Jan
03
2014

Süß und gefährlich – die bittere Seite des Zuckers

Ein frohes neues Jahr Euch allen! Ich hoffe, 2014 wird ein gutes Jahr. Mal schauen, wie es hier im Konsumpf so weitergeht.

Zucker ist nicht einfach nur ein Gewürz, das Nahrung süßer macht – er hat viele negative Eigenschaften (u.a. die, dass er süchtig macht bzw. machen kann) und ist natürlich ein Riesengeschäft für die Lebensmittelindustrie. Die Zeit berichtete bereits 1991 über „Die Zucker-Mafia“ (leider, merkwürdigerweise, nicht mehr online; in Auszügen noch bei mir HIER nachzulesen). Seitdem hat sich m.E. nichts zum Besseren entwickelt. Das ZDF brachte in seiner Reihe ZDF Zoom vor Weihnachten die interessante Doku „Süß und gefährlich – die bittere Seite des Zuckers“:

Weihnachtszeit – Zuckerzeit! Nie schmeckt Süßes besser! Doch Naschen ist gar nicht das Problem. Der Süßwarenverkauf stagniert – und trotzdem verbrauchen die Deutschen immer mehr Zucker. Denn ein Großteil des Zuckers steckt dort, wo wir ihn nicht vermuten: in Wurst oder Käse, in Fertiglebensmitteln, Chips oder Pizza.

ZDFzoom begibt sich auf die Spur des Zuckers und fragt: Was macht Zucker mit unserer Gesundheit? Und wie viel Zucker steckt wirklich in unseren Lebensmitteln?

Dass zuviel Zucker für den Körper gefährlich ist, hat die Industrie lange erfolgreich bestritten. In älteren Studien wurde nämlich nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Gesundheitsgefahren festgestellt. Doch mittlerweile sind sich die Wissenschaftler einig: Zu viel Zucker kann gefährlich werden. Aktuelle Untersuchungen zeigen Zusammenhänge zwischen einem erhöhten Zucker-Konsum und einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.Mehr Zucker, mehr Gewinn?

Zucker findet sich in fast in allen Lebensmitteln – unter den verschiedensten Bezeichnungen. Die Allgegenwart hat längst nicht nur geschmackliche Gründe. “Zucker ist  Geschmacksträger. Er gibt Körper und Textur, ist Vorstufe für Bräunungsreaktionen. Die braune Brotkruste oder die Bratenkruste – die würde es ohne gewisse Mengen an Zucker gar nicht geben”,  erklärt Martin Schüring, Leiter der “Strategischen Forschung und Entwicklung“ im Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) Bremerhaven. Dort werden Lebensmittel für die Industrie “optimiert”. Auf Zucker zu verzichten ist schwierig: “Insbesondere dann, wenn es natürlicher werden soll, wird es natürlich oft auch ein bisschen teurer”, sagt Schüring. (…)

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken

7 Kommentare »

  • Max Otto Bruker – Zucker Zucker

    Krank durch Fabrikzucker. Von süßen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für unsere Gesundheit

    nach diesem Buch, kann man locker auf Zucker verzichten!

    grüsse von ibrauchnix.wordpress.com

    Comment | 7. Januar 2014
  • Tim

    Zucker gehört zu den Produktbestandteilen, die bei praktisch allen Produkten sehr detailliert ausgewiesen werden. Kein Kunde wird gezwungen, überzuckertes Zeug zu kaufen. Es gibt reichlich Alternativen. Trotzdem kaufen die Kunden gern gesüßte Produkte.

    Let’s face reality: Schuld ist gewiß nicht die ach-so-böse Lebensmittelindustrie, die einfach nur die Nachfrage befriedigt. Den meisten Kunden ist das Thema einfach EGAL.

    Comment | 8. Januar 2014
  • chapultepec

    Schade, dass hier nicht zwischen Fructose und Glucose unterschieden wird. Das spielt beim Vortrag von Prof. Lustig eine zentrale Rolle. Fructose ist ja der Hauptbestandteil von HFCS (High Fructose Corn Syrup), der aus mehreren Gründen weit mehr als Glucose eingesetzt wird: Mais (engl. Corn) ist in den USA hoch subventioniert, es ist viel süßer als Glucose und bräunt (karamelisiert) besser als Glucose.

    Kleiner Schönheitsfehler (was ist schon perfekt!): Fructose wird vom Körper direkt in Fett umgewandelt und verursacht wenn sie nicht gleichzeitig mit Ballaststoffen (wie im Falle der Früchte) konsumiert wird ähnliche Krankheiten wie Alkohol

    Toxic truth about sugar (Nature, 2. Feb. 2013, vol 482)
    http://www.connectwell.biz/pdf/comment_truth_about_sugar.pdf

    Sugar the bitter truth
    http://www.youtube.com/watch?v=dBnniua6-oM

    Comment | 8. Januar 2014
  • Düdum Didai

    Klar, völlig problemlos der Zuckerverzicht! Ich frag mich schon sein einem halben Jahrhundert warum alle das hinkriegen – außer mir – und vor allem wie.

    Comment | 9. Januar 2014
  • Tolle Seite! Weiterhin viel Erfolg!

    Grüße

    Comment | 9. Januar 2014
  • Kai

    In vielen Produkten, die wir so tagtäglich zu uns nehmen, ist tatsächlich absurd viel Zucker. Das merkt man schnell, wenn man sich z. B. mal ein Fruchtjoghurt selbst zubereitet und die Zuckermenge selber steuern kann – wenn ich meine, dass das Joghurt schon ordentlich süß ist, liege ich noch um Längen hinter den Produkten im Kühlregal. Deshalb lieber öfter Lebensmittel selbst zubereiten und auf die vorgepanschten Produkte der Industrie verzichten.

    Comment | 10. Januar 2014
  • Düdum Didai

    @Kai:
    Danke! Das kann nicht oft genug wiederholt werden. Und ist so einfach. Lieblingsfrüchte in der Saison kaufen, pürieren, in Eiswürfelbehälter einfrieren. Bei Bedarf 2 Eiswürfel in einem Becher Joghurt auftauen lassen, Süßungsmittel dazu und fertig ist der Fruchtjoghurt. Der Lohn? Nie wieder darüber nachdenken was wohl drin ist, deklariert oder eben auch nicht.

    Comment | 11. Januar 2014

Kommentare per RSS Feed verfolgen. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar

*
To prove you're a person (not a spam script), type the security word shown in the picture. Click on the picture to hear an audio file of the word.
Anti-spam image

Konsumpf 2008 - Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes