Jan
31
2010

Mobile Werbetafeln verpesten und verstopfen Los Angeles

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Reklame nimmt bekanntlich seit jeher keine Rücksicht auf visuelle und andere Umweltverschmutzung – Hauptsache grell, Hauptsache auffällig, egal, wen man damit behindert, stört und nervt. Der Rubel muss schließlich rollen und der Konsument ordentlich kaufen! In Los Angeles rollt jedoch seit einer Weile noch viel mehr, wie Ban Billboard Blight zu berichten weiß – „Mobile Billboards: Bringing More Air Pollution, Traffic Congestion, Parking Problems“. Los Angeles stöhnt ohnehin schon unter einem viel zu hohen Verkehrsaufkommen, Staus und einer der schlechtesten Luftqualität der USA. Verzweifelt versuchen die Stadtoberen, den öffentlichen Nahverkehr aufzustocken, um dem Treiben Herr zu werden. Dies wird nun durch herumfahrende Trucks mit montierter Reklame konterkariert – diese LKW fahren kreuz und quer mit ihren Kommerzbotschaften durch die Stadt, verschmutzen die Luft weiter und belegen zudem auch noch Parkplätze (von der optischen Beleidigung des menschlichen Auges ganz zu schweigen). In San Francisco hat man solchen Bullshit bereits aufs Korn genommen, aber nicht überall hat man diese Weitsicht und erfrischend kritische Einstellung. Man lese sich bitte die offizielle Stellungnahme der Stadt durch – das sind mal erfreulich klare Worte in Richtung der Reklamefritzen!

So how should we regard the rapidly-growing phenomenon of mobile billboards mounted on trucks and trailers and driven through the streets or left sitting for days in highly sought-after parking spaces? As inevitable manifestations of commercial enterprise, or as destructive, anti-social assaults on our shared public spaces that ought to banned forthwith?

Some cities have done just that. San Francisco, for one example, and it’s worth reading the purpose section of its ordinance:

By their nature, commercial advertising vehicles are intended to distract, and aim to capture and hold the attention of, members of the public on or adjoining public streets, including drivers, pedestrians, bicyclists, and others. Moreover, such vehicles display commercial advertising from a mobile platform, including while the vehicle is moving within the flow of traffic, potentially stopping, starting, or turning abruptly, accentuating the inherent tendency of such advertising to seize attention and to distract. Additionally, the use of motor vehicles to display commercial advertising creates exhaust emissions. For these reasons, the Board of Supervisors finds that commercial advertising vehicles create aesthetic blight and visual clutter and create potential and actual traffic and health and safety hazards.

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Kommentare: 3 | Reklame,Wirtschaft | Schlagwörter: , , , |

3 Kommentare »

  • m.ro

    Ja, das ist meiner Meinung richtig “brutal”, was dort gemacht wird. Ich war 2008 knapp zwei Monate in Kalifornien unterwegs und hab das ganze live mitbekommen. Los Angeles ist sowieso erschreckend als Stadt. San Francisco gefiel mir wesentlich besser von der Atmosphäre.

    Die besagten mobilen Plakate fand ich, nachdem ich auch schon andere Länder bereist hatte, doch sehr befremdlich. Fahren die doch ständig um den Block viel frequentierter Gegenden. Hallo? Wo ist diese Gesellschaft denn gelandet? Bzw. wo will sie denn noch hin? Allerdings gibt es in Kalifornien auch viele Naturschützer, Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist. Zudem ist Kalifornien von der Landschaft her wirklich wunderschön. Los Angeles ist da schon ein richtiger Schandfleck.

    Comment | 1. Februar 2010
  • [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von konsumpf, Joachim Rodriguez erwähnt. Joachim Rodriguez sagte: Konsumpf – Forum für kreative Konsumkritik – Culture Jamming … http://bit.ly/aEgLy3 [...]

    Pingback | 2. Februar 2010
  • Dieser Trend hat Berlin leider auch schon erreicht.

    Comment | 2. Februar 2010

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