Nov
15
2011

Die Altkleider-Lüge

Kennt Ihr das auch? Man schaut sich mal wieder eine kritische Reportage über diesen oder jenen Missstand in der Welt an, über einen schlimmen Konzern oder Ausbeutung in armen Ländern, und denkt dann bei sich: „Mist, das hätte ich jetzt doch besser nicht gewusst – nun bin ich deprimiert!“ Dieser Effekt tritt besonders dann ein, wenn nicht einer der üblichen Verdächtigen (Banken, Nestlé, Fleischkonsum, …) an den Pranger gestellt werden, sondern es um Organisationen oder Ideen geht, die eigentlich gut gedacht und gemeint sind, so wie neulich der Wirbel um den WWF. In die gleiche Kategorie fällt auch die Sendung „Die Altkleider-Lüge“, die der NDR vor einer Weile ausstrahlte und die mit dem Irrglauben aufräumte, dass man mit Kleiderspenden an das Rote Kreuz etc. wirklich etwas Gutes für Menschen in Afrika und anderswo tut.

Die meisten glauben, dass die hierzulande gesammelten Altkleiderspenden direkt in die Katastrophengebiete der Welt gehen. Was sie nicht wissen: Der größte Teil der gespendeten Bekleidung wird weiterverkauft – zum Kilopreis. Einige Hilfsorganisationen platzieren oft nur ihr Logo auf den Sammelcontainern von Altkleiderfirmen.

Einige größere Wohltätigkeitsorganisationen sammeln Altkleider, die an Firmen verkauft werden. Die Bedürftigen haben nichts davon. Was sagen Sie dazu? Wir freuen uns über Ihre Meinung.mehr

Ein geringer Teil der Kleidung wird direkt in Deutschland an Bedürftige ausgegeben. Die besten noch brauchbaren Sachen gehen nach Osteuropa und in die arabischen Staaten. Sechzig Prozent der heimischen Ware gelangt nach Afrika. Doch was passiert dort mit den Altkleidern? Die Reportage-Autoren Michael Höft und Christian Jentzsch haben in Tansania nach Antworten gesucht. Ihr Fazit: Nicht nur deutsche Firmen und einige große Hilfsorganisationen verdienen gut an den Kleiderspenden, auch für viele Händler in Afrika sind Altkleiderspenden ein lukratives Geschäft. Selbst die Ärmsten der Armen müssen dafür bezahlen. Die Billigkleider überschwemmen die Märkte des Landes und zwingen die afrikanische Textilbranche in die Knie. Hintergründe zum Thema im Dossier.

Auch Die Zeit berichtet in „Das Kilo für 1,20 Dollar“ darüber:

(…) So ungefähr stimmt das sogar, nur ein entscheidendes Detail ist selbst dem Angestellten des DRK nicht bewusst: Es sind nicht die Hilfsbedürftigen der Welt, die von den Spenden leben, sondern eine global arbeitende und denkende Branche, die die Kleidung in einem knallharten Geschäft verkauft. Und das in so großen Mengen, dass die einheimische Textilindustrie in vielen belieferten Ländern inzwischen vollkommen marginalisiert ist. Der eigentliche Wille der Spender wird auf diese Weise ad absurdum geführt: Anstatt den Armen zu helfen, ist jedes gespendete Kleidungsstück ein weiterer Beitrag zur Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten – vor allem in Afrika, wohin der Löwenanteil der Ware exportiert wird.

Wie konnte es so weit kommen? Es steckt eine genial einfache Geschäfts- und Marketingidee dahinter, die wie eine Gelddruckmaschine funktioniert: Man bemächtigt sich einer Ware ohne Herstellungskosten. Denn diese wird gespendet, wofür die Geber mit einem guten Gewissen belohnt werden. Keine der großen Wohltätigkeitsorganisationen redet gern darüber, aber fast alle sind dabei, ob Malteser, DLRG oder eben das Deutsche Rote Kreuz, der größte Player auf dem deutschen Markt. (…)

(…) Der Hafen am Indischen Ozean ist Einfallstor eines stetig wachsenden Warenstroms. Von hier aus überfluten die in Plastikfolie eingeschweißten Altkleiderchargen nicht nur Tansania, sondern auch die angrenzenden afrikanischen Staaten. Und die Folgen sind schon auf den ersten Blick offensichtlich. An jeder Ecke stehen kleine Händler, die versuchen, Mitumba zu verkaufen. Auf den großen Märkten erstrecken sich kilometerlange Basarstraßen, auf denen ausschließlich Secondhandkleidung zu haben ist. Und nebenan sitzen die Näherinnen, die XXL-Hosen auf afrikanisches Hungerformat ändern. Die Frauen schuften im Akkord für weniger als 80 Euro im Monat, aber sie haben wenigstens noch einen Job. Rund 80.000 Beschäftigte der ehemals stattlichen tansanischen Textilindustrie haben ihren hingegen verloren. Denn Mitumba (Altkleiderspenden) ist kein einheimisches Produkt gewachsen. (…)

Wie gesagt, irgendwie ganz schön deprimierend… und das zeigt mal wieder, dass etwas grundlegend falsch läuft in diesem System.

EDIT: Das DRK hat eine ausführliche Stellungnahme zu der Doku veröffentlicht, die einige Dinge zurechtrückt bzw. aus der Sicht des DRK schildert. Zu finden HIER.

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23 Kommentare »

  • Lisa

    Du hast recht, das ist ganz schön deprimierend. Wenn ich Kleider in so einen Container tu, dann brauch ich sie zwar nicht mehr, aber ich will ja, dass davon jemand profitieren kann, dem es noch was nützt und nicht, dass sich irgendwelche Firmen davon bereichern. Sie könnten ja wenigstens in solche Sozialkaufhäuser in der Stadt gegeben werden

    Comment | 15. November 2011
  • Mark Anderson

    Die Frage ist was man sonst mit seinen Kleidern machen sollte? Wenn ich die einfach Wegwerfe ist das nicht wirklich besser, den selbst wenn nur ein geringer Teil an die Bedürften geht – ist das immer noch besser als gar kein Teil. Allerdings ist die Kritik schon gerechtfertigt

    Comment | 15. November 2011
  • @ Mark – da hast Du schon recht. Aber man könnte die Kleidung eventuell auch direkt an entsprechende Einrichtungen vor Ort geben, die sie dann an Bedürftige weiterreichen; oder in Klamottentauschläden abgeben etc.

    Comment | 15. November 2011
  • Helga

    >Im Falschen gibt es kein Richtig.<

    Der Satz ist von Adorno, einem echten Kenner der Lage und alten Insider, und der sagt ganz schlüssig alles.
    Die Lage ist gar nicht neu, nur immer erkennbarer.

    Comment | 15. November 2011
  • Dementia

    @ Lisa

    << dass davon jemand profitieren kann <<

    Es provitierten viele davon,
    auch der Händler auf dem Münchner Flohmarkt,
    auf 20 qm verkauft er Altleider aus dem Sammel-Container.
    Er fährt einen schönen großen schwarzen Mercedes,
    und seine Frau einen Mercedes-Benz Sprinter.

    Kunden sind vorwiegend ausländische Mitbürger, vorwiegend Flüchtlinge und Migranten.

    Comment | 15. November 2011
  • Dadurch, dass meine Schwester in einem deutschen Second Hand Laden gearbeitet hat, war ich schon vor dieser Doku der ARD desillusioniert. Das Auswirkungen der Kleiderspende dann jedoch in dieser Form zu sehen ist schockierend und verärgernd. Ich habe vermutet, dass niemandem mit dieser Spende wirklich geholfen wird, dass jedoch ein eklatanter Schaden bei der Textilindustrie entsteht, welcher nicht ausgeglichen wird, war mir neu.

    Wenn schon Altkleider in von Armut bedrohte Gebiete gebracht werden, muss dies von einem NGO begleitet werden, um sowas zu vermeiden. Es ist peinlich, dass so große Unternehmen wie das Deutsche Rote Kreuz ihren Namen für so eine undurchdachte Hilfsaktion dauerhaft zur Verfügung stellen. Man sollte diese Information groß auf den Sammelcontainern vermerken…

    Comment | 15. November 2011
  • verena

    Die sogenannten deutschen ” Gutmenschen ” wollem ja betrogen
    werden !
    Einmal Idiot . Immer Idiot !!

    Comment | 15. November 2011
  • daniel

    Der Titel des Films sagt schon einiges über den Film aus.

    Ich finde ihn verlogen!

    Es ist nun mal Fakt, dass in Deutschland Altkleider entstehen. Wieso, weshalb, warum spielt erstmals keine Rolle.

    Nun muss man sich die Frage stellen, was soll mit diesen Kleidern geschehen?
    Eine Möglichkeit, die das Problem löst ist diese auf die Deponie zu bringen, zu verkompostieren oder in einer Müllverbrennungsanlage in Energie umzuwandeln. Damit wäre das Problem gelöst. Ist das aber auch die beste Lösung?

    Eine etwas höherwertige Wiederverwendung könnte dadurch geschehen, dass die Altkleider in den Reißwolf kommen und Putzwolle oder Dämmmaterial (Automobilwirtschaft) daraus gemacht wird. Dies geschieht auch schon, und zwar mit dem Zeug, dass in der Sortierfirma nur noch für diesen Zweck als geeignet erscheint.
    Denkt man an den privaten Bereich und die typisch schwäbische Hausfrau, so gibt ein alter Feinrippschlüpper einen wunderbaren Putzlappen.

    Wie im Film gezeigt wurde gibt es auch in Deutschland Kleiderläden für Bedürftige. Das Problem, wie es auch im Film zu sehen war ist, dass das Angebot einfach zu groß ist. Der Laden war schlicht und ergreifend voll. Entweder sind nun die Bedürftigen in D zu doof sich das Zeug abzuholen, die Kleider zu schlecht um hier getragen zu werden oder es gibt für das Angebot einfach zu wenige Bedürftige. Letzteres ließe sich am einfachsten beheben!

    Also bringt man die Altkleider nach Afrika. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, dass die dort etwas damit Anfangen können. Wenn die Leute dort schick angezogen sind, dann sieht das Elend gleich nicht mehr so verheerend aus.
    Hierfür gibt es wieder mehrere Möglichkeiten wie das von statten gehen kann. Altkleider werden verschenkt, die Armen haben was zum Anziehen, die lokale Kleidungsindustrie geht kaputt. Wenn die Verteilung auch noch Ausländer durchführen, dann verdienen nicht mal die Straßenhändler etwas. Oder man macht so, wie es momentan läuft und gibt sich zumindest der Beschäftigung der Zwischenhändler und den niedrigen Preisen zufrieden. Oder man erhöht die Altkleiderpreise, so dass die lokale Kleidungsproduktion konkurrenzfähig bleibt. Das zieht, dann das Problem nach sich, dass es zwar mehr Beschäftigte gibt aber die Armen sich die Kleidung nicht mehr Leisten können.

    Zum Thema DRK ein Zitat vom Kreisverein Freudenstadt:
    “”"
    Gut erhaltene Altkleider werden in unserem Kleiderladen – KleiDRKauf! – verkauft oder kommen Bedürftigen wieder zugute. Der Rest wird veräußert, um mit dem Erlös die vielseitigen Rotkreuzaufgaben, im besonderen unserer örtlichen Gliederungen zu finanzieren. Auch der Erlös aus unserem Second-Hand-Laden kommt der Rotkreuzarbeit im DRK-Kreisverband Freudenstadt zugute.

    Fazit : Die Altkleidersammlungen des Roten Kreuzes tragen somit nicht nur zur “Restmüllverwertung” und zum Umweltschutz bei, sondern sie helfen auch um helfen zu können.
    “”"

    Wie im Film auch zu sehen, ist das DRK in Kreisverbände, die in der Regel den jeweiligen Landkreisen entsprechen aufgeteilt. Das Organisation von Altkleidersammlungen wird auch auf dieser Ebene organisiert, daher gibt es Regional große Unterschiede. Natürlich wird versucht erstmals lokale Läden zu versorgen. Aber war soll mit dem Rest geschehen? Die Infrastruktur, wie auch die Finanzen sind einfach nicht vorhanden, vor allem nicht für einen Kreisverein, Altkleider direkt und zum richtigen Zeitpunkt zum Bedürftigen am anderen Ende der Welt zu schaffen. Ich würde sogar schätzen, dass 99% der Kleider, die nicht direkt in einem Kleiderladen abgegeben werden in einer Sortierfabrik in Holland landen um dann von Amsterdam aus nach Übersee verschifft zu werden.

    Es wird auch nicht hinter dem Berg gehalten. Es ist doch deutlich nachzulesen, dass die gesammelten Kleider verkauft werden und dass die daraus entstehenden Einnahmen, für die eigene Arbeit verwendet werden.

    DRK-Altkleidersammlungen werden auch Ehrenamtlich durchgeführt. D.h. die Leute die Säcke verteilen und diese wieder einsammeln machen das für Umme. Mit den Containern ist es von der Logistik her schon schwieriger, da hier kontinuierlich Kleider anfallen, die nach dem einsammeln gelagert werden müssen, bis man eine Menge zusammen hat, die sich zu verkaufen (bzw. nach Holland transportieren) lohnt. Da greift man dann auch gerne auf externe Dienstleister zurück.

    Es gibt aber auch Organisationen, wie Beispielsweise die Björn Staiger Stiftung (Stellen Notrufsäulen auf), die nicht soviel Personal haben, wie das DRK, die haben nun mal nur die Möglichkeit eine privatwirtschaftliche Firma zu beauftragen in deren Namen zu sammeln, wenn Sie etwas von dem Kuchen abhaben wollen.

    Aber diese NGO’s verwenden wenigstens die Gewinne um damit gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Rein Privatwirtschaftliche Unternehmen die unter eigenem Namen sammeln, sind nur an ihrem eigenen Gewinn interessiert.

    Einen Stellungnahme, des DRK zu eben diesem Film ist auch recht einfach zu finden und hätte diesem Artikel sicherlich gut getan.

    http://www.drk.de/news/meldung/6836-10-fragen-und-antworten-zur-ndr-reportage-aEURzdie-altkleider-la14geaEURoe.html

    Und um nun den zum Schluß zu kommen, wenn wir tatsächlich die Kleidung vernichten würden müßte der Rohstoff für Kleidung produziert werden. Das sind heute zum einen Kunststoffe aus der Petrochemie oder Baumwolle. Über den Pestizid und Wasserverbrauch zum Anbau von Baumwolle wurde in diesem Blog ja schon öfters berichtet.

    Comment | 15. November 2011
  • Keule3

    Ja ist ist genau so und das zumindest schon seit 20 Jahren. Anfang der 90-ziger Jahre war ich auch beim DRK beschäftigt und mußte den Betrug mit dieser Kleidersammlung erleben.
    Da kam z. B. mal mit ne Oma mit feinsten Anzügen ihres Mannes und wollte diese abgeben. Ein Zivi empfing sie und fragte “Na bringen sie auch Lumpen?” Die Oma war total entsetzt und erklärte das es edle Anzüge sind. Für`s DRK allerdings nicht mehr wert als 50 Pfennige Altkleidererlös.

    Comment | 15. November 2011
  • @ Verena – der Begriff „Gutmensch“ wird ja gerne von Leuten mit latent rechter Gesinnung (P.I. etc.) verwendet, um Menschen, die nicht nur an das eigene Wohl, sondern auch an andere Denken (für Neoliberale & Co. unvorstellbar) zu desavouieren. Ist also ein Scheißbegriff.

    Comment | 15. November 2011
  • gnu

    @daniel: Schon deine Grundannahme “es sei Fakt, dass in Deutschland Altkleider entstehen” zeigt, wie wir Abhilfe schaffen können. Aufhören ständig neue Kleidung zu kaufen, obwohl die alte noch tragbar ist. Wenn die Kinder dann doch mal aus dem ein oder anderen Kleidungsstück wachsen, dann kann man es ja dem lokalen 2nd-Hand-Shop spenden.

    Ich habe schon seit 3 Jahren keine Textilien mehr gekauft (von einem Rucksack mal abgesehen), weil ich noch einen so vollen Kleiderschrank aus meiner Konsumentenzeit hatte ;-)

    Mein Fazit:
    Hört auch auf ständig neue Kleidung zu kaufen! (falls doch nötig, dann schaut zu erst im 2nd-Hand-Shop)

    Comment | 15. November 2011
  • “Mein Fazit:
    Hört auch auf ständig neue Kleidung zu kaufen! (falls doch nötig, dann schaut zu erst im 2nd-Hand-Shop)”

    Definitiv. Das schreibt übrigens auch das DRK in seiner Stellungnahme:

    10. Was empfehlen Sie Menschen generell für den Umgang mit Kleidung?
    Mit Augenmaß einkaufen, länger tragen, ggf. ausbessern, weitergeben im Bekannten- und Familienkreis, in Kleiderkammern oder direkt bei interessierten sozialen Einrichtungen abgeben.

    Comment | 15. November 2011
  • Ben

    Eine tolle Alternative sind Umsonstläden wie der des Arbeitskreises Lokale Ökonomie in Hamburg, welcher sich für ein Wirtschaften ohne Geld einsetzt.

    Comment | 15. November 2011
  • Was für ein heuchelndes Arschloch der DRK Vorstand am Ende des Filmes ist. In den Karikativen Verbänden sitzen mittlerweile die selben kriminellen Psychopathen wie in Politik und Wirtschaft.

    Comment | 15. November 2011
  • dank des Kommentars von Daniel kann ich mich relativ kurz halten:
    - die Doku war informativ (wenn auch leider reißerisch wie auch die jüngst angepriesene Arte-Gesundheits-Doku)
    - dass die Wirtschaft Tansanias vor einigen Jahren gesamt eingebrochen ist (und dies best. nicht nur an den Altkleidern lag) wurde leider nicht erwähnt
    - dem Hauptkritikpunkt der Doku stimme ich def. zu! Und nu? Aus DRK-Stellungsnahme sind immerhin Punkte 7 & 10 nützlich – “weniger ist mehr” ich selbst trag immer noch viele Klamotten von damals, aber wo sollen denn evtl. Kleiderspenden zukünftig hin? Und was ist mit alten Socken mit Löchern (>90% ja noch intakt)? Ist sowas seriös? http://www.blacksocks.com/g3.cms/lang/de/s_page/78670/s_name/partnertexaid wohl kaum, aber http://www.greenlivingtips.com/articles/121/1/Recycling-socks.html SO viele Recycling-Lappen braucht wirklich niemand im Haushalt
    - immerhin wird es (neben uns Informierteren und Veränderungswilligen) im Rest der Gesellschaft zu einem kurzen Achselzucken kommen, bevor es dann in der Konsumrauschorgie der Vorweihn8szeit untergehen wird, denn (wie Hagen Rether zuletzt passend kommentierte): “Es intressiert uns nich” http://www.youtube.com/watch?v=1fdOFGzMm8Y
    - an so etwas (größeren Dingen unserer Gesellschaft) oder dem System wird sich nur was ändern, wenn mehr Menschen direkt von einem Umstand betroffen sind – und dieser Punkt wird so schnell nicht erreicht werden. :(

    Comment | 15. November 2011
  • Das ist nur ein weiteres Symptom des Kapitalismus. Die Wurzel des Übels ist der Kapitalismus selber. Es profitieren wieder wenige zu Lasten vieler (armer) Personen. Menschen die per se schon sehr arm sind, müssen für kostenlos gespendete Kleidung Geld bezahlen. Besser Kleidung und Spielzeug in Kirchen abgeben, die das dann anschließend wirklich kostenfrei in den armen Ländern verteilen.

    LG
    Dirk Hartstein

    Comment | 16. November 2011
  • Sand

    Bei Socken habe ich für mich eine ökologisch sinnvolle “Knauserer”-Lösung gefunden. Dünne Socken mit Löchern an unterschiedlichen Stellen lassen sich wunderbar übereinander anziehen. Das ergibt dann wunderbare “Doppelsocken” – gar nicht aufwendig, völlig lochfrei

    Comment | 16. November 2011
  • [...] cool und lässig und toll, aber bei grün-sozialen Engagements von Coca Cola, REWE und dem DRK (das sich vor Kurzem nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat), krieg ich so ein komisches Gefühl in der Magengegend. Könnte dich auch [...]

    Pingback | 16. November 2011
  • Besucher01

    Das ist alles andere als neu. Einer der Gründe warum ich nie zu Weihnachten spende oder auf Spendaufrufe reagiere. Und das schon seit Jahrzehnten. Ich trage meine Kleidung im übrigen bis sie auseinander fällt. Und das kann bei entsprechender Pflege und Qualität(!) seeeehr lange dauern. Das hat ökonomische und ideelle Gründe.

    Ansonsten: Ein schönes Beispiel für investigativen Journalismus. Bitte mehr davon! Um so tierfer man in dieses kranke System vordringt um so größer ist die Chance den Menschen in Afrika und sonstwo eine selbstvernatwortliches und menschenwürdes Leben zu ermöglichen.

    Comment | 16. November 2011
  • Martin Berck

    Die Ehrenamtlichen beim DRK sind auch die Betrogenen, diese glauben noch an das Gute im Menschen. Doch die Geschäftsführer verdienen bis zu 25000 Euro monatlich und lassen nach dem neuesten Geschäftsbericht die Champagnerkorken knallen. Das DRK ist auch in andere Schweinereien verwickelt. Blutspenden werden im ganz großen Stil verkauft, den Spendern gaukelt man vor, das Blut werde im OP benötigt. In Berlin sind Geschäftsführer des DRK wegen organisierten Abrechnungsbetruges an DRK-Kliniken verhaftet worden. Körperverletzungen an Patienten waren dort an der Tagesordnung.Kritiker wurden Detektive hinterhergeschickt, Peilsender unter privaten PKW montiert….. Ach ja, gänzlich unerwähnt ist bisher, daß nicht mehr gebrauchsfähige Altkleider nicht nur zu Putzlappen verarbeitet werden. In Indien und Bangladesh werden diese Textilien von Kindern zerrupft und davon neue Wolle gesponnen, das alles 10-12 Stunden am Tag für knapp 1 Euro. So profitiert das DRK sogar von Kinderarbeit, ” aus Liebe zum Menschen”.

    Comment | 17. November 2011
  • Es gibt einen Dachverband “Fairwertung”, der sich für sinnvolle Altkleidersammlung engagiert. http://www.fairwertung.de/

    Comment | 30. November 2011
  • Solange nicht Gemeinnützigkeit vorgetäuscht wird und gegen Gesetze verstoßen wird ist es okay. Was ich nicht toleriere sind die illegal auf Privatgrundstücken aufgestellten Container.

    Denn im Endeffekt heißt zumindest teilrecycelte Kleidung weniger Müll und damit weniger Verschwendung.

    Leider ist es natürlich so, dass viele schwarze Schafe Altkleider sammeln, um sich zu bereichern und damit die Bürger um eventuelle Einsparungen bei den Müllgebühren bringen.

    Comment | 9. September 2012
  • [...] [...]

    Pingback | 9. August 2014

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