Dez
25
2011

AdBlock Plus – Reklame durchs Hintertürchen?

Eine kurze Meldung für die Feiertage – seit Jahr und Tag empfehle ich ja allen Firefox-Usern die Erweiterung AdBlock (Plus), die die wunderbare Funktion hat, die ganze nervige Reklame im Internet auszublenden, so dass von blinkender Werbung zugekleisterte Seiten wie z.B. wetter.com plötzlich auf den eigentlichen Inhalt reduziert werden. Ein viel entspannteres Surfen im Netz ist die Folge, da die permanente Aufforderung, irgendwas zu kaufen, wegfällt.

Nun bin ich auf Fixmbr darauf aufmerksam gemacht worden, dass die neue AdBlock-Plus-Version eine kleine Funktion namens „nicht-aufdringliche Werbung erlauben“ hat – das wäre zunächst noch nicht so schlimm, wenn diese Funktion nicht zur automatischen Voreinstellung gehören würde. Somit wird das ursprüngliche Konzept der Werbefreiheit aufgeweicht – Fixmbr meint sogar „AdBlock Plus wird zur Malware“, was ich nun allerdings schon für deutlich überzogen halte. Aber auf dieses Häkchen möchte ich an dieser Stelle dennoch hingewiesen haben, da ich diese neue Voreinstellung von alleine gar nicht gesehen hätte.

Sehr hübsch fand ich diesen Kommentar eines Fixmbr-Blog-Lesers allgemein zum Thema Werbung:

Mehrere Denkfehler einiger Kommentatoren:

1. Werbung ist nicht kostenlos, Werbung wird von allen Konsumenten getragen.

2. Werbung ist eine Luftnummer, d.h. wer nur für Klicks sorgt, aber nicht regelmäßig Artikel aufgrund dieser Werbung erwirbt, der hilft dabei ein Luftschloß zu erbauen.

3. wer aufgrund von Werbung Entscheidungen trifft, den kann man ebenso wenig ernst nehmen, wie jenen der aufgrund einer Predigt sein Heil in Kirchenanleihen sucht :-)

Fazit: Werbung ist Verarsche für Leichtgläubige.

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Kommentare: 12 | Internet,Reklame | Schlagwörter: , , , , , , |

12 Kommentare »

  • Anonymous

    thx

    Comment | 26. Dezember 2011
  • Hallo,
    und vielen Dank für diesen Tip zu Adblock Plus. Ohne diesen Artikel wäre ich sicher auch niemals darauf gekommen. Ich habe natürlich sofort das Häkchen entfernt.
    MfG.

    Comment | 26. Dezember 2011
  • torben

    “Fazit: Werbung ist Verarsche für Leichtgläubige.”

    rofl

    Sowas kann nur eine_r sagen, der absolut keine Ahnung von Werbung hat…

    Comment | 26. Dezember 2011
  • Auch von mir ein Dankeschön für den Tipp.
    Mal ehrlich: wer guckt da schon nach?! Noch dazu wo das Häkchen nicht unbedingt ins Auge springt.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • Oliver

    Fixmbr => Hysterisches Rumgegackere um Nix (völlig egal welches Thema). Daher sind die auch vor Monaten schon aus meinem RSS Reader geflogen, weil ich keine Lust mehr hatte, mich über den Schwachsinn aufzuregen. Ansonsten gibt es Schlimmeres als unaufdringliche Werbung.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • “Ansonsten gibt es Schlimmeres als unaufdringliche Werbung.”

    Das stimmt zwar , aber es ist schon ein starkes Sück, dass eine Erweiterung, die Reklame blockieren soll, als Voreinstellung das Zulassen von “unaufdringlicher” Werbung hat.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • daniel

    “Heute möchte ich euch ein interessantes Buch empfehlen…”

    Wenn unbedarfter Leser solch Einleitung vernehmet, er vielleicht an Werbung gedünkt. Doch andrer Leser selbst entscheidet.

    Wo fängt Werbung an?
    Wo fängt Werbung zu stören an?

    An dem Punkt an dem Werbung im Internet zu stören begann, ward Adblock plus geboren, das hier “seit Jahr und Tag empfehle ich ja allen Firefox-Usern die Erweiterung AdBlock (Plus)” wird.

    95% der Nutzer von Adblock Plus, haben nichts gegen Werbung perse. Sie haben etwas gegen übermäßige, störende Werbung.

    Andrerseits ist auch das Internet irgendwie zu finanzieren.
    Selbst Wikipedia bettelt erbarmungslos als ob es kein morgen gäbe.

    Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung von Internet und Content.

    Es gibt das Flattrn, dass bereits nach kurzer Zeit aus dem konsumpf geflogen ist. Oder den Paypal-Spendenbutton.

    Es gibt den oft DRM verseuchten payed Content. Aber wer will schon seine Kreditkarte immer neben dem Rechner oder in einem Kartenleser stecken lassen.

    Es gibt auch die GEZ.

    Und es gibt schlussendlich, Werbung.

    Und ohne Werbung wird ein ganz ganz großer Teil des Internets verschwinden.

    Wird Facebook ohne Werbung überleben?
    Wird google ohne Werbung überleben?

    Nein.

    Und hier ist das Problem von Adblock Plus. Es dreht vielen schlicht und ergreifend den Geldhahn zu. Es dreht den Geldhahn zu, da es in seiner Arbeitsweise so radikal ist und jegliche Werbung filtert. Die folgen, scheinen nun auch die Macher von Adblock Plus wahrzunehmen.

    Vor gewisser Zeit habe, ich irgendwo von einem Ansatz gelesen, der Werbung “ausblendet”. Für den Nutzer einer Seite ist es als ob keine Werbung eingebunden wäre. Für den Anzeigenschalter, als ob die Werbung angezeigt würde. Das wäre eine Lösung die manch einem Seitenbetreiber gelegen käme.

    Nimmt man es noch radikaler, so liegt doch die Entscheidung beim Seitenbetreiber ob dem Besucher Werbung zugemutet wird und in welchem Maße. Die Weigerung zum Werbekonsum sollte dann auch bestraft werden. Es gibt bereits Seiten die eingeschaltete Werbefilter erkennen und dann in großen Lettern nahe legen sich zu Verpissen oder Werbung zu konsumieren.

    Aber wer einen Werbeblocker nutzt sollte sich eh die Frage stellen, auf welchen Seiten er überhaupt noch Surfen möchte.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • @ Daniel – zu dieser leidigen Diskussion “Reklame ist (angeblich) nötig, damit es das Internet gibt” siehe auch die entsprechenden Artikel/Kommentare bei Fixmbr.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • daniel

    Adblock plus ist DIEBSTAHL.

    Comment | 27. Dezember 2011
  • @ daniel: sischa doch! ;-) Reklame ist Terror, so stimmt’s eher. (Wenn man denn schon Parolen ausgeben will.)

    Comment | 27. Dezember 2011
  • Parasit

    Ich habe mir das genaustens angesehen, und bei meiner Altinstallation festgestellt das sich nichts geändert hat. Liegt an diversen Blocklistabonnements, die das dann technisch ausschließen. Weiterhin finde ich, dass man sich ruhig mal die Dokumentation zu installierter Software durchlesen kann, die das dann auch erklärt.
    Zu der in den Kommentaren angesprochenen “Blase” der Onlinewerbeindustrie schlage ich vor einfach mal für einen Surftag das Plugin von http://collusion.toolness.org mitlaufen zu lassen. Ohne Adblocker natürlich. Bei mir zeichnete das dann ein interessantes Bild, mit etwa doppelt so vielen Rechnern die ich nie aufsuchte, wie denjenigen die ich aufsuchte. Alles nur um mir Werbung unterjubeln zu können. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Aus 100 mach 300! Da regen sich die Leute über den Stromverbrauch von Rechenzentren auf, und dann das. Mal ganz davon abgesehen, daß die meiste Werbung den eigenen Rechner auch noch übelst ausbremst und den Lüfter aufjaulen lässt. Nee, ‘Tschuldigung. Kein Pardon in dieser Saison. Die können alle mal dahin gehen wo der Pfeffer wächst.

    Comment | 28. Dezember 2011
  • Samson

    Wenn die die Filterlisten zu ihrem “geistigen Eigentum” deklarieren wird das zu einem echten Problem.

    Comment | 28. Dezember 2011

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