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Billigtempel am Pranger – Neues aus der Schnäppchenwelt

brennpunkt-2009-09-28_ccc_taz_aktionsz [1]Es gibt mal wieder Neues an der Discounter-Widerstands-Front – während die Billigheimer weiterhin mit harten Bandagen und im Falle von Lidl nun auch mit schönfärberischer, verlogener Fernsehreklame kämpfen, wird dieser Preiskrieg um so mehr auf dem Rücken von Angestellten und Zulieferern (und in letzter Konsequenz auf unser aller Rücken) ausgetragen. So ist es erfreulich, dass auch der Widerstand gegen dieses Geschäftsmodell weiter wächst. So gibt es eine neue Aktionszeitung der Kampagne für Saubere Kleidung: „Brennpunkt – Geiz war geil: Billigtempel am Pranger [2]“, die man sich (gegen Rückporto) bei der CIR bestellen kann (HIER [3]). Sie enthält eine ganze Menge interessanter Artikel, die vor allem die Zustände in den Herstellerländern beleuchten und zeigen, wieso Aldi & Co. so billig sein können:

In der neuen Aktionszeitung der Kampagne für Saubere Kleidung gibt es aktuelle Informationen zu den Arbeitsbedingungen bei Aldi, Lidl und KiK.

Günther Wallraff schildert in seinem Artikel die Arbeitsbedingungen bei einem Lidl Zulieferbetrieb in Deutschland.

Aber auch die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben im Süden stehen im Fokus. Wie dort der tagtägliche Arbeitskampf aussieht schildern Kamala Nehru und Usha Ravikumar, zwei Textilarbeiterinnen und NGO-Aktivistinnen aus Bangalore. Beide Frauen, die zu Gast in Deutschland sind, informieren in  Vorträgen über Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne in Indien sowie über die Asiatische Grundlohnkampagne (AFW).

Die Asiatische Grundlohnkampagne zeigt neue Wege auf, das weltweite Lohndumping zu stoppen. Vorschläge wie AktivsitInnen hier aktiv werden, zeigt die Zeitung ebenfalls auf.

Von der KFSK stammt auch die neue Lidl-Adbusting-Kundenzeitung: „Lidl lohnt sich – nicht für MitarbeiterInnen [4], die man sich direkt als pdf herunterladen kann (HIER [5]):

Das etwas andere Faltblatt will verwirren, aufmerksam machen, informieren und zum aktiv werden anregen. Verbreitung tut gut. Denn mit fair ist es bei Lidl nicht weit her.

2009-06_lidl_adbusing_1 [5]

Und dann hat Attac auch das neue Faltblatt „Schnäppchen weltweit [6] herausgebracht, das man für für 0 € im Attac-Shop „kaufen“ kann (ich habe da auch mal angefragt, ob es eventuell eine Möglichkeit gibt, den Flyer auch als pdf zu bekommen, das würde das Procedere doch etwas vereinfachen):

„Nachrichten aus der Welt des Agrobusiness!“ verspricht das im Stil eines Verramsch-Blättchens aufgemachte Attac-Faltblatt. „Schnäppchen weltweit …zwischen Supermarktregalen und Zapfsäulen“ stehen zum Verkauf, und wir erfahren, wer an Lebensmittelknappheit verdient, was Auto fahren mit Hunger zu tun hat, was der Klimawandel auch für die Nahrungsmittelproduktion für Auswirkungen hat, warum Milch hier spottbillig wird, während am anderen Ende der Welt die Getreidepreise explodieren und vieles mehr, kurz: Wie Hunger gemacht wird.

attac-schnaeppchen-weltweit [7]

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