Mrz
06
2013

H&M – der karitative Konzern?

Es ist doch immer wieder goldig, wenn multinationale Konzerne versuchen, sich mit Hilfe des sog. Greenwashings ein besseres Image zu verschaffen. Die schwedische Modekette H&M hatte in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen, da das via Reklame transportierte Saubermann-Image nicht so recht zu den tatsächlichen Arbeitsbedingungen in den Fabriken passt, die für das Unternehmen die hierzulande so günstigen Klamotten zusammennähen. Doch nun tritt H&M die Flucht nach vorn an und versucht sich mit einer neuen Idee zu präsentieren und dabei nebenbei auch gleich noch weitere Kundenbindung zu betreiben – quer berichtet in „Altkleiderkampf: H&M bringt Sozialdienste in Not“ über die neuesten Umtriebe dieser Firma:

Abgetragene Kleider können ein einträgliches Geschäft sein: 450 Euro pro Tonne lassen sich derzeit damit erzielen. Bisher haben meist karitative Organisationen ihre sozialen Dienste damit teilfinanziert. Doch jetzt haben auch klamme Kommunen und Bekleidungsunternehmen diesen Markt entdeckt. Die Modekette H&M bietet seit dieser Woche ein Einkaufsgutschrift von 15% auf abgegebene Altkleider. Das soll die Umwelt schützen – steigert aber vor allem das Image der Billigmarke. Ein plumper Versuch von “Greenwashing” (was ist das?), der Sozialdiensten den Markt abgräbt?

Klicke auf diesen Link, um den Inhalt von YouTube anzeigen zu lassen.
Video laden

PHA+PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI4MSIgc3JjPSJodHRwOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL2VtYmVkL0JDaVZCRUEyaTgwP3JlbD0wIiBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

Verwandte Beiträge:

Drucken Drucken

2 Comments

  • Ich warte ja schon länger darauf, dass der deutsche Tafel Verbund mit 1.000 Zweigstellen und ~50tsd kostenlosen, weil ehrenamtlichen Mitarbeitern an einen ausländischen Hedgefond verkauft wird. Da ist sicher noch ein zweistelliger Profit zu machen. LOL

    Comment | 6. März 2013
  • Sini

    Also ich muss hier mal einmal was loswerden. Ein paar Freundinnen von mir und ich haben geplant eine Wohltätigkeitsmodenschau zu machen. Zu diesem Zweck haben wir H&M angeschrieben und die sagten uns ab. Natürlich weil wir nicht bekannt sind.
    ABER: wäre H&M an karitativen Sozialdiensten interessiert, hätten die bei uns zugesagt. Letzendlich dient die Altkleider Aktion nur dem Werbezweck. Ich find das richtig peinlich. Von so einem riesen Konzern könnte man erwarten sich etwas anders zu verhalten. Es geht nicht darum, dass sie nicht mit uns zusammenarbeiten wollen, denn wir verstehen das, immerhin sind wir unbekannt. Aber dann irgendwelche Aktionen machen die dann bekannt sind?
    Ich finde das so nicht richtig.

    Comment | 25. März 2013

Kommentare per RSS Feed verfolgen.

Sorry, the comment form is closed at this time.

Konsumpf 2008 - Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Cookie Preference

Please select an option. You can find more information about the consequences of your choice at Help.

Select an option to continue

Your selection was saved!

Help

Help

To continue, you must make a cookie selection. Below is an explanation of the different options and their meaning.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    All cookies such as tracking and analytics cookies.
  • Accept first-party cookies only:
    Only cookies from this website.
  • Alle Cookies ablehnen:
    No cookies except for those necessary for technical reasons are set.

You can change your cookie setting here anytime: Datenschutz. Impressum

Back