Apr
19
2009

Digital Detox Week 2009

digital-detox-weekOha, diesen Aufruf des Adbusters Magazins darf ich eigentlich gar nicht weiterverbreiten, grabe ich doch damit meinem Blog auch (zumindest für eine Weile) das Wasser ab. Aber ich finde die Idee der Digital Detox Week, also der digitalen Entgiftungswoche, spannend genug, um sie hier dennoch zum Thema zu machen. Analog zu ihrer „Mental Detox Week“, in der man den Medienzustrom, insbesondere via Fernsehen, reduzieren bzw. auf Null bringen soll, ist diesmal also das digitale Leben dran, vom 20.–26. April. Hand aufs Herz: Wer kann heutzutage noch eine ganze Woche auf Internet & Co. verzichten? Ich vermutlich nicht – schon allein, weil ich ja meine Blögge weiter betreuen will. ;-) Aber die mediale Dauerberieselung ist in unserer Gesellschaft so weit vorangeschritten, dass der Gedanke an „eine Woche ohne“ tatsächlich schon etwas Bedrohliches hat. Wobei ich sagen muss, dass ich es, als ich letztes Jahr ein paar Tage in London war, sehr genossen habe, eine Weile ohne Internetanbindung zu sein, keine E-Mails abzurufen etc. – der Geist beginnt wirklich ein wenig aufzuatmen.

Hier der dazugehörige Text von Adbusters:

The Digital Detox Challenge

Computer screens, iPods, TVs, phones and the dozens of other devices we’re cybernetically attached to are so pervasive that we can’t escape them. We live them, we breath them, we need them … Or do we?

On Monday, April 20, Adbusters challenges you to do the unthinkable: unplug. Say good-bye to Twitter and Facebook. Turn off your TV, iPhone and Xbox. Reconnect with the natural world and the people around you. You’ll be amazed at how the magic creeps back into your life.

Go to www.adbusters.org for inspiration, articles, videos, posters and more. Next Monday, don’t be afraid and don’t find excuses … take the plunge and see what happens.

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8 Comments

  • Ich kann eigentlich nur im Urlaub mal für 2 Wochen aufs Internet verzoichten, aber sonst ist das unmöglich und mir ist langweilig. Hätten die Leute vor 50 Jahren gewusst, dass uns in ihrer Zeit langweilig wäre, dann wär denen wahrscheinlich auch langweilig. (Die Logik dieses Satzes muss dem Leser nicht gleich einleuchtend sein, da der Autor selbst auch noch überlegt, was er damit ausdrücken will ;) )

    Comment | 19. April 2009
  • Tja, genau das will einem diese Idee der Digital Detox Week auch klar machen – wie abhängig wir mittlerweile von der Medienberieselung sind. Wenn man es nicht schafft, mal eine Woche ohne zu sein, ist man eigentlich süchtig… Wobei es noch einen Unterschied macht, ob man beispielsweise aus beruflichen Gründen an den Computer muss (so wie ich) – oder ob man ohne Internet nichts mehr mit sich anzufangen weiß (etwas, das ich halt genauso kenne ;-). Einen Zwitterstatus nehmen persönliche Kontakte via E-Mail ein, finde ich – hier steht ja nicht das Medium im Vordergrund (Berieselung), sondern eben die zwischenmenschliche Komponente, die mittels elektronischer Medien gefördert wird. Dennoch empfinde ich es immer als sehr erholsam, wenn ich mal einige Tage weg bin, KEINE Mails lesen oder schreiben zu müssen, sondern mich auf die Umgebung, in der ich dann bin (und die ist analog ;-), einzulassen.

    Comment | 20. April 2009
  • @ Punksympathisant:
    Ich denke, ich weiß schon, worauf Du hinaus willst. :-) Und man muss gar nicht mal 50 Jahre zurück gehen – auch vor 15-20 Jahren verbrachten die Leute ihre Zeit noch nicht im Internet. Ich frage mich grad, was ich damals so ohne Netz tat… hm… viel Zeit ging fürs Studium drauf, dann habe ich gelesen und auch viel geschrieben. Und am Computer gedaddelt, aber das ist ja auch wieder digitale Berieselung. :-)
    Vielleicht solltest Du mal das Buch „Culture Jamming“ von Kalle Lasn lesen, das befasst sich ausgiebig auch mit dieser Problematik, dass unsereins sich heutzutage ohne medialen Input fast verloren vorkommt. Ein großartiges, aufrüttelndes und natürlich auch konsum- und werbekritisches Buch.

    Comment | 21. April 2009
  • […] Ich werde es nicht durchhalten, aber etwas reduzieren sollte gehen – es spart Energie und schafft Raum für andere Dinge, zumal bei schönem Wetter!! Alles weitere hat Peter bei konsumpf.de beschrieben. […]

    Pingback | 19. April 2009
  • Ein Freund von mir wäre wegen Netzstörungen, die sein Internet für 2 Tage lahmlegten, bald Wahnsinnig geworden, ihm war auch sau langweilig..

    Comment | 20. April 2009
  • […] den Blog von Konsumpf bin ich auf die Idee der Digital Detox Week gestolpert, die besagt, das man eine Woche möglichst […]

    Pingback | 20. April 2009
  • Ach ja – es wäre sicherlich schon mal eine erste kleine Herausforderung, mal EINEN Tag Digital Detox zu betreiben, also an einem Tag, an dem man sonst durchs Netz gesurft wäre, iPod gehört hätte etc. Ich denke, das wäre schon eine interessante Erfahrung…! (Gut, wenn man dann Bücher zur Hand hat oder das Wetter gut ist :-)

    Comment | 20. April 2009
  • […] Week“, die Woche der digitalen Entschlackung und ich hätte es wohl verpennt, wenn mich der Konsumpf nicht darauf hingewiesen hätte. Besten Dank […]

    Pingback | 22. April 2009

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