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Subversive Akionen – Adventures in Medialand

backtotherootsSeit einer Weile lese ich mit großer Freude das brandaktuelle Buch „Ad Nauseam – A Survivor’s Guide to American Consumer Culture“ von Carrie McLaren und Jason Torchinsky, die Begründer des inzwischen eingestellten Stay Free!-Magazines (einer Art US-amerikanischen Adbusters). Eine ausführlichere Rezension folgt demnächst in diesem Theater, aber heute möchte ich Euch erst einmal nur ein kurzes Kapitel aus diesem Werk in übersetzter Form vorstellen – in den kommenden Monaten werde ich noch einige weitere Artikel daraus übersetzen, mit freundlicher Genehmigung von Carrie.

Im letzten Teil des Buches geht es um subversive Aktionen, darum, Widerstand gegen den allesverschlingenden Konsumiermoloch zu leisten – wie in „Adventures in Medialand“, dem einführenden Kapitel dieses Abschnitts, das sich konkret um die lästigen und hässlichen Minipanzer (SUV/Geländewagen) und auch um grundsätzliche Gedanken zu Akten des Protests dreht.

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Ich spazierte zum millionsten Mal durch das todschicke Brooklyner Viertel Park Slope, als mir etwas ins Auge stach: die Autos, die diese Wohnstraße säumten, waren überwiegend SUVs. Park Slope ist bekannt dafür, eine Hochburg der wohlhabenden Liberalen zu sein, jene Art von Menschen, die grüne Haushaltswaren kaufen und ihr Obst & Gemüse im Bioladen erstehen. Darum betrachtete ich dies als ein schönes Beispiel für den schrägen Sinn der Konsumenten für Werte. Der negative Umwelteinfluss eines SUV überwiegt den Gewinn von z.B. dem Kauf von recycelten Papierprodukten oder ungiftigem Katzenstreu bei weitem. (Abgesehen davon verfügt das nördliche Ende von Park Slope über eine exzellente Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel; folglich gibt es hier ohnehin nur sehr wenig Gründe, ein Auto zu besitzen.)

Das brachte mich auf eine Idee: gefälschte städtische „SUV-Parken verboten“-Schilder zu erstellen, die aussahen wie die echten. Wir könnten Bolzen benutzen, um sie an den normalen Parkschildern zu befestigen, und SUV-Fahrer, die herumkurven, um einen freien Parkplatz zu finden, überlegen es sich vielleicht zwei Mal, wo sie anhalten.

Meine Freunde waren von der Idee begeistert und so druckte ich einige „SUV-Parken verboten“-Schilder auf Plastikbretter, und erstellte außerdem eine Strafzettelparodie, die an die SUVs in der Gegend geklemmt würden.

Dann, an einem verabredeten Abend, machten sich zwanzig von uns paarweise auf den Weg, die Schilder aufzuhängen und die Strafzettel zu verteilen. Ein paar Stunden später versammelten wir uns an einer nahen Wasserstelle und schwatzten über die Erfahrung. Am nächsten Tag sandte ich eine Pressemitteilung raus, und unser Streich bekam eine Menge Aufmerksamkeit durch die Medien – Aufmerksamkeit, die sehr viel wichtiger war, unsere Botschaft zu verbreiten als die einzelnen Begegnungen mit den Fahrern in der Nachbarschaft. Journalisten benutzten die Geschichte als „Aufhänger“ um die vielen Fallstricke und Nachteile von Amerikas Entwicklung hin zu immer größeren Fahrzeugen zu diskutieren, unsere steigende Abhängigkeit von Ölimporten und die mit dem Auto verbundenen Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Noch wichtiger war es vielleicht, dass die Medien dabei halfen, das Bild eines SUV als dekadenten, verschwenderischen und – oh Schreck! – zunehmend aus der Mode kommenden Gefährts zu vermitteln.

Hat diese Aktion die Welt verändert oder einen der von uns aufs Korn genommenen SUV-Fahrer dazu gebracht, sofort mit dem Fahren aufzuhören? Vermutlich nicht, aber schließlich ist das auch nicht zu erwarten. Warum sollte eine öffentliche Aktion mehr erreichen als eine durchschnittliche Reklame? Eine typische nationale Werbekampagne wird von Millionen von US$ und Teams von ausgebildeten Spezialisten getragen. Und dennoch scheitert die normale Reklame nicht nur daran, die Welt zu ändern, sondern schafft es auch nicht, irgendeinen spürbaren Unterschied im Leben eines Einzelnen zu machen. Dies macht Reklame jedoch nicht zu einem Misslingen; Werbung wirkt durch „federleichte“ Effekte: kleine, kaum feststellbare Veränderungen, die über die Zeit hinweg und durch permanente Wiederholung sich zu etwas Größerem aufbauen.

Das gleiche kann man von Aktionen wie unserem SUV-Streich sagen. Sie tragen zu einem Klima des Widerstands bei, zu einer kritischen öffentlichen Meinung, die – kombiniert mit z.B. Zeitungsartikeln, Unfallstatistiken und Berichten über die Erderwärmung – schließlich eine tatsächliche Wirkung entfalten können. (Anm. PM: Dies entspricht auch dem „Meme Warfare“, dem Kampf der Ideen und Gedanken – auch hier gilt es, durch permanentes Verbreiten von anderen Ideen den gleichgeschalteten Strom des Zeitgeists und des kommerziellen Unfugs zu durchbrechen.) Mit „eine tatsächliche Wirkung entfalten“ meine ich, legislative Änderungen zu bewirken. Öffentliche Empörung hat nur eine gewisse Haltbarkeitsdauer: Menschen protestieren gegen bestimmte Dinge nur eine Weile und geben dann auf, um mit ihrem sonstigen Leben fortzufahren. Die einzige Möglichkeit, Änderungen beständig zu machen, ist, dass die Regierung es in Gesetze gießt: Grenzwerte für den Ausstoß von giftigen Gasen zu senken, den Einfluss von Tabaklobbys zu begrenzen, der Reklame in Schulen wirkliche Grenzen zu setzen usw.

Selbst wenn unsere SUV-Aktion gar nichts bewirkt haben sollte – und auch die Medien nicht darüber berichtet hätten und alles unbemerkt geblieben wäre –, so war es dennoch wert, es zu tun. Ich habe interessante Menschen getroffen, habe ein paar schöne Geschichten zu erzählen und bekam ein wenig Erfahrung. Und nicht zuletzt haben wir eine Möglichkeit der Gemeinsamkeit und des Zusammentreffens gefunden, das sich nicht ums Konsumieren dreht – keine geringe Herausforderung in diesen Tagen und diesem Zeitalter.

Die kleinen Akte von Protest, die wir in diesem Abschnitt des Buches vorstellen, erzählen eine ähnliche Geschichte: die von alltäglichen Menschen, die kreative Wege finden, die große Maschine zu untergraben, auszuschlachten oder einfach nur zu überleben. Während keine von ihnendie Welt veränderte oder unbedingt notwendige Lösungen aufzeigte, so brachten sie uns zum Lachen – und inspirierten die Davids, dort draußen gegen die Goliathe zu kämpfen.

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Fernsehtipp: „The Yes Men Fix The World“ heute auf Arte

yes-men-fixNa, da wird es doch mal wieder Zeit, das TV-Gerät zu entstauben – Arte bringt heute Abend um 21 Uhr als Fernsehpremiere den neuen Film der Yes Men „Die Yes Men regeln die Welt“. Mehr dazu HIER, inklusive weiterer Infos und einem Leitfaden der beiden Köpfe hinter den Yes Men, was man alles unternehmen kann, um Konzerne und die Mächtigen zu stören – Neoaktivistenmethoden. Pflichtprogramm für alle Aktivisten und Widerständler!

Heute wollen die Yes Men die „Welt reparieren“, indem sie amerikanischen Managern und Versicherern ihre Survivaballs anbieten. Dabei handelt es sich um Einmann-Kugelhüllen, die Reichen (denn der Survivaball ist teuer!) bei Terroranschlägen, Angriffen mit chemischen Waffen oder Naturkatastrophen Schutz bieten soll. Ein absurdes Projekt, aber trotz des karikaturesken Begleitvideos gab es Bestellungen für den Survivaball!

Mockumentary oder bitterer Ernst? DIE YES MEN REGELN DIE WELT stellt sich als burlesker, satirischer Dokumentarfilm dar, in dem Filmemacher Andy Bichlbaum, Mike Bonnano und ihr Team mit absurden Mitteln einige erschreckende Wahrheiten aufdecken. Ihr Dokumentarfilm gehörte zur offiziellen Auswahl beim Sundance Film Festival 2009 und erhielt den Publikumspreis der Sektion «Panorama» auf der Berlinale 2009 und den Publikumspreis beim Warschauer Festival Planet Doc Review 2009.

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Kolonialismus im Irak

Eine schöne, symbolträchtiges Bildmontage in Anlehnung an das weltbekannte Foto, wo amerikanische Soldaten im 2. Weltkrieg die US-Flagge auf einer eroberten japanischen Insel hissen – fast schon eine Art Adbusting. [Quelle: „Colonizing Culture in Iraq“; danke an Roman von Bleib passiv! für den Hinweis.]

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veRWEgen lügen

Wie zur Untermauerung der Greenwashing-Studie, die ich vor zwei Tagen postete, geistert derzeit ja ein besonders peinlich-verlogener Großwerbespot von RWE durch die angeschlossenen Funkhäuser. Der Konzern stellt sich dort als Naturschützer per excellence dar und versucht damit wohl, nicht nur sein Image aufzupolieren, sondern auch besonders uninformierte/leichtgläubige Kunden zu ködern. Klar, dass ein so dreister Angriff auf die Wahrheit in Zeiten des Internets nicht ohne Gegenreaktion bleibt, und so existieren zwei Antwortspötte auf RWEs Lügenkampagne, die die Aussage, RWE sei Umweltschützer Nummer 1 auf diesem Planeten, wieder etwas gerade rücken. [via]

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„Historisches“ Wahlkampfbusting

Lang lang ist’s her – Mitte der 90er Jahre erstellte ich zusammen mit einem Freund Fake-Anzeigen und Pseudo-Wahlkampfwerbung für eine Zeitungsparodie namens No News Today, an der wir lange Zeit mit Begeisterung schrieben. Ich werde sicher im Laufe der Zeit das eine oder andere daraus auch mal exhumieren und hier im Blog veröffentlichen (einige Artikel stehen schon seit einer Weile auf unserer Kieler Exzess-Website) – den Anfang machen unsere kleinen Wahlkampfanzeigen für diverse Parteien. Diese stellen streng genommen kein Adbusting dar, da wir keine vorhandene Werbung verfremdeten, sondern mit einfachsten Mitteln (bewusst schlicht) das Wesentliche der Parteien in ein, zwei markigen (und sehr doppeldeutigen – manches muss man vielleicht zwei Mal durchlesen oder im Geiste anders betonen, um die wahre Aussage zu erkennen ;-) ) Slogans zusammenfassten. Tatsächlich finde ich, dass unsere Parodien auch heute nichts von ihrer Quasi-Aktualität verloren haben…

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Wahlplakat-Remixe: NPD-Version

Eigentlich lohnt es sich ja nicht, über so einen erbärmlichen Verein wie die NPD überhaupt etwas zu schreiben. Aber im Zusammenhang mit meinem Posting über die Wahlplakat-Remixe (vor allem der CDU) erscheint mir diese sehr löbliche Aktion der ver.di-Jugend doch berichtenswert. Einige Aktivisten haben nämlich in Dresden, das von den NPD-Gesellen flächendeckend zuplakatiert wurde, Adbusting an deren Plakaten vorgenommen und so die Aussagen richtig gestellt. Die Neue Rheinische Zeitung schreibt dazu: „NPD-Plakate enttarnt – ver.di-Jugend steigt in die Wahlen mit einer Offensive gegen Rechts ein“:

Und warum diese Art des Protestes – warum die „Verfremdung“ der Wahlplakate?

Ringo Bischoff: Die Aktion gegen die Nazis ist Teil unserer aktuellen Kampagne „Was soll Politik?“. Wir sind damit in diesem so genannten “Super-Wahljahr“ gestartet, um zu zeigen, was die Jugend hier im Land von der aktuellen Politik und ihren Macherinnen und Machern hält. Ein wichtiger Teil davon sind unsere Ad-Busting Aktionen.

Ad-Busting?

Ringo Bischoff: Ja genau, das ist der Begriff. Er meint das temporäre Verfremden von Wahlplakaten, und ich sage bewusst „verfremden“, nicht zerstören. Die gesamte Kampagne “Was soll Politik?“ ist gedacht als öffentliche Plattform, eine zeitgemäße Form zu zeigen, was wir – und alle anderen – von der aktuellen Politik in diesem Land halten. Und speziell die Jungen zeigen ihren Unmut eben damit, dass sie die Wahlplakate der Parteien verfremden. Das ist ja auch eine altbewährte Art – das Verändern von Plakaten gibt es ja schon lange, das wird in jedem Wahlkampf gemacht.

Hier ein paar der umgetexteten Exemplare (Fotos: Florentine Sievers), die leider nicht lange hingen, bis sie NPDler entfernten:

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Weniger cool war übrigens die Aktion einiger CDU-Plakatierer, die in Rinteln einfach Plakate der Piratenpartei überklebten. Armselig, wie tief diese Alt-Partei inzwischen gesunken ist…

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Dichtung und Wahrheit – McDonald’s-Adbusting in Kiel

Holla, Kiel mausert sich ja so langsam zu einer heimlichen Hochburg im Kampf gegen den Kommerz – nach der ebenfalls gelungenen, aber im Rahmen einer Kunstaktion noch „gemäßigten“ Aktion einiger Kunsthochschulstudenten im Juli stieß ich gestern auf ein sehr gelungenes Adbusting direkt an der Straße zum Kieler Hauptbahnhof. Einer oder mehrere Unbekannte haben dabei zwei McDonald’s-Plakate gekapert und aus den Original-Reklamelügen eine passendere Aussage geschält. Beim linken Plakat wurde ein dezentes „?“ hinzugefügt, beim rechten hat man gleich aus „Snack“ „Death“ gemacht. So ergibt das Ganze dann doch mehr Sinn. :-)

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Wahlplakat-Remixe

Nun ist es also „endlich“ wieder soweit – wenige Wochen vor der Bundestagswahl plakatieren die Parteien die Städte mit inhaltsfreien, auf dem Mist irgendwelcher PR- und Reklameagenturen gewachsenen, „emotionalisierten“ Slogans. Alles in der (wohl leider berechtigten) Hoffnung, dass der gemeine Bürger und Wähler sich von den Parolen soweit einlullen lässt, dass er die tatsächliche, reale miese Politik der Verantwortlichen, die diese in den abgelaufenen Jahren vorgelegt haben, gnädig vergisst. Bei diesen Motiven bieten sich Parodien (die den wahren Aussagen hinter der Werbefassade deutlich näher kommen als die Originale) geradezu an. Und so hat ein User bei Flickr grandiose 200 Remixe von CDU-Wahlplakaten online gestellt, die teilweise wirklich sehr schön gelungen und unterhaltsam sind. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

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Andere Parteien bleiben im Netz natürlich auch nicht verschont – so existiert beispielsweise dieses feine Pseudo-Plakat der Grünen:

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Und getreu dem unsäglich dummen Motto „Vorfahrt für Arbeit“ ein Plakat für alle Parteien zusammen:

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Dazu passt auch der Artikel „CDU-Slogan: Wir haben die Kraft“ der NachDenkSeiten, in dem diese Parole näher analysiert und ausgedeutet wird.

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Surftipp: Bleib passiv!

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Ich erweitere meine Linkliste ja regelmäßig um neue Einträge, wenn ich bei meinen Streifzügen durch das Internet  mal wieder auf eine interessante Website stoße. Nicht immer erwähne ich dies dann auch explizit an dieser Stelle, aber heute möchte ich doch mal eine Ausnahme machen, denn Bleib passiv! zählt zu den spannendsten Projekten, denen ich in der letzten Zeit begegnet bin. Die Absicht der Initiatoren ist klar umrissen und durchaus mit der meinigen kompatibel:

Dass wir, die Mehrheit der Bevölkerung, die nicht an den entscheidenden Hebeln in Politik und Wirtschaft sitzt, trotzdem passiv bleiben, ist ganz im Sinne der Regierenden und Privilegierten.

Unsere Meinung zu politischen Themen interessiert sie nicht; sie befragen uns nicht in bundes- oder europaweiten Volksabstimmungen, Bürgerbegehren werden weitestgehend erschwert. Stattdessen vermitteln sie uns z.B., dass Forderungen von Gewerkschaften, sozialen Bewegungen oder Bürgerinitiativen unrealistisch seien, dass vermeintliche „Sachzwänge“ Veränderungen unmöglich machten und dass anderswo alles noch viel schlimmer sei und wir uns deshalb zufrieden geben sollten.

(…) Mit dieser Seite wollen wir einerseits die großen und kleinen Skandale dokumentieren, die unser Leben prägen: Die Abhängigkeit tausender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Entscheidungen einzelner, die Gefährdung der Umwelt durch Wirtschaftsinteressen oder die Diskriminierung von Menschen aufgrund willkürlicher Merkmale, um nur wenige Beispiele zu nennen. Andererseits möchten wir aber auch Anregungen geben, wofür und auf welche Art und Weise es sich lohnt, selbst etwas zu unternehmen: mit Aktionsberichten, -formen und -ideen.

Dabei beschäftigt sich Bleib passiv! mit den verschiedensten Facetten des gesellschaftlichen Umbaus und des Widerstands und damit logischerweise z.B. auch dem Lobbyismus oder der Konsumkritik. So wurde unlängst sogar das Thema Adbusting behandelt: „A wie Adbusting“ – und dabei sind auch eigene Adbusts und Grafiken entstanden:

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EDIT: Wie mir Roman von Bleib passiv! grad mitteilte, ist das Consumers behind bars-Bild lediglich von ihm fotografiert, die Grafik selbst stammt von einem unbekannten Künstler. Soviel Zeit muss sein. :-)

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Madrider Adbusting: Cruzada antipublicitaria

Der Kampf gegen die Aufdringlichkeit von Werbung und der Penetranz der Reklame findet schon seit längerem nicht nur in dem besonders betroffenen anglo-amerikanischen Raum, in dem der Begriff „Adbusting“ schließlich geprägt wurde, statt sondern mittlerweile fast weltweit. Neuestes Beispiel – eine schöne Aktion in Madrid, bei der eine Gruppe von Culture Jammern insgesamt 32 Plakate an einer Einfallsstraße der Stadt bearbeitet hat. Mit einer im Grunde einfachen Idee, nämlich dem Aus-X-en der Werbebotschaft, wird ein, wie ich finde, sehr interessanter Effekt erzeugt – plötzlich fällt dem Betrachterauge wieder auf, womit es normalerweise jeden Tag ungefragt bedrängt wird, und bereits dieses schlichte Durchstreichen sorgt für ein mentales Aufatmen. Ich frage mich allerdings, wie die das wohl praktisch hinbekommen haben, da die Tafeln teils doch recht hoch angebracht sind – Respekt vor so viel Einsatz! [via Escrito en la pared und Alberto de Pedro]

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