Nov
27
2008

Samstag, 29.11.: der „Buy Nothing Day 2008”

Wie jedes Jahr am Tag vor dem ersten Advent, so ist auch 2008 wieder Buy Nothing Day – initiiert wurde diese Aktion 1992 durch Kalle Lasns Adbusters, als Antwort auf den gerade zur Weihnachtszeit besonders stark grassierenden Konsumwahn. Statt zu kaufen soll man am B.N.D. mal einen Tag inne halten und sein Portemonnaie zu Hause lassen. Bevor jetzt jemand kommt und meint „Ach, dieser eine Tag ändert doch auch nichts an der Malaise unserer Zeit!” – es geht hierbei weniger darum, die Wirtschaft durch einen Tag Käuferstreik „in die Knie zu zwingen” (das wäre ja auch ein unsinniges Ansinnen), sondern um eine eher symbolische Geste, und um die Bewusstmachung, wie sehr Konsum inzwischen integraler Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden ist (mit all seinen negativen Folgen & Ausprägungen, von Umweltzerstörung bis „Finanzkrise”). Mal sehen, wer es schafft, am 29.11. kein Geld auszugeben…

Weitere Infos findet Ihr z.B. auf der offiziellen Adbusters-Seite zum Buy Nothing Day, und auch bei sum1 und der OEH Klagenfurt.

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Kommentare: 3 | Culture Jamming,Konsumkritik | Schlagwörter: , , |

3 Kommentare »

  • [...] kommenden Samstag, den 29. November, ist Buy-Nothing-Day. Also jetzt nicht wegen der Pleite zum Monatsende, sondern als kleines Symbol gegen den Konsumwahn, [...]

    Pingback | 27. November 2008
  • Dies als Antwort auf den direkt vorausgehenden Thanksgiving Feierlichkeiten & dem Black Friday in den USA trägt fast schon satirische Züge.

    Dennoch finde ich, mit allgemein bewussterem Konsumverhalten ist mehr gewonnen als mit einem Tag Besinnlichkeit & Innehalten – aber diese Debatte gibt es ja auch um den Blog Action Day immer wieder. Der BND liegt natürlich trotzdem gerade jetzt im Trend bzw. war ein früher Trendsetter, wie Nachhaltigkeitsfürsprecher wie Dennis Meadows zeigen: “Es geht darum, weniger zu konsumieren” & «Die globalen Probleme werden nicht durch Bewusstsein, sondern durch Taten gelöst».

    Comment | 28. November 2008
  • Es ist klar, dass nur durch den einen Tag Innehalten keine Probleme gelöst werden – aber wie schon geschrieben, soll halt die generelle Problematik des Konsumierens in den Blickpunkt gerückt werden. Dann muss natürlich auch bewussteres Konsumverhalten folgen. Klar löst man Probleme durch Taten, doch wie sollen die Taten ausgelöst werden wenn nicht auch durch eine Veränderung des Bewusstseins darüber, was geändert werden sollte bzw. wo die Probleme liegen. Von daher gehört halt schon beides zusammen, also Bewusstmachen und Tun.

    Comment | 28. November 2008

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