{"id":14711,"date":"2013-02-03T12:40:32","date_gmt":"2013-02-03T11:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14711"},"modified":"2013-02-03T12:40:32","modified_gmt":"2013-02-03T11:40:32","slug":"lesetipps-grune-gentechnik-ein-monat-ohne-handy-fairphone-spamindustrie-rundfunkbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=14711","title":{"rendered":"Lesetipps: Gr\u00fcne Gentechnik | Ein Monat ohne Handy | Fairphone | Spamindustrie | Rundfunkbeitrag"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-14763\" title=\"937663_yellow_calendula\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/937663_yellow_calendula-250x166.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/937663_yellow_calendula-250x166.jpg 250w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/937663_yellow_calendula.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Okay, diese Meldung kommt f\u00fcr alle, die sich schon l\u00e4nger mit Gentechnik und ihren potentiellen und konkreten negativen Auswirkungen befassen, nicht wirklich \u00fcberraschend \u2013 aber sch\u00f6n, dass die <strong>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/strong> das Thema in die Schlagzeilen hievt: \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/studie-zu-gengemuese-gruene-gentechnik-schadet-umwelt-und-landwirten-1.1588708\"><strong>Studie zu Gengem\u00fcse Gr\u00fcne Gentechnik schadet Umwelt und Landwirten<\/strong><\/a>\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Gentech-Pflanzen brauchen teilweise mehr Spritzmittel als konventionelle Pflanzen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zu sogenannter gr\u00fcner Gentechnik. Die Folgen f\u00fcr die Umwelt sind demnach verheerend, auch die Landwirte gerieten durch das Gentech-Saatgut unter Druck.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bei der gr\u00fcnen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gentechnik\" data-pagetype=\"THEME\">Gentechnik<\/a> &#8211; oder Pflanzen-Gentechnik, wie sie auch genannt wird &#8211; verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich wie bei Stuttgart 21: Eine sachliche Diskussion dar\u00fcber zu f\u00fchren ist fast unm\u00f6glich. Denn selbst das, was Kritiker und Bef\u00fcrworter jeweils als <em>Fakten<\/em> pr\u00e4sentieren, l\u00e4sst sich in Wahrheit kaum belegen. Ob beispielsweise gentechnisch ver\u00e4nderter Mais die Gesundheit gef\u00e4hrdet oder nicht, wird wohl noch lange eher eine Frage des Glaubens, denn des Wissens sein. Zwar gibt es Studien, die Risiken nahelegen, doch sind sie alle umstritten und\u00a0angreifbar.<\/p>\n<p>Dass der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft aber sehr konkrete und damit belegbare Folgen hat, zeigt eine <a href=\"http:\/\/www.martin-haeusling.eu\/downloads\/Broschuere_Gentechnik_Web%20160113.pdf\" data-pagetype=\"EXTERNAL\" data-id=\"\">Studie (hier als pdf), die der M\u00fcnchner Gentechnik-Experte Christoph Then im Auftrag der Gr\u00fcnen angefertigt hat und die an diesem Freitag ver\u00f6ffentlicht wird<\/a>. Er hat sich vor allem die USA angesehen, wo die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gr%C3%BCne_Gentechnik\" data-pagetype=\"THEME\">gr\u00fcne Gentechnik<\/a> anders als in Europa stark verbreitet ist. Nun ist Then zwar nicht gerade jemand, den man einen neutralen Wissenschaftler nennt. Er wettert im Gegenteil seit Langem gegen diese Art, die Natur zu manipulieren. Das \u00e4ndert aber nichts daran, dass er Informationen zusammengetragen hat, die einiges\u00a0aussagen. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein interessantes Experiment hat neulich die Sendung <strong>quer<\/strong> gestartet \u2013 Sch\u00fclerinnen sollen einen Monat lang (freiwillig) ihr Handy abgeben und so auf dieses f\u00fcr viele schon unverzichtbar gewordene Kommunikationsmittel verzichten. Welche Erkentnisse sich daraus ergeben und ob diese mediale \u201eEntgiftung\u201c positive Auswirkungen hat, wird man sehen. Ich selbst f\u00fchle mich immer sehr erfrischt, wenn ich mal (wenn ich z.B. ein paar Tage in London war) kein Internet und keine E-Mails um mich hatte. \u201e<a href=\"http:\/\/blog.br.de\/quer\/kalter-entzug-wie-lebt-es-sich-ohne-handy-11012013.html\"><strong>Kalter Entzug. Wie lebt es sich ohne Handy?<\/strong><\/a>\u201c<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr manche Menschen bestimmt eine herrliche Vorstellung: Vier Wochen ohne Handy. Aber f\u00fcr 14-j\u00e4hrige M\u00e4dchen eher eine Horror-Vision. Denn kein Handy bedeutet konkret: Keine SMS, kein Telefon, kein Facebook, kein Twitter \u2013 quasi kein Kontakt zur \u201cAu\u00dfenwelt\u201d. Eine M\u00e4dchen-Schulklasse aus Ortenburg bei Passau probt den Feldversuch, gibt f\u00fcr einen Monat die Handys ab. quer begleitet die M\u00e4dchen durch diese (schwere) Zeit.<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"lyte-wrapper\" style=\"width:560px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_209ZhfHYAzA\"><div id=\"lyte_209ZhfHYAzA\" data-src=\"\/\/i.ytimg.com\/vi\/209ZhfHYAzA\/hqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\"><\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/209ZhfHYAzA\" rel=\"nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/209ZhfHYAzA\/0.jpg\" alt=\"YouTube-Video-Thumbnail\" width=\"560\" height=\"295\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:560px;margin:5px;\"><\/div><\/p>\n<p>Apropos Handy \u2013 f\u00fcr viele ja inzwischen fast schon ein Wegwerfprodukt, das man bedenkenlos alle paar Monate gegen ein neues Modell austauschen kann\/muss, ist die Produktion dieser mobilen Endger\u00e4te in der Regel mit gro\u00dfen Umweltsch\u00e4den und auch der Ausbeutung von Menschen verbunden und von daher moralisch mit gro\u00dfen Makeln versehen. Bisher jedenfalls. Schon seit l\u00e4ngerem wird versucht, ein sog. \u201eFairphone\u201c zu entwickeln, das so schonend wie m\u00f6glich produziert wird. Wie u.a. der Blog Toms Wochenschau berichtet, gibt es nun tats\u00e4chlich ein erstes marktf\u00e4higes Modell, das zwar immer noch nicht ohne bedenkliche Inhaltsstoffe auskommt, aber doch ein Schritt in die richtige Richtung darstellt. \u201e<a href=\"http:\/\/tomswochenschau.wordpress.com\/2013\/01\/27\/gegen-das-blut-im-smartphone-fairphone\/\"><strong>Gegen das Blut im Smartphone: Fairphone<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>Wer sich ein Smartphone ans Geh\u00f6r h\u00e4lt, m\u00fcsste eigentlich Blut am Ohr haben, weniger wegen dem nervigen Gelaber des Gespr\u00e4chspartners, welches Ohrenbluten verursacht, eher wegen der Blut-Mineralien, die das Ger\u00e4t enth\u00e4lt. Zum Beispiel Kupfer und Kobalt, Rohstoffe, die in den Minen der Republik Kongo zu menschenverachtenden Arbeitsbedingungen abgebaut werden. Die Minen werden gr\u00f6\u00dftenteils von so genannten \u201cRebellen\u201d die nichts anderes als Warlords sind, kontrolliert. Mit dem Erl\u00f6s werden mitunter Kriege finanziert, die weiteres Leid verursachen. Hinzu kommt noch mehr Elend bei der Produktion der Mobiltelefone, die in <a href=\"http:\/\/tomswochenschau.wordpress.com\/2010\/05\/30\/harakiri-in-der-arbeitsholle\/\">asiatischen Arbeitsh\u00f6llen<\/a> stattfindet.<\/p>\n<p>Sehr kritisch zu sehen ist nicht nur Herkunft der Handy-Rohstoffe und die sozialunvertr\u00e4gliche Produktion, sondern auch die geplante Obsoleszenz, welche die Lebensdauer von Smartphones vor allem dadurch begrenzt, dass sie Reparaturen unwirtschaftlich macht, weil defekte Bauteile oder Module nicht mehr einzeln ausgetauscht werden k\u00f6nnen, oft kann nicht einmal mehr ein schadhafter Akku ersetzt werden, geschweige denn ein zerst\u00f6rtes Display. Allein in Deutschland sollen c.a 110 Millionen noch aktivierte Mobiltelefone im Umlauf sein, hinzu kommen die bereits ausrangierten. Obwohl diese Elektroger\u00e4te recht klein sind, mag ich mir den M\u00fcllberg nicht vorstellen. Hier schlie\u00dft sich dann der Kreis des Leidens, weil unser Elektroschrott teilweise auf offenen M\u00fcllkippen in Westafrika landet, wo Menschen zwischen Gift und Gestank m\u00fchsam versuchen noch verwertbare Rohstoffe wieder herauszufriemeln.<\/p>\n<p>Die Niederl\u00e4ndische Resonanz auf diese Ausbeutung hei\u00dft Fairphone. Ein Android-Smartphone, welches zu Fair-Trade-Konditionen hergestellt werden soll. Einer der Macher des Amsterdamer Entwicklerteams Bas van Abel sagt, dass die Produktion zu 100% fairen Bedingungen noch nicht m\u00f6glich sei, dazu m\u00fcsste man erst s\u00e4mtliche Probleme dieser Welt l\u00f6sen. Die Grundprinzipien des Fair Trade, bedachte Auswahl der verwendeten Materialien, gerechte L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen, sollen aber soweit wie m\u00f6glich realisiert werden. Dabei soll auch mit NGOs zusammengearbeitet werden, um m\u00f6glichst nur Rohstoffe zu verwenden, die konfliktfrei sind. Das Fairphone soll so konstruiert werden, dass es reparabel ist.\u00a0 Die Markteinf\u00fchrung ist f\u00fcr Herbst dieses Jahres geplant. Der Preis voraussichtlich etwa 250-300 Euro. Schon jetzt sickerte durch, dass es mit den Platzhirschen der Branche, n\u00e4mlich Apple und Samsung technisch nicht mithalten kann. Das Joint Venture mit Vodafone sehe ich skeptisch, aber Bas van Able meint, man m\u00fcsse das System von innen heraus ver\u00e4ndern. Ob sich das FairPhone auf dem Markt etablieren kann, h\u00e4ngt letztlich vom Verhalten des Konsumenten ab. Erst wenn dieser beginnt sich f\u00fcr die Produktionsbedingungen mehr zu interessieren, als daf\u00fcr wo man die besten k\u00f6stenlosen Apps herbekommt, kann die Story erfolgreich werden. Das Fairphone k\u00f6nnte mein erstes Smartphone werden,\u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>Apropos Ausbeutung \u2013 v\u00f6llig absurd finde ich diese Meldung der taz \u00fcber Billigarbeiter in der \u201eSpamindustrie\u201c, also Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, Captchas im Netz zu l\u00f6sen, damit die dahinter stehenden Firmen ihren Reklamespam absondern d\u00fcrfen. Was f\u00fcr eine kranke Welt&#8230; \u201e<strong><a href=\"http:\/\/taz.de\/!109639\/\">Billigarbeiter in der Spamindustrie \u2013 Werbung aus dem Sweatshop<\/a><\/strong>\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Captchas sind R\u00e4tsel, die kein Computer l\u00f6sen kann und Spammails verhindern sollen. Doch die Spamindustrie weicht geschickt aus: Sie nutzt Billigarbeiter aus Asien.<\/p>\n<p>(&#8230;) Mit Spammails kann viel Geld verdient werden. Wieviel es genau ist, ist unbekannt, aber Forscher der University of California und des International Computer Science Institute haben <a href=\"http:\/\/www.cs.ucsd.edu\/%7Esavage\/papers\/CCS08Conversion.pdf\" shape=\"rect\" target=\"_blank\">eine Sch\u00e4tzung erstellt<\/a>. Indem sie ein Netzwerk von kompromittierten Rechnern infiltrierten und echte Spammails manipulierten, fanden sie heraus, dass 350 Millionen Spammails zu <a href=\"http:\/\/www.cs.ucsd.edu\/%7Esavage\/papers\/UsenixSec10.pdf\" shape=\"rect\" target=\"_blank\">gerade einmal 28 Verk\u00e4ufen<\/a> f\u00fchrten \u2013 von denen aber jeder einzelne Kunde etwa 100 Dollar ausgab. \u201eOffenbar schaffen es die Spammer, ihre Kosten niedrig zu halten\u201c, kommentiert Studienautor Geoffrey Voelker das Ergebnis.<\/p>\n<p>Captchas sollen die Kosten erh\u00f6hen und sind Teil eines digitalen Wettr\u00fcstens zwischen Spamverschickern und Spamj\u00e4gern. Um die inzwischen zum Standard gewordenen Spamfilter zu umgehen, setzen die Verschicker h\u00e4ufig auf glaubw\u00fcrdige Mailkonten, beispielsweise jene von Google. Da Spammer meist Tausende Mails innerhalb kurzer Zeit versenden, beschr\u00e4nken Webmailanbieter meist die Anzahl der Nachrichten, die verschickt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung? Mehr Konten, am besten automatisch von Computerprogrammen generiert. Die L\u00f6sung dagegen? Captchas, die das verhindern. Und dann kommen Menschen wie Jainal Abedin ins Spiel. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Apropos Medien \u2013 na, auch schon total \u00fcber die schlimme neue Rundfunkabgabe aufgeregt? Ist ja grad der angesagteste Sport in gewissen Medien, aber auch der Blogosph\u00e4re. Man k\u00f6nnte den Eindruck haben, dass es keine wichtigeren Probleme gibt und als ob es diese \u201eZwangssteuer\u201c (wie ein Journalist schrieb \u2013 im Gegensatz zu der Freiwilligkeit, die Steuern ja sonst bedeuten ;-) erst seit dem 1.1.2013 g\u00e4be. Klar gibt&#8217;s am \u00f6ffentlich-rechtlichen System so einiges zu kritisieren \u2013 keineswegs m\u00fcssen Jauchs und Gottschalks mit Millionengagen gepampert werden, keineswegs m\u00fcssen Fu\u00dfballrechte f\u00fcr Unsummen erworben werden, keineswegs muss sich das Programm so sehr an den Quoten orientieren und deshalb den Schund der Privatsender imitieren. Auch die aufgebl\u00e4hten Sendeanstalten und monstr\u00f6sen Strukturen sind zu hinterfragen. Und wieso werden mutige, neue Sendeformate in die Spartensender verschoben oder zu nachtschlafener Stunde ausgestrahlt? Daran, dass alle B\u00fcrger sich an Medien beteiligen (m\u00fcssen), die eine gewisse Grundversorgung mit (kritischen!) Informationen und Berichten, auch anspruchsvoller Unterhaltung, bieten, finde ich nichts Schlimmes. Und allen, die meinen, dass die Privatsender ja kostenlos seien \u2013 mal dar\u00fcber nachgedacht, wie sich RTL &amp; Co. finanzieren? \u00dcber Reklame. Mit Milliardenbudgets der Konzerne. Und wie werden diese Milliarden wieder reingeholt? \u00dcber den (h\u00f6heren) Preis der beworbenen Produkte. D.h. jeder, der Sachen der werbetreibenden Firmen kauft, zahlt eine Art versteckte \u201eRundfunkgeb\u00fchr\u201c mit, f\u00fcr die er dann den M\u00fcll bekommt, den diese Sender eben so in den \u00c4ther kippen. Ein Grund mehr, diese Produkte nicht zu kaufen, nebenbei bemerkt. Stefan Niggemeier beleuchtet jedenfalls die aktuelle Kampagne des Handelsblatts gegen die neue Rundfunkgeb\u00fchr \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/das-handelsblatt-gegen-ard-und-zdf-wenn-ahnungslose-kampagnen-machen\/\"><strong>Das \u00bbHandelsblatt\u00ab gegen ARD und ZDF: Wenn Ahnungslose Kampagnen machen<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>Ein Dossier bl\u00e4st auf zehn Seiten ann\u00e4hernd alles, was der Medienredakteur Hans-Peter Siebenhaar in den vergangenen Tagen und Jahren schon \u00fcber ARD und ZDF ins \u00bbHandelsblatt\u00ab sowie in sein Buch \u00bbDie Nimmersatten\u00ab geschrieben hatte, noch einmal neu auf und schafft damit das Kunstst\u00fcck, selbst das Sommerprogramm des Hessischen Fernsehens an Wiederholungen zu \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>Es recycelt erneut eine angebliche \u00bbStudie\u00ab f\u00fcr den Autovermieter Sixt, wonach die Geb\u00fchreneinnahmen von ARD und ZDF durch die neue Haushaltsabgabe um 1,6 Milliarden Euro j\u00e4hrlich steigen. Sixt hatte <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/erich-sixt-ueber-die-gez-gebuehr-raubritter-und-wegelagerer\/5222066.html\">im Oktober 2010<\/a> ein zuf\u00e4llig vorbeikommendes Milchm\u00e4dchen gebeten, das zu errechnen. Seitdem wird die Zahl vom \u00bbHandelsblatt\u00ab und anderen Gegnern von ARD und ZDF benutzt, eine Gebetsm\u00fchle anzutreiben. Dass seri\u00f6se Sch\u00e4tzungen dieser Zahl widersprechen und nachvollziehbar erl\u00e4utern, warum sie sich nicht so leicht errechnen l\u00e4sst wie es Sixt behauptet, erw\u00e4hnt das \u00bbHandelsblatt\u00ab ebenso wenig wie die Tatsache, dass ARD und ZDF diese Einnahmen, wenn sie wider Erwarten tats\u00e4chlich realisiert w\u00fcrden, nicht behalten d\u00fcrften. (&#8230;)<\/p>\n<p>Immerhin ist mir nach dem Lesen dieser zehn Seiten klar geworden, warum das \u00bbHandelsblatt\u00ab sich so ausdauernd an den \u00d6ffentlich-Rechtlichen und ihrer neuen Finanzierung abarbeitet: nicht nur aus ideologischen Gr\u00fcnden, wegen des Konkurrenzverh\u00e4ltnisses, aus Neid, Populismus oder weil es nichts kostet (vor allem keine Recherche). Offenkundig geh\u00f6ren die Leute, die im \u00bbHandelsblatt\u00ab \u00fcbers Fernsehen schreiben, zu denen, die nie Fernsehen schauen und jetzt trotzdem zahlen m\u00fcssen. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/524eaa8544dd43d9942c179f3c92495b\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14722\" title=\"BASF und der Clearfield-Raps\">BASF und der Clearfield-Raps<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14629\" title=\"Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die T\u00fcte!\">Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die T\u00fcte!<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14396\" title=\"Die Gen-Verschw\u00f6rung \u2013 Eine Spurensuche\">Die Gen-Verschw\u00f6rung \u2013 Eine Spurensuche<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=13614\" title=\"Gentechnik \u2013 made by Profit\">Gentechnik \u2013 made by Profit<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=12431\" title=\"Gentech-Landwirtschaft (+ YouTube-isierung des Wissens)\">Gentech-Landwirtschaft (+ YouTube-isierung des Wissens)<\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Okay, diese Meldung kommt f\u00fcr alle, die sich schon l\u00e4nger mit Gentechnik und ihren potentiellen und konkreten negativen Auswirkungen befassen, nicht wirklich \u00fcberraschend \u2013 aber sch\u00f6n, dass die S\u00fcddeutsche Zeitung das Thema in die Schlagzeilen hievt: \u201eStudie zu Gengem\u00fcse Gr\u00fcne Gentechnik schadet Umwelt und Landwirten\u201c Gentech-Pflanzen brauchen teilweise mehr Spritzmittel als konventionelle Pflanzen. 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