Dez
21
2012

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Huch, die Welt besteht ja überraschenderweise doch noch! Dann kann ich ja schnell noch einen neuen Beitrag veröffentlichen. :-) Heute möchte ich mich diesem wichtigen Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V. anschließen, gefunden beim Kritischen Netzwerk:

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Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Jetzt einwenden!

Ein dringender Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V.

Alle Jahre wieder – pünktlich zur Weihnachtszeit bescheren uns das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und einer der Agrogentech-Konzern ein ganz besonderes Geschenk: eine neue Gentech-Freisetzung. In diesem Jahr mit zwei genmanipulierten Kartoffeln.

Der Zeitraum kurz vor den Weihnachtsfeiertagen scheint absichtlich gewählt zu sein. Auf diese Weise wird nicht nur die Information der Öffentlichkeit sondern auch eine umfassende Antragsprüfung und die Möglichkeit zur Einwendung behindert. Na, vielen Dank…

Diese zwei genmanipulierten Kartoffeln sollen freigesetzt werden:

  • Die Gen-Kartoffel Modena wurde in ihrer Stärkezusammensetzung so manipuliert, dass sie weniger Amylose in der Kartoffelstärke und mehr Amylopektin enthält. In ihren Eigenschaften ist Modena vergleichbar mit der umstrittenen Gentechnik-Knolle Amflora.
  • Die Gen-Kartoffel Fortuna ist eine reine Speisekartoffel. Sie wurde so manipuliert, dass sie sowohl resistent gegen die Kraut- und Knollenfäule als auch gegenüber dem Herbizid Imazamox sein soll. Fortuna ist speziell für die Verarbeitung zu Pommes Frites und Chips vorgesehen. Auf diese Weise fände die Gen-Knolle den direkten Weg auf unsere Teller.

Grundnahrungsmittel Kartoffel

Kartoffeln stellen weltweit ein bedeutendes Grundnahrungsmittel dar. Deutschland ist einer der wichtigsten Kartoffelproduzenten der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche über 64 Kilogramm Kartoffeln pro Jahr in Form von Kartoffeln, Püree, Pommes, Chips, Snacks und Fertiggerichten. Ein Großteil der Knollen wird in Form von Kartoffelstärke als Basis für unzählige Nahrungsmittelmittelzutaten eingesetzt. Hauptsächlich bei der Herstellung von Süßwaren, Backwaren, Milchprodukten und insbesondere Getränken.
Keine Gentechnik im Essen

Nach wie vor lehnen die deutschen und europäischen Verbraucher Gentechnik in Lebensmitteln ab. Ein enormer Imageschaden durch den Anbau von Gen-Kartoffeln für die deutsche Landwirtschaft, Stärkehersteller und Verarbeitungsbetriebe ist absehbar und wird letztendlich viele Betriebe ihre Existenz kosten. Allein die zusätzlichen Kosten werden von Handwerk und Mittelstand kaum zu stemmen sein.

Gen-Kartoffeln sind in Europa unverkäuflich und eine existenzielle Bedrohung für Landwirtschaft und Lebensmittelhersteller – Wenden Sie ein!

Bitte füllen Sie die  Mustereinwendung  deutlich und in Druckschrift aus und senden sie bis spätestens 11. Februar 2013 dort eingehend an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Mauerstraße 39-42, 10117 Berlin.

Bitte unbedingt beachten:

Einwendungen im Genehmigungsverfahren der Gen-Kartoffel-Freisetzung sind das zentrale Element, um Ihre persönliche Betroffenheit bzw. die Betroffenheit von Natur und Umwelt darzustellen. Einwenden kann jeder, Verbrauchrinnen und Verbraucher, Landwirte, Saatgutproduzenten, Lebensmittelhersteller aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Das Verfahren der Bürgerbeteiligung ist streng geregelt. Online-Aktionen und Emails sind nicht möglich. Eine gültige Einwendung muss fristgerecht in Papierform bei der Genehmigungsbehörde eingehen. Damit Ihre Stimme gültig ist, müssen weitere Punkte beachtet werden:

  • Ihr Name und Ihre Adresse muss vollständig und gut lesbar sein.
  • Ihre Einwände, Name, Adresse, Datum und persönliche Unterschrift müssen auf einem Blatt sein. Ihre Einwendung muss daher doppelseitig kopiert oder fest zusammen geklebt sein.
  • Am Stichtag 11. Februar 2013 muss die Einwendung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingegangen sein.

Natürlich können Sie den Text unserer  Mustereinwendung  verändern oder ergänzen.

Deshalb muss die Freisetzung verhindert werden!

  • Deutschland ist einer der größten Kartoffelproduzenten der Welt. Eine Kontamination der Kartoffelbestände könnte daher gravierende ökonomische Folgen für die deutsche Land- und Lebensmittelwirtschaft haben.
  • Eine Koexistenz bei einem Anbau von genmanipulierten Kartoffeln ist völlig unrealistisch. Es gibt zu viele Kontaminationsmöglichkeiten während der gesamten Produktionskette, von der Züchtung neuer Kartoffelsorten bis zum verarbeiteten Produkt.
  • Im Falle einer Auskreuzung in herkömmliche Kartoffeln steigt die Gefahr einer völlig unkontrollierbaren Verbreitung der Gen-Konstrukte.
  • Gesundheitliche Risiken als Nebeneffekte der Manipulation am Erbgut der Kartoffelpflanzen sind sehr wahrscheinlich. Untersuchungsergebnisse bei Fütterungsversuchen von Ratten mit gentechnisch manipulierten Kartoffeln weisen auf Gefahren durch deren Verzehr hin.
  • Die Freisetzung dient allein wirtschaftlichen Interessen. Der einzige Zweck scheint die Erzeugung großer Mengen an Knollenmaterial zu sein.
  • Nach wie vor gibt es in Deutschland und Europa keinen Bedarf für die genmanipulierte Stärke- oder gar Speisekartoffeln. Vor allem die VerbraucherInnen sind nicht bereit, gentechnisch manipulierte Produkte in ihrem Essen zu akzeptieren.

Lesen Sie hierzu auch die Hintergrundinfos- klick hier

Bitte füllen Sie die Mustereinwendung deutlich und in Druckschrift aus und senden sie bis spätestens 11. Februar 2013 dort eingehend an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Mauerstraße 39-42, 10117 Berlin.


Umweltinstitut München e.V.

Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung

Landwehrstr. 64 a
80336 München

Tel.: (089) 30 77 49-0
Fax: (089) 30 77 49-20
E-Mail: info@umweltinstitut.org

www.umweltinstitut.org


Bei dem Versuch des anerkannten Gentechnik-Forschers Árpád Pusztai, Schneeglöckchengene in Kartoffeln “einzubauen” , stellte sich heraus, dass die Ratten, die anschließend mit der Kartoffel gefüttert wurden, an der Schwächung des Immunsystems, an Gehirnschrumpfung und  Nierenschäden litten. Danach ließ der Biochemiker Árpád Pusztai die Welt wissen, dass gentechnisch veränderte Nahrung nicht zu empfehlen sei. Diese Empfehlung kostete Árpád Pusztai seinen Job. Er wurde diskreditiert und diffamiert. Seine Forschungsergebnisse stellten sich hinterher als wasserdicht heraus.

Jetzt sollen wir wieder mit zwei gentechnisch veränderten Kartoffeln der Firma BASF “beglückt” werden – wenn wir uns nicht wehren!

Wir haben die Aktivitäten der Großkonzerne wie BASF satt, die die Verunreinigung unserer Nahrungsmittel billigend in Kauf nehmen. Die genmanipulierten Kartoffeln Fortuna und Modena haben nichts auf unseren Äckern verloren!
Marie-Luise Volk  

- Gesundheitsberaterin (GGB) und Sprecherin der Bürgerinitiative “Bürger/innen sagen NEIN zur Agro-Gentechnik” im Landkreis Cochem-Zell
www.agrogen-rlp.de

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