Jan
27
2011

Surftipp: Sourcemap – Woher stammen all die Sachen?

Früher, in der so genannten „guten alten Zeit“, war sicherlich nicht alles besser, aber einige Dinge doch etwas überschaubarer und einfacher. So wusste man von vielen Lebensmitteln und auch Gegenständen durchaus, wo sie her kamen, durch welche Hände sie gingen. In Zeiten der Globalisierung ist dies schwierig geworden – selbst ein so einfaches Produkt wie ein industriell gefertigter Erdbeerjoghurt ist weit gereits und besteht aus Zutaten, die zuweilen tausende Kilometer unterwegs waren, bis sie am Ende in der Kühltheke beim Supermarkt um die Ecke landen (siehe den Artikel „Unser Globus schumpft“ auf Indymedia, wo für den Erdbeerjoghurt eine stolze Strecke von 6.700 km errechnet werden). Und so wird es schwierig, wenn man wirklich wissen will, was man da im Einzelnen kauft – das irgendwo auf der Innenseite aufgedruckte „Made in China“ alleine ist da nur die Spitze des Eisbergs, besagt es doch lediglich, wo es am Ende zusammengelötet wurde. Durch den ubergrun-Blog bin ich auf eine sehr interessante Website aufmerksam geworden – „Sourcemap – woher kommt der ganze Kram?“:

Wir kaufen gerne. Irgendwo kommt das dann auch alles her. Mit den bekannten, nicht nur positiven Folgen für Mensch und Natur.
Sourcemap nennt sich ein relativ junges Projekt, das die langen Wege unserer Konsumgüter transparent machen will.
Auf Google Maps basierend errechnet die Anwendung für ein jeweils gewähltes Produkt den Transportweg inklusive der einzelnen Bestandteile bis hin zum Verbraucher.
Dessen Wohnort wird praktischer weise direkt über die IP des Sourcemap-Nutzers bestimmt. (…)

Sourcemap befindet sich noch in einer Beta-Phase. Viele von der Community eingestellte Produkte sind auch noch nicht ganz aussagekräftig erläutert.
In einem aktuellen Blogpost werden daher noch Mitstreiter gesucht!
Angesprochen fühlen solten sich besonders auch Leute, die entweder Web-Kompetenz (Illustratoren, Web-Designer, -Entwickler) oder aber spezielles Know-How über Transport und Herstellung von Industriegütern mitbringen können (Designer, Ingenieure, Logistiker, Produktlebenszyklus-Experten).

Wer sich selbst mal ein Bild machen will, sollte sich die spannende Website des Sourcemap-Projekts einmal anschauen!

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1 Kommentar »

  • Metalmatze Süddeutschland

    Ja klasse, das ist genau das was ich seit langem vermisse!!! Es nervt mich und widerstrebt mir daß ich bei so vielen Produkten nicht nachvollziehen kann woher sie letztendlich stammen.

    Insbesondere bei Lebensmitteln, aber auch bei anderen Sachen würde ich gerne den Hersteller kennen = wissen so daß ich wenn ich das Bedürfnis habe mit Lob und Tadel auch den Richtigen ansprechen kann. Manchmal verschwindet ein superbes Produkt einfach aus den Regalen eines Anbieters ["ausgelistet"] und manches Mal habe ich dann vom eigentlichen Hersteller andere Bezugsquellen genant bekommen. Und wenn etwas partout nix taugt, dann ist es gut zu wissen wo der “Schrott” hergekommen war.
    Z. B. aktuell beim Diskounter Penny [Rewe-Tochtergesellschaft] ist Fleisch unter dem Pseudonym / der Eiogenmarke “Heinz Wille” im Handel: Rindsrouladen die den Namen echt nicht verdienen, absolut dürftige Fleischqualität und -verarbeitung. Zuhause dann mit der Lupe gelesen woher das stammt: Müller-Fleisch Birkenfeld [bei Pforzheim], m. E. einer der schlimmsten “Saftläden” in Sachen Ausbeutung von Mitarbeitern, in der Vergangenheit auch immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen für Zeitungsartikel gut… Bei mir jedenfalls schon immer auf meiner persönlichen Boykott-Liste. Und dann bekomme ich dessen “Fleisch”-Produkte plötzlich unter diesem Pseudonym untergejubelt!!! Denn mal Hand auf’s Herz, wer hat denn schon beim Einkaufen eine Lupe zur Hand??? Ich schaue jedenfalls jetzt nochmal genauer hin.

    Insofern danke ich Euch für diesen Link, es ist sicher zumindest ein kleiner Mosaikstein für mehr “Durchblick” in diesem Dschungel von Roßtäuschern!!!

    Grüße vom Metalmatze Süddeutschland

    Comment | 1. Februar 2011

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