Nov
26
2010
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Aktion: EU will Tierversuchsverbot für Kosmetika ausbremsen!

© matchstick, stock.xchng

Über den VeganBlog (eine interessante Anlaufquelle für alle, die sich über Veganismus und Vegetarismus informieren möchten) bin ich auf eine aktuelle Unterschriftenaktion aufmerksam gemacht worden, die ich an dieser Stelle unbedingt weiterempfehlen möchte – „EU will Tierversuchsverbot für Kosmetika ausbremsen!“:

Ab März 2013 soll das Verkaufsverbot der EU für Kosmetika, deren Inhaltsstoffe im Tierversuch getestet wurden, endgültig und ohne Ausnahmen in Kraft treten. Jetzt macht aber die Kosmetikindustrie Druck und drängt die EU-Kommission, diese Frist um unbestimmte Zeit zu verlängern, weil es angeblich bis März 2013 nicht machbar wäre, für alle vorgeschriebenen Tierversuche auf dem Gebiet der Kosmetik Ersatzmethoden zu entwickeln.

Dies ist aber ein Märchen, denn im Prinzip ist es nur eine Frage des Geldes, ob schnell genug die entsprechenden Alternativmethoden entwickelt werden können. Die Konzerne möchten dieses Geld lieber nicht ausgeben und malen deshalb den Teufel in Form drohender Sicherheitslücken für die Verbraucher an die Wand! Denkt man aber mal kurz über die eigentliche Fragestellung nach, kommt man schnell zum Knackpunkt: Alle existenten Kosmetika, die derzeit auf dem Markt sind, sind bereits geprüft und für den Verbraucher unbedenklich! Die vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen beziehen sich nur auf neu entwickelte Inhaltsstoffe und Produkte, diese wiederum dienen natürlich dem Profit der Konzerne (Stichwort „Innovation“).

Und hier sollte sich wohl jeder von uns mal in einen Drogeriemarkt seiner Wahl stellen, den Blick über die prall gefüllten Verkaufsregale schweifen lassen, und sich fragen: „Brauche ich wirklich noch mehr Produkte, wenn für jedes Einzelne Tausende von Tieren auf grausame Art und Weise zu Tode gequält werden?“

Wer die Antwort darauf genau so einfach findet wie wir, der beteilige sich bitte dringend an unserem Aktionsaufruf zur Europäischen Kosmetikrichtlinie: www.peta.de/eukosmetik!

Also, bitte alle mitmachen, um den Schwachsinn zu stoppen. Dass die ganzen Industriekosmetika allen Tierversuchen zum Trotz alles andere als ungefährlich und gesundheitsfreundlich sind, hat ja auch Annie Leonard in ihrer „The Story of Cosmetics“ aufgezeigt. Mehr von diesem chemischen Müll braucht wirklich niemand.

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Feb
03
2010
4

Britisches Militärlabor sprengte lebende Schweine zu Forschungszwecken in die Luft

norwegian_pig

© jannbr, stock.xchng

Eigentlich sollte man sich ja über nichts mehr wundern, was menschliche Ignoranz und Grausamkeit angeht, schon gar nicht, wenn es ums Militär geht. Dennoch sorgte diese Schlagzeile dann schon für Wutaufwallungen, nicht nur bei mir: „Britisches Militärlabor sprengte lebende Schweine zu Forschungszwecken in die Luft“:

Tierversuche zu Forschungszwecken, die die Wirkung von Medikamenten, Kosmetika und anderen Einflüssen auf den menschlichen Organismus untersuchen, sind grausam und durch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu unserem Wohl zu rechtfertigen. Der Mensch als selbsternannte Krönung der Schöpfung hat diesen Begriff nicht verdient, denn solche Versuche sind nichts anderes als eine unbeschreibliche Tierquälerei.

Dass man jedoch zu Forschungszwecken lebende Schweine in die Luft sprengte, um Auswirkungen von Explosionen auf den Organismus zu untersuchen, kann man nicht glauben. Nach Angaben der Times in der online-Ausgabe vom 24.Januar wurde von derartigen Versuchen berichtet. Diese perversen, sadistischen Untaten kommen aus der militärischen Ecke und sollen sich im Jahr 2002 ereignet haben.

In dem geheimen militärischen Forschungslabor Porton Down der britischen Regierung bei Salisbury in Wiltshire, dass während des Ersten Weltkrieges, 1916, zur Forschung der chemischen Kriegsführung mit Giftgas und chemischen Kampfstoffen gegründet worden war, wurden lebende Schweine mit Sprengstoff getötet, um in der “Simulation” die Auswirkungen auf in die Luft gesprengte Ziele von terroristischen Angriffen zu untersuchen, hiess es.

Die Schweine wurden extra mit einer weissen Haut gezüchtet, um der menschlichen näher zu kommen und die Versuchsergebnisse somit authentischer zu erhalten.

In einer Reihe von Tests in dem biologischen und chemischen Forschungszentrum in Wiltshire wurden achtzehn grosse Schweine in Schutzdecken gehüllt und weniger als drei Meter davon entfernt Bomben gezündet. Die Schutzdecken sollten wahrscheinlich Kleidung ersetzen. Die Wissenschaftler liessen die Schweine bis zu einem Drittel ausbluten, um zu sehen, wie lange sie am Leben gehalten werden konnten. Die Schweine wären betäubt gewesen und keines hätte überlebt.

Bevor die Tiere in die Luft gesprengt wurden, hatte man ihnen Rohre in die Blutgefäße und Blasen eingefügt und ihre Milz war entfernt worden. In ein grosses Blutgefäss im Unterleib hatte man einen Draht hineingesteckt, der während der Explosion zerrissen wurde. (…)

Allerdings erscheint es auch wieder etwas verlogen, wenn Leute sich nur über solche Sauereien (entschuldigt das Wortspiel) und über Tierversuche zu kosmetischen Zwecken  erregen, nicht jedoch an die tagtäglich millionenfach im Namen des ungebremsten und möglichst billigen (danke, McD!) Fleischkonsums denken und an den dort herrschenden „normalen“ Verhältnissen der industriellen Tierausbeutung Anstoß nehmen.

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