{"id":12706,"date":"2011-09-02T10:07:03","date_gmt":"2011-09-02T08:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=12706"},"modified":"2011-08-27T13:32:19","modified_gmt":"2011-08-27T11:32:19","slug":"lesetipps-plakate-in-der-virtuellen-welt-leben-scripten-zara-voyeurismus-fernsehen-finanzkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706","title":{"rendered":"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-12756\" title=\"pacman2\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg 249w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-300x225.jpg 300w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2.jpg 531w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Eigentlich ist es kein Wunder, dass die Werbewirtschaft nicht nur danach trachtet, den realen \u00f6ffentlichen Raum mit ihren Parolen zuzupflastern und die Menschen damit in einem permanenten \u201eHaben wollen \/ Kaufen sollen\u201c-Zustand zu halten, sondern ebenfalls versucht, in jede Ritze des Alltags einzudringen. Von daher ist Reklame in Computerspielen schon seit l\u00e4ngerem ein Thema, nicht erst, seitdem Games wie Fifa die m\u00f6glichst \u201erealistische\u201c Stadiondarstellung dadurch erh\u00f6hen, dass sie die virtuellen Pixel-Werbebanden wie im wahren Leben an Unternehmen verkaufen. So ist sicher gestellt, dass die Spieler permanent Markennamen und Werbebotschaften zu sehen bekommen und dies auch noch als \u201eerfreulich realit\u00e4tsnah\u201c goutieren. Ein perfekter und irgendwie pefider, selbstverst\u00e4rkender Mechanismus&#8230; wie auch Der Standard in \u201e<a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1271375329115\/In-Game-Werbung-Plakate-in-der-virtuellen-Welt\"><strong>In-Game-Werbung: Plakate in der virtuellen Welt<\/strong><\/a>\u201c (eher neutral) beschreibt:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) L\u00e4ngst werden noch nicht alle M\u00f6glichkeiten des Milliardenmarkts rund  um Videospiele genutzt. Stichwort Ingame-Advertising: Der Werbung in  Computerspielen wird seit Jahren eine gro\u00dfe Zukunft vorhergesagt. Sie  ist zwar durchaus ein stark wachsender Markt, angesichts des Booms  virtueller Welten bleibt das Gesch\u00e4ftsfeld dennoch hinter ihren  M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Microsoft-Tochter  Massive Incorporated, neben IGA Worldwide eine der gro\u00dfen Agenturen,  die Werbung weltweit in Blockbuster- Games einspeisen, wirbt mit dem  Anstieg der Bekanntheit der beworbenen Marke von mehr als 60 Prozent  unter Spielern. Die Werber setzen auch darauf, dass Gamer die virtuellen  Welten als authentischer empfinden, wenn sich darin aktuelle Werbung  wiederfindet.<\/p>\n<p>(&#8230;) Die &#8220;Ski Challenge&#8221;, das erste derartige Produkt Greentubes, wird in der  Alpenrepublik viel besser angenommen. Ein gro\u00dfer Vorteil der  selbstgemachten Spiele ist die bessere Kontrolle des Werbeerfolges: Bei  Greentube ist man stolz auf ein Programm, das genau messen kann, wie  lange ein Logo in einer durchschnittlichen Gr\u00f6\u00dfe sichtbar ist. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu passt auch ein wenig Satire, die aber vielleicht bald gar nicht mehr so weit weg vom wahren Leben ist \u2013 das <strong>Koyote<\/strong>-Magazin schreibt \u00fcber eine \u201e<a href=\"http:\/\/www.kojote-magazin.de\/2010\/gelangweilte-familie-will-sich-ihr-leben-scripten-lassen\/1561\/\"><strong>Gelangweilte Familie will sich ihr Leben scripten lassen<\/strong><\/a>\u201c, was ich als Folge dieser ganzen Dokusoaps f\u00fcr nicht komplett abwegig halte. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und virtuellen Welten verschwimmen ja eh immer mehr, wie wir oben schon lesen konnten&#8230;:<\/p>\n<blockquote><p>Ein zweifacher Vater aus einem Bielefelder Vorort hat einen ungew\u00f6hnlichen Plan: Er will das Leben seiner Familie von einem Profi-Autor scripten lassen.<\/p>\n<p>(&#8230;) Nach mehreren Vorgespr\u00e4chen durfte Schlotz schon mal einen Blick in das  Manuskript der ersten Staffel werfen: \u201eMeine Frau wird mich mit meinem  Stiefvater betr\u00fcgen\u201c, verr\u00e4t Schlotz nicht ohne Stolz, \u201eund ich werde  unser Haus beim Online-Poker an die Russenmafia verzocken.\u201c Sohn Karsten  gerate in die F\u00e4nge fieser Satanisten und d\u00fcrfe einen Amoklauf  vorbereiten, w\u00e4hrend Klaudia von einem 12-j\u00e4hrigen Crackdealer schwanger  werde, aber ihrem Bruder die Vaterschaft unterschiebe. \u201eF\u00fcr Abwechslung  ist ab jetzt also gesorgt\u201c, sagt Schlotz, \u201eda kann der Fernseher wohl  ausgeschaltet bleiben!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Apropos \u201eDoku-Soaps\u201c \u2014 auch Spiegel Online brachte unl\u00e4ngst einen angenehm s\u00fcffisanten und kritischen Beitrag \u00fcber diese Sendeformate, die auf den ersten Blick nur d\u00fcmmliche Unterhaltung darstellen, auf den zweiten Blick aber auch eine Art von Verrohung und Desensibilisierung\/Empathielosigkeit f\u00fcr die N\u00f6te anderer f\u00f6rdern, dass ich sie eigentlich f\u00fcr sehr gef\u00e4hrlich halte. RTL &amp; Co. machen sich auf der Jagd nach der schnellen, billigen Quote auf jeden Fall mitschuldig an negativen gesellschaftlichen Entwicklungen. \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,775332,00.html\"><strong>Voyeurismus-Fernsehen: \u00d6ffnen Sie dieser Frau nie die T\u00fcr!<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Sie hei\u00dfen Britt, Vera oder Tine. Sie sind gekommen, um zu helfen. Und  sie gehen nicht wieder weg. Im Gegenteil, sie machen sich immer breiter.  Sie f\u00fchren asoziale Teenager in die Gesellschaft zur\u00fcck, sie renovieren  Hartz-IV-Empf\u00e4ngern ihre h\u00e4sslichen Wohnungen, sie vermitteln Menschen  mit Schwabbelbauch an andere Schwabbelb\u00e4uche, sie machen Jagd auf  Schmarotzer. Der Trend zum Coachen und Therapieren, zum Kuppeln und  Denunzieren setzt sich im deutschen Privatfernsehen immer mehr durch. (&#8230;)<\/p>\n<p>Sie sind die Elends-Scouts des deutschen Fernsehens. Sie f\u00fchren den  Gaffer vor dem Fernsehger\u00e4t in Wohnungen, in denen sich der M\u00fcll t\u00fcrmt,  sie f\u00fchren ihnen M\u00e4nner vor, deren einzige weibliche Bekanntschaft die  eigene Mutter ist, und sie pr\u00e4sentieren Hartz-IV-Empf\u00e4nger, die zu doof  sind, das Geld einzusacken, das ihnen eigentlich zusteht. Vergiftete  N\u00e4chstenliebe muss man sowas wohl nennen. Denn mit dem Argument, helfen  zu wollen, sammeln die Fernsehfrauen bizarres Bildmaterial, an dem sich  der Zuschauer weiden darf.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Perfider war deutsches Privatfernsehen noch nie. Ob Britt Hagedorn  und ihre Moppel-Vorf\u00fchrungen in &#8220;Schwer verliebt&#8221;, Sabina Hankel-Hirtz  und ihr Verwahrlosten-Bootcamp in &#8220;Das Messie-Team&#8221; oder Tine Wittler  und ihr Streich-und-Roll-Kommando &#8220;Einsatz in 4 W\u00e4nden&#8221;: Mit dem neuen  weiblichen Samaritertum er\u00f6ffnen RTL, RTL II und Sat.1 ihrem Medium neue  Dimensionen der Diffamierung und Dem\u00fctigung. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Leider nicht gescriptet, sondern harte Realit\u00e4t ist das Treiben der gro\u00dfen Modeketten, die f\u00fcr ihre Klamotten Menschen in armen L\u00e4ndern ausbeuten, Baumwollanbau mit Pestizideinsatz f\u00f6rdern und oft genug sogar ihre eigenen Angestellten mies behandeln (KiK). Dar\u00fcber sinniert auch <strong>Paul B\u00f6gle<\/strong> in seinem Bio-Natur-Blog und nimmt sich den spanischen Konzern Zara zur Brust \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/weblog.bio-natur.at\/2011\/08\/20\/zara-schmutzige-wasche-und-saubere-gewinne\/\"><strong>Zara: Schmutzige W\u00e4sche und saubere Gewinne<\/strong><\/a>\u201c. Man muss sich da keinen Illusionen hingeben, dass ein solches Unternehmen mit seiner gelackten Hochglanz-\u00c4sthetik, die in den Shops und in der Reklame pr\u00e4sentiert wird, etwa sozialvertr\u00e4glich produzieren w\u00fcrde:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Denn so ein gutes St\u00fcck ist selbst im <a title=\"The Price of Consumption: Wenn Genuss au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t und Wohlstand die Menschheit von innen auffrisst.\" href=\"http:\/\/weblog.bio-natur.at\/2011\/06\/14\/konsum-wahnsinn-terror-und-zu-zahlender-preis\/\" target=\"_blank\"><em><strong>wohlstandsgeschw\u00e4ngerten<\/strong><\/em><\/a> Europa nicht gerade billig. Auch wenn Zara paradoxerweise<a title=\"Kampagne f\u00fcr saubere Kleidung. Gegen Unterdr\u00fcckung, die Ausbeutung und den Mi\u00dfbrauch der ArbeitnehmerInnen in dieser Industrie.\" href=\"http:\/\/www.saubere-kleidung.de\/index.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/weblog.bio-natur.at\/__oneclick_uploads\/2011\/08\/kampagne-fuer-saubere-kleidung.jpg\" alt=\"Kampagne f\u00fcr saubere Kleidung. Gegen Unterdr\u00fcckung, die Ausbeutung und den Mi\u00dfbrauch der ArbeitnehmerInnen in dieser Industrie.\" width=\"140\" height=\"121\" align=\"right\" \/><\/a> seine textilen Beutest\u00fccke in Billiglohnl\u00e4ndern wie Brasilien durch  oftmals illegal im Land lebende Menschen aus Bolivien produzieren l\u00e4sst,  kostet so ein gutes St\u00fcck aus dem ehrenwerten Hause Zara dann doch um  die 50,- Euro, wie ich mich auf der deutschen Website, \u00fcbrigens sehr  ansprechend gestaltet und mit entz\u00fcckend h\u00fcbschen Models frei von  schmutziger W\u00e4sche, informiert habe. Aber bei einem monatlichen  Verdienst der in Zara-Diensten stehenden MusikerInnen, denn der \u201c<em>Preis macht halt die Musik<\/em>\u201c,  wie es nicht nur in Kreisen der Modebranche so zynisch hei\u00dft,\u00a0zwischen  156,- und 290,- amerikanischen Dollar (ja, stimmt schon,\u00a0monatlich,  nicht w\u00f6chentlich!)\u00a0stehen seltsamerweie andere Bed\u00fcrfnisse im  Vordergrund als so ein modisches und \u00e4u\u00dferst kleidsames Beinkleid aus  dem ehrenwerten Hause Zara. Wenn wir dann weiterhin wissen, dass  eigentlich in Brasilien ein durchschnittliches Monatseinkommen von 344,-  Dollar in die famili\u00e4ren Haushaltskassen wandert, wird die Sache mit  der Jeans noch unerreichbarer. (The Guardian: <strong><em><a title=\"The Guardian: Zara accused in Brazil sweatshop inquiry.\" href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2011\/aug\/18\/zara-brazil-sweatshop-accusation\" target=\"_blank\">Zara accused in Brazil  sweatshop inquiry<\/a><\/em><\/strong>)<\/p>\n<p>Und au\u00dferdem stehen zwischen der Illegalit\u00e4t aus Bolivien, Paraguay oder Peru und den ehrenwerten Zara-<span style=\"text-decoration: line-through;\">Brutst\u00e4tten<\/span> Produktionsst\u00e4tten dann auch noch andere ehrenwerte Damen und meist Herren, welche unter dem Sammelbegriff \u201c<em>Coyotes<\/em>\u201d in freier Wildbahn laufen, aber in unseren Kreisen eher unter dem Pseudonym \u201c<em>Menschenschlepper<\/em>\u201d  ihre wohlfeilen Dienste anbieten. Und um diese menschlichen Koyoten  wieder loszuwerden, hei\u00dft es erst einmal drei bis vier Monate im  ehrenwerten Zara-Haus schuften, um deren\u00a0Spesen und Auslagen f\u00fcr den  illegalen Grenz\u00fcbertritt ins brasilianische Wirtschafts-Paradies zu  finanzieren. Was aber angesichts der Tatsache, dass die zwangsarbeitende  Belegschaft sowieso erst um Erlaubnis fragen muss, wenn sie nach einem  16-Stunden Arbeitstag zwischen sich und das Zara-Zwangsarbeiter-Paradies  etwas Distanz bringen m\u00f6chte. (Economics Newspaper: <strong><em><a title=\"Economics Newspaper: A Brazilian company is subcontracted by Zara used slave labor.\" href=\"http:\/\/economicsnewspaper.com\/policy\/spain\/a-brazilian-company-is-subcontracted-by-zara-used-slave-labor-58054.html\" target=\"_blank\">A Brazilian company is subcontracted by Zara used slave labor)<\/a> <\/em><\/strong>(&#8230;)<strong><em> <\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Zum Abschluss noch ein in meinen Augen sehr gelungener Artikel aus der ZEIT \u00fcber die momentane Finanzkrise, die nat\u00fcrlich noch lange nicht ausgestanden ist und sich durch noch mehr Staatsknete wie schon 2008 nur ein paar Jahre hinausz\u00f6gern l\u00e4sst. <strong>Tissy Bruns<\/strong> macht sich in \u201e<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2011-08\/finanzkrise-politik-eliten\"><strong>Finanzkrise: Die Welt ist aus den Fugen<\/strong><\/a>\u201c durchaus angebrachte Gedanken \u00fcber die Ursachen und Folgen der derzeitigen finanzwirtschaftlichen Disaster, die uns und die Presse seit Monaten in Atem halten. Solch offene Worte in eher gem\u00e4\u00dfigten Medien zu lesen, ist schon erfreulich und l\u00e4sst hoffen, dass gewisse Gedankeng\u00e4nge irgendwann doch einmal Mainstream werden:<\/p>\n<blockquote><p>Im Krisensommer 2011 offenbart sich der desastr\u00f6se Zustand unserer  Demokratien. Eine \u00fcberm\u00e4chtige Finanzwirtschaft f\u00fchrt Politik und Eliten  vor.<\/p>\n<p>(&#8230;) In diesem Sommer sind wir vollends in den Bann geraten, der uns nach  Art der Schlange Kaa die K\u00f6pfe dumm und schwindelig macht. T\u00e4glich  schalten die Fernsehsender zu den <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/boerse\/index\">B\u00f6rsen<\/a>,  um die unausweichliche Frage zu stellen: Wie reagieren &#8220;die M\u00e4rkte&#8221; \u2013  jene nerv\u00f6sen und unruhigen Sensibelchen, auf die es vor allen anderen  ankommt? Dabei m\u00fcsste es Politikern und B\u00fcrgern doch darum gehen, deren  Macht zu brechen. Seit dem Crash von 2008 wissen wir, dass nichts so  irrational, gef\u00e4hrlich und unproduktiv ist wie das Meuteverhalten der  Finanzakteure, die keinem anderen als dem eigenen Nutzen folgen.<\/p>\n<p>Die Finanzwirtschaft durchdringt die Welt nun seit einem  Vierteljahrhundert. Nicht finstere Diktaturen haben sie geschaffen. Sie  ist ein origin\u00e4res Kind der demokratischen, westlichen Nationen, die am  Ende des letzten Jahrhunderts den \u00f6konomisch M\u00e4chtigen die Fesseln  ersparen wollten, die der Wohlstandskapitalismus ihnen auferlegt hatte.  Verst\u00e4ndlich. Neue Konkurrenzverh\u00e4ltnisse zeichneten sich ab. Jeder  Staat meinte, &#8220;seine&#8221; Wirtschaft optimal in Stellung bringen zu m\u00fcssen,  indem Kosten gesenkt, Verpflichtungen gel\u00f6st und au\u00dferdem sagenhaft viel  Geld verdient werden konnte.<\/p>\n<p><strong>Die M\u00e4rkte sind immer im Vorteil<\/strong><\/p>\n<p>Dieser neue Kapitalismus hat die Ideale und St\u00e4rken der Demokratien  in einem Ma\u00df untergraben, wie kein \u00e4u\u00dferer Feind es gekonnt h\u00e4tte. Die  &#8220;M\u00e4rkte&#8221; sind zur Parallelgesellschaft des 21. Jahrhunderts geworden.  Sie k\u00f6nnen jenseits der f\u00fcr alle anderen g\u00fcltigen Ma\u00dfst\u00e4be von Haftung  und Verantwortung handeln. Sie sind im Vorteil, denn sie kennen die  Regeln der Vielen und nutzen sie zu ihrem Zweck, w\u00e4hrend die Vielen die  Mechanismen weder durchschauen noch beherrschen k\u00f6nnen, mit denen  Ratingagenturen ganze Staaten abstufen oder Hedgefonds mit Leerverk\u00e4ufen  auf Verlust und Niedergang von Nationen wetten. Sie sind immer im  Vorteil, denn sie verdienen nicht nur an konstruktiven Erfolgen, sondern  auch an Niederlagen und Pleiten. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/b8df3cc4130943c392cb2858f7895dc3\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=13180\" title=\"RTL und die asoziale \u201eSuper Nanny\u201c\">RTL und die asoziale \u201eSuper Nanny\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=11392\" title=\"Dauerwerbesendung als Programm \u2013 RTL und der \u201eUndercover Boss\u201c\">Dauerwerbesendung als Programm \u2013 RTL und der \u201eUndercover Boss\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=1029\" title=\"Werbung gegen Realit\u00e4t, Teil 4: H&#038;M\">Werbung gegen Realit\u00e4t, Teil 4: H&#038;M<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=15303\" title=\"Zeit zu entgiften\">Zeit zu entgiften<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=15163\" title=\"Lesetipps: Materialismus macht krank |\u00a0Heile Bio-Welt? | Nespresso-M\u00fcll | Werbevideos | Filmeverschenken\">Lesetipps: Materialismus macht krank |\u00a0Heile Bio-Welt? | Nespresso-M\u00fcll | Werbevideos | Filmeverschenken<\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist es kein Wunder, dass die Werbewirtschaft nicht nur danach trachtet, den realen \u00f6ffentlichen Raum mit ihren Parolen zuzupflastern und die Menschen damit in einem permanenten \u201eHaben wollen \/ Kaufen sollen\u201c-Zustand zu halten, sondern ebenfalls versucht, in jede Ritze des Alltags einzudringen. Von daher ist Reklame in Computerspielen schon seit l\u00e4ngerem ein Thema, nicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30,34,259,12,33,20,78],"tags":[603,1292,1407,2355,2864,14,2356,153,158,2859,64,2353,154,1785],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eigentlich ist es kein Wunder, dass die Werbewirtschaft nicht nur danach trachtet, den realen \u00f6ffentlichen Raum mit ihren Parolen zuzupflastern und die Menschen damit in einem permanenten \u201eHaben wollen \/ Kaufen sollen\u201c-Zustand zu halten, sondern ebenfalls versucht, in jede Ritze des Alltags einzudringen. Von daher ist Reklame in Computerspielen schon seit l\u00e4ngerem ein Thema, nicht [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2011-09-02T08:07:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Peter M.\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Peter M.\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"8\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706\",\"url\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706\",\"name\":\"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg\",\"datePublished\":\"2011-09-02T08:07:03+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/#\/schema\/person\/e595a6d286b26994e7e0926d70699070\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2.jpg\",\"width\":\"531\",\"height\":\"400\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/konsumpf.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/konsumpf.de\/\",\"name\":\"Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/konsumpf.de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/konsumpf.de\/#\/schema\/person\/e595a6d286b26994e7e0926d70699070\",\"name\":\"Peter M.\",\"sameAs\":[\"http:\/\/konsumpf.de\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting","og_description":"Eigentlich ist es kein Wunder, dass die Werbewirtschaft nicht nur danach trachtet, den realen \u00f6ffentlichen Raum mit ihren Parolen zuzupflastern und die Menschen damit in einem permanenten \u201eHaben wollen \/ Kaufen sollen\u201c-Zustand zu halten, sondern ebenfalls versucht, in jede Ritze des Alltags einzudringen. Von daher ist Reklame in Computerspielen schon seit l\u00e4ngerem ein Thema, nicht [&hellip;]","og_url":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706","og_site_name":"Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting","article_published_time":"2011-09-02T08:07:03+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg","type":"","width":"","height":""}],"author":"Peter M.","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Peter M.","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"8\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706","url":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706","name":"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise - Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting","isPartOf":{"@id":"https:\/\/konsumpf.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2-249x188.jpg","datePublished":"2011-09-02T08:07:03+00:00","author":{"@id":"https:\/\/konsumpf.de\/#\/schema\/person\/e595a6d286b26994e7e0926d70699070"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#primaryimage","url":"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2.jpg","contentUrl":"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/pacman2.jpg","width":"531","height":"400"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=12706#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/konsumpf.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Lesetipps: Plakate in der virtuellen Welt | Leben scripten | Zara | Voyeurismus-Fernsehen | Finanzkrise"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/konsumpf.de\/#website","url":"https:\/\/konsumpf.de\/","name":"Konsumpf - Forum f\u00fcr kreative Konsumkritik - Culture Jamming, Nachhaltigkeit, Konzernkritik, Adbusting","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/konsumpf.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/konsumpf.de\/#\/schema\/person\/e595a6d286b26994e7e0926d70699070","name":"Peter M.","sameAs":["http:\/\/konsumpf.de"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12706"}],"collection":[{"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12706"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12706\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12757,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12706\/revisions\/12757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/konsumpf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}