Jan
18
2010

Bürgermeister zeigt Drogerie die rote Karte

Dem Drogeriediscountwiderling Schlecker weht derzeit der Gegenwind ordentlich ins Gesicht – selbst in der Mainstreampresse ist die unglaublich dreiste Vorgehensweise, altgediente Mitarbeiter in die Leiharbeit zu drängen, um sie hinterher zum halben Lohn wieder einzustellen, großes Thema. Dass mich so etwas freut, ist klar, denn hoffentlich wachen immer mehr Menschen auf und kaufen zukünftig woanders ein. Sehr aufbauend fand ich auch diese Nachricht „Bürgermeister zeigt Drogerie die rote Karte“ in den Nürnberger Nachrichten:

(…) Der früher selbst als Apotheker tätige Rathauschef ist nach eigenen Angaben «stinksauer» auf das Unternehmen – noch vor der Eröffnung Ende September hat Schalwig ein Zeichen gesetzt: In einer Rundmail an die Rathausmitarbeiter legte er den Angestellten nahe, künftig bei Einkäufen für die Gemeinde das neue Schlecker-XL-Geschäft zu meiden – ein Boykott-Aufruf also (…)

Das ist schon mal ein Anfang, auch wenn die sprichwörtlich schlechte Art, mit der Schlecker seine Mitarbeiter schon seit jeher behandelt, hier gar nicht zur Sprache kommt (genausowenig wie die grundsätzlichen vielen Nachteile des Discountprinzips).

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Kommentare: 7 | Discounter | Schlagwörter: , , , |

7 Kommentare »

  • Bürgermeister zeigt Drogerie die rote Karte…

    Von Peter Marwitz | Konsumpf | – Dem Drogeriediscountwiderling Schlecker weht derzeit der Gegenwind ordentlich ins Gesicht – selbst in der Mainstreampresse ist die unglaublich dreiste Vorgehensweise, altgediente Mitarbeiter in die Leiharbeit zu…

    Trackback | 19. Januar 2010
  • Kontraste

    Also mal ganz ehrlich … meint ihr alle immer wirklich das ihr die Welt verändert … gerade weil ihr da nich einkaufen geht … bullshit sag ich euch … warum sollte die Schlecker das interessieren wenn da keiner einkaufen geht … das geht rumpeldiekatz dann sind die angestellten entlassen und der laden is dicht … was mein ihr was ihr damit schafft … arbeitslosigkeit … ich denke nicht das der vorstand sich dann denkt … OHOH die gehen wegen unserer Firmenpolitik nicht bei uns einkaufen in Nürnberg. Was sollen wir jetzt bloß machen. Das beste is wir gehen das alles mal anders an. … bullshit … Arbeitslosigkeit und den Untergang eines Unternehmens das erzeugt ihr mit sonen Aktionen

    Comment | 19. Januar 2010
  • “den Untergang eines Unternehmens”

    So soll’s auch sein, weg mit Schlecker & Co.!

    Was das Arbeitsplatzargument angeht (Totschlagargument, mit dem man heutzutage scheinbar alles rechtfertigen kann), so sollte bedacht werden, dass die Discounter zwar Arbeitsplätze geschaffen haben, aber gleichzeitig noch mehr (und besser bezahlte) Arbeitsplätze im traditionellen Einzelhandel vernichten. Statt also durch schafsgleiches Beibehalten seines Einkaufsverhaltens die Ausbeutung weiter zu zementieren, sollte jeder überlegen, welcher Art von Konzern & Firmenpolitik er sein Geld überlässt. Firmen wie Schlecker etc. braucht man sowieso nicht, und außerdem ist die einzige Sprache, die Konzerne verstehen, die des Geldes bzw eben des Geldverlustes (durch Boykottieren).

    Comment | 19. Januar 2010
  • Punksympathisant

    Wenn alle Discounter weg wären, gäbe es viel mehr Arbeitslose…
    Das macht keinen Sinn! Weil dann faire Handelsketten mehr Geschäft machen würden, und da dann die alten Schlecker-Kassiererinnen arbeiten lassen…

    Wenn du sagtst, sie wären ohne Läden arbeitslos, dann heißt das, dass Läden eigentlich gar nicht benötigt werden, weil es ja keine neuen gibt, wenn alte schließen. Frei von jeglichem Sinn!

    Comment | 19. Januar 2010
  • Danke, Punksympathisant, genau so sieht das aus. :-) Das vermeintliche “Jobwunder” durch die Verbreitung der Discounter ist eben keins bzw. nur ein negatives.

    Comment | 20. Januar 2010
  • Punksympathisant

    Das ist wie mit Billigkleidernäherinnen in Fernost! Wenn sie keine Lust mehr auf den Job haben, werden sie eben entlassen udn haben nun nichtmalmehr einen Hungerlohn. Andere reißen sich jedoch um einen Job, weil die Arbeitslosigkeit hoch ist, und machen das auch unter unwürdigen Bedingungen für fast nichts! So kommt das System leider nie zu Fall!

    Comment | 21. Januar 2010
  • Sergei

    ganz ehrlich:

    Arbeitsplätze zu jedem Preis, Kontrast? Eine so miese Behandlung, wie die, das nenn ich Sklaverei.

    ich kaufe nicht dort ein, ich unterstütze andere meist ehrenamtliche Läden. Zwar geht Schlecker vielleicht unter, dafür gibt es zb. mehr Secondhandläden. Mensch muss bissel weiter denken. Lieber ein SecondLaden, ökoladen, ein markt, ein Fairtradeladem, eine Volksküche mehr als ein Schleckermakrt. Mensch kann auch anders Arbeitsplätze schaffen. Skalverei ist echt die schlechteste möglichekeit

    Comment | 21. Januar 2010

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