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10% mehr ist weniger – Ariel und die Mathematik

Bereits vor einigen Wochen geisterte eine Powerpointpräsentation namens „Ariel und die Mathematik“ durch das Netz, in der gezeigt wurde, dass Ariel (also Procter & Gamble) mit den Aufdrucken auf ihren Flüssigwaschmittelflaschen herumtrickst – da waren 1,4l plötzlich „10% mehr“ als 1.5l. Ariel selbst dementierte erst einmal und erklärte den Vergleich zwischen einer 2005er und der aktuellen Flasche für unzulässig, da die alte Packungsgröße nicht mehr im Handel sei. Dumm nur, dass die Stiftung Warentest der Sache jetzt einmal auf den Grund gegangen ist und wiederum zu dem Schluss kam, dass es sich hierbei um Mogelpackungen handele, die den Verbraucher verwirren sollen: „Ariel Flüssigwaschmittel: 10 Prozent mehr ist weniger [1]“.

Klar ist: Kaum ein Verbraucher kann dieses Verwirrspiel erahnen. Wer hat schon Füllmengen und Anzahl der Waschgänge im Kopf, wenn er Waschmittel einkauft. Nur kritischen Käufern wird der Unterschied zwischen alter und neuer Packung auffallen – vorausgesetzt, diese stehen gleichzeitig im Regal. Für die Stiftung Warentest ist das daher ein typisches Beispiel für eine Mogelpackung.

Es ist schon beschämend, wie der Konsument von solchen Firmen hinters Licht geführt werden soll. Zu der Thematik existiert auch noch ein kleines YouTube-Filmchen, der die „Ariel-Logik“ plastisch darstellt [via [2]] – den störenden Hinweis auf diese Spar-Website der Autoren muss man sich wegdenken bzw. ignorieren:

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