Jun
13
2009

Surftipp: No Impact Man

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Schon seit einer ganzen Weile will ich Euch diesen interessanten Blog hier vorstellen – No Impact Man. Aufmerksam wurde ich darauf bereits vor längerem im Greenpeace Magazin, denn die Geschichte dahinter ist durchaus spannend: Colin Beavan hat sich anno 2007 vorgenommen, ein Jahr so CO2-neutral wie nur irgend möglich zu leben, sprich, Atmosphäre und Klima minimal zu belasten. Dies nicht etwa irgendwo auf einer einsamen Alm in den Bergen, sondern mitten in New York! Wie schon im Buch „Good-bye Logo“ von Neil Boorman beschrieben, erntete Colin damit ebenfalls erst einmal erstaunlich viele Anfeindungen – offenbar ist das Konsumieren, Verbrauchen, Dingeanhäufen mittlerweile so tief in das Wertesystem von Europäern und Nordamerikanern eingedrungen, dass man jeden, der davon abweicht, als Bedrohung dieses „American Dream“ ansieht.

I can’t stand my so-called liberal self sitting around not doing anything about it anymore. The question is: what would it be like if I took the situation (or at least my tiny part of it) into my own hands? I’m finding out.

For one year, my wife, my 2-year-old daughter, my dog and I, while living in the middle of New York City, are attempting to live without making any net impact on the environment. In other words, no trash, no carbon emissions, no toxins in the water, no elevators, no subway, no products in packaging, no plastics, no air conditioning, no TV, no toilets…

What would it be like to try to live a no impact lifestyle? Is it possible? Could it catch on? Is living this way more fun or less fun? More satisfying or less satisfying? Harder or easier? Is it worthwhile or senseless? Are we all doomed or is there hope? These are the questions at the heart of this whole crazy-assed endeavor.

You might be thinking, Colin Beavan is cracked–no one can cause literally NO impact on the planet, right? Well, what I’m talking about is no NET impact.

Jedenfalls haben Colin und seine Familie durchgehalten und dieses Projekt nicht nur in einem Buch, sondern auch in ihrem Blog, der seitdem auch stetig weitergeführt wird uns sich mit vielen brisanten Themen beschäftigt. So listet er in seinem Beitrag A list of companies we know we can’t trust all die Firmen auf, die bewusst und via ihrer PR-Agenturen, Verharmlosung bezüglich Klimawandel, aber auch Umweltzerstörung (CO2-Ausstoß ist nicht alles!), betrieben und die Bürger hinters Licht, sprich: im eigenen Konzerninteresse dreist belogen haben, darunter Chrysler, ExxonMobile (Esso), Ford, Shell, DuPont, Goodyear und viele mehr.

The companies who exhibited this gross disregard for human life continue to wield power in the ongoing discussion about how to ameliorate the climate crisis. It is important to know, therefore, exactly which companies are prone to lie and distort the truth so we know not to believe them in the future.

Auch interessant seine 10 Tipps, seinen Lebensstil zu ändern – No Impact Man’s Top Ten Eco-Lifestyle Changes.

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7 Kommentare »

  • arne

    ein blog verursacht doch auch emissionen…

    Comment | 14. Juni 2009
  • Wie gesagt – er versucht die NETTO-Emissionen neutral zu halten, sprich Emissionen auf der einen Seite durch andere Aktionen wieder zu kompensieren.

    Comment | 14. Juni 2009
  • arne

    naja, da kann ich auch in auftrag geben, dass irgenwo 10.000 bäume gepflanzt werden und dann ist alles okay, alles ne sache des geldes und so :)
    aber so einfach wird er es sich ja wohl nicht gemacht haben

    Comment | 14. Juni 2009
  • Ich glaube auch. Man kann die ganze Sache ja, wie gesagt, auf seinem Blog nachlesen (im Archiv). ich denke, er wird es eher so gehalten haben wie Neil Boorman in „Good-bye Logo“, der dort auf JEGLICHES Markenprodukt verzichtete und Zahnpasta sogar aus den Grundstoffen selbst anmischte! Das Ganze dürfte auch eher als Experiment anzusehen sein als als Vorgabe für das Leben aller Menschen. Solange dieses Wachstumswirtschaftssystem exisitiert, bringt alles andere nur wenig…

    Comment | 14. Juni 2009
  • Er könnte ja auch zu einem Öko Hoster wechseln, der mit Ökostrom betrieben wird. Und die website http://www.forestle.de zur Suche verwenden. Dann wäre sein Online und Scuhverhalten schon mal Co2 reduzierter,

    Comment | 14. Juni 2009
  • top ten ecolifestyle changes:
    “10. Believe with all your heart that how you live your life makes a difference to all of us.”

    Genau dieser Punkt treibt mich auf überlebt gerade um, und ich kann diesen Glauben nicht aufbringen. Für mich macht meine Lebensart einen Unterschied für mich selbst, deshalb behalte ich sie bei, aber ob es was ausrichtet? Wenn man das richtig zu Ende denkt, ist es dann nicht wirklich so wie arne sagt, und wir konterkarieren uns selbst schon indem wir ins Netz schreiben?

    Comment | 15. Juni 2009
  • Naja, indem wir etwas bloggen, was andere wiederum auf den Gedanken bringt, etwas in deren Leben zu ändern, schädliche Verhaltensweisen abzulegen etc., machen wir ja auch einen Unterschied. Multiplikatoren sind für Veränderungen auch wichtig – wenn jeder nur daheim auf seinem Biohof vor sich hin werkelt, ohne auch andere Menschen damit zu erreichen, bringt das auch nicht so viel. Dennoch hast Du natürlich Recht, gerade wenn man sich mal so in der Welt umschaut und sieht, was da Firmen & Politik alles anrichten, kann man schon ein wenig verzweifeln, was man als einzelner (oder als kleine Gruppe) wirklich ausrichten kann. Aber statt dessen gar nichts zu machen und bewusst am Untergang mitzuwirken ist für mich jedenfalls auch keine Alternative!

    Comment | 15. Juni 2009

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