Apr
22
2011

Neuer Angriff der Werbefritzen: Flash Projection

Man kann Marketingfuzzis sicherlich nicht vorwerfen, dass sie per se keine Kreativität besäßen. Schade bloß, dass dieser Einfallsreichtum oft für etwas so Nutzloses, wenn nicht gar Schädliches wie Reklame verschwendet wird. Da werden selbst abgelegenste Stellen mit Reklame überzogen, es werden Botschaften an den Himmel geblasen, auf Pontons genagelt und vor vollbesetzten Stränden auf und ab gefahren. Interaktive Displays sollen mit potentiellen Kunden kommunizieren uvm. Über all solche Abstrusitäten und das generelle Verletzten der Privatsphäre durch die Werbetreibenden habe ich in meinem Blog ja auch schon das eine oder andere Mal berichtet.

Ganz neu ist nun die Idee einer deutschen Firma, die für eine allseits bekannte Autofirma eine neue Technik namens „Flash Projection“ einsetzt – am Ende eines Kinowerbespots wird mit Hilfe eines speziellen Blitzes eine Projektion auf der Netzhaut der Zuschauer erzeugt, so dass diese das Logo des Herstellers sehen, sobald sie ihre Augen schließen. Noch intrusiver geht es ja kaum noch – es scheint, als wären der Aufdringlichkeit der Kommerzpropaganda keine Grenzen gesetzt. Vielleicht am Schlimmsten ist, dass es sogar Leute gibt, die das total toll finden, so befeuert und manipuliert zu werden… Ich will den entsprechenden Spot hier nicht einbinden, weil ich keinen Bock habe, einer Automarke Platz einzuräumen, aber Ihr findet ihn bei YouTube >> hier entlang

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Kommentare: 5 | Kommerz,Reklame | Schlagwörter: , , , , |

5 Comments

  • Für die Idee: 1+, es derartig anzuwenden: Sozialfverhalten F-. Unglaublich, was einen beim nächsten Kinobesuch erwarten könnte! Sollte ich so etwas erleben, wäre das bestimmt mit Sicherheit mein letzter Besuch in entsprechendem Kino, da anschließend meine Cola Kontakt mit der Leinwand bekommen könnte … ;-) Naja, hoffen wir mal, dass es vorerst aufgrund des Aufwandes ein Experiment bleibt.

    Comment | 22. April 2011
  • Stimmt, die Idee ist schon faszinierend – nur sie für Reklamezwecke zu missbrauchen geht gar nicht! Vielleicht kann man ja stattdessen was Nützliches und allgemein Ersprießliches damit machen. :-)

    Comment | 22. April 2011
  • Wasabi

    Die Marketingstrategien nehmen mitlerweile geradezu dystopische Ausmaße an.
    Product placement,Flash projection…

    Comment | 23. April 2011
  • Wasabi

    Übrigens: Warum leistet man einer Aufforderung eines Werbespots gehorsam? Ich würde nicht auf die Idee kommen die Augen zu schließen.

    Comment | 23. April 2011
  • JWalker

    Der Meinung, dass das Ganze eine wirklich kreative Idee ist, dem kann ich auch nur anschließen!
    Wenn man das dann allerdings mit dem Stichwort „freier Wille“ konfrontiert tuen sich da in meinen Augen GROßE Abgründe auf!
    Wie man das allerdings sinnvoll einsetzen könnte ist eine gute Frage. Irgendwie erinnert mich das an das Buch (bzw den Film) Fight Club, indem Tyler Durden als Filmvorführer gerne heimlich Bilder von Genitalien u.ä. so in die Filme schnitt, dass man sie nur ein paar hundertstel Sekunden sehen konnte, die Zuschauer es also irgendwie im Kopf hatten, es aber nicht wirklich bewusst verarbeiten konnten. Einfach herrlich, aber Gott sei Danke nur Fiktion (hoffentlich!!) :)

    Comment | 3. Mai 2011

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