Mrz
26
2013

Ein Dorf will vegan leben

Wie Ihr sicherlich wisst, versuche ich in meinem Konsumpf-Blog nicht nur die dunklen Seiten der uns umgebenden Welt zu beleuchten, sondern hin und wieder auch Beispiele für positive Entwicklungen zu geben (reine Nörgel- und Meckerblogs gibt es schon genug). Deshalb möchte ich Euch heute kurz von einer Aktion berichten, die in der Sendung quer zu sehen war – „Fleischloses Thannhausen: Dorf will vegan werden“:

Fleischskandale, Massentierhaltung, Klimawandel – die massenhafte Fleischproduktion hat Schattenseiten, die einem die Lust auf den Braten verderben können. Wie im ganzen Land plagt auch viele Bürger im schwäbischen Thannhausen das schlechte Öko-Gewissen. Über 100 von ihnen machen jetzt ernst und steigen während der Fastenzeit auf vegane Ernährung um – eine Revolution, die den kleinen Ort in Fleischesser und Fleischverweigerer spaltet.

 

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9 Kommentare »

  • Maxisan

    Diese Aktion finde ich sehr vorbildlich. In den Medien findet man einen Skandal über Fleisch und Eier nach dem anderen und von überall her kommen die stimmen, dass da ja eine Zumutung sei und man hoffe doch, man habe von dem Fleisch xy bisher noch nichts gegessen etc. Aber niemand macht sich Gedanken darüber wie die Bevölerung denn ihr Verhalten ändern könnte! Rufen die Medien dazu auf, mehr fleischlos zu leben? Hat man im Zusammenhang mit dem Lebensmittelskandalen jemald den Begriff Vegetarier oder Veganer gehört? Warum greift niemand dieses Thema auf, wo doch Vegetarier und Veganer nachweiselich viele gesundheitliche Vorteile aus ihrer Ernährung ziehen?

    Comment | 26. März 2013
  • HenningM

    Ja, das ist schon toll. “Ein Dorf” (=100 Menschen) WILL vergan leben – ich WILL auch vieles … Und gleichzeitig steigen in Indien, China, Südamerika, Afrika pro Tag Millionen neue Mittelschichts-Angehörige von vegetarischer zu fleischlichhaltiger Kost um.
    Erinnert mich übrigens an den Irrsinns-Hype um E-Autos in Germany. Wir prahlen um jeden Zehntel Liter Sprit., den wir sparen und der die Umwelt entlastet (denn den Strom erhalten wir ja nicht aus Kohlekraftwerken, sondern den schenkt uns der liebe Gott aus heiterem Himmel), während in China, Indien … täglich Tausende, Hunderttausende von neuen Mittelschichts-Angehörigen freudestrahlend ihr erstes, und sicherlich nicht letztes Auto in Besitz nehmen … und in 5 Jahren das zweite, größere …
    Umweltschutz, Tierschutz – all das ist nur global zu lösen. Da es aber global nicht zu lösen ist, weil es emminent politisch ist, kann man nur heulen, beten oder hoffen, IRGENDWAS kommt, was alle zur Vernunft bringt, und zwar schnell.

    Comment | 27. März 2013
  • Maxisan

    HenningM , klar ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein, ja wenn nicht sogar nur ein winziger Nebel, der am Stein vorbei zieht. Jedoch ist das eher symbolisch zu sehen. Ist doch super, wenn endlich mal der Verzicht auf tierische Lebensmittel in die Presse kommt. Es geht ja nur darum, dass immer merh Menschen anfangen, sich über ihren Konsum Gedanken zu machen und diesen dann auf lange Sicht ändern.
    Und da wir alle nunmal nichts global ändern können, können wir nur schaun, dass in unserer Umgebung, einer Industrienation wie Deutschland, sich etwas ändert.

    Comment | 27. März 2013
  • Horst E.

    Maxisan hat gesagt :”Hat man im Zusammenhang mit dem Lebensmittelskandalen jemald den Begriff Vegetarier oder Veganer gehört?”

    Der einzige wirklich Lebensmittelskandal der letzten Jahrzehnte war der EHEC-Skandal im Jahr 2011, der über 50 Tote gefordert hat. Verantwortlich für diese Opfer war der bio-VEGANE Gärtnerhof “Bienenbüttel” http://gaertnerhof.org/

    Comment | 27. März 2013
  • @HenningM ich bin da ganz auf deiner Seite. In manchen Momenten zweifle ich wirklich daran, ob die Umstellung die auch ich gerade für mich vollziehe, wirklich zu irgendwas beiträgt. Denn plötzlich ist fast das gesamte Sortiment im Supermarkt mit der Etikette “Bio” bepflastert. Was soll man wem noch glauben, wenn selbst mit dem bedachten Konsum auf diese Art umgegangen wird. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich Osten die Welt für die Menschen öffnet, die hier vor 100 Jahren in etwa geöffnet wurde, kann man ungefähr erahnen, über welchen Zeitraum wir sprechen, wenn knapp 4 Mrd. Menschen den Umschwung durchleben müssen, bis es zu einer Einsicht kommt.

    Andersrum, muss ich diesen Menschen dieses Recht auch zugestehen. Es kann nicht sein, dass sie sich stets an den Westen orientieren müssen. Wir hätten vor Jahren etwas ändern können. Solange wir aber immer nur große Reden über die Energiewende & Co schwingen, bleibt alles wie es ist.

    Comment | 27. März 2013
  • “Der einzige wirklich Lebensmittelskandal der letzten Jahrzehnte war der EHEC-Skandal im Jahr 2011, der über 50 Tote gefordert hat. Verantwortlich für diese Opfer war der bio-VEGANE Gärtnerhof ”

    Sorry, das ist Unfug. Fast alle größeren Lebensmittelskandale hatten direkt oder indirekt etwas mit Fleisch oder Tierprodukten und idR auch mit industrieller Landwirtschaft zu tun (BSE, Gammelfleisch, Antibiotika, Dioxin…).

    Comment | 27. März 2013
  • Düdum Didai

    Ich finde es positiv, dass es Menschen gibt, die solche Aktionen ins Leben rufen und die Überzeugungskraft haben andere mitzuziehen. Und es ist wichtig, dass diese Aktionen für Wert befunden werden in den Medien aufzutauchen. Sicher, 100 sind nicht viele. Aber 100 an nur 10 verschiedenen Orten sind dann schon 1000! Genauso ist das mit dem Einen, scheinbar verloren auf weiter Flur. Je 1 an 1000 verschiedenen Orten ergegeben am Ende auch 1000! Nein, es ist nicht traurig, wenn sich ein Chinese nun das Auto kauft, auf das wir gerade (schweren Herzens??) verzichten. Bestenfalls traurig ist, dass die globalisierte Wirtschaft es geschafft hat vormals genügsame Menschen zu exzessivem Konsum anzuregen, was übrigends ganz in ihrem Sinne ist. Dass uns nach Jahren des Konsumrauschs langsam ein Licht aufgeht ist gut. Wir sollten es einfach nur dankbar nutzen auf dem Weg zu bewussterer Nutzung der uns umgebenden Resourcen. Bewusstheit wird uns die im Rausch verloren gegangene Lebens(mittel)qualität zurückbringen. Das könnte uns Lohn genug sein für den Verzicht, – wenn es denn nicht nur ein eingeredeter ist.

    Comment | 29. März 2013
  • daniel

    Ehec sind Darmbakterien.

    Wenn dir eine Kuh auf den Salat kackt, dann ist es nicht verwunderlich, dass dieser dann einen etwas anderen Eigengeschmack erhält. Eine Salami leidet bei solch einem Vorfall ebenso.

    Die Problematik bei dieser Ehec-Epidemie ist nicht das Lebensmittel kontaminiert sind, sondern dass diese kontaminierten Lebensmittel vor dem Verzehr, wovon bei Sprossen auszugehen ist, nicht ausreichend erhitzt werden.

    Viel mehr sollte man sich die Frage stellen, wieso im kanadischen Fall von 2000, Tierausscheidungen ins Trinkwasser gelangen konnten. Den Verursacher würde ich eher in der Fleischindustrie suchen.

    Oder wollen Sie allen ernstes, dass jeder Lebensmittelproduzent regelmässige Trinkwasserkontrollen durchführt?

    Comment | 31. März 2013
  • Rouzbeh

    Hallo,
    ich finde alle Bemühungen, die dazu führen die Gewalt aus unserer Umgebung zu reduzieren sehr gut.

    meiner Meinung nach Vegan zu leben und Vegetarier zu sein ist eine innere Entwicklung, die mann dem anderen nicht beibringen kann.das ist eine Art Respekt vor dem Leben und Respekt vor innerer Wahrheit.

    wenn Jemand kein Respekt kennt, dem wird die Natur beibringen.aber dieses Beibringen ist nicht das menschliches Belehren.das ist sehr sanfter und selbstloser, so dass der Mensch sein Ego nicht angegriffen fühlt und nur so gibt es Schrittweise Änderung.

    Wir wissen ,dass es auch schnelle Änderungen gibt aber von uns Menschen die Fleisch gegessen haben und dann sich für fleischloses Leben entschieden haben sind fasst alle diese innere Entwicklung durchlaufen.

    wir sollen als Menschen, die diesen Schritt für uns gemacht haben versuchen unser Probleme mit Umgebung zu reduzieren in dem wir Gemeinden und Dörfer gründen.
    Weil unsere Zahl und Masse jetzt dafür reicht Dörfer wie z.B Sieben Linden in Sachsen-Anhalt zu gründen worin kein Tier geschlachtet werden kann.und das sollen wir von den lernen wie diese Leute in 90er so etwas angefangen haben und mit viel Geduld das durchgesetzt haben dass kein Tier im Dorf geschlachtet werden kann.und das geht wir schaffen es auch, als Menschen die Gewaltlosigkeit in sich tragen und lange geübt haben eine Vegane Gemeinde zugründen.und ich bitte euch lasst die Anderen…die Fleisch essen wollen.davon gibt es Milliarden, wir sind aber wenige.Bitte vergisst nicht was viele Gelehrten über Vegetarismus gesagt haben, nähmlich dass Vegetarismus die einzige Lösung für Menschheit wäre sich seine Probleme zu lösen.

    wir wollen auch leben. unser leben nimmt Einfluss wegen Gewalt jeglicher Art in der Umgebung. machen ist es Bewusst mansche hat keine Ahnung dafür woher die Änderungen in Seinem Gemütszustand kommen. und die Schreie im Innen.wir, die kleinen Vegetarier und veganer sollen unser leben verbessern und das Leben genießen.

    ich will diese schon lange existierende Idee vom veganem Dorf in unserer Runde schmeißen.

    bitte meldet euch und sagt eure Ideen, wie wir dies machen
    können.

    Grüße
    Rouzbeh

    Comment | 1. Oktober 2013

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