Jul
21
2011

Surftipp: Umweltbrief.org

Irgendwie ein bisschen zufällig (nämlich über einen Link beim Allgemeinen Europäischen Verbund für Umweltschutz, der sich für regionale Genossenschaften stark macht) bin ich übern den Umweltbrief.org gestolpert. Das Design der Website kommt noch sehr „Web 1.0“-mäßig daher (und dürfte daher auch auf uralten Browsern problemlos anzeigbar sein), allerdings ist es ja der Inhalt, der zählt. Und da haben mich die Betreiber dieses ehrenamtlichen Projekts mit diesen Sätzen, die quasi als Motto auf der Site auftauchen, natürlich sofort geködert:

Damit unsere Arbeit und unsere Meinung frei bleiben können, gibt es im Umweltbrief keine Werbung.

Werbung hat allerdings noch weitere Nachteile:
Sie ist eine Manipulation der Seele, indem sie mit Illusionen spielt. Sie macht die Menschen erst gezielt unglücklich, indem sie neue Bedürfnisse weckt, die sie dann befriedigen müssen, um wieder glücklich zu sein.

Werbung verführt zu unnötigem Konsum, der die ohnehin knapper werdenden Ressourcen des Planeten sinnlos ausbeutet und auch den Klimawandel beschleunigt.

Mein Reden! :-) Inhaltlich wird in dem einmal im Monat erscheinenden Umweltbrief auf viele Themen rund um Umweltschutz, Ökologie, aber auch Wirtschaft und alternative Energien eingegangen, es gibt Tipps für einen pfleglichen Umgang mit den Ressourcen der Erde und es wird auch ein eigenes Elektroauto-Projekt vorgestellt. Das „Abo“ ist kostenlos und erfolgt per E-Mail, oder man sich auch alle Artikel auf der Website durchlesen; ein RSS-Feed wird leider nicht angeboten.

Spannend ist auch die Seite über die Philosophie des Umweltbriefs, der ich absolut zustimmen kann:

In einer Infotainment-Gesellschaft werden wir täglich geflutet von Informationen und Werbung, die mit unseren ureigenen Interessen, Zielen und Bedürfnissen nur noch wenig zu tun haben.
Die Kommunikationslawine behindert Information. Alle Themen – auch Superthemen wie der Klimawandel – haben in den Medien nur eine kurze Halbwertzeit, denn auch die Medien machen ihr Geld mit kurzfristigen Hypes. Sie sind oft auch die Werkzeuge und Vasallen der reichen Lobbies hinter der Szene. (…)

Darüber hinaus ist zu befürchten, dass uns die für uns wirklich bedeutsamen Themen, Nachrichten und Neuigkeiten gezielt verschwiegen werden, denn echte Innovationen und Veränderungen sind oft nicht erwünscht – nicht von der fossilen Wirtschaft, also auch nicht von ihren Politikern. Es reicht ja, wenn wir funktionieren und konsumieren… (…)

Ob Umwelt, Wirtschaft oder Politik – wirkliche Aufklärung kommt meist zu kurz. Manche Nachrichten, die allgemein einfach als gegeben hingenommen werden, bedürfen oft einer Prüfung, Auswertung oder kritischen Kommentierung. Andere müssen sogar erst aus der Versenkung geholt werden, da sie bei den Medien keinen Platz finden.
Viele der aufgetischten “Wahrheiten” sollen ohnehin nur den alten Lobbies und ihrer Machterhaltung dienen. Im Trend ist auch das “Greenwashing” von Industrie und Handel, um mit Alibi-Produkten den Umsatz zu steigern. (…)

(…) Wir, ein team von ehrenamtlich tätigen freien Journalisten, haben uns daher zur Aufgabe gemacht, unsere besondere Aufmerksamkeit auf eben diese wichtigen Themen jenseits vom Mainstream zu legen, um auch heiklen und daher oft unten gehaltenen Nachrichten die Priorität zu verleihen, die sie verdienen – und das kurz und knapp mit weiterführenden Links.
Uns geht es vornehmlich um die Hintergründe und deren Analyse. (…)

Auf der Internetplattform Umweltbrief.org gibt es Nachrichen und Ökotipps zu den Themen

- umweltgerechtes Leben,
- nachhaltiger Konsum,
- Social Business
- gesunde Ernährung,
- ethisch-ökologisches Investment,
- Ökostrom-Anbieter,
- Energiepolitik,
- Umwelttechnologien,
- Erneuerbare Energien,
- Energieeffizienz,
- Ressourceneffizienz,
- alternative Mobilität,
- innovative Elektrofahrzeuge,
- Haushalt,
- Atomkraft-Lügen,
- Klimawandel,
- Öl-Wirtschaft,
- Bürger-Überwachung,
- Mobilfunk-Smok,
- Buch- und Filmtipps,
- Umwelt-Statistiken,
- aktuelle Umwelt-Veranstaltungen,
- spezielle Wasser-Informationen,
- ein Gifte-ABC und vieles mehr. (…)

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11 Kommentare »

  • GhostDog

    Toller Tipp, vielen Dank.

    Hab mich gleich mal für den Newsletter eingetragen.

    Comment | 21. Juli 2011
  • Möglicherweise haben es immer mehr Journalisten satt, ihre Inhalte von den Anzeigenabteilungen ihrer Verlage “nahegelegt” zu bekommen. Ist es nicht ein Drama, wenn einige das Gefühl entwickeln, echte Information ist nur ehrenamtlich möglich?

    Comment | 21. Juli 2011
  • robert

    Die Seite sieht auf den ersten Blick schon interessant aus, aber Abschnitte wie der folgende hinterlassen dann doch einen faden Beigeschmack:

    Gleichzeitig wird das Wasser durch Verwirbelung energetisiert (wie kräftiges Schütteln in der Homöopathie), eine japanische Mineralgestein-Scheibe sorgt für natürliche Schwingungsbehandlung (Quell-Information). Denn auch wenn die Schadstoffe selbst nicht mehr vorhanden sind, bleibt die veränderte Struktur weiterhin im Wasser wirksam, weil auch ehemals belastetes Wasser noch die Schadstoff-Informationen über die Frequenzen übermittelt!

    Irgendwie kann ich denen dann nicht mehr richtig trauen, hier ist die Esoterik und der Hokuspokus offensichtlich, an anderen Stellen mag es versteckter und somit manipulativer eingebaut sein.

    Und im Übrigen bin ich auch der Meinung, das konsequenter Umweltschutz nur mit veganer Lebensweise möglich ist.

    Comment | 21. Juli 2011
  • @ robert – ja, da hast Du Recht, der Abschnitt wirkt wirklich nicht gerade seriös. Wie immer im Netz (und im Leben) muss man dargebotene Informationen kritisch durchleuchten und bewerten!

    Comment | 21. Juli 2011
  • EarthChild

    Thanx für den Tip, einfach super!

    Comment | 21. Juli 2011
  • Vogel

    iss gebongt, Thx

    Comment | 21. Juli 2011
  • Vogel

    Update:
    Gerade reingeguggt – erster Test: Haare ausgefallen, Zehennägle aufgerollt!
    Und das kam so: Schon das Link:
    Wie fährt sich so ein Elektroaut>/em> hat mich elektrisiert – draufgeklickt … und da war’s passiert (s. o.):
    Tesla Roadster: Wir haben ihn gefahren. Er beschleunigt wie ein Flugzeug, nur lautlos. Fahrspaß pur. 100 km kosten nur 5,50 Euro Auto, Motor und Sport pur *grrrh* Nur wenn der Strom aus der eigenen Windmühle oder Wassermühle oder vom Solardach kommt iss das einigermaßen zu vertreten, umweltmäßig. Trotzdem: Wenn ich an die Lithiumgewinnung denke (http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium#Vorkommen_auf_der_Erde), daran, dass die letzten Salzseen geplündert werden (sehr seltene und äußerst fragile Flora/Fauna) usw. kommt’s mir hoch: Bissiness äs juschuel!! Ich will das nich weiter auswalzen, Peter – da mag sich jeder selber vorurteilslos schlau machen -, aber motorisierter Individuelverkehr iss eines der größten Übel der Menschheit.
    Warum muss ich mich dauernd von A nach B bewegen? Haben die Zellhaufen kein schönes Zuhause? Und wenn nich, warum arbeiten die nich dadran sondern versuchen durch dauerhaftes rumlaufen ein Symptom zu bekämpfen statt die Ursache – kein schönes Zuhause, keine sinnvolle Beschäftigung usw. – zu beseitigen?
    /”Alles Unheil kommt von einer einzigen Ursache, dass die Menschen nicht in Ruhe in ihrer Kammer sitzen können.”/ Blaise Pascal
    (Bin selber in 40 Jahren ca. 1.6 Miokm Auto gefahren, vom R 4 bis zur E-Klasse, ich nutze das Auto heute nur, und gerne, wenn ich mindestens 2 Mitfahrer habe – aber auch dann mit Bauchschmerzen)

    Comment | 21. Juli 2011
  • @ Vogel: auf jeden Fall, da stimme ich Dir voll und ganz zu, was die Individualmobilität anbelangt, und vor allem Autos, ob nun mit Benzin- oder Elektromotor. Ich selbst fahre nur ungern Auto und in den letzten Jahren auch nur noch recht selten. Den Drang, dauernd irgendwohin zu fahren bzw. immer woanders sein zu müssen, um mich wohl zu fühlen, verspüre ich eh nicht.

    Comment | 21. Juli 2011
  • Vogel

    Danke!

    PS.: Hab’ noch ‘n bisschen geblättert, im Umweltbrief. Es gibt dort auch Gutes, iss aber noch nich so gut, dass ich das Link in meinem Verteiler distribuiere. Werde das im Auge behalten – aber der Trend, Lösungen in neuen Technologien zu suchen iss imho fatal. Wir wissen: /”Technologische Lösungen sind keine solchen – sie erhöhen nur das Problemniveau!”/ (Zitat: Vogel :-) )
    /”Wenn das so weitergeht, mit dem Verkehr, wird Paris im Pferdemist ersticken!”/ (Paris im 19ten Jh., Quelle: unbekannt) Individualverkehr gibt halt ein “gutes” Beispiel *grrrh* für die “Falschdenke” und dem “Falschhandeln” der Zellhaufen. Und, da wir gerade gedanklich in Frankreich sind, lass’ uns an Albert Camus denken, sinngemäß: Der Mensch sollte sein “solitaire et solidaire”! Ob das die Zellhaufen schaffen?
    Es geht nur mit: WENIGER! (plus solidarisch, plus/alternativ dem, was die Sonne liefert – und die liefert alles, gelle?)

    Comment | 22. Juli 2011
  • m.ro

    @robert und Peter: Die von Euch kritisierten Darstellungen zum Wasser beziehen sich mMn auf ein bestimmtes Verständnis von Wasser, das ihr nicht teilt. Das Verständnis ist sehr gut auf der Seite “Wasser-Info” des Umweltbriefes beschrieben.

    Nur weil es sich Eurem Erfahrungshorizont entzieht, heißt es ja nicht, dass es nicht so sein kann. Ich habe mich mit systemischen Modellen, Schauberger und Emoto beschäftigt und “glaube” daran. Probiert es doch einfach mal selbst aus und erlebt frisches, “lebendiges” Wasser.

    Natürlich könnt Ihr das gerne als Esoterik oder Hokuspokus abtun. Allerdings ist das das Verhalten aller verknöcherten Scheuklappenmenschen. Was, die Erde soll sich um die Sonne drehen? Was, nur weil ich mir nicht die Hände wasche, bin ich krank geworden? Was sind bitte schön Vitamine?

    Eine sich selbst erhaltendes System bringt der Mensch mit seiner Logik einfach nicht zustande.

    Comment | 22. Juli 2011
  • “das Verhalten aller verknöcherten Scheuklappenmenschen”

    Nana, so möchte ich doch hier im eigenen Blog ungern bezeichnet werden! ;-)

    Kann schon sein, dass es beim Wasser so ist, wie beim Umweltbrief beschrieben, um das zu beurteilen fehlt mir Detailwissen. Etwas merkwürdig klingt das aber schon – und leider tummeln sich ja in solchen Bereichen auch viele Scharlatane, die Leuten irgendeinen Unsinn andrehen wollen.

    Comment | 22. Juli 2011

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