Jun
27
2009

Gefährliche PET-Flaschen

In einer der letzten markt-Sendungen im WDR gab es einen interessanten Beitrag zu Wasser in PET-Plastikflaschen, wie sie heutzutage ja generell üblich geworden sind – wieso man ausgerechnet französisches oder italienisches Wasser (gar welches von Nestlé wie Vittel oder San Pellegrino!) quer durch Europa karren muss, mit der damit zusammenhängenden Umwelt- und Verkehrsbelastung, damit der trendbewusste Deutsche es hierzulande statt der einheimischen Wässer verkostet, will ich jetzt gar nicht mal groß thematisieren, das wäre einen eigenen Beitrag wert. Auf jeden Fall sind diese Plastikflaschen, in denen Wasser und andere Getränke angeboten und ausgeliefert werden, alles andere als unbedenklich, wie mittlerweile herausgefunden wurde – siehe besagten Beitrag „PET – Gefährliche Getränkeflaschen“:

Wer Getränke aus Plastikflaschen (PET) zu sich nimmt, geht womöglich ein gesundheitliches Risiko ein: Experten haben hormonähnliche Substanzen im Mineralwasser nachgewiesen.

(…) Wir wollen wissen, wie die Mineralwasserproduzenten zu den möglichen Gefahren von PET-Flaschen stehen. Aber weder der Branchenführer Gerolsteiner noch der Verband Deutscher Mineralbrunnen wollen sich vor der Kamera äußern. Auch eine schriftliche Stellungnahme lehnen sie ab.

Müsste man die Produzenten angesichts der denkbaren Risiken nicht zur Kooperation zwingen oder die PET-Flasche vorläufig aus dem Verkehr ziehen? Wir fragen bei den zuständigen Behörden nach: Das Bundesinstitut für Risikoabwägung will sich gar nicht äußern, und das Bundesumweltamt lässt uns telefonisch wissen, man müsse erst weiter forschen, bevor man weitere Schritte unternehme.

Wissenschaftler wie Professor Schönfelder, würden sich mehr Engagement wünschen: Das Thema ist so evident wichtig, weil es unsere Zukunft anbelangt. Wir wollen verstehen, was in den nächsten Generationen passiert. Mich persönlich interessiert nicht alleine, was morgen ist, sondern was passiert in 10, 20 und 150 Jahren. Weil das unsere ganze Population anbelangt.

(Übrigens, der Grund, wieso ich auch immer wieder solche „Verbraucherschutzthemen“ aufgreife, liegt vor allem darin, dass ich vor Augen führen will, wie unser System funktioniert, sprich, dass man (vor allem großen) Firmen eher nicht vertrauen darf, da diese erst einmal ihren Profit und die Steigerung ihres Marktanteils im Auge haben und nicht das Wohl des Konsumenten. Es geht mir also idR nicht um den Einzelfall, sondern um die Verdeutlichung, wie Wirtschaft „funktioniert“ und dass unser System fast schon zwangsläufig dazu führt, dass Unternehmen derart kostenminimierend auftreten.)

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7 Kommentare »

  • Am 12.3.2009 war dieser Artikel um 19 Uhr schon nicht mehr auf der Titelseite:

    “Studie zu belastetem Mineralwasser aus Plastikflaschen/
    Hormone aus der Plastikflasche”
    http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html

    Die Lobbysten sind sehr flinke Arbeitsbienen.

    Comment | 27. Juni 2009
  • [...] Warum? Hier nachlesen und ansehen: Konsumpf. [...]

    Pingback | 27. Juni 2009
  • Da geht es um die Studie im März, oder?
    http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/mineralwasser-mit-chemikalien-belastet-01378.html

    Wobei dazu auch der Test von amerikanischen Wissenschaftlern mit Bisphenol-A-Plastik passt:
    http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/plastikflaschen-vergiften-getraenke-01572.html

    Erwachsene sind ja vielleicht noch selbst Schuld, wenn sie Plastik nutzen. Schlimm finde ich, dass immer noch Babyfläschchen als Bisphenol-A-Schleudern gibt. Obwohl es absolut unzweifelhaft ist, wie schädlich das Zeug ist. Ich will hier nicht rumspammen, aber unter http://www.leben-ohne-diaet.de/tags/bisphenol-a finden sich massig weitere Infos dazu.

    Comment | 28. Juni 2009
  • Danke für die Infos :-) – ja, der WDR hat diese Studie offenbar mit einer gewissen Verzögerung aufgegriffen, wobei ich es ganz gut finde, so wichtige Themen in gewissen Abständen auch immer mal wieder ins Bewusstsein der Leute zu hieven, da die Aufmerksamkeitsspanne in unserer heutigen Ex-und-hopp-Mediengesellschaft sehr kurz geworden ist. Darauf bauen die Firmen natürlich auch, also dass die Menschen sich mal kurz empören, aber dann doch wieder so weiter kaufen wie bisher (sieht man ja auch bei den Discountern – durch diverse Skandale wurden die Käufer aufgeschreckt und ließen Lidl dann auch links liegen, aber nach ein bisschen Fernsehreklame ist alles wieder vergessen… :-O

    Comment | 28. Juni 2009
  • Das sollte auch kein Vorwurf sein. Ich sehe das genauso. Immerhin wurde es mit einem schönen Bericht und weiteren Forschungen hinterlegt.

    Comment | 28. Juni 2009
  • @Peter M.
    Sollte auch von mir kein Vorwurf sein, denn die Lobbysten der Chemieindustrie sorgen sich darum, dass der Bericht schnell vergessen wird.

    Aber… :)
    Zum Nachdenken:
    Wir machen Versuche mit Hochspannungsfeldern von 2kV um die Genetik zu verändern.
    Ein Fernseher strahlt mit bis zu 15kV.

    Chemie und dieser Bericht über chemiefreies Leben passen auch gut in diesen Blog:
    Urzeitcode / UrcodeTeil1/2 (Urweizen, Urmais)
    http://www.youtube.com/watch?v=fB0yEk614UU&feature=player_embedded

    Ich habe seit vielen Jahren keinen TV und bekomme alle notwendigen Informationen durch das Internet.
    Werbefrei dank RSS-Feed.

    Erst wenn die letzte Flimmerkiste erloschen ist, wird auch die Menschheit aufwachen.

    Nix für ungut…
    Ihr kennt mich…

    LG

    Comment | 29. Juni 2009
  • [...] Gefährliche PET-Flaschen – Experten haben hormonähnliche Substanzen im Mineralwasser nachgewiesen. konsumpf.de [...]

    Pingback | 30. Juni 2009

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