Denkmal setzen – denn Spekulieren ist heute risikoloser denn je. Die Furcht vor einer neuen Finanzkrise zwingt Regierungen weltweit, das Volksvermögen als Risikodeckung unkontrollierbarer Finanzgeschäfte einzusetzen. Das bedeutet aber letztlich: Sterben aus Angst vor dem Tod.

Anschließend gab es dann auch noch ein Interview, das der Frage nachging, inwieweit das Handeln der Banken vielleicht sogar strafrechtlich relevant sein könnte:

Mit dem Strafrecht kommt man in der Welt der Hochfinanz nicht besonders weit, heißt es immer. Tatsächlich? Prof. Bernd Schünemann ist Experte für Strafrecht. Er meint, die Finanzkrise würde Züge von global organisierter Kriminalität tragen.

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Das Attac-Bankentribunal in Live-Übertragung

Ich hatte neulich ja schon auf die sehr interessante Veranstaltung von Attac hingewiesen, die von heute bis zum Sonntag in Berlin stattfindet – das Bankentribunal. Da alles ausverkauft ist und möglichst viele Leute diese Informationen mitbekommen sollen, stellt Attac auch einen Livestream zur Verfügung:

Attac Bankentribunal, 9.-11. April, Volksbühne Berlin
Schon vor über einer Woche waren die knapp 800 Plätze im großen Saal der Volksbühne restlos ausgebucht. Wir freuen uns sehr über die gewaltige Resonanz! Doch auch Spontanentschlossene haben noch eine Chance: Die Ereignisse im Saal werden live auf die Videoleinwände ins bestuhlte Foyer der Volksbühne übertragen. 100 Karten stehen seit dem 6. April zum Sonderpreis zum Verkauf und können direkt bei der Volksbühne bestellt werden. Der Besuch der Workshops, Anhörungen, (Teilen des) Kulturprogramms und natürlich die Menschen und Atmosphäre vor Ort bleiben inklusive.
Wer es nicht nach Berlin schafft, sich aber trotzdem ein eigenes Bild machen möchte, ist herzlich zu unserem Online-Streaming eingeladen. Jeweils ab Programmbeginn wird die Live-Übertragung auch ins Internet eingespeist und kann auf der Attac Bankentribunal-Seite abgerufen werden. Erläuterungen und Details zu den technischen Voraussetzungen siehe dort. Mehrere Attac-Gruppen, unter anderem in Düsseldorf, Nürnberg und Hannover, organisieren vor Ort eine Übertragung auf Leinwand.

Bankentribunal online: www.attac.de/bankentribunal
Streaming: http://www.attac.de/aktuell/krisen/bankentribunal/service/streaming

Orte und Zeiten geplanter Live-Übertragungen

Aktuell sind Public Viewings in folgenden Städten in Planung

  • Nürnberg
    Politischer Brunch mit Live-Stream zur Urteilsverkündung und dem Forum der Alternativen beim Bankentribunal in Berlin.
    Wann: Sonntag, den 11. April ab 10 Uhr
    Wo: im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adamkleinstraße 6, großer Saal
  • Heilbronn
    Wann: Samstag, 10. April 2010, von 9:30 bis ca. 18:00 Uhr
    Wo: Kiliansplatz Heilbronn
  • Düsseldorf
    Public Viewing des Live Streams vom Bankentribunal in Berlin
    Wann: Samstag, den 10. April ab 09:30 Uhr
    Wo: Im Niemandsland, Heerstraße 19
  • Hannover
    Live-Übertragung des Bankentribunals mit Buffet und Diskussionen
    Wann: Samstag, den 10. April ab 09:30 Uhr
    Wo: Warenannahme in der Faust, Faustgelände zur Bettfedernfabrik 3
  • Osnabrück
    Live-Übertragung des Bankentribunals
    Wann: Freitag, 09.04.: 19:30 – ca. 22 Uhr
    Samstag, 10.04.: 09:30 – ca. 20 Uhr
    Sonntag, 11.04.: 10:00 – ca. 13 Uhr
    Wo: Big Buttinsky c/o Filmpassage.de, Johannisstraße 112
  • Fürth
    Infostand in der Fußgängerzone
  • Kiel
    Live-Übertragung des Bankentribunals

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Ein paar Lesetipps: Das Finanzsystem ist durchgefallen | Gentech-Saatgut macht alles teurer | Westliches Konsumniveau nicht haltbar

Heute möchet ich Euch wieder mal auf ein paar interessante Artikel hinweisen, über die ich unlängst stolperte. Zum einen „Gemessen am Nutzen für das Gemeinwohl, ist unser Finanzsystem durchgefallen – Entwickeln wir ein neues!“ von Dieter Sprock im neuen Zeit-Fragen, in dem er den Kosten unseres Finanzsystems für die Gesellschaft auf den Grund geht und für eine verstärkte Beschäftigung mit Genossenschaften u.ä. plädiert:

Die Finanzkrise hat in zahlreichen Ländern rund um den Erdball die Realwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen und unzählige Menschen ihrer Existenzgrundlage beraubt; Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger haben weltweit dramatisch zugenommen. Sie hat aber auch die Einsicht reifen lassen, dass es so nicht weitergehen kann. Immer mehr Menschen fragen sich, wie das alles zusammenhängt. In diesem Sinn ist die Krise auch eine Chance für Veränderungen, die es zu nutzen gilt. (…)

(…) Der Genossenschaftsgedanke, auf den Raiff­eisen sich stützte und den er weiterentwickelte, beinhaltet mehr als eine blosse Anleitung für wirtschaftliche Zweckverbände. Er verkörpert Grundwerte des menschlichen Zusammen­lebens in Gleichwertigkeit und Freiheit.
Überall tun Menschen sich zusammen, in Handwerkskooperationen, Nachbarschaftshilfen, Quartiervereinen, in Städte- und Länderbündnissen. Die Zusammenarbeit ist länderübergreifend und weltumspannend. Sie darf nicht länger durch ein Zwangssystem behindert werden, das in betrügerischer Absicht das Wort «frei» auf seine Fahne schreibt, damit aber die Freiheit meint, die Welt zu versklaven, indem es alles Denken und Handeln dem Profitdenken unterwirft. (…)

seed_prices_cover_2009Mit den „Heilsverpsrechen“ der Gentech-Saatgut-Hersteller und der tatsächlichen Realität befasst sich Sysiphos Periodical in „Preisanstieg – die Segnung des Gentech-Saatguts“. Er bezieht sich dabei auf eine neue Studie, die nachweist, dass durch die vermehrte Bentuzung von gentechnisch veränderten Saatgut mitnichten etwas gegen den Hunger auf der WElt getan wird (wie es Monsanto & Co. gerne behaupten), sondern der Nahrungsmittelanbau nur noch teurer geworden ist:

(…) Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt auf, dass die Einführung der Gentechnik in die US-Landwirtschaft zu dramatischen Preisanstiegen von bis zu 230 Prozent beim Saatgut geführt hat. Der dramatische Preisanstieg wird in einer Studie des ‘US Organic Centers’ aufgezeigt. Diese basiert auf der Entwicklung der Saatgutpreise der letzten 35 Jahre anhand offizieller Daten aus dem US-Landwirtschaftministerium. In den 25 Jahren von 1975 bis 2000 stiegen die Saatgutpreise für Sojabohnen um insgesamt 63 Prozent. Zwischen 2001-2010 stiegen die Preise um 230 Prozent. Gentech-Maissaatgut kostet jetzt 70 Prozent mehr als konventionelles Maissatgut. Monsanto ist in den USA klarer Marktführer und füllt sich die Taschen; ca. 90 Prozent des in den USA verkauften Gentech-Saatguts stammt aus den Labors Monsanto. (…)

In der taz setzt man sich intensiver mit dem Thema Konsum auseinander – „Konsum jenseits der Kapazitäten“:

5 Prozent der Weltbevölkerung sind für 32 Prozent des weltweiten Konsums verantwortlich. Das geht aus dem Bericht “Zur Lage der Welt 2010” hervor, den das renommierte Washingtoner Worldwatch-Institut erarbeitet hat. In Berlin wurde gestern die 300 Seiten starke deutsche Fassung vorgestellt, die die Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit Germanwatch ausgearbeitet hat. Tenor: Würden alle Menschen so leben wie wir, böten die sich selbst erneuernden Ressourcen der Erde gerade Platz für 2,1 Milliarden Menschen. Aktuell leben aber bereits knapp 7 Milliarden auf dem Planeten.

Nick Reimer kommentiert dies in selbiger taz: „Sich die Welt schönkaufen“:

(…) Solange nur innerhalb des kapitalistischen Systems nach einer Lösung dieser Menschheitsfragen gesucht wird, wird sich keine Lösung finden. Denn dieses System gründet auf Wachstum, das wir uns eigentlich nicht mehr leisten können. Außerdem werden die Umweltkosten nicht einkalkuliert: Die kapitalistische Wirtschaftswissenschaft definiert das Wasser der Flüsse oder die Luft als “öffentliche Güter”, die niemand besitzt. Ergo haben sie keinen Preis und können von jedem uneingeschränkt genutzt werden. Längst hat die Ressourcen- und Klimakrise diese Idee als Irrwitz offenbart. Was fehlt, ist ein System, um den Fehler zu korrigieren.

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Das Bankentribunal – weil die Krise System hat!

bildschirmfoto-2010-03-19-um-203103Attac hat die sog. „Finanzkrise“ von Anfang an kritisch begleitet und auch schon im Vorfeld gewarnt, leider vergebens. Nachdem nun mit Steuergeldern marode Banken gerettet wurden, scheint alles so weiterzulaufen wie bisher – um dies zu verhindern, veranstaltet Attac vom 9. bis 11. April in der Berliner Volksbühne das Bankentribunal. In dieser Mischung aus Kultur, Kabarett und Informationen und Diskussionen rund um das Bankenthema wird den Verantwortlichen, u.a. Angela Merkel, Gerhard Schröder und Josef Ackermann, der Prozess gemacht (wenn auch nur symbolisch). Schaut doch mal vorbei, wenn Ihr zu dem Zeitpunkt grad in Berlin seid!

Vom 9. bis 11. April 2010 wird Attac Deutschland in Zusammenarbeit mit der Berliner Volksbühne ein öffentliches Tribunal durchführen, das die Ursachen des Finanzcrashs, die Beugung der Demokratie durch fragwürdige Rettungsmaßnahmen und die fahrlässige Vorbereitung neuer Krisen öffentlichkeitswirksam beleuchten soll.

Das Tribunal wird am Freitag Abend (9.4.) mit einer Eröffnungsrede von Albrecht Müller, einer Lesung der Volksbühne zum Thema Banken und Beiträgen der Kabarettisten Urban Priol und Georg Schramm beginnen.

Das eigentliche Tribunal wird am Samstag, dem 10.4., stattfinden, beginnend am Morgen mit der Anklageerhebung. Es folgen mehrere Blöcke der Beweisaufnahme und am Abend die Schlussplädoyers. Die Urteilsverkündung wird am Sonntag Vormittag stattfinden. Im Anschluss ist ein „Forum der Alternativen“ geplant, in dem konkrete Vorschläge zur Transformation des Finanzsektors diskutiert und Perspektiven zur Weiterarbeit entwickelt werden.

Die Reden von Anklägern, Zeugen und Verteidigern werden aufgelockert durch kurze Videobeiträge, die in pointierter Form anschaulich komplexe Zusammenhänge darstellen. Auch eine partizipative Phase in kleineren Gruppen ist geplant. Als Zeugen treten authentisch Journalisten, Gutachter, Banker, NGO-Vertreter etc. und Betroffene der Krisenfolgen auf. Als Richter werden prominente Intellektuelle und Vertreter einer kritischen Zivilgesellschaft fungieren.

Angeklagt werden sowohl politische Entscheidungsträger als auch Bank-Manager – und nicht zuletzt Komplizen aus Bankenaufsicht, Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Rating-Agenturen.

Da wir damit rechnen müssen, dass viele der Angeklagten nicht erscheinen, werden Verteidiger an ihrer statt sprechen.

Dem Tribunal geht es nicht in erster Linie darum, individuelle Schuldige dingfest zu machen oder gar Sündenböcke ins Rampenlicht zu stellen, sondern darum, die systemischen Ursachen der Krise einem breiten Publikum in spannender Form anschaulich zu machen und zu weitergehenden Fragen und Einmischungen anzuregen.

Drei Beweisaufnahmen werden im Zentrum des Tribunals stehen. Jeder Beweisaufnahme wird ein Anklägerteam zugeordnet.

1. Vorbereitung der Krise und Aushöhlung der Demokratie

  • Förderung eines krisenverursachenden Systems durch eine Politik der Deregulierung, der Umverteilung von unten nach oben und der Privatisierung
  • Erpressung des Staates und der Gesellschaft („too-big-to-fail“-System)
  • Entmachtung des Bundestages (SoFFin-Gesetz) und organisierte Geheimhaltung und Täuschung  von Bundestag und Öffentlichkeit
  • Bankenrettungen auf Kosten der Steuerzahler unter Schonung der Banken/Gläubiger

2. Zerstörung der ökonomischen Lebensgrundlagen in Nord und Süd

Anhörungen zu den Schattenseiten des gegenwärtigen Weltfinanzsystems und den Folgen der Krise

  • Verschuldung und Privatisierungsdruck
  • Gesundheit und Rente
  • Arbeit
  • Globaler Süden
  • Ökologie
  • Demokratie

3. Verschärfung der Krise

  • Kein Verbot risikoreicher Finanzpraktiken und Finanzinstitutionen
  • Banken und Großkonzerne gegen Regulierungen
  • Verschärfung der strukturellen Ursachen der Krise

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Fernsehtipp: Verzockt, verloren, verstaatlicht

Schnell noch ein Fernsehtipp für heute Abend – um 0:35 Uhr läuft im ZDF die Doku „Verzockt, verloren, verstaatlich – was kostet uns die Hypo Real Estate?“, die die Hintergründe um die HRE-Bank aufrollt. Fast ist die „Finanzkrise“ in den Medien schon wieder vergessen (die Folgen werden wir aber noch viele Jahre lang zu spüren bekommen!), aber zum Glück eben nur fast, denn die Autoren gehen dem unerträglichen Filz aus Politik und Wirtschaft hier ein wenig auf den Grund.

(…) Welche Lehren sind aus dem Fall Hypo Real Estate gezogen worden? Machen die Banken so weiter wie bisher? Der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, warnt die Finanzakteure in der Dokumentation vor einer Wiederholung: Steuerzahler und Bürger würden solch eine Rettung nicht noch einmal mitmachen. Die Banker müssten sich wieder auf alte Werte besinnen und Konsequenzen aus der Krise ziehen.

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Petition für eine Finanztransaktionssteuer – HEUTE LETZTER TAG!

Ich lege dieses Posting von mir heute noch mal auf Wiedervorlage, da die Mitzeichnungsfrist für die Petition heute Abend um 24 Uhr abläuft und noch ca. 5.000 Stimmen fehlen – also ran!

Diesen Aufruf der Kampagne „Steuer gegen Armut“ (u.a. von Attac mitinitiiert) möchte ich Euch doch gerne ans Herz legen – bisher haben die E-Petitionen zwar wenig Wirkung bei der Politik gezeigt (ich denke da nur an diese Internetsperrengeschichte von vor einigen Monaten), aber versuchen sollte man es dennoch. Kostet ja nur ein paar Sekunden und ein paar Klicks – >> zur E-Petition. (Allerdings muss man sich vorher auf der E-Petitionen-Site des Bundestages registrieren lassen – eine genaue Anleitung findet Ihr >> hier.)

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Die Finanztransaktionssteuer, eine Attac-Gründungsforderung, könnte Wirklichkeit werden! Die Abgabe auf den internationalen Kapitalverkehr würde das nervöse Börsengeschäft entschleunigen, Spekulationsexzesse eindämmen und die Finanzmarkt-Profiteure dazu heranziehen, selbst für die Kosten der Krise geradezustehen. Die Einnahmen können zudem genutzt werden, Armut zu bekämpfen und soziale und ökologische Projekte zu unterstützen. Die Steuer ist international in der Diskussion, selbst der Bundespräsident mahnt die neue Bundesregierung, sich aktiv dafür einzusetzen.

An dieser Stelle macht die Kampagne „Steuer gegen Armut“ Druck! In einem breiten Bündnis, von der katholischen Kirche über Attac bis hin zu Gewerkschaften und Verbänden, haben wir eine Petition aufgesetzt, mit der wir den Bundestag zu einer öffentlichen Anhörung zwingen und dem Thema die nötige Aufmerksamkeit verschaffen können. Dafür benötigen wir jede Unterstützung!

Bis zum 4. Dezember brauchen wir 50.000 Unterschriften!
Unterschreibt jetzt gleich die E-Petition im Internet und mailt diese Info weiter! Wir haben noch zwei Wochen Zeit. (Nicht verwirren lassen: Entscheidend ist die Dreiwochenfrist, nicht die auf der Webseite des Bundestages angezeigte „Mitzeichnungsfrist“)

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Die Geschichte des Geldes

kenwai-falschgeldWann immer Kritik an unserem Wirtschaftssystem laut wird, schafft es ein Aspekt erstaunlich oft, unter dem Radar hindurchzuschlüpfen: die Problematik unseres Geldsystems. Auch im Studium wird darüber, wo das Geld eigentlich her kommt und was WIRKLICH dahinter steht, nur am Rande gestriffen. Dabei ist gerade die Zinsproblematik die treibende Kraft, die hinter vielen wirtschaftlichen Malaisen steht. Umso verwunderlicher, dass auch keine Partei sich dieses Themas im politischen Feld annimmt, um dort wenn nicht für direkte Änderungen, so doch wenigstens für etwas mehr Bewusstsein bei den Bürgern zu sorgen. Aber zum Glück gibt es Menschen, die sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen – beispielsweise per Film („Money as debt – Geld als Schuld“ oder „Der Geist des Geldes“), oder per Buch.

Als Ergänzung zu ihrem neuen Buch „Falschgeld – Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit“, Anfang Oktober im EWK-Verlag erschienen, veröffentlicht Samirah KenawiDie Geschichte des Geldes“ als kostenlosen pdf-Download. Zwar wird die Thematik auch in dem Buch abgehandelt, doch findet sich dort nur eine verkürzte Version – damit der Leser aber auch den kompletten Überblick über die Entwicklung des Geldes (von der manch einer kaum eine Ahnung hat – selbst im VWL- oder BWL-Studium wird dies nicht ernstlich thematisiert) erhält, dürfen wir uns diese Ausführungen gratis herunterladen und am Bildschirm durchlesen. Mit stolzen 74 Seiten ist diese Online-Ergänzung eigentlich schon selbst ein kleines Büchlein für sich.

>> Download des Kapitels „Geschichte des Geldes“

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