{"id":1644,"date":"2009-03-04T10:17:35","date_gmt":"2009-03-04T09:17:35","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=1644"},"modified":"2010-10-25T20:09:52","modified_gmt":"2010-10-25T18:09:52","slug":"herman-daly-%e2%80%93-ein-wirtschaftssystem-des-langfristigen-gleichgewichts-steady-state-okonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=1644","title":{"rendered":"Herman Daly \u2013 Ein Wirtschaftssystem des langfristigen Gleichgewichts (Steady-State-\u00d6konomie)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1648\" title=\"adbusters_81_hermandaly\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/adbusters_81_hermandaly-300x113.jpg\" alt=\"adbusters_81_hermandaly\" width=\"300\" height=\"113\" srcset=\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/adbusters_81_hermandaly-300x113.jpg 300w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/adbusters_81_hermandaly.jpg 668w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das kanadische <strong>Adbusters<\/strong>-Magazin \u2013 das wohl bekannteste Organ der Culture Jammer \u2013 w\u00e4hlt jedes Jahr die \u201e<a href=\"http:\/\/www.adbusters.org\/magazine\/81\/herman_daly_person_of_the_year.html\">Person des Jahres<\/a>\u201c. 2008 war dies der Wirtschaftswissenschaftler <strong>Herman Daly<\/strong>, der f\u00fcr seine unorthodoxen Ansichten bekannt ist. Ich pr\u00e4sentiere Euch heute, mit freundlicher Genehmigung, meine \u00dcbersetzung der Adbusters-Laudatio sowie Dalys anregenden Artikel <strong>\u201e<a href=\"http:\/\/www.adbusters.org\/magazine\/81\/steady_state_economy.html\">A Steady-State Economy<\/a>\u201c<\/strong> aus Adbusters 01\/2009. [Da der Artikel auch manches an Fachvokabular enth\u00e4lt, das zu \u00fcbersetzen mir nicht so ohne weiteres gegeben ist, habe ich bei einigen Begriffen Links zu erkl\u00e4renden Seiten eingef\u00fcgt; sollte ich \u00dcbersetzungsfehler gemacht haben, bitte ich um entsprechenden Hinweis. Teils holprige S\u00e4tze bitte ich mir dementsprechend auch nachzusehen.]<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Das <em>TIME magazine <\/em>hat gerade seine \u201ePerson des Jahres\u201c bekannt gegeben, und ja, Sie haben&#8217;s erraten, sie entschieden sich f\u00fcr Obama. Diese Wahl ist zweifellos eine gute, aber es ist eine gefahrlose Wahl, innerhalb der Grenzen des \u201ebusiness as ususal\u201c. <em>Adbusters<\/em> \u201ePerson des Jahres\u201c ist <strong>Herman Daly<\/strong>, ein subversiver Denker, dessen Ideen in Richtung eines verlockenden Auswegs aus der globalen Erderw\u00e4rmung und \u00f6konomischer Zusammenbruchsszenarien weisen, in denen wir derzeit gefangen sind. Herman Daly ist \u201edie wahre Sache\u201c: der \u201ememester des Jahres\u201c<em> (Anm. PM: \u201ememester\u201c ist jemand, der daf\u00fcr sorgt, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mem\">Meme<\/a> (Gedanken-Gene) in Umlauf zu bringen und damit den Meinungsmainstream zu durchbrechen)<\/em>. Finden Sie heraus, wieso wir bei adbusters.org ausgerechnet ihn gew\u00e4hlt haben.<\/p>\n<p>Herman Daly ist nicht der normale neoklassische \u00d6konom, obwohl er es h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, wenn es nicht einige Schl\u00fcsselerlebnisse in seinem Leben gegeben h\u00e4tte. Wie die meisten Studenten der Wirtschaftswissenschaften glaubte auch Daly einst, dass Wachstum der Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung der Menschheitsprobleme ist. Aber w\u00e4hrend er seinen Doktortitel unter der Leitung von einem der renommiertesten \u00d6konomen der damaligen Zeit \u2013 Nicholas Georgescu-Roegen \u2013 machte, wurde Dalys Vertrauen in das Wachstum ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Obwohl er einige beachtliche Beitr\u00e4ge zum Gebiet der neoklassischen \u00d6konomie geleistet hatte, begann Georgescu-Roegen zu der Zeit, als er Dalys Doktorvater wurde, kritische Schw\u00e4chen der neoklassischen Theorie zu entdecken: sie vers\u00e4umte, zu ber\u00fccksichtigen, wie wirtschaftliche Prozesse Ressourcen verschlingen und M\u00fcll produzieren. Weiteres Wachstum bedeutete eine schnellere Rate der Ressourcenausl\u00f6schung und noch mehr M\u00fcll. Diese Saat des Zweifels, die Georgescu-Roegen in Dalys jungen Geist einpflanzen konnte, begann zu wachsen, als Daly <em>\u201eSilent Spring\u201c<\/em> las, ein bahnbrechendes Buch, das vor den Gefahren von Industriechemikalien in der Nahrungskette warnte. Nachdem er einen Lehrauftrag in Brasilien im Jahre 1968 angenommen hatte, beobachtete Daly aus erster Hand, wie Bev\u00f6lkerungswachstum die Umwelt vor Ort negativ beeinflusste. Sein Glaube an das Wachstum war zerronnen. Seinen Platz nahm eine schwerwiegende Sorge ein \u00fcber die offensichtliche Gleichg\u00fcltigkeit, die seine Kollegen in den Wirtschaftswissenschaften gegen\u00fcber der Beziehung zwischen Wirtschaft und Umwelt an den Tag legten.<\/p>\n<p>Vier Jahrzehnte lang arbeitete Daly unerm\u00fcdlich daran, das Wachstumsdogma, das die moderne Gesellschaft so enthusiastisch verinnerlicht hat, herauszufordern. Er ver\u00f6ffentlichte mehrere B\u00fccher und mehr als 100 Artikel, und Daly versuchte sogar, Ver\u00e4nderung von innen heraus zu bewirken, als er sechs frustrierende Jahre bei der Weltbank verbrachte, wo er beobachten musste, welch fehlgeleitete Politik aus einer <em>\u201eunrealistischen Vorstellung von Entwicklung als Verallgemeinerung des n\u00f6rdlichen Konsum\u00fcberflusses\u201c<\/em> entsprang.<\/p>\n<p>Dadurch, dass viele Naturwissenschaftler gezeigt haben, dass wir, wenn wir einen katastrophalen Klimawandel verhindern wollen, aufh\u00f6ren m\u00fcssen, CO2 in die Atmosph\u00e4re zu pumpen, beginnen Mainstream-\u00d6konomen grummelnd, die Tatsache zu akzeptieren, dass es \u00f6kologische Grenzen f\u00fcr unser Wachstum gibt. W\u00e4hrend die Mehrheit sich immer noch nicht eingestanden hat, dass Wachstum ein falsches Idol ist, ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass, sobald eine Grenze erst einmal akzeptiert wurde, andere folgen werden. Sobald diese Grenzen akzeptiert sind, beginnt die gesamte Logik des permanenten Wachstums in sich zusammen zu brechen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #000080;\"><strong>Herman Daly:<br \/>\nEin Wirtschaftssystem des langfristigen Gleichgewichts (Steady-State-\u00d6konomie)<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><em>Die Wachstums\u00f6konomie geht in die Knie und wir m\u00fcssen eine <a href=\"http:\/\/www.seri.at\/index.php?option=com_docman&amp;task=doc_download&amp;gid=42&amp;Itemid=39\">\u00d6konomie des stabilen Zustands<\/a> (des langfristigen Gleichgewichts\/Steady-State) anstreben. Die Antwort des Steady-State ist, dass die Reichen ihr Wachstum an (Ressourcen-)Durchsatz reduzieren, um Ressourcen und \u00f6kologischen Raum f\u00fcr die Armen freizusetzen, w\u00e4hrend sie ihre lokalen Bem\u00fchungen auf Entwicklung, technische und soziale Verbesserungen konzentrieren, die frei mit den armen L\u00e4ndern geteilt werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dal1705ld2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3287\" title=\"dal1705ld2\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/dal1705ld2.jpg\" alt=\"dal1705ld2\" width=\"224\" height=\"167\" \/><\/a>Die Erde als Ganzes befindet sich n\u00e4herungsweise in einem langfristigen Gleichgewicht. Weder die Oberfl\u00e4che noch die Masse der Erde w\u00e4chst oder schrumpft; der Zufluss an Strahlenenergie entspricht dem Abfluss (der Treibhauseffekt hat die Abstrahlung verlangsamt, aber der daraus resultierende Temperaturanstieg wird sie wieder vergr\u00f6\u00dfern); und Materialimporte aus dem Weltraum sind ca. so gro\u00df wie die Exporte (beides vernachl\u00e4ssigbare Gr\u00f6\u00dfen).<\/p>\n<p><span class=\"dropcaps-2\">Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Erde statisch w\u00e4re \u2013 eine Vielzahl an qualitativen Ver\u00e4nderungen kann in einem stabilen Zustand vor sich gehen, und hat definitiv auch auf der Erde stattgefunden. Die wichtigste \u00c4nderung in der j\u00fcngeren Zeit war das enorme Wachsen eines Untersystems der Erde, der Wirtschaft, in Relation zum Gesamtsystem, der \u00d6kosph\u00e4re. Dieser gewaltige Schritt von einer \u201eleeren\u201c zu einer \u201evollen\u201c Erde ist wirklich \u201eEtwas Neues unter der Sonne\u201c, wie der Historiker J.R. McNeil in seinem Buch mit dem selben Titel schreibt. Je mehr sich die Wirtschaft der Gr\u00f6\u00dfe der gesamten Erde ann\u00e4hert, desto st\u00e4rker muss sie sich der physikalischen Verhaltensweise der Erde f\u00fcgen. Und diese Verhaltensweise ist ein stabiler Zustand \u2013 ein System, das qualitative Entwicklung erlaubt, aber kein endloses aggregiertes quantitatives Wachstum vorsieht. Wachstum ist mehr von der gleichen Sache; Entwicklung ist die gleiche Menge von besseren (oder zumindest anderen) Sachen. Die verbleibende nat\u00fcrliche Welt ist nicht mehr l\u00e4nger in der Lage, die Quellen und Abfl\u00fcsse f\u00fcr den Stoffwechseldurchsatz zur Verf\u00fcgung zu stellen, der n\u00f6tig ist, um die derzeitige \u00fcberdimensionierte Wirtschaft am Laufen zu halten \u2013 und erst recht keine weiter wachsende Wirtschaft. \u00d6konomen haben sich zu sehr auf den Wirtschaftskreislauf konzentriert und dabei vergessen, den Verdauungstrakt zu studieren. Wachsender Durchsatz bedeutet mehr von der gleichen Nahrung durch einen noch gr\u00f6\u00dferen Verdauungstrakt zu pressen; Entwicklung bedeutet, bessere Nahrung zu essen und diese gr\u00fcndlicher zu verdauen. Es ist eindeutig, dass die Wirtschaft sich an die Regeln eines stabilen Zustands anpassen muss \u2013 qualitative Entwicklung anstreben, aber anh\u00e4ufendes quantitatives Wachstum stoppen. Der Anstieg des Bruttoszialprodukts (BSP) verschmelzt diese beiden sehr unterschiedlichen Dinge.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"dropcaps-2\">200 Jahre lang haben wir in einer Wachstumswirtschaft gelebt. Das macht es schwierig, sich vorzustellen, wie eine Steady-State-\u00d6konomie (SS\u00d6) aussehen w\u00fcrde, obwohl die Menschheit die meiste Zeit ihrer Geschichte in einem Wirtschaftssystem gelebt hat, in dem j\u00e4hrliches Wachstum vernachl\u00e4ssigbar war. Einige denken, eine SS\u00d6 w\u00fcrde bedeuten, unter einer kommunistischen Diktatur festzufrieren. Einige sagen, dass gro\u00dfer technischer Fortschritt (Energieeffizienz, Recycling) so einfach ist, dass die Anpassungen dadurch sowohl profitabel werden wie auch Spa\u00df machen w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"dropcaps-2\">Unabh\u00e4ngig davon, ob es hart oder einfach wird, m\u00fcssen wir eine SS\u00d6 zu erreichen versuchen, weil wir nicht weiter wachsen k\u00f6nnen, und tats\u00e4chlich ist das sogenannte \u201ewirtschaftliche\u201c Wachstum bereits unwirtschaftlich geworden. Die Wachstumswirtschaft versagt. Mit anderen Worten, die quantitative Ausbreitung des wirtschaftlichen Subystems erh\u00f6ht Umwelt- und soziale Kosten st\u00e4rker als die Produktion profitiert, was uns \u00e4rmer und nicht reicher macht, zumindest in den Hochkonsum-L\u00e4ndern. Wenn man die Gesetze des sinkenden Grenznutzens und steigender Grenzkosten bedenkt, kann dies nicht \u00fcberraschen. Und manchmal macht neue Technologie es sogar noch schlimmer. Zum Beispiel brachte Bleifluid den Vorteil, Maschinenklopfen zu verringern, daf\u00fcr wird ein giftiges Schwermetall in die Biosph\u00e4re gepustet; Fluorkohlewasserstoffe brachten uns nichtgiftige Treibgase und K\u00fchlmittel, aber zum Preis eines Lochs in der Ozonschicht und einer daraus resultierenden verst\u00e4rkten ultravioletten Strahlung. Es ist schwer definitiv festzustellen, dass das Wachstum inzwischen die Kosten st\u00e4rker steigen l\u00e4sst als den Nutzen, weil wir uns nicht darum k\u00fcmmern, die Kosten vom Nutzen in unseren volkswirtschaftlichen Rechnungen zu trennen. Statt dessen fassen<\/span><span class=\"dropcaps-2\"> wir bei der Berechnung des Bruttosozialprodukts<\/span><span class=\"dropcaps-2\"> (BSP) beides zusammen als \u201eAktivit\u00e4t\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"dropcaps-2\">\u00d6kologisch orientierte \u00d6konomen haben die empirischen Belege gef\u00fchrt, dass Wachstum in den Hochkonsum-L\u00e4ndern bereits unwirtschaftlich ist. Da neoklassische \u00d6konomen nicht in der Lage sind, zu beweisen, dass Wachstum, ob nun als Verarbeitungsmenge oder als BSP, uns besser da stehen l\u00e4sst und nicht schlechter, stellt dies eine blinde Ignoranz von ihrer Seite dar, wenn sie weiterhin anh\u00e4ufendes Wachstum als die L\u00f6sung unserer Probleme predigen. Ja, die meisten unserer Probleme (Armut, Arbeitslosigkeit, Umweltsch\u00e4den) w\u00e4ren leichter zu l\u00f6sen, wenn wir reicher w\u00e4ren \u2013 das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Macht uns ein Wachstum des Bruttosozialprodukts nach wie vor wirklich reicher? Oder macht es uns inzwischen eher \u00e4rmer?<\/span><\/p>\n<p><span class=\"dropcaps-2\">F\u00fcr arme L\u00e4nder bedeutet ein Anstieg des BSP nach wie vor eine Erh\u00f6hung des Gemeinwohls, zumindest, wenn es vern\u00fcnftig verteilt wird. Die Frage ist, was die beste M\u00f6glichkeit f\u00fcr die reichen L\u00e4nder ist, um den \u00e4rmeren zu helfen? Die Antwort der Weltbank besteht darin, dass die Reichen weiterhin so schnell wie nur irgend m\u00f6glich wachsen sollen, um M\u00e4rkte f\u00fcr die Armen bereitzustellen und Kapital anzusammeln, um in \u00e4rmeren L\u00e4ndern zu investieren. Die Antwort des Steady-State ist, dass die Reichen ihr Durchsatzwachstum verringern, um Ressourcen und \u00f6kologischen Raum freizugeben, den die Armen nutzen k\u00f6nnen, <\/span>w\u00e4hrend sie ihre lokalen Bem\u00fchungen auf Entwicklung, technische und soziale Verbesserungen konzentrieren, die frei mit den armen L\u00e4ndern geteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die <strong>Mobilit\u00e4t des internationalen Kapitals<\/strong>, kombiniert mit freiem Handel, erlaubt es den Konzernen, den in \u00f6ffentlichem Interesse betriebenen nationalen Regulierungen zu entfliehen, und ein Land gegen das andere auszuspielen. Da es keine weltweite Regierung gibt, sind sie in der Tat unkontrolliert. Die Institutionen, die noch am ehesten einer globalen Regierung entsprechen (Weltbank, Internationaler W\u00e4hrungsfond, Welthandelsorganisation), haben keinerlei Interesse daran gezeigt, transnationales Kapital zugunsten des Allgemeinwohls zu regulieren. Ihr Ziel ist es, diesen Konzernen zu helfen, zu wachsen, da unterstellt wird, dass Wachstum gut f\u00fcr alle ist \u2013 Ende der Diskussion. Wenn der Internationale W\u00e4hrungsfond den Wunsch h\u00e4tte, die Mobilit\u00e4t des internationalen Kapitals zu begrenzen, um in der Welt komparative Vorteile zu sichern, g\u00e4be es einige Dinge, die er tun k\u00f6nnte. Er k\u00f6nnte Mindesthaltedauern von ausl\u00e4ndischem Kapital einf\u00fchren, um Kapitalflucht und Spekulation einzud\u00e4mmen und er k\u00f6nnte eine kleine Steuer auf alle W\u00e4hrungstransaktionen (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tobin-Steuer\">Tobin-Steuer<\/a>) fordern. Vor allem k\u00f6nnten sie Keynes Vorschlag einer multilateralen <a href=\"http:\/\/www.chemie.fu-berlin.de\/fb\/diverse\/betz021113.html\">International Clearing Union<\/a> wiederbeleben, das andauernde Ungleichgewichte der Handelsbilanzen (sowohl Defizite wie auch \u00dcbersch\u00fcsse) direkt bestrafen und damit indirekt ein Gleichgewicht in den dem Handel zugrunde liegenden Kapitalbilanzen f\u00f6rdern w\u00fcrde, was zu einer Reduzierung der internationalen Kapitalstr\u00f6me f\u00fchrt.<\/p>\n<div class=\"column span-17\">\n<div class=\"column span-7 prepend-1\">\n<p><strong>Besteuerung der Sachen, von denen wir weniger wollen<\/strong> (Zerst\u00f6rung und Verschmutzung) und Zur\u00fccknahme von Steuern bei Dingen, von denen wir mehr m\u00f6chten (Einkommen, Wertzuwachs) \u2013 wie es auf Autoaufklebern steht: \u201eBesteuere Schlechtes, nicht Gutes (G\u00fcter)\u201c. Beginnen wir zum Beispiel, indem wir auf x $ Gewinn von der schlimmsten Wertzuwachssteuer, die wir haben, verzichten. Gleichzeitig sammeln wir x $ von der besten Ressourcenverbrauchssteuer, die wir ersinnen k\u00f6nnen. In der n\u00e4chsten Legislaturperiode schaffen wir die zweitschlimmste Steuer auf Wertzuwachs ab und ersetzen sie durch die zweibeste Ressourcen-Steuer etc. Solch eine Politik w\u00fcrde die Ressourcenpreise erh\u00f6hen und st\u00e4rkere Effizienz in der Ressourcenverwendung bewirken.<\/p>\n<p><strong>Wissen<\/strong> wird, anders als Warendurchsatz, nicht verringert, wenn man es teilt, sondern vervielf\u00e4ltigt. Sobald Wissen existiert, betragen die Opportunit\u00e4tskosten des Teilens Null und somit sollte auch der Preis, es zu verteilen, Null sein. Internationale Entwicklungshilfe sollte mehr und mehr die Form von frei und aktiv geteiltem Wissen annehmen, begleitet von kleinen Kapitalhilfen, und weniger die Form gewaltiger zinsbelasteter Kredite. Wissen zu teilen kostet wenig, erzeugt keine Schulden, die eh niemals zur\u00fcck bezahlt werden k\u00f6nnen, und es erh\u00f6ht die Produktivit\u00e4t der wirklich konkurrierenden und knappen Produktionsfaktoren. Existierendes Wissen ist der wichtigste Input f\u00fcr die Produktion neuen Wissens, und dieses k\u00fcnstlich knapp und teuer zu halten, ist pervers. Patentmonopole (wie \u201eRechte an geistigem Eigentum\u201c) sollten eine k\u00fcrzere Laufzeit haben und nicht f\u00fcr so viele \u201eErfindungen\u201c erteilt werden wie derzeit.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnte ein Wirtschaftssystem des Steady-State die aktuelle gewaltige Finanzstruktur st\u00fctzen<\/strong>, die auf den Erwartungen zuk\u00fcnftigen Wachstums aufbaut? Wahrscheinlich nicht, weil Zinss\u00e4tze und Wachstumsraten niedrig w\u00e4ren. Investitionen best\u00fcnden prim\u00e4r in Ersatzinvestitionen und qualitativen Verbesserungen. Es g\u00e4be vermutlich ein gesundes Schrumpfen der gigantischen Schuldpyramide, die bedrohlich \u00fcber der Realwirtschaft schwebt und einzust\u00fcrzen droht. Au\u00dferdem w\u00fcrde eine SS\u00d6 von der Abkehr von unserem derzeitigen Mindestreserve-Bankwesen hin zu einem System des 100%igen R\u00fcckstellungsbedarfs <em>(100%ige Eigenkapitalquote?)<\/em> profitieren.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde unsere Geldversorgung zur\u00fcck in die H\u00e4nde der Regierungen legen statt sie in den H\u00e4nden des privaten Bankensektors zu belassen. Geld w\u00e4re ein wirkliches politisches Instrument anstatt nur das Nebenprodukt von kommerziellem Leihen und Verleihen mit dem Ziel der Wachstumssteigerung. In dem Mindestreserven-System wird die Geldversorgung w\u00e4hrend eines Booms ausgeweitet und w\u00e4hrend eines Abschwungs verringert und verst\u00e4rkt somit die zyklischen Tendenzen der Wirtschaft. Der Profit (Geldsch\u00f6pfung) des Erschaffens (zu vernachl\u00e4ssigbaren Kosten) und der erste zu sein, neues Geld ausgeben zu k\u00f6nnen \u2013 und dessen vollen Tauschwert zu erhalten \u2013 w\u00fcrde der Allgemeinheit zugute kommen statt dem privatwirtschaftlichen Sektor. Die R\u00fcckstellungsanforderungen \u2013 etwas, das die Zentralbank sowieso manipuliert\/beeinflusst \u2013 k\u00f6nnten von ihrem momentan sehr niedrigen Niveau schrittweise auf 100 Prozent angehoben werden. Kommerzielle Banken w\u00fcrden ihr Geld mit finanziellen Vermittlungen verdienen (indem sie das Geld von Kreditgebern an Kreditnehmer vermitteln) sowie durch Servicegeb\u00fchren f\u00fcr Kontobewegungen, anstatt Geld, das sie aus dem Nichts sch\u00f6pfen, zu Zinss\u00e4tzen zu verleihen. Geld zu verleihen, das tats\u00e4chlich von jemandem gespart wurde, stellt das klassische Gleichgewicht zwischen Zur\u00fcckhaltung und Investition wieder her. Diese zus\u00e4tzliche Disziplinierung beim Leihen und Verleihen w\u00fcrde solche Debakel wie bei der aktuellen \u201e<a href=\"http:\/\/doener.blogage.de\/entries\/2008\/1\/30\/Kurz-erklaert-Subprime-Krise\">Subprime-Krise<\/a>\u201c verhindern. Hundertprozentige R\u00fcckstellungsverpflichtungen w\u00fcrden sowohl die Wirtschaft stabilisieren als auch das Schneeballsystem der Kredithebelungen bremsen.<\/p>\n<p><strong>Diese \u00dcbergangsma\u00dfnahmen<\/strong> m\u00f6gen vielen Menschen radikal erscheinen, wir sollten aber im Hinterkopf behalten, dass sie nicht nur eine nach und nach angewendet werden k\u00f6nnen, sondern auch auf den konservativen Pfeilern von Privateigentum und dezentraler Marktverteilung basieren. Sie erkennen ganz einfach an, dass Privateigentum seine Legitimation verliert, wenn es zu ungleich verteilt ist und dass der Markt seine Legitimation verliert, wenn die Preise nicht die volle Wahrheit \u00fcber die Kosten widerspiegeln. Au\u00dferdem wird Makro\u00f6konomie absurd, wenn ihre Gr\u00f6\u00dfenordnung von der Grundstruktur her erfordert, \u00fcber die biophysikalischen Grenzen der Erde hinaus zu wachsen. Und lange vor dieser radikalen phsyikalischen Grenze sto\u00dfen wir auf die konservative \u00f6konomische Grenze, dass die Zusatzkosten f\u00fcr weiteres Wachstum gr\u00f6\u00dfer werden als der daraus resultierende zus\u00e4tzliche Nutzen.<\/p>\n<div class=\"column span-17\">\n<div class=\"column span-7 prepend-1\">\n<p><strong><br \/>\nAbstand nehmen vom Umkipppunkt<br \/>\nZehn grundlegend entscheidende Schritte, um eine \u00f6kologisch lebensf\u00e4hige \u00f6konomische Zukunft zu erlangen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">1.<strong> \u201eCap auction trade systems\u201c f\u00fcr grundlegende Ressourcen<\/strong><\/span> <em>(kann ich schwer \u00fcbersetzen; wohl vergleichbar mit der von Versteigerung von Verschmutzungsrechten o.\u00e4.; Anm. PM)<\/em> \u2013 Eine Begrenzung nach oben f\u00fcr biophysikalische Gr\u00f6\u00dfen, in Bezug auf die Knappheit der Quelle (Ressourcen) oder des Abflusses (M\u00fcll), je nach dem, was knapper ist. Die Versteigerung erfasst die Knappheitsrenten (den Preis f\u00fcr knappe G\u00fcter) f\u00fcr eine gleichberechtigte Weiterverteilung. Handel erlaubt eine effiziente Allokation auf die besten Verwendungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">2. <strong>\u00d6kologische Steuerreform<\/strong><\/span> \u2013 Der Fokus der Steuern wandert von der Besteuerung von Wertzuwachs (Arbeit und Kapital) hin zu dem, \u201ewozu der Wert hinzugef\u00fcgt wird\u201c, insbesondere der entropischen Verarbeitungsmenge von Ressourcen, die der Natur von der Wirtschaft entzogen wird (Abbau), und anschlie\u00dfend wieder zur\u00fcck in die Natur gelangt (Verschmutzung). Dies internalisiert externe Kosten und erh\u00f6ht Ums\u00e4tze auf gerechtere Weise. Somit preist dies den knappen, aber bisher nicht eingepreisten Beitrag der Natur in die Produktionskosten ein.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">3. <strong>Begrenzung des Ausma\u00dfes an Ungleichgewicht in der Einkommensverteilung<\/strong><\/span> \u2013 Ein Minimal- und ein Maximaleinkommen. Ohne aggregiertes Wachstum setzt Armutsreduktion Umverteilung voraus. Vollst\u00e4ndige Gleichheit ist unfair; unbegrenzte Ungleichheit ist unfair. Strebt faire Grenzen der Ungleichheit an.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">4. <strong>Verk\u00fcrzung der L\u00e4nge eines Arbeitstages, einer Arbeitswoche, eines Arbeitsjahres<\/strong><\/span> \u2013 Dies erlaubt gr\u00f6\u00dfere Freiheiten f\u00fcr Freizeit oder pers\u00f6nliche Arbeit. Vollbesch\u00e4ftigung f\u00fcr alle ist ohne Wachstum kaum zu erreichen.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">5. <strong>Regulierung des internationalen Handels<\/strong><\/span> \u2013 Eine Abkehr vom freien Handel, freier Kapitalmobilit\u00e4t und Globalisierung; kompensatorische Tarife\/Z\u00f6lle\/Geb\u00fchren werden eingef\u00fchrt, um eine effiziente nationale Politik der Kosteninternalisierung vor der Standard-senkenden Konkurrenz durch andere L\u00e4nder zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">6. <strong>IWF, Weltbank und WTO werden zur\u00fcckgestuft<\/strong><\/span> auf ein Niveau, das Keynes Plan f\u00fcr eine <a href=\"http:\/\/www.chemie.fu-berlin.de\/fb\/diverse\/betz021113.html\">multilaterale, internationale Clearing Union<\/a> entspricht, die Strafgeb\u00fchren auf Bilanz\u00fcbersch\u00fcsse oder -defizite der L\u00e4nder erhebt; dies erm\u00f6glicht ein Gleichgewicht der W\u00e4hrungskonten, verhindert riesige Kapitaltransfers und Schulden im Ausland.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">7. <strong>\u00dcbergang zu einer 100%igen Eigenkapitalquote statt des Mindestreserven-Banksystems<\/strong><\/span>. Die Kontrolle \u00fcber die Geldversorgung und -sch\u00f6pfung wird in die H\u00e4nde der Regierung anstatt privater Banken gelegt.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">8. <strong>Die verbleibenden Allgemeing\u00fcter<\/strong><\/span> von konkurrierendem nat\u00fcrlichen Kapitel <em>(? \u201erival natural capital\u201c)<\/em> werden in \u00f6ffentliche Treuhandgesellschaften \u00fcberf\u00fchrt und mit Preisen versehen, wodurch sie von privater Beschr\u00e4nkung befreit sind und die nicht-konkurrierenden Allgemeing\u00fcter Wissen und Information einen Preis erhalten. Damit wird ein Schlussstrich unter das bisherige Verhalten gezogen, das Knappe so zu behandeln, als w\u00e4re es nicht knapp, und das Nicht-Knappe als knapp.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">9. <strong>Stabilisierung der Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/span> \u2013 Hinarbeiten auf ein Gleichgewicht, in dem Geburten plus Einwanderer der Summe von Sterbef\u00e4llen und Auswanderern entsprechen.<\/p>\n<p><span style=\"background-color: yellow;\">10. <strong>Reform der volkswirtschaftlichen Konten<\/strong><\/span> \u2013 Aufteilung des Bruttosozialprodukts in ein Kosten- und ein Ertragskonto. Vergleicht sie anhand der Marge<em> (? \u201emarge\u201c \/ Grenznutzen?) und<\/em> stoppt das Wachstum, sobald die Grenzkosten den Grenzerl\u00f6sen entsprechen. Auf keinen Fall werden diese beiden Konten zusammengez\u00e4hlt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/d307024330384ba9aff4ab8387f00ef0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=11710\" title=\"Postwachstums\u00f6konomie und die NachDenkSeiten\">Postwachstums\u00f6konomie und die NachDenkSeiten<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=9175\" title=\"Adbusters Woche der Rebellion \u2013 Briefings #4 bis #6\">Adbusters Woche der Rebellion \u2013 Briefings #4 bis #6<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=8870\" title=\"Lesetipps: \u201eDie Diktatur des Lebenslaufs\u201c \/ \u201eWelch hoffnungsloses Menschenbild!\u201c \/ Feuchte Luft und Hundekot k\u00f6nnen Strom liefern\">Lesetipps: \u201eDie Diktatur des Lebenslaufs\u201c \/ \u201eWelch hoffnungsloses Menschenbild!\u201c \/ Feuchte Luft und Hundekot k\u00f6nnen Strom liefern<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=7199\" title=\"Der Rat f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung\">Der Rat f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=7115\" title=\"Radiotipps f\u00fcr den M\u00e4rz\">Radiotipps f\u00fcr den M\u00e4rz<\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das kanadische Adbusters-Magazin \u2013 das wohl bekannteste Organ der Culture Jammer \u2013 w\u00e4hlt jedes Jahr die \u201ePerson des Jahres\u201c. 2008 war dies der Wirtschaftswissenschaftler Herman Daly, der f\u00fcr seine unorthodoxen Ansichten bekannt ist. 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