{"id":9955,"date":"2010-11-24T09:56:17","date_gmt":"2010-11-24T08:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=9955"},"modified":"2010-12-04T16:40:47","modified_gmt":"2010-12-04T15:40:47","slug":"lesetipps-umbau-der-autoindustrie-planer-will-auto-aus-den-kopfen-bekommen-das-%e2%80%9ekonfliktfreie%e2%80%9c-iphone-%e2%80%9eseid-faul-und-militant%e2%80%9c-und-wie-die-eu-fair-trade-produkte-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=9955","title":{"rendered":"Lesetipps: Umbau der Autoindustrie \/ Planer will Auto aus den K\u00f6pfen bekommen \/ Das \u201ekonfliktfreie\u201c iPhone \/ \u201eSeid faul und militant!\u201c \/ Wie die EU Fair-Trade-Produkte verhindert"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-10004\" title=\"Autobahn-im-Gegenlicht-kl\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Autobahn-im-Gegenlicht-kl-250x187.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Autobahn-im-Gegenlicht-kl-250x187.jpg 250w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Autobahn-im-Gegenlicht-kl-300x225.jpg 300w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Autobahn-im-Gegenlicht-kl.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Die arme Autoindustrie. M\u00fchsam aufgep\u00e4ppelt durch die Abwrackpr\u00e4mie und diverse andere staatliche Unterst\u00fctzungen, sieht sie mittel- und langfristig doch ungewissen Zeiten entgegen, wo das Umweltbewusstsein w\u00e4chst und die \u00d6lvorkommen schwinden. Aus diesem Grunde fand unl\u00e4ngst in Stuttgart auch eine Konferenz statt, in der es genau um diese Thematik ging \u2013 wie macht man die Autoindustrie zukunftsf\u00e4higer? Die Schweizer Wochenzeitung (<strong>WOZ<\/strong>) berichtete dar\u00fcber in \u201e<a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/inhalt\/2010\/nr45\/International\/20025.html\"><strong>Konversion der Autoindustrie. Umbauen! Aber wie? Und f\u00fcr wen?<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Dass eine Umstellung n\u00f6tig ist, wissen auch die  BelegschaftsvertreterInnen in den Schwellenl\u00e4ndern. \u00abSo kann es auf  Dauer nicht weitergehen\u00bb, sagte Valter Sanches aus S\u00e3o Paulo, und Gautam  Mody aus Delhi formulierte die zentrale Frage so: \u00abWas wollen wir  eigentlich mit all den Autos, die derzeit produziert werden?\u00bb Braucht es  die \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Nein, sagten etliche kritische GewerkschafterInnen aus  der Autobranche an der grossen Konferenz Auto-Mobil-Krise der  Rosa-Luxemburg-Stiftung und der deutschen Linkspartei, die am vorletzten  Wochenende in Stuttgart abgehalten wurde. Etwas anderer Meinung waren  jedoch f\u00fchrende Vertreter der deutschen MetallarbeiterInnengewerkschaft  IG Metall, die zwar ebenfalls den Verdr\u00e4ngungswett\u00adbewerb und die  Leistungsverdichtung kritisieren und eine Konversion der Industrie  bef\u00fcrworten, einen schnellen Umbau aber nicht f\u00fcr machbar halten. Denn  wie soll eine Konversion ohne Besch\u00e4ftigungsverlust vonstattengehen?  Welche neuen Produktfelder bieten sich an? Wer setzt den hochkomplexen  Prozess in Gang? Und wen interessiert das \u00fcberhaupt? (&#8230;)<\/p>\n<p>Denkbar sind nat\u00fcrlich viele Projekte: im Transportbereich etwa der  fl\u00e4chendeckende Um- und Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrswesens  (allerdings nicht wie bei \u00abStuttgart 21\u00bb, vgl. Kasten), die  Wiedereinf\u00fchrung eines Tramsystems in allen St\u00e4dten (wie derzeit in  Frankreich geplant) oder die Entwicklung von mehr multimodalen  Mobilit\u00e4tskonzepten, wie das Huckepacksystem beim G\u00fctertransport durch  die Alpen. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Den Stier bei den H\u00f6rnern versucht man derzeit im bayerischen <strong>Landsberg<\/strong> zu packen \u2013 f\u00fcr die Erstellung eines neuen Verkehrsentwicklungsplans insbesondere f\u00fcr die Innenstadt hat man sich an den Wiener Professor <strong>Hermann Knoflacher<\/strong> gewendet, der seit jeher ein Skeptiker der Autokultur ist (siehe meinen Artikel \u201e<a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=1898\">Eine Stadt f\u00fcr die Menschen<\/a>\u201c) und sich f\u00fcr lebenswertere St\u00e4dte einsetzt, indem man diese statt f\u00fcr \u201eStehzeuge\u201c f\u00fcr die Menschen und Transportalternativen ummodelt. In der Augsburger Allgemeinen findet sich dazu der Artikel \u201e<a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/Home\/Lokales\/Landsberg\/Lokalnachrichten\/Artikel,-Planer-will-Auto-aus-den-Koepfen-bekommen-_arid,2297843_regid,10_puid,2_pageid,4500.html\"><strong>Planer will Auto aus den K\u00f6pfen bekommen<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) In seiner Pr\u00e4sentation stellte der Universit\u00e4tsprofessor sein  grundlegendes Konzept vor. Er kritisierte die Vorherrschaft des  Automobils, an dessen Ma\u00dfst\u00e4ben sich die Verkehrsplaner der vergangenen  Jahrzehnte orientiert h\u00e4tten. Mit der gewonnenen Mobilit\u00e4t wandere das  Kapital an den Rand der St\u00e4dte. Dort wo Einkaufsm\u00e4rkte mit gro\u00dfen  Parkpl\u00e4tzen locken.<\/p>\n<p>Hermann Knoflacher will andere Strukturen und  Ordnungen schaffen. Zum Beispiel bei den Parkpl\u00e4tzen. Die sollen nicht  abgeschafft, sondern, wenn erforderlich, an anderer Stelle neu  geschaffen werden. \u201eDie Erhebungen werden zeigen, wie die Parkpl\u00e4tze in  der Stadt genutzt werden\u201c, sagte der Verkehrsplaner in der Sitzung des  Stadtrats. Wichtig sei auch eine gemeinsame Zielsetzung, die Politik,  Verwaltung und B\u00fcrger erarbeiten m\u00fcssten. Dabei gelte es zu werten,  welche Ziele an erster Stelle verwirklicht werden sollen. Dies sollten  nicht unbedingt die Ziele des Verkehrs sein. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9991\" title=\"apple-fake01\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/apple-fake01.jpg\" alt=\"\" width=\"42\" height=\"56\" \/>Wenige Wochen ist es her, da machte die amerikanische Culture Jammer-Gruppe <a href=\"http:\/\/theyesmen.org\"><strong>The Yes Men<\/strong><\/a> mit ihrem Fake der neuen <strong>Chevron<\/strong>-Anzeigenkampagne auf sich aufmerksam (siehe <a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=9402\">HIER<\/a>). Nun sind sie bereits mit einer neuen Aktion zur\u00fcck\u00a0 \u2013 sie stellten eine gef\u00e4lschte <strong>Apple<\/strong>-Site ins Netz, auf der sie das neue iPhone CF (conflict free) vorstellen, das endlich ohne die Rohstoffe aus B\u00fcrgerkriegsgebieten und Dikaturen auskomme. Die taz schreibt dazu in \u201e<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/netz\/computer\/artikel\/1\/ran-ans-konfliktfreie-iphone\/\"><strong>Ran ans konfliktfreie iPhone<\/strong><\/a>\u201c (die Fake-Website steht leider nicht mehr online):<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) So sieht sie aus, die bessere Welt bei <a href=\"http:\/\/www.apple-cf.com\/\" target=\"_top\">Apple auf der Seite<\/a>.  Vorbei die Zeit, in der iPhones aus politisch unkorrekten Rohstoffen  bestanden. Zum Beispiel aus Minen aus dem Kongo, die von Rebellengruppen  kontrolliert werden, um Waffen zu kaufen. Vorbei die Zeit, in der Apple  kriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde subventionierte, der laut netzpolitik.org mehr  als f\u00fcnf Millionen Zivilisten zum Opfer gefallen sind.<\/p>\n<p>Denn nun gibt es das iPhone 4 CF (Conflict Free). Ein Upgrade  des klassischen iPhones, das ein &#8220;konfiktfreies&#8221; Handy verspricht. So  sch\u00f6n k\u00f6nnte die Welt sein &#8211; wenn die Homepage in den elegant-grauen  Apple-Farbt\u00f6nen denn von Apple w\u00e4re. Ist sie aber leider nicht. Sie ist  eine neue Aktion der Yes Men. (&#8230;)<\/p>\n<p>Das steht  nun auch Apple bevor. Denn auf der gefakten Homepage apple-cf.com wurden  die New Yorker aufgefordert: &#8220;Wenn Sie ein iPhone 4 besitzen, kommen  Sie in unseren Store an der 767 Fifth Avenue und erhalten ein  kostenloses iPhone 4 CF&#8221;. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Gute ist, wenn man mit solch einen Streich Apple zur Zielscheibe macht, wird das Thema auch in den sonst weitgehend techniknerdigen und politikfernen Zonen der High-Tech- und Apple-Fan-Sites aufgegriffen. So berichtet z.B. auch die deutsche Site MacNotes \u00fcber diesen Coup: \u201e<a href=\"http:\/\/www.macnotes.de\/2010\/11\/18\/apple-cf-com-the-yes-men-fordern-das-konfliktfreie-iphone\/\"><strong>Apple-CF.com: The Yes Men fordern das konfliktfreie iPhone<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>Fake-Propaganda ist das Mittel der Yes Men, ihr j\u00fcngstes Ziel ist Apple. Mit Apple-cf.com haben sie eine Seite aufgesetzt, auf der im Apple-Look ein nachhaltig produziertes iPhone 4 angek\u00fcndigt wird, das so zur L\u00f6sung der Rohstoffk\u00e4mpfe im Kongo  beitr\u00e4gt. Die unliebsame Folge f\u00fcr Apple: man m\u00fcsste an sich  dementieren, dass man sich f\u00fcr faire und gerechte F\u00f6rder- und  Lieferverh\u00e4ltnisse in Drittweltl\u00e4ndern einsetzt. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Apples Reaktion erfolgte prompt, um zu verhindern, dass ihre Stores von Kunden gest\u00fcrmt werden, die ihr bisheriges iPhone gegen das vermeintliche neue umtauschen wollen \u2013 <a href=\"http:\/\/theyesmen.org\/blog\/apple-reacts\">HIER<\/a> kann man Apples Stellungnahme nachlesen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens haben die Yes Men ihren letzten Kinofilm \u2013 \u201e<strong>The Yes Men save the world<\/strong>\u201c \u2013 nun legal als Torrent zum kostenlosen Download zur Verf\u00fcgung gestellt, und zwar auf dem Portal f\u00fcr Open Source-Filme <strong>VODO<\/strong>. <a href=\"http:\/\/vodo.net\/theyesmen\">&gt;&gt; hier entlang<\/a><\/p>\n<p>In der FAZ fand sich neulich ein erstaunlicher Artikel, dessen Titel schon aufhorchen lie\u00df: \u201e<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C\/Doc~EFE85559287A74BA0BFAFD5B60F3AADE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html\"><strong>Seid faul und militant!<\/strong><\/a>\u201c. Nein, keine Angst, die FAZ ist nicht pl\u00f6tzlich verr\u00fcckt (?) geworden, es handelt sich vielmehr um eine Auseinandersetzung mit einem neuen radikalen Buch aus Frankreich \u2013 \u201e<strong>Der kommende Aufstand<\/strong>\u201c, ein Werk, das sich abseits von Buchhandlungen \u201erasend schnell verbreitet\u201c und \u201ezum wichtigsten linken Theoriebuch unserer Tage\u201c werden k\u00f6nnte:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Auch in \u201eDer kommende Aufstand\u201c geht es um die Ausweglosigkeit eines  immer subtiler operierenden kapitalistischen Systems, um die \u201eAusweitung  der Kampfzone\u201c: von den Schachtfeldern und den M\u00e4rkten ins Private,  K\u00f6rperliche und Intime, um die Kolonisierung von Gedanken, Gef\u00fchlen und  Gen\u00fcssen durch den postmodernen Kapitalismus.<\/p>\n<p>Dagegen hilft keines  der angebotenen Rezepte, finden die Autoren: Selbst eine Bewegung wie  Attac oder die Wachstumskritiker von der \u201ed\u00e9croissance\u201c-Bewegung seien  nur der letzte Schrei &#8211; ein Wahn, der dem System zu einer noch  wirksameren Durchdringung widerst\u00e4ndiger Milieus verhelfe. Das Problem,  so die Autoren, sind weniger die Parteien und Organisationen der Linken  als vielmehr \u201edas Milieu\u201c. Im linken Milieu einer Stadt wie Paris finde  nichts Wichtiges statt; dort werde nur \u00fcble Nachrede gepflegt, da richte  man sich geradezu woll\u00fcstig ein im gesamtpolitischen Unwohlsein, im  \u201emauvais confort\u201c.<\/p>\n<p>Abseits der uns bekannten Formen der  politischen Willensbildung empfehlen die Autoren des kommenden Aufstands  eine neue Form der Kommune, und zwar m\u00f6glichst abseits der  allgegenw\u00e4rtigen Netze: Sie wollen, etwas altmodisch, Freundschaften  statt blo\u00dfer Kontakte und empfehlen statt der Mail, der SMS oder dem  Tweet den gegenseitigen Besuch. Ist sch\u00f6ner und hinterl\u00e4sst keine  Spuren. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>In der taz wird sich deutlich kritischer mit dem franz\u00f6sischen Text auseinandergesetzt, den sie in der extremistischen Ecke, mit durchaus bedenklichen Ansichten, verortet sehen \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/debatte\/theorie\/artikel\/1\/fast-wie-gas\/\"><strong>Wirbel um Anti-Demokratie-Pamphlet<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Bei solchen  Quellen werden selbst &#8220;Frauenzeitschriften&#8221;, &#8220;Fitnessstudios&#8221; und  &#8220;Smarts&#8221; zur Zielscheibe. Noch in der harmlosesten \u00c4u\u00dferung der  Jetztzeit sehen die Autoren Zeichen eines vorherrschenden &#8220;Imperialismus  des Relativen&#8221;. Diesen machen sie in rechtskonservativer Manier f\u00fcr die  &#8220;Zerst\u00f6rung s\u00e4mtlicher Verwurzelungen&#8221; verantwortlich. Neu an diesem  zusammengeflickten Unsinn ist vor allem, dass sich das Feuilleton daf\u00fcr  begeistert. <em>FAZ<\/em> und <em>SZ<\/em> rezensierten die Schrift derart  positiv, dass sich ein Berliner Buchladen gen\u00f6tigt sah, ironisch per  Rundmail zu kommentieren, gro\u00dfe deutsche Tageszeitungen riefen nun zum  Terrorismus auf. (&#8230;)<\/p>\n<p>(&#8230;) Wer sich  derart unbedacht mitrei\u00dfen l\u00e4sst, \u00fcbersieht vor allem, dass Thesen im  Stil des Buchs &#8220;Der kommende Aufstand&#8221; in Frankreich etwas anderes  bedeuten als in Deutschland. Diesseits des Rheins ist das Ressentiment  gegen Internationalismus, Demokratie und Technik fester Bestandteil des  Revisionismus der Nachkriegszeit. Der Text ist eine Art Re-Import. Er  schuldet vieles nicht &#8211; wie R\u00fchle und Minkmar blind einen  Frankreichkorrespondenten der <em>NZZ<\/em> kopieren &#8211; Michel Houellebecq, sondern eben den nationalsozialistisch gef\u00e4rbten Theoretikern Heidegger und Schmitt. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Gedanken an einen Aufstand kann man schon bekommen, wenn man so sieht, was beispielsweise die EU-B\u00fcrokraten und -Lobbyisten derzeit so treiben. Der Spiegel schildert in \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,728263,00.html\"><strong>Wie die EU-Kommission Fair-Trade-Produkte verhindert<\/strong><\/a>\u201c, wie die Konzerne mal wieder alles daran setzen, ihre Marktmacht mit Hilfe der Politik zu sichern:<\/p>\n<blockquote><p>Beim Thema Kinderarbeit steht f\u00fcr Theodor Elster die  Wirtschaftlichkeit an erster Stelle: Kinderarbeit ist nicht sch\u00f6n, aber  g\u00fcnstig. Der Uelzener Landrat lehnte daher in diesem Jahr einen Antrag  der Gr\u00fcnen ab, der nieders\u00e4chsische Landkreis m\u00f6ge keine Produkte aus  ausbeuterischer Arbeit erwerben.<a href=\"http:\/\/adserv.quality-channel.de\/RealMedia\/ads\/click_nx.ads\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/artikel\/1986268444@Sub1,Sub2,Top1,Top2,TopRight,Left,Right,Right1,Right2,Right3,Right4,Right5,Middle,Middle1,Middle2,Middle3,Bottom,Bottom1,Bottom2,Bottom3,Position1,Position2,x01,x02,x03,x04,x05,x06,x07,x08,x09,x10,x11,x12,x20,x21,x22,x23,x70,VMiddle2,VMiddle,VRight,Spezial%21Middle2\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/adserv.quality-channel.de\/RealMedia\/ads\/adstream_nx.ads\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/artikel\/1986268444@Sub1,Sub2,Top1,Top2,TopRight,Left,Right,Right1,Right2,Right3,Right4,Right5,Middle,Middle1,Middle2,Middle3,Bottom,Bottom1,Bottom2,Bottom3,Position1,Position2,x01,x02,x03,x04,x05,x06,x07,x08,x09,x10,x11,x12,x20,x21,x22,x23,x70,VMiddle2,VMiddle,VRight,Spezial%21Middle2\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/a> Kinderarbeit mache Produkte billiger, und das sei ja der &#8220;entscheidende  Wettbewerbsvorteil&#8221;, dozierte der CDU-Mann. Eine Verpflichtung, solche  Zust\u00e4nde durch faire Beschaffung zu \u00e4ndern, sehe er nicht: &#8220;So weit kann  Bundestreue nicht reichen.&#8221;So viel Offenheit in der Politik ist selten. Allerdings steht Elster  mit seiner Meinung keineswegs allein da: Ausgerechnet die EU-Kommission  gibt ihm R\u00fcckendeckung. So werden Kommunen, die auf faire Beschaffung  ihrer G\u00fcter setzen, in Br\u00fcssel neuerdings als vermeintliche  Rechtsbrecher angeprangert.<\/p>\n<p>Im Mai verklagte die Kommission die Niederlande deshalb sogar vor dem  Europ\u00e4ischen Gerichtshof. Die Provinz Noord-Holland hatte zuvor  beschlossen, ihre Kaffeeautomaten nur noch mit fair gehandeltem Kaffee  zu best\u00fccken. Die Ausschreibung dazu habe bestimmte G\u00fctesiegel wie  Fairtrade bevorzugt, begr\u00fcndete die zust\u00e4ndige Direktion des  Binnenmarktkommissars Michel Barnier ihre Klage. Das gehe zu weit. Es  d\u00fcrften allenfalls bestimmte soziale Kriterien gefordert werden. Aber  auch da solle man es bitte nicht \u00fcbertreiben. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14462\" title=\"Helft den Yes Men bei der Revolte!\">Helft den Yes Men bei der Revolte!<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14220\" title=\"Abgefahren \u2013 vom Ende des Autos\">Abgefahren \u2013 vom Ende des Autos<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=7898\" title=\"Lesetipps: Die dunkle Seite des iPads, \u201efreedrom from porn\u201c und eine neue Flagge f\u00fcr BP\">Lesetipps: Die dunkle Seite des iPads, \u201efreedrom from porn\u201c und eine neue Flagge f\u00fcr BP<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=15259\" title=\"Lesetipps: Freihandelsabkommen | Wirtschaftswachstum | Billiggesellschaft | Kampf gegen Verpackungen | Autofrei | Adbusting\">Lesetipps: Freihandelsabkommen | Wirtschaftswachstum | Billiggesellschaft | Kampf gegen Verpackungen | Autofrei | Adbusting<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=15184\" title=\"Kulturelle St\u00f6rger\u00e4usche \">Kulturelle St\u00f6rger\u00e4usche <\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die arme Autoindustrie. 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