Aug
21
2010

Ausstellung im Kieler Rathaus: „Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa“

Diesen Veranstaltungs-/Ausstellungstipp willich doch mal schnell loswerden:

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„Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa“
10. bis 26. August 2010
während der üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses der Landeshauptstadt Kiel

Kommunale Finanznot: Ausstellung zu Steueroasen und Etatlöchern im Kieler Rathaus.

Gesprächskreis der NachDenkSeiten.de holt aktuelle Attac-Ausstellung in die Landeshauptstadt. Offizielle Eröffnung mit Stadtpräsidentin Kathy Kietzer am Dienstag, 10. August, 17.00 Uhr.

Kiel. “Was verbindet den globalen Finanzmarkt mit den Haushaltsnöten
der Landeshauptstadt?” Weshalb fehlen den öffentlichen Kassen seit 1998 jährlich rund 51 Milliarden Euro an Steuereinnahmen? Wo sind diese Gelder geblieben? Und was hat das alles mit der Finanzkrise zu tun?“ Antworten auf diese oder ähnliche Fragen versucht die Ausstellung “Räume der Offshore-Welt – Steueroasen und  Offshore-Zentren in Europa”, die erstmals in Schleswig-Holstein vom 10. – 26. August im Kieler Rathaus-Foyer gezeigt wird. In die Landeshauptstadt geholt hat diese Ausstellung der Gesprächskreis Schleswig-Holstein des Politik-Blogs NachDenkSeiten.de. Mitveranstalter sind die attac-Gruppe Kiel sowie der DGB-Landesbezirk Nord. Die offizielle Eröffnung findet im Rahmen eines kleinen Empfanges der Stadt am Dienstag, 10. August, um 17:00 Uhr, im Rathausfoyer statt. Stadtpräsidentin Kathy Kietzer wird namens der gastgebenden Landeshauptstadt die Ausstellung eröffnen. Zur Einführung ins Thema sowie zur Ausstellung spricht das Mitglied der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Finanzmarkt bei Attac-Deutschland, der Berliner Politikwissenschaftler Markus Henn (WEED e.V.).

Henn betont die politische Aktualität der Ausstellung.  „Während unser Staat Rekordschulden macht, konnte sich das in Steueroasen angelegte Vermögen ungehindert vermehren: von 6,8 Billionen im Jahr 2008 auf 7,4 Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr. Banken wie die Deutsche Bank oder die britische HSBC bieten weiterhin ungeniert an, Geld in Steueroasen zu transferieren. Währenddessen lässt die Bundesregierung das Gesetz zu Steueroasen von 2009 faktisch unangewendet und erklärt öffentlich, es gebe keine Steueroasen. Dass es anders geht, zeigen Frankreich und Brasilien, die Listen mit Steueroasen erstellt haben und gegen Banken, die dort Geschäfte machen, vorgehen.“

Für den Landesbezirk Nord des Deutschen Gewerkschaftsbund begrüßt ….., dass die Diskussion um die Begrenzung und wirksame Regulierung der Finanzwirtschaft mit dieser Ausstellung auch auf lokaler Ebene diskutiert wird. „Die Auswirkungen des Casino-Crashs hinein in die Realwirtschaft spüren die Beschäftigten in den einzelnen Betrieben und den Öffentlichen Verwaltungen in Form von Auftragsrückgängen und rigiden Sparprogramm.“

Dass das Abladen der Krisenlasten auf den falschen Schultern endlich ein Ende finden muss, betont auch Thomas Herrmann, von den Attac-Aktivisten in Kiel. „Mit dieser Ausstellung hat Attac einen hervorragenden Beitrag zur Debatte geleistet und wir freuen uns, dass diese Ausstellung Premiere hier im Norden in Kiel hat.“

Zur Rolle des NachDenkSeiten-Gesprächskreises erklärt dessen Koordinator, Bad Segebergs Ex-Bürgermeister Udo Fröhlich: „Wir wollen wichtige gesellschaftliche Themen und deren Vermittlung in der Öffentlichkeit diskutieren und einfach Laune auf Hintergrundinformationen und Meinungen mit Tiefgang machen. Das geht von der beabsichtigten Privatisierung der Unikliniken bis zur Finanzmarktkrise. Deren Ursachen und Auswirkungen treffen uns in Schleswig-Holstein mit der HSH-Nordbank und den Sparprogrammen des Landes und der Kommunen ja doppelt und dreifach.“

Auf den NachDenkSeiten, einer der aktuell erfolgreichsten bundesdeutschen Internet-Seiten zur kritischen Politikbegleitung und Unterstützung von Gegenöffentlichkeit, werden seit Dezember 2003 tagtäglich solche und zahlreiche andere wichtige Themen präsentiert und kommentiert – bei deutlich zunehmendem Leser-Interesse (von 22.561 Nutzern täglich im August 2008 auf 52.000 Nutzer (plus 130%) im September 2009. Zur Bundestagswahl waren es am 27. September 2009 sogar 67.000 Nutzer binnen 24 Stunden). Tagesaktuelle Hinweise und fachkompetente Kommentare erfolgen zu bemerkenswerten Ereignissen oder Publikationen und sind damit auch eine interessante Quelle für Medienschaffende. Aktuell erfolgen rund 4,2 Millionen Seitenaufrufe pro Monat (August 2009).

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