{"id":14687,"date":"2013-01-09T10:46:26","date_gmt":"2013-01-09T09:46:26","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14687"},"modified":"2013-01-11T13:58:07","modified_gmt":"2013-01-11T12:58:07","slug":"dem-konsumismus-trotzen-das-abseits-als-wirtlicher-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=14687","title":{"rendered":"Dem Konsumismus trotzen! \u2013 Das Abseits als wirtlicher Ort"},"content":{"rendered":"<p>Ich will Euch heute wieder etwas aus dem <strong>Kritischen Netzwerk<\/strong> ans Herz legen, und zwar einen Vortrag von Marianne Gronemeyer, in dem sie sich mit dem Konsumismus und seinen Ursachen und Folgen besch\u00e4ftigt. Ich habe die einleitenden Abs\u00e4tze hier weggelassen, da sie nicht unmittelbar direkt zum Thema geh\u00f6ren \u2013 den kompletten Vortrag sowie die Anmerkungen des Kritischen Netzwerks dazu k\u00f6nnt Ihr direkt auf der Website nachlesen \u2013 <a href=\"http:\/\/www.kritisches-netzwerk.de\/forum\/dem-konsumismus-trotzen\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>Dem Konsumismus trotzen! \u2013 <\/strong><strong>Das Abseits als wirtlicher Ort<\/strong><\/p>\n<div><strong>Vortrag anl\u00e4\u00dflich der Herbsttagung 2012 der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft in Hofgeismar<br \/>\nvon Prof. Dr. Marianne Gronemeyer<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div>(&#8230;) Wenn wir also heute vom Konsumismus reden, gen\u00fcgt es nicht mehr, von der Gier und der Habsucht und dem Neid der Menschen zu reden, egal, ob wir sie nun als T\u00e4ter oder als Opfer ansehen, wir m\u00fcssen vielmehr \u00fcber Systemzw\u00e4nge und das lautlose Vordringen ihres Herrschaftsanspruchs sprechen, dem die Kritiker und die Bef\u00fcrworter des Wachstums gleicherma\u00dfen unterworfen sind. Fraglich, ob man vom Ansatz der existenziellen Bed\u00fcrfnisse und von der Forderung nach einer Ver\u00e4nderung der menschlichen Charakterstruktur zu diesen d\u00fcsteren Konsequenzen durchsto\u00dfen kann.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der Konsumismus hat im Zeitalter des globalisierten Systems eine Qualit\u00e4t angenommen, die ihn nahezu hermetisch macht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Globalisierung sei vor allem \u201eMonokultur im Denken\u201c, sagt Vandana Shiva. Fast ist es noch zu freundlich diesem Denken \u00fcberhaupt den Begriff der \u203aKultur\u2039 zu g\u00f6nnen, und sei es den der Monokultur, von der wir nichts Gutes erwarten.<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Tats\u00e4chlich haben wir es dabei mit schierer Unkultur zu tun: Das monokulturelle Denken kreist um nichts als M\u00fcll. Es ist vom M\u00fcll wie behext und besessen. Wer heute den modernen Konsumismus analysieren will, muss vom M\u00fcll reden und zwar nicht von dem in die geordneten Bahnen der M\u00fcll\u203aentsorgung\u2039 und M\u00fcllverwertung gelenkten, gewinntr\u00e4chtigen M\u00fcll. Auch nicht von den schwimmenden Inseln aus Plastikunrat, die, immer m\u00e4chtiger werdend, auf den Ozeanen treiben; nicht von dem nach Millionen Tonnen rechnenden Kohlendioxid- Aussto\u00df, der das Klima kollabieren l\u00e4sst, nicht von den Giftstoffen, die im Boden lagern und das Wasser verseuchen, und nicht von dem g\u00e4nzlich unverw\u00fcstlichen atomaren M\u00fcll, der gar nicht zum Verschwinden gebracht werden kann. All das ist \u00e4u\u00dferst besorgniserregend, aber hier nicht mein Gegenstand.<\/div>\n<div><!--more--><\/div>\n<div><strong>Der M\u00fcll, \u00fcber den ich sprechen will, ist nicht die in Kauf genommene sch\u00e4dliche <em>Nebenwirkung<\/em> industrieller Produktion, sondern deren <em>Hauptzweck.\u00a0<\/em><\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Man kann von nahezu allen Industrieprodukten, die fabriziert werden unter der Vorgabe, dass Ware und Wachstum sein m\u00fcssen, sagen, dass ihr eigentlicher Daseinszweck darin besteht, M\u00fcll zu sein. Sie werden hergestellt, so fordert es die Wachstumslogik, nicht um ihrer Brauchbarkeit und Tauglichkeit willen, sondern um ihrer m\u00f6glichst schnellen Unbrauchbarkeit und Untauglichkeit willen. Die Tatsache, dass immer weniger Industrieprodukte \u00fcberhaupt noch reparabel sind, liefert f\u00fcr diesen geheimen Daseinszweck einen offenkundigen Beweis. Sie werden als M\u00fcll produziert, das hei\u00dft sie sind bereits M\u00fcll, bevor sie in Gebrauch genommen werden. Sie werden dazu nicht erst durch Verschlei\u00df, Ausmusterung oder Verschrottung. Haltbarkeit, Durabilit\u00e4t und Reparabilit\u00e4t, sind l\u00e4ngst keine Markenzeichen mehr, mit denen f\u00fcr ein Produkt geworben werden kann. Beworben wird seine M\u00fcllhaftigkeit: Denn der Superlativ des Attributs \u203aneu\u2039 annonciert den Wert eines Produktes. Er ist der entscheidende Werbetr\u00e4ger und verr\u00e4t, auch wenn er im Gestus des Unschlagbaren auftritt, wozu das Ding, das da als das allerneueste angepriesen wird, ausersehen ist, n\u00e4mlich dazu, in Nullkommanichts ziemlich alt auszusehen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wenn der Wert eines beliebigen Gegenstands darin besteht, brandneu zu sein, der letzte Schrei, die \u00dcberbietung alles bisher Dagewesenen, dann ist er in demselben Moment, in dem er auf den Plan tritt, bereits im freien Wertverfall begriffen, denn er ist ja nur die Vorstufe des neueren Neuesten, das ihm folgt, er tr\u00e4gt den Makel des \u00dcberholten und Defizienten bereits in sich, bevor er zum Zuge kommen kann. Wir leben also in einer Gesellschaft, die sich der Produktion von M\u00fcll verschrieben hat, die ihre bis zum Rasen gesteigerte Dynamik dem M\u00fcll verdankt, die ihre besten Kr\u00e4fte dem M\u00fcll widmet und f\u00fcr die die Verm\u00fcllung konstitutiv ist. In unseren allergeordnetsten Verh\u00e4ltnissen sind wir M\u00fcllbewohner, denn wir wohnen inmitten von Dingen, Ideen, Erfahrungen und F\u00e4higkeiten, die kaum, dass das Licht der Welt sie gesehen hat, schon zum alten Eisen geh\u00f6ren.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Unter Profitgesichtspunkten ist nichts so lohnend wie die Herstellung von M\u00fcll, mit nichts Dauerhaftem oder Brauchbarem lie\u00dfen sich derartige Gewinnmargen erzielen, denn alles Brauchbare tr\u00e4gt sein Genug in sich. Wollte man die moderne industrielle Gesellschaft auf einen Begriff bringen, dann k\u00f6nnte man sie als m\u00fcllgenerierende Gesellschaft bezeichnen. Das, was wir gedankenlos \u203aFortschritt\u2039 nennen, ist die rasant beschleunigte Umwandlung unserer Welt in M\u00fcll, der dann seinerseits das einzig Best\u00e4ndige ist. Was Erich Fromm in den 70er Jahren die \u203aOrientierung am Haben\u2039 nannte, bildet die Befindlichkeit des modernen von der Verm\u00fcllung gezeichneten Kon-sumenten nur noch unzureichend ab.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Nicht nur die sachlichen Produkte, sondern auch Dienstleistungen aller Art, auch die \u203aedlen\u2039 lehrenden, heilenden und helfenden, tragen in dem Ma\u00dfe, in dem sie gewinntr\u00e4chtig sein sollen, ihren Teil zur Verm\u00fcllung unserer Verh\u00e4ltnisse bei. Auch sie sind nicht dazu ausersehen zu helfen oder Abhilfe zu schaffen, sondern dazu, die allgemeine Hilflosigkeit zu mehren und Versorgungsbed\u00fcrftigkeit zu sch\u00fcren.\u00a0Die warenf\u00f6rmigen Produkte, die die Industriegesellschaft unter der Ma\u00dfgabe, dass Wachstum sein m\u00fcsse, ausspuckt, leiden ausnahmslos an einem eklatanten Mangel an Brauchbarkeit und Haltbarkeit. Nun ist aber gerade Haltbarkeit, die F\u00e4higkeit, zu \u00fcberdauern und hartn\u00e4ckig der Zersetzung und der Wiedereingliederung in die Naturkreisl\u00e4ufe zu widerstehen, eine hervorstechende Eigenschaft des M\u00fclls. Es ist gerade seine Z\u00e4higkeit und Unverg\u00e4nglichkeit, die uns zu schaffen macht. Wir m\u00fcssen also unterscheiden zwischen der Haltbarkeit, die einem Gegenstand als Gebrauchsgut eignet und ihn f\u00fcr eine m\u00f6glichst lange Dauer gegen Verfall und Unbrauchbarkeit resistent macht, und jener, die ihm als M\u00fcll anhaftet. Was an den Dingen des Gebrauchs ein hohes Gut ist, n\u00e4mlich Haltbarkeit, ist am M\u00fcll verh\u00e4ngnisvoll.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Der modernste M\u00fcll ist demnach nicht der, der auf Deponien lagert, sondern der, der in den Regalen der Kaufh\u00e4user und in den Werbebrosch\u00fcren der Dienstleistungsindustrie feilgeboten wird, als M\u00fcll unkenntlich und deshalb durchaus Objekt der Begierde.<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eAbfall ist das finstere, sch\u00e4ndliche Geheimnis jeglicher Produktion. Es soll vorzugsweise ein Geheimnis bleiben\u201c, schreibt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zygmunt_Bauman\" target=\"_blank\">Zygmunt Bauman<\/a>. Selbstverst\u00e4ndlich ist der real existierende M\u00fcll kein Geheimnis; er macht sich sogar drastisch bemerkbar: er stinkt, ist h\u00e4sslich, ekelerregend, er st\u00f6rt. Er muss weg.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Und so ist man dann auf das \u203aressourcenschonende\u2039 Verfahren des Recycling verfallen. Aber in Wahrheit dient das Recycling dazu, das \u201efinstere, sch\u00e4ndliche Geheimnis der Produktion\u201c zu h\u00fcten. Damit etwas recycelt werden kann, muss es ja zuvor aus einem Zyklus herausgeschleudert worden oder daraus ausgebrochen sein. Es tr\u00e4gt die Spuren der Verw\u00fcstung bereits in sich. Mehr noch: Recycling ist seinerseits nur eine Etappe in der Produktion weiteren industriellen M\u00fclls, die denselben Gesetzen folgt wie die Produktion selbst: den Gesetzen der \u00dcberproduktion und des zerst\u00f6rerischen Wachstums, der Ersetzung aller T\u00e4tigkeit durch Waren, der Verwandlung der Welt in eine globale Deponie im Kampf gegen Langlebigkeit, Brauchbarkeit und Konvivialit\u00e4t. Recycling ist Verm\u00fcllung mit gutem Gewissen, es hat seine Unschuld l\u00e4ngst verloren. Ich habe den dunklen Verdacht, dass wir auch dem finsteren Geheimnis der \u203aNachhaltigkeit\u2039 noch lange nicht auf der Spur sind.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wie lebt es sich in einer m\u00fcllerzeugenden Gesellschaft? Was wird aus Menschen, deren Arbeit nicht nur zu nichts n\u00fctze ist, sondern schweren Schaden anrichtet? Wie wirkt sich die Tatsache, dass wir uns in einer Welt aus M\u00fcll einrichten m\u00fcssen, auf unser Weltempfinden und unser Befinden aus?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zun\u00e4chst einmal so, dass wir uns in ihr \u00fcberhaupt nicht einrichten k\u00f6nnen. Das, was <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hannah_Arendt\" target=\"_blank\">Hannah Arendt<\/a> als den Lohn des \u201eHerstellens\u201c erkennt, dass n\u00e4mlich dabei eine Welt aus Dingen entsteht, die dauerhafter sind als wir selbst und in der wir deshalb Halt und Haltung finden k\u00f6nnen, gilt nicht f\u00fcr die industrielle Produktion. Die erschafft eine Welt, in der das Allerneueste am erstrebenswertesten ist. In ihr kann man sich guten Gewissens f\u00fcr nichts mehr entscheiden, weil jede Entscheidung f\u00fcr etwas mich n\u00f6tigt, mich mit Defizit\u00e4rem zu begn\u00fcgen, und mich um die M\u00f6glichkeit bringt, dem demn\u00e4chst Allerneuesten den Zuschlag zu geben. Selbst die unschuldig geglaubten \u00d6koprodukte entgehen dem Gesetz der Verm\u00fcllung nicht: Ist es nicht voreilig oder unvern\u00fcnftig, die Sonnenenergieanlage auf mein Dach zu setzen, die heute die am weitesten entwickelte ist, wenn doch morgen die Entwicklung dar\u00fcber hingegangen sein wird und ich meine finanziellen Ressourcen f\u00fcr etwas hoffnungslos Veraltetes verausgabt habe? Ist es nicht unsinnig, meine Entscheidung auf ein Wissen zu gr\u00fcnden, das morgen \u00fcberholt sein wird. Ist es nicht verr\u00fcckt, Zeit und Kraft in eine Bildung zu investieren, die morgen karrierehinderlich ist? Ist es nicht unverantwortlich, heute an etwas zu glauben, das morgen als schierer Aberglaube entlarvt sein wird. Jede ergriffene Chance ist eine Niederlage, jede getroffene Entscheidung ist eine Entscheidung f\u00fcr M\u00fcll. Sie verwandelt eine Verhei\u00dfung in eine Verfehlung und Entt\u00e4uschung.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Es gibt immer mehr Dinge, die nicht vergehen k\u00f6nnen. M\u00fcll ist \u203aunverweslich\u2039. Aber noch beharrlicher als der M\u00fcll selbst ist die Monokultur der M\u00fcllgesinnung<\/strong>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Monokulturen und Monopole bedingen sich gegenseitig. Es sind m\u00e4chtige Monopole, die daf\u00fcr Sorge tragen, dass das sch\u00e4ndliche Geheimnis der Wachstumsgesellschaft \u2013 dass sie n\u00e4mlich M\u00fcll produziert und konsumiert \u2013 nicht ruchbar wird und dass das \u201eWeiter-So\u201c seinen ungehinderten Lauf nimmt. Es sind jene treibenden Kr\u00e4fte, die den Fortschritt garantieren: die Naturwissenschaft, die \u00d6konomie, die Technik und die B\u00fcrokratie.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>In seinem Geltungsanspruch ist dieses Quartett so gebieterisch wie einst die apokalyptischen Reiter, die allerdings ganz andere Namen trugen und die mittelalterlichen Menschen in Angst und Schrecken versetzten: der Hunger, die Pestilenz, der Krieg und der allgewaltige Tod. Dieser Vergleich scheint unerh\u00f6rt und v\u00f6llig entgleist, denn die modernen M\u00e4chte gelten als die tragenden S\u00e4ulen der Menschheitszukunft und haben mit den fratzenhaften Schreckensgestalten, die wir auf alten Bildern Verderben bringend und verw\u00fcstend \u00fcber den Erdkreis jagen sehen, offensichtlich nichts gemein. Und tats\u00e4chlich muss man wohl zugestehen, dass ihnen an und f\u00fcr sich nichts Verderbliches anhaftet. Es ist im Gegenteil doch aller M\u00fchen wert, die Natur zu erforschen, die Vorr\u00e4te zu bewirtschaften, die Arbeit zu erleichtern und das Gemeinwesen zu ordnen. Und dennoch bilden die glorreichen Vier eine unheilige Allianz, die wie einst ihre archaischen Vorg\u00e4nger einen gro\u00dfen Teil der heute lebenden Menschen mit Hunger, Krieg, Krankheit und Tod bedrohen. Ihre zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4fte entfalten sie erst dadurch, dass sie in ihrem jeweiligen Geltungsbereich eine Monopolstellung behaupten. Die Naturwissenschaft beansprucht das Monopol der Weltdeutung, die \u00d6konomie das der Weltverteilung, die Technik das der Weltgestaltung und schlie\u00dflich die B\u00fcrokratie das Monopol, die Welt zu regeln. Zusammengeschlossen und miteinander vernetzt bilden sie eine Supermacht, die ihren Anspruch auf Weltherrschaft weitgehend durchgesetzt hat. Sie tendiert dazu, sich alles anzuverwandeln und alles in sich einzuschlie\u00dfen. Sie duldet keine anderen G\u00f6tter neben sich.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Monopole sind dazu da, sich in praktizierte Macht umzusetzen. Jedes der vier Monopole ist insbesondere zust\u00e4ndig f\u00fcr eine Handlungsmaxime, die nicht nur das gro\u00dfe Weltgeschehen steuert, sondern bis in den Alltag der Menschen Gefolgschaft erzwingt. Der Naturwissenschaft obliegt es, Konsens in Fragen der Welterkl\u00e4rung herzustellen, die \u00d6konomie sorgt daf\u00fcr, dass die Konkurrenz alle menschlichen Beziehungen pr\u00e4gt, auch die allerintimsten. Die Technik richtet die Welt auf Konsumierbarkeit zu und erhebt den Konsum zur ausschlie\u00dflichen Form der Daseinssicherung. Die B\u00fcrokratie schlie\u00dflich stellt Konformit\u00e4t dadurch her, dass sie alle menschlichen Handlungen nach dem Vorbild maschinellen Funktionierens ausrichtet. \u201eDu sollst mit mir eines Sinnes sein und meiner Evidenz trauen\u201c, sagt die <strong>Naturwissenschaft<\/strong>. \u201eDu sollst Deinen N\u00e4chsten besiegen wollen\u201c, sagt die <strong>\u00d6konomie<\/strong>. \u201eDu sollst die Maschinen statt deiner arbeiten lassen, lass dich bedienen und versorgen\u201c, sagt die <strong>Technik<\/strong>. \u201eDas kostet nat\u00fcrlich eine Kleinigkeit\u201c, wirft die <strong>\u00d6konomie<\/strong> ein. \u201eVor allem sollst du nicht st\u00f6ren\u201c, sagt die <strong>B\u00fcrokratie<\/strong>.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Erst dadurch allerdings, dass die Monopole zu einem umfassenden System zusammenwachsen, werden ihre Forderungen zu Diktaten, deren Logik so zwingend ist, dass sie gegen nahezu jeden Widerstand immun sind; ja mehr noch: dass sie den Widerstand im Keim ersticken; oder noch genauer: dass der Gedanke, man k\u00f6nnte ihnen widerstehen sollen, verr\u00fcckt, abwegig oder n\u00e4rrisch erscheint: Sobald sich die Naturwissenschaft mit der Technik liiert, gibt sie jede Zur\u00fcckhaltung und Selbstbeschr\u00e4nkung auf. Sie begn\u00fcgt sich nun nicht mehr damit, alleing\u00fcltig \u00fcber die Welt Bescheid zu wissen, sondern will ma\u00dfgeblich daran mitwirken, die Welt zu ver\u00e4ndern. Die \u00d6konomie, die das Duo komplettiert, steuert den Gesichtspunkt der Profitabilit\u00e4t bei. Sie will die Welt verwerten und macht aus der wissenschaftlich-technischen Maschine eine Geldmaschine. Die b\u00fcrokratische Gleichschaltung aller Machenschaften schlie\u00dflich erzeugt jene unwiderstehlichen Sachzw\u00e4nge, gegen die aufzubegehren so nutzlos ist, wie den Mond anzubellen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eMan kann von der Klaustrophobie der Menschheit in der verwalteten Welt reden, einem Gef\u00fchl des Eingesperrtseins in einem (&#8230;) netzhaft dicht gesponnenen Zusammenhang. Je dichter das Netz, desto mehr will man heraus, w\u00e4hrend gerade seine Dichte verwehrt, dass man herauskann\u201c. Adorno hat darin recht: wir sind eingesperrt. Aber er hat Unrecht in der Annahme, dass diese Verbarrikadierung mehrheitlich Fluchtimpulse ausl\u00f6st. Die Klaustrophoben, die \u203anichts-wie-raus-hier\u2039 wollen, sind eine kleine Minorit\u00e4t. Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Ambitionierten will nicht raus, sondern rein und h\u00e4lt sich etwas darauf zugute, bestens \u203aintegriert\u2039 zu sein. Der Moloch erf\u00e4hrt viel Zustimmung und Bejahung. Und nicht die Furcht, von ihm verschlungen zu werden, sondern die Furcht, von ihm ausgespien zu werden, beherrscht die Systeminsassen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Die Betreiber des laufenden Irrsinns sind \u00fcberm\u00e4chtig. Woher k\u00f6nnten angesichts dieser \u00dcbermacht Impulse zum Aufh\u00f6ren kommen?<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Mit dem \u203aAufh\u00f6ren\u2039 hat es in der deutschen Sprache eine eigent\u00fcmliche Bewandtnis. Dasselbe Wort steht f\u00fcr zwei scheinbar ganz verschiedene T\u00e4tigkeiten. Gew\u00f6hnlich benutzen wir das Verb \u203aaufh\u00f6ren\u2039 in der Bedeutung von beenden, Schluss machen, finire. Aber auf-h\u00f6ren meint auch \u203aauf etwas h\u00f6ren\u2039, aufhorchen, audire. Das mag uns verwirren. Das \u203aAufh\u00f6ren\u2039 (finire) scheint kraftvollere, entschlossenere, aktivere Ma\u00dfnahmen zu erfordern, als unsere Ohren sie zuwege bringen, die nur etwas empfangen, aber nichts machen k\u00f6nnen. Die Ohren erscheinen uns vielleicht als die schw\u00e4chsten Sinnesorgane und doch haben unsere sprachsch\u00f6pferischen Ahnen gerade ihnen das Aufh\u00f6ren-K\u00f6nnen anvertraut. Wenn wir uns aber die Geb\u00e4rde des Auf-H\u00f6rens, des Lauschens vergegenw\u00e4rtigen, dann erfordert sie tats\u00e4chlich ein Innehalten. Wer lauscht, bleibt wie angewurzelt stehen, ist wie vom Blitz getroffen. Er ist, alle Gesch\u00e4ftigkeit unterbrechend, ganz Ohr. In der deutschen Sprache k\u00f6nnen wir also, ohne tautologisch zu sein, sagen: Um aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, muss man auf-h\u00f6ren.\u00a0Wenn wir diesem Satz trauen, dann k\u00e4me es nicht darauf an, es besser zu machen, sondern darauf, es besser zu lassen, es bleiben zu lassen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Um aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, ist nicht die Kunst des Bewirkens immer weiter zu raffinieren, sondern die Kunst des Unterlassens zu \u00fcben, denn das Auf-H\u00f6ren ist an sich bereits eine Unterbrechung der Gewalt.\u00a0<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Worauf m\u00fcssten wir also h\u00f6ren, um aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen? Auf das, womit aufzuh\u00f6ren w\u00e4re. In unserem Fall: auf M\u00fcll. Und was w\u00fcrden wir zu h\u00f6ren kriegen, wenn wir auf den M\u00fcll h\u00f6ren? Wir w\u00fcrden h\u00f6ren, dass M\u00fcll nicht s\u00e4ttigt, nicht n\u00e4hrt und nicht zufriedenstellt. Auf diese deprimierende Botschaft gibt es zwei m\u00f6gliche Reaktionen. Die eine ist die sattsam bekannte. Wenn das, was die Industriegesellschaft als ihren Reichtum hervorbringt, ein Fehlschlag ist, dann muss man eben die Produkte verbessern, optimieren und raffinieren, also Besseres vom Gleichen produzieren, nach dem Grundsatz: \u201e<strong>Wir irren uns empor<\/strong>\u201c. Die andere ist radikal: Wenn das, was die Industriegesellschaft produziert, M\u00fcll ist, dann ist es der M\u00fche nicht wert; dann kann man es nicht brauchen, man braucht es aber dann auch nicht mehr. Der M\u00fcll wird entzaubert und diese Entzauberung entl\u00e4sst uns in eine unerh\u00f6rte Freiheit, die Freiheit, etwas nicht zu gebrauchen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Um aufh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten wir uns also<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>1.<\/strong> der Einsicht stellen, dass die Wachstumsgesellschaft unf\u00e4hig ist, etwas anderes als M\u00fcll zu produzieren. Das worauf sich alle Rettungsbem\u00fchungen richten: die unabl\u00e4ssige technische und b\u00fcrokratische Innovation, m\u00fcsste als der Kern des \u00dcbels erkannt werden. Die moderne Gestalt des B\u00f6sen ist nicht d\u00e4monisch, aber auch nicht nur banal, wie Hannah Arendt feststellt, sie ist innovativ.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wir m\u00fcssten uns<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>2.<\/strong> der Erkenntnis stellen, dass das Kartell der gro\u00dfen Vier jeden Versuch, ihm etwas entgegenzusetzen, das nicht aus seinem Geist ist, mit unerbittlicher Strenge und freundlichem Gesicht durch Integration unsch\u00e4dlich macht. Die heute korrekte politische Forderung in allen m\u00f6glichen gesellschaftlichen Bereichen lautet \u203aIntegration\u2039, im soziologischen Uniquak: Inklusion. Was f\u00fcr eine willf\u00e4hrige Zuarbeit f\u00fcr ein alles verschlingendes, gefr\u00e4\u00dfiges System! Ich pl\u00e4diere f\u00fcr eine andere Bewegungsrichtung: Desintegration oder genauer noch Desertion.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>3.<\/strong> scheint mir die Sorge um die Weltrettung nicht hilfreich, wenn wir uns in der Kunst des Aufh\u00f6rens \u00fcben wollen. Niemand kann die Welt retten. Wer sich auf diesen Weg begibt, wird zwangsl\u00e4ufig frustriert. Die Emp\u00f6rung \u00fcber die Freiheitsberaubung, die uns in den reichen Gesellschaften tagt\u00e4glich im Namen von Konsens, Konsum, Konkurrenz und Konformit\u00e4t und mit dem Versprechen von Sicherheit, von Zeitersparnis und von Bequemlichkeit und Anerkennung angetan wird, ist ein weit besserer Ratgeber. Gegen die Freiheitsberaubung kann ich opponieren mit einem unmissverst\u00e4ndlichen \u203aEs reicht!\u2039 Diese knappen beiden Worte die zugleich vom Genug und von einer unertr\u00e4glichen Zumutung sprechen, sind das beste, was wir im Gep\u00e4ck haben, wenn wir aufh\u00f6ren wollen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>4. <\/strong>\u201eEs gibt immer Orte zu finden, die leer von Macht sind. Die institutionelle Umklammerung des Lebens ist zu Anteilen Schein\u201c, schrieb <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Br%C3%BCckner\" target=\"_blank\">Peter Br\u00fcckner<\/a> sogar \u00fcber die Zeit des Nationalsozialismus. Man m\u00fcsste die Stirn haben, die Allmacht des Systems zu ignorieren. \u201eBange machen gilt nicht!\u201c war eine Art Zauberformel unserer Kindheit, mit der wir einen \u00fcberm\u00e4chtigen Gegner \u203aentwaffneten\u2039 und uns selbst Mut zusprachen. Wenn wir \u2013 und sei es in kritischer Absicht \u2013 die Totalit\u00e4t des Systems beschw\u00f6ren, sind wir ihm genauso verfallen, als wenn wir uns willig darein f\u00fcgen. Es k\u00e4me darauf an, seine enorme Macht zu erkennen, ohne sie anzuerkennen. Aber wie geht das?\u00a0Wom\u00f6glich sind heute Orte, leer von Macht, Nischen, Abseitse, nicht mehr zu finden, sondern erst zu gr\u00fcnden. Das Abseits ist ein Ort f\u00fcr Deserteure. Der Deserteur ist der \u203aNicht-mehr-Mitmacher\u2039 par excellence; er ist Befehlsverweigerer, er entzieht dem Machthaber seine Mitt\u00e4terschaft, indem er sich heimlich still und leise, vor allem aber un-erlaubt von der Truppe entfernt. Er gilt darum als feige, aber das kann ihm egal sein.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Was sind das f\u00fcr Orte, die leer sind von Macht? Es ist nicht von Ungef\u00e4hr, dass sich so gar nichts Genaues dar\u00fcber sagen l\u00e4sst. Denn Orte, leer von Macht, entstehen erst dadurch, dass da Menschen sind, die sie mit ihrer Anwesenheit f\u00fcllen. Sie sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie besiedeln. Sie werden aus einer tiefen Abneigung gegen Gleichmacherei, Vereinheitlichung und Reih und Glied erschaffen. Es sind St\u00e4tten, in denen Menschen so zu-sammenwirken, dass nicht alles, was man zum Leben braucht, Geld kostet. Was umsonst ist, hat dort einen gr\u00f6\u00dferen Wert, als was man kaufen muss.<strong> <\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>F\u00fcrsorge ist wichtiger als Vorsorge. Kooperation und Teilen sind existenznotwendig, ebenso wie das Zusammenspiel verschiedenster K\u00f6nnerschaften und Talente.<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Das, was das Abseits aus dem Blickwinkel derer, die um Integration k\u00e4mpfen, bedrohlich macht, erscheint den Systemdeserteuren gerade als das Rettende. Ihre Nicht- Zugeh\u00f6rigkeit verhei\u00dft ihnen ein St\u00fcck Freiheit, Ohn-Macht \u2013 jene Haltung, die nichts begehrt von dem, was die Macht verwaltet, am allerwenigsten die Macht selbst \u2013 gilt ihnen als radikale Form des Widerstandes. Sie fordern ein Recht auf Armut inmitten einer vom Immer-Mehr gepeitschten Gesellschaft. Zeit ist im Abseits nicht Geld, sondern Zeit. Und Arbeit ist nicht Lohnknechtschaft sondern Eigenarbeit.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Schriftstellerin <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Birgit_Vanderbeke\" target=\"_blank\">Birgit Vanderbeke<\/a> hat einen Roman geschrieben, dessen Titel schon eine Rebellion gegen die All-macht des Systems ist: \u201eDas l\u00e4sst sich \u00e4ndern\u201c. Das ist eine wiederkehrende Aussage des Protagonisten angesichts auftretender Schwierigkeiten in den Alltagsroutinen. Von Adam, so hei\u00dft er, wird schon gleich auf der ersten Seite gesagt, dass er \u201eimmer schon drau\u00dfen\u201c war. Eigentlich m\u00fcsste man ihn einen Langzeitarbeitslosen nennen, wenn er nicht so unglaublich viel zu tun h\u00e4tte. Der ganze Roman liest sich wie eine Anleitung zur \u201eallm\u00e4hlichen Verfertigung des Abseits beim Tun\u201c. Adam wusste ziemlich genau, worauf es dabei ankommt:<\/div>\n<ul>\n<li>Man muss \u2013 erstens \u2013 strikt darauf achten, nicht zu \u201evertrotteln\u201c. Das ist gar nicht so einfach, denn \u201edu wirst sehen, in zwanzig Jahren haben sie uns alle so weit verbl\u00f6det, dass wir nur noch Kn\u00f6pfe dr\u00fccken k\u00f6nnen (\u2026) und zu bl\u00f6d zum Kartoffelsch\u00e4len w\u00e4ren und nicht einmal mehr einen Knopf w\u00fcrden ann\u00e4hen k\u00f6nnen.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Man muss \u2013 zweitens \u2013 eine Art Sperrm\u00fcllgesinnung ausbilden, gute Dinge, solche die brauchbar, haltbar, nicht elektronisch verseucht und keine Energiefresser sind, bewahren und sich in ihrem Gebrauch \u00fcben: \u201eEr konnte an keinem Sperrm\u00fcll vorbei, ohne nachzusehen, ob etwas drin w\u00e4re, ein Werkzeug, ein Hobel, ein Ersatzteil, eine angebrochene Rolle doppelseitiges Klebeband (&#8230;) irgendwann w\u00fcrde er es bestimmt brauchen k\u00f6nnen.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Man muss \u2013 drittens \u2013 den Kindern behilflich sein, nicht zu verbl\u00f6den, indem man sie am Ernst des Lebens teilhaben l\u00e4sst, statt sie in den Schonraum einer verschulten Kindheit abzuschieben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Und \u2013 viertens \u2013 muss man sich von Menschen in dem, was man kann, beanspruchen lassen und sie im Gegenzug seinerseits beanspruchen: Verschiedene Verm\u00f6gen verschiedener Menschen sind zu gegenseitigem und gemeinschaftlichen Nutzen in Umlauf zu bringen. Lauter Attit\u00fcden, die nicht sehr popul\u00e4r sind in modernen Lebenszuschnitten und eben deshalb konstitutiv f\u00fcr die Kultur des Abseits. Und f\u00fcr diese Kultur des Abseits l\u00e4sst sich wiederum viel lernen von dem, was Erich Fromm die \u201eOrientierung am Sein\u201c genannt hat.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12082\" title=\"Konsumismus, oder: das Zeitalter der Deppen\">Konsumismus, oder: das Zeitalter der Deppen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=14866\" title=\"Die 20 gr\u00f6\u00dften Konsums\u00fcnden\">Die 20 gr\u00f6\u00dften Konsums\u00fcnden<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12010\" title=\"Buchbesprechung: Ulrich Eicke \u201eDie Werbelawine: Angriff auf unser Bewusstsein\u201c\">Buchbesprechung: Ulrich Eicke \u201eDie Werbelawine: Angriff auf unser Bewusstsein\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=10648\" title=\"Lesetipps: Lidl\u00a0&#8211; Billiges Kalk\u00fcl | B\u00f6ses Erwachen nach dem Schuldenrausch | Warnung vor der \u201ePlastiksuppe\u201c | Droht den deutschen W\u00e4ldern das Aus?\">Lesetipps: Lidl\u00a0&#8211; Billiges Kalk\u00fcl | B\u00f6ses Erwachen nach dem Schuldenrausch | Warnung vor der \u201ePlastiksuppe\u201c | Droht den deutschen W\u00e4ldern das Aus?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=8710\" title=\"Reverend Billy &#038; The Church of Life After Shopping\">Reverend Billy &#038; The Church of Life After Shopping<\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich will Euch heute wieder etwas aus dem Kritischen Netzwerk ans Herz legen, und zwar einen Vortrag von Marianne Gronemeyer, in dem sie sich mit dem Konsumismus und seinen Ursachen und Folgen besch\u00e4ftigt. 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