Mrz
22
2010

Gen-Milchkühe: Bauern fürchten schleichende Enteignung

Unglaublich, was sich Konzerne so alles einfallen lassen, um Geld zu verdienen… Das Polit-/Satire-Magazin quer im Bayerischen Fernsehen brachte letzten Donnerstag den Beitrag „Gen-Milchkühe: Bauern fürchten schleichende Enteignung“, bei desen Betrachtung es zumindest mir kalt den Rücken runter läuft:

Biotechnologen aus Belgien und Neuseeland haben eine Gensequenz entdeckt, die die Milchleistung von Kühen steigert. Die Forscher ließen sich das Gen vom Europäischen Patentamt patentieren. Damit können sie dann ganz viele Turbo-Kühe züchten. Das Gen wäre irgendwann in fast jedem Stall. Die Bauern fürchten in Zukunft für jede Kuh mit diesem Gen Lizenzen zahlen zu müssen. Dabei stammt das Gen aus der Natur. Und ethische Fragen bringen die Gemüter in Wallung: Werden Tiere zu technischen Erfindungen degradiert? Ist ein Patent auf ein Stück Natur überhaupt zulässig?

Bei der Gelegenheit empfehle ich Euch auch gleich, die Petition von Avaaz.org (quasi ein internationales Campact) zu unterzeichnen, die sich gegen die Zulassung von Genpflanzen in der EU wendet. >> HIER

Die Europäische Kommission hat soeben bewilligt, dass zum ersten Mal seit 12 Jahren genmanipulierte Pflanzen angebaut werden dürfen, und stellt damit den Profit der Gentech-Lobby über das Interesse der Öffentlichkeit. — 60% der Europäer sind der Meinung, dass mehr Forschung betrieben werden muss, bevor entschieden werden kann, ob wir Lebensmittel anbauen, die unsere Gesundheit und Umwelt schädigen können.
Eine neu ins Leben gerufene Initiative gibt einer Million EU-Bürgern die einmalige Chance, offizielle Anfragen direkt an die Europäische Kommission zu richten.

Lassen Sie uns zusammen 1 Million Unterschriften sammeln, um die Einführung von genmanipulierten Pflanzen und Produkten auf den Europäischen Markt zu stoppen. Wir fordern die Gründung von unabhängigen Wissenschaftseinrichtungen, die die Auswirkung von Genmanipulation untersuchen und wirksame Kontrollmechansimen etablieren.

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9 Kommentare »

  • [...] Vermarktung des Tages ist die Gen-Kuh: »Biotechnologen aus Belgien und Neuseeland haben eine Gensequenz entdeckt, die die Milchleistung von …« – ja, glaubt denn irgendjemand, dass die Gentechnik unter den Bedingungen eines [...]

    Pingback | 22. März 2010
  • Gen-Milchkühe: Bauern fürchten schleichende Enteignung…

    Von Peter Marwitz | Konsumpf | – Unglaublich, was sich Konzerne so alles einfallen lassen, um Geld zu verdienen… Das Polit-/Satire-Magazin quer im Bayerischen Fernsehen brachte letzten Donnerstag den Beitrag „Gen-Milchkühe: Bauern f…

    Trackback | 23. März 2010
  • ich

    Was soll das auch bringen, wir haben jetzt schon zuviel Milch. Die einzige Sauerei ist doch, dass der Staat nun in der Natur vorkommende Gene zur Patentierung annimmt. Das muss man sich mal vorstellen. Am Ende lässt man sich das Gen für weiße oder schwarze Hautfarbe oder für blonde Haare patentieren und jeder der dann dieses Gen in sich trägt muss dann Lizenzgebühren zahlen.
    Offenbar kommt der Schwachsinn nun auf einen Höhepunkt. Was darauf folgt ist natürlich der Fall. Ich hoffe, dass das Volk dann weiß, was zu tun ist mit den Spinnern. Man muss sie entfernen, damit sie keinen weitere Unsinn in der Zukunft anrichten können.

    Comment | 23. März 2010
  • Habt Ihr schon mal daran gedacht, dass AVAAZ eine Kampagne genau derselben Leute ist, die Gen-Lebensmittel und Gen-Kühe einführen wollen.

    wenn AVAAZ von Al Gore gelobt wird ?

    Man lanciert eine petition, sammelt damit alle “Gegner” ein und befriedigt sie, doie Petition fällt aber so aus, dass sie “leider” zugunsten der GEN-Profiteure endet.

    Diese Art von Aktionismus ist völlig sinnlos, wenn man nicht erkennt, welche Aktionen von Rothschild und seinem Psychokraten-Clan gesteuert werden.

    Comment | 23. März 2010
  • Wie kommst Du darauf, dass AVAAZ “eine Kampagne genau derselben Leute ist, die Gen-Lebensmittel und Gen-Kühe einführen wollen”? Gibt’s dafür irgendwelche Beweise, Belege oder Hinweise?

    “Zu den Gründern von Avaaz.org gehören Re s Publica, einer globalen Bürgerrechtsgruppe und Moveon.org, einer Online-Gemeinschaft, welche Pionierarbeit im Bereich des Online-Aktivismus in den USA leistete.”

    Comment | 23. März 2010
  • Ich bin der Meinung, dass man mit der Bewerbung und der Teilnahme von EU-weiten Volksabstimmungen, die natürlich leicht manipulierbar sind, das Wort redet. Sicher wird bald irgendwann über wichtigere Fragen genauso abgestimmt werden. Es soll diese unsichere und undemokratische Methode von Abstimmungen zur Gewohnheit werden, so kann man ja dann bequem alle gewünschten Politiken herbeiführen. Die uninformierten, der einseitigen Propaganda erlegenen Völker, vor allem Süd- u. Osteuropas, werden zu allem „Ja und Amen“ sagen. Von den erwähnten technischen Manipulationsmöglichkeiten mal abgesehen…..

    Wir müssen für unsere Freiheit und Recht in Österreich eintreten: Für Demokratie und Rechtsstaat und gegen die Entstaatlichung durch die EU-Verträge. Gegen die Einheitsparteien und Parteienoligarchie („Parteiendemokratie“). Schon Hans Kelsen dogmatisierte eine „Herrschaft des Parlaments“. Das ist schon das Grundübel. Meine Beiträge dazu: http://freiheit-frieden.blogspot.com/2010/02/demokratie-garantiert-freiheit.html und über Entstehung der EU, die genauso schon immer gewollt war: http://eu-kritiker.blogspot.com/2010/03/usa-nato-eu-die-fatale-dreieinigkeit-v.html und http://eu-kritiker.blogspot.com/2010/03/lissabon-vertrag-ist-in-kraft-reformen.html (unbedingt lesen)

    Wir sollten unbedingt auch das EU-Austritts-Volksbegehren bewerben um die Möglichkeiten für ernste Anliegen wie Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild, gegen RFID-Chip-Überwachung, Stärkung der Familie und vieles mehr zu haben. Der Austritt aus EURATOM ist auch wichtig, aber nur ein Teil der notwendigen Schritte für ein neutrales, freies und christliches Österreich.

    Sonst wird es finster – für lange Jahre…..!

    Comment | 24. März 2010
  • Grundbesitzer

    wo ist der Unterschied zu Landbesitz? Nur weil das historisch gewachsen ist und jetzt einigen wenigen gehört, ist das OK? Aber ErbGUT nicht? Sorry, aber wenn das eine OK ist und allgemein akzeptiert, dann muss das andere auch OK sein. Ich sehe da keinen Unterschied. Bei dem einen heißt es Pacht oder Miete, beim anderen Lizenzen.

    Comment | 24. März 2010
  • Klar ist auch über den Landbesitz eine Debatte zu führen, aber der Unterschied zur Gentechnik ist schon deutlich: Du “besitzt” plötzlich den Bauplan zu einem Lebewesen oder einer Pflanze, nicht das Lebewesen selbst! Das wäre so, als wenn sich jemand die “Idee” eines Feldes patentieren lässt (statt es zu besitzen) und alle, die ein Feld bewirtschaften, dann Lizenzgebühren abdrücken müssen. Also absurd.

    Comment | 24. März 2010
  • [...] wir bereits zahlreiche Berichte und externe Links veröffentlicht … zuletzt diesen Bericht über Milchkühe in unserer letzten Leseempfehlung. Die „grüne Gentechnik“, mir der zuerst die Staaten in der [...]

    Pingback | 27. März 2010

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