{"id":11766,"date":"2011-05-23T09:53:28","date_gmt":"2011-05-23T07:53:28","guid":{"rendered":"http:\/\/konsumpf.de\/?p=11766"},"modified":"2011-05-23T17:19:21","modified_gmt":"2011-05-23T15:19:21","slug":"lesetipps-die-neue-nachhaltigkeit-von-hm-und-co-der-preis-der-sicherheit-die-legende-der-discounter-werbung-beim-wort-genommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/konsumpf.de\/?p=11766","title":{"rendered":"Lesetipps: Die neue Nachhaltigkeit von H&#038;M und Co. | Der Preis der Sicherheit | Die Legende der Discounter | Werbung beim Wort genommen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_11880\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.sxc.hu\/photo\/948415\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11880\" class=\"size-thumbnail wp-image-11880\" title=\"baumwolle-dunkel\" src=\"http:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/baumwolle-dunkel-250x165.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/baumwolle-dunkel-250x165.jpg 250w, https:\/\/konsumpf.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/baumwolle-dunkel.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11880\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 velma, stock-xchng<\/p><\/div>\n<p>Nachhaltigkeit ist ja seit einigen Jahren ein \u201ebuzzword\u201c, ein schwerst angesagter Begriff, mit dem sich Konzerne gerne zu schm\u00fccken versuchen, egal wie zerst\u00f6rerisch ihr Gesch\u00e4ftsmodell eigentlich ist. So bem\u00fchen sich auch die gro\u00dfen Kleidungsketten, ihrem Treiben den Eindruck von Nachhaltigkeit zu verleihen, z.B. durch vermehrten Einsatz von (vermeintlicher) Biobaumwolle. Dass dies aber keineswegs immer so sch\u00f6n ist, wie es auf den ersten Blick klingt, erkl\u00e4rt uns <strong>Ilona Dyck<\/strong> auf Utopia \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.utopia.de\/magazin\/better-cotton-die-neue-nachhaltigkeit-von-h-und-m-und-co-bio-oeko-fair-mode?utm_campaign=Buehne&amp;utm_medium=image&amp;utm_source=buehne&amp;utm_content=pos3:Better%20Cotton\"><strong>Die neue Nachhaltigkeit von H&amp;M &amp; Co.<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>Die Preise f\u00fcr Baumwolle sind dieses Jahr auf dem Weltmarkt gestiegen wie noch nie. Das hat Konsequenzen. Nicht nur f\u00fcr H&amp;M und Co. Einige Unternehmen setzen jetzt auf &#8216;Better Cotton&#8217;. Klingt nach Bio, ist es aber nicht. (&#8230;)<\/p>\n<p><strong>Die Better Cotton Initiative<\/strong><br \/>\nDieser Ansatz, also moderat h\u00f6herpreisig zu verkaufen, mit der Rechtfertigung &#8220;guter Stoff&#8221;, zeichnet sich momentan ab. Die &#8220;Better Cotton Initiative&#8221; (BCI) wurde 2005 unter anderem von H&amp;M, Ikea, Migros, Adidas und dem WWF gegr\u00fcndet und zielt auf einen nachhaltigeren und sozialeren Baumwollanbau. F\u00fcr BCI sollen weniger Pestizide eingesetzt, durch sinnvollere (aber teurere) Bew\u00e4sserungsmethoden der Wasserverbrauch reduziert, der Boden im Vergleich zum konventionellen Baumwollanbau geschont und ein besseres Sozialwesen f\u00fcr die Farmarbeiter geschaffen werden. Bis 2015 sollen vier Prozent der Weltproduktion an Baumwolle aus der BCI kommen.<\/p>\n<p><strong>Umstieg auf nachhaltigere Baumwolle bei Adidas, H&amp;M und C&amp;A<\/strong><br \/>\nAdidas hat im Fr\u00fchjahr bekannt gegeben, dass sie bis 2018 komplett auf Better Cotton umgesteigen wollen, was auch bedeuetet, dass es ab 2018 kein Bio-Segment mehr geben soll. H&amp;M m\u00f6chte bis 2020 in G\u00e4nze zu nachhaltigerer Baumwolle wechseln. Bei H&amp;M bedeutet dies vermutlich einen Hauptanteil Better Cotton, ein wenig Recyclingstoff und eine Produktnische f\u00fcr Bio-Baumwolle.<br \/>\nKirsten Brodde, die Autorin des Buches &#8220;Saubere Sachen&#8221; sieht im Voranpushen von Better Cotton &#8220;einen schleichenden Ausstieg aus der Biobaumwolle&#8221;. Und tats\u00e4chlich l\u00e4sst sich fragen, wieso eigentlich nicht gleich der Anbau von Biobaumwolle gef\u00f6rdert wird. Denn auch wenn die Ma\u00dfnahmen der BCI sinnvoll sind, gr\u00fc\u00dft doch wieder nur der Ein\u00e4ugige unter den Blinden und versucht sich als Adlerauge zu verkaufen.<\/p>\n<p><strong>Als Konsument die Trendwende vorantreiben<\/strong><br \/>\nLetztlich bleibt der Baumwollanbau ein invasives Gesch\u00e4ft, das sich so nicht rechtfertigen l\u00e4sst. Allein in Deutschland sortieren wir etwa 1,5 Milliarden Textilien aus, selbstredend nicht, weil die L\u00f6cher an den Jeansknien schon zu gro\u00df geworden sind, der Stoff der Bluse an den Ellenbogen durchscheint oder aufgrund sonstiger irreparabler Verschlei\u00dferscheinungen. H\u00f6chste Zeit f\u00fcr eine Trendwende von w\u00f6chentlichen Shoppingtouren hin zum gelegentlichen Kauf von zeitlos sch\u00f6nen Kleidungsst\u00fccken. Das h\u00f6here Budget pro Teil l\u00e4sst sich dann auch in tats\u00e4chlich hochwertige \u00d6kotextilien mit\u00a0<a href=\"http:\/\/www.utopia.de\/produktguide\/siegel\/global-organic-textile-standard-57\">GOTS-Siegel<\/a> investieren. V\u00f6llig \u00f6korrekt lassen sich hemmungslose Einkaufsr\u00e4usche aber auch im Secondhandladen ausleben.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><br \/>\nNachdem Osama Bin laden zur Strecke gebracht wurde, scheint die Welt f\u00fcr den einen oder anderen vielleicht ein sichererer Ort geworden zu sein. Interessante Gedanken dar\u00fcber, was eigentlich die Folgen unseres Sicherheitswahns sind, bei dem wir versuchen, mit Versicherungen und Co. m\u00f6glichst jegliches Risiko aus unserem Leben zu tilgen, macht sich der DEUS EX MACHINA-Blog in \u201e<a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/deus\/archive\/2011\/04\/21\/der-preis-der-sicherheit.aspx\"><strong>Der Preis der Sicherheit<\/strong><\/a>\u201c in der FAZ:<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;) Versicherungen werden in westlichen Industriestaaten h\u00e4ufig f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich genommen, dabei sind sie wirklich eine <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geschichte_der_Sozialversicherung_in_Deutschland\" target=\"_blank\">Errungenschaft der letzten hundert Jahre<\/a>.  Und was f\u00fcr eine Errungenschaft! Wie so oft tritt der Effekt in anderen  L\u00e4ndern viel klarer zutage, wo heute noch Umst\u00e4nde wie in Deutschland  vor hundert Jahren herrschen. In den armen L\u00e4ndern der Welt sieht man,  wie relativ gew\u00f6hnliche Krankheiten trotzdem zu Behandlungskosten  f\u00fchren, die f\u00fcr eine durchschnittliche Familie kaum zu tragen sind &#8211;  oder sie zumindest \u00fcber Monate verschulden. Die Bedeutung von  Versicherungen spiegelt sich auch darin, da\u00df Mikroversicherungen (nach  Mikrokrediten) zu den Modethemen der letzten Jahre geh\u00f6ren. (&#8230;)<\/p>\n<p>Kurz gesagt: wir versichern H\u00e4user und Hausrat, besondere  Wertgegenst\u00e4nde, Autos und deren Sch\u00e4den, Haustiere und deren Sch\u00e4den,  Krankheitsf\u00e4lle, Einkommensausf\u00e4lle, und Folgesch\u00e4den &#8211; unser ganzes  existentielles Wohlergehen ist maximal abgesichert. Oder es l\u00e4\u00dft sich  zumindest so einrichten. Manch einer d\u00fcrfte dabei aus kaufm\u00e4nnischer  Sicht hoffnungslos \u00fcberversichert sein, Brillen, Zahnarztbesuche,  Hausrat &#8211; schnell summieren sich da die Beitr\u00e4ge auf potentiell mehr,  als man an Schaden wahrscheinlich erleiden wird. Aber gleichwohl, wir  versichern uns gegen jedes noch so bl\u00f6de Risiko. Brillenbruch. Oder  Reiser\u00fccktritt.<\/p>\n<p>Im Urlaub wollen wir dann nat\u00fcrlich was erleben. Ostsee und  Strandkorb sind heute allenfalls bei finanziellen Einschr\u00e4nkungen eine  Option &#8211; lieber weit weg, Safari in Afrika, Tauchen auf Bali, Paragliden  oder Tourenski in den Alpen. Dabei kann nat\u00fcrlich auch mal eine Brille  zu Bruch gehen. Dann allerdings wird man feststellen, da\u00df  Extremsportarten und Ausland in der Brillenversicherung nicht abgedeckt  sind &#8211; aber das kommt in Kleingedurckten irgendwo in der Mitte, wo eh  keiner liest. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Discounter machen ja seit jeher negative Schlagzeilen mit ihrem zerst\u00f6rerischen Gesch\u00e4ftsmodell und ihrem ausbeuterischen Treiben \u2013 oft genug habe ich im Konsump f schon auf die elend lange Liste der \u201eMissetaten\u201c von Aldi, Lidl etc. hingewiesen. Die S\u00fcddeutsche Zeit berichtet nun von einem weiteren Brennpunkt \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kartellamt-untersucht-aldi-co-die-legende-der-discounter-1.1061772\"><strong>Kartellamt untersucht Aldi \u2013 Die Legende der Discounter<\/strong><\/a>\u201c, der ein wenig mit dem Irrglauben aufr\u00e4umt, dass die Discounter doch auch eine soziale Ader h\u00e4tten&#8230;:<\/p>\n<blockquote><p>Ketten wie Aldi und Penny liefern sich oft Preisk\u00e4mpfe. Trotzdem hegt  das Kartellamt den Verdacht, dass die Firmen sich absprechen &#8211; auf  Kosten der Kunden. (&#8230;)<\/p>\n<p>(&#8230;) Molkereiprodukte, Schokolade, Fleischwaren &#8211; da beobachten die  H\u00e4ndler meist sehr genau, was die Mitbewerber machen, und sie sind mit  dem Rotstift rasch bei der Hand, wenn die Konkurrenz g\u00fcnstiger ist.  Nicht so bei anderen Waren, Tierfutter zum Beispiel. Da herrscht gro\u00dfe  Preisstabilit\u00e4t. Die Konsumforscher der GfK haben festgestellt, dass nur  in 40 von 275 Produktgruppen im Lebensmittelhandel Preisk\u00e4mpfe  stattfinden. Nicht jeder mag da an Zufall glauben, vielleicht gibt es  verbotene Absprachen zwischen den\u00a0H\u00e4ndlern.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem untersucht Mundt die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse bei  Verhandlungen zwischen Lieferanten und Handelsketten. Die gro\u00dfen vier  unter den Lebensmittelverk\u00e4ufern, Edeka, Rewe, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Aldi\">Aldi<\/a> sowie die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland, beherrschen 85 Prozent  des Marktes. Sie geben den Ton an. Daneben schrumpfen selbst Unternehmen  wie Metro oder Tengelmann zu blo\u00dfen Mitspielern. Auf der  Lieferantenseite aber, so argumentiert das Kartellamt, st\u00e4nden 5800 oft  mittelst\u00e4ndische Firmen. Verhandlungen auf Augenh\u00f6he, das sollen diese  Zahlenspiele zeigen, seien da wohl weniger zu\u00a0erwarten. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu passt nat\u00fcrlich auch diese Meldung von Pressetext.com wie die Faust aufs Auge \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/20110421013\"><strong>Netto filzt E-Mails von Mitarbeiten<\/strong><\/a>\u201c. Man kann wieder mal nur den Kopf sch\u00fctteln, mit welchen Methoden die Billigbuden sich am Markt behaupten (und von den K\u00e4ufern auch noch daf\u00fcr belohnt werden):<\/p>\n<blockquote><p>Ein neuer Arbeitsrechtsvorfall sorgt f\u00fcr Aufsehen bei Deutschlands drittgr\u00f6\u00dftem Discounter Netto <a rel=\"external\" href=\"http:\/\/www.netto-online.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.netto-online.de<\/a> . Einer aktuellen Recherche der WirtschaftsWoche zufolge soll das  Unternehmen bereits seit Oktober 2010 Tausende E-Mails seiner  Mitarbeiter gelesen und ausgewertet haben &#8211; zun\u00e4chst ohne, dass diese  davon Kenntnis hatten. Konkret sollen bis November alle Nachrichten, die  auf ausgew\u00e4hlten E-Mail-Konten von Netto-Verkaufsleitern eingingen,  automatisch an die Zentrale weitergeleitet und dort ausgewertet worden  sein (&#8230;)<\/p>\n<p>(&#8230;) Die  Vorgehensweise Nettos ist aus rechtlicher Sicht zwar legitim, ob sie  jedoch auch einem produktiven Arbeitsklima beitr\u00e4gt, bleibt fraglich.  Denn nachdem die E-Mails erfolgreich an die Zentrale weitergeleitet  worden sind, wurden sie statistisch sowie inhaltlich systematisch  ausgewertet und die Ergebnisse einer Reihe von F\u00fchrungskr\u00e4ften in der  Netto &#8220;Region S\u00fcd&#8221; pr\u00e4sentiert. Auch in diesem Jahr wurde diese Praxis  fortgef\u00fchrt. Dem Bericht nach wurden im Januar und Februar insgesamt 15  Verkaufsleiter in die E-Mail-Kontrolle einbezogen. Netto ist sich keiner Schuld bewusst. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Spiegel hat in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Artikeln ver\u00f6ffentlicht, in denen es um Reklame und Marketing ging, und hat dort teils durchaus augenzwinkernd und kritisch einmal n\u00e4her hingeschaut. In der Serie \u201e<strong>Werbung beim Wort genommen<\/strong>\u201c schildert der Autor Hinrich L\u00fchrssen, was geschieht, wenn man die vollmundigen markigen Reklamespr\u00fcche w\u00f6rtlich nimmt und die entsprechenden Firmen dann mit abstrusem Verhalten konfrontiert. (So etwas in der Art habe ich in den 90ern auch schon einmal gemacht \u2013 in den \u201e<strong>Schiefen Briefen<\/strong>\u201c nahm ich die Werbung f\u00fcr bare M\u00fcnze, um den Marketingleuten die Bl\u00f6dheit ihrer Spr\u00fcche vor Augen zu f\u00fchren. Teile der daraus entstandenen Schriftwechsel sind auf der <a href=\"http:\/\/kieler-exzess.de\/schiefe-briefe\/index-sb.html\">Kieler Exzess-Website<\/a> zu bewundern.) Ein sch\u00f6nes Beispiel \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,754593,00.html\"><strong>Wie man Baum\u00e4rktler zur Verzweiflung treibt<\/strong><\/a>\u201c:<\/p>\n<blockquote>\n<p id=\"spIntroTeaser\"><strong>&#8220;25 Prozent auf alles ohne Stecker&#8221;: Mit  diesem Slogan trommelt eine Baumarktkette um Kunden. Doch wenn man das  w\u00f6rtlich nimmt, drohen die Mitarbeiter mit der Polizei &#8211; das bekam  Buchautor\u00a0<em>Hinrich L\u00fchrssen<\/em> zu sp\u00fcren. Er testet, wie ernst Firmen ihre Werbebotschaften wirklich meinen. <\/strong><\/p>\n<p>Noch nie war der Ruf von Politikern so schlecht wie heute. Mit ihrer  Initiative &#8220;\u00c4rmel hoch&#8221; will sich die Baumarktkette Praktiker diese  schlechte Stimmung in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung zunutze machen.  &#8220;Weil nur reden in diesen Zeiten keine L\u00f6sung ist. Wir handeln&#8221; steht  auf Plakaten und in Anzeigen der Kette.<\/p>\n<p>Endlich welche, die nicht rumlabern, sondern was tun &#8211; der merkw\u00fcrdige  Ausflug eines Baumarktes in die gro\u00dfe Politik, \u00fcbrigens mit blau-gelber  Farbgestaltung. Das weitere Lesen der Anzeige l\u00f6st allerdings bei mir  sofort schwere Begeisterung aus, denn Praktiker lockt mit einem geradezu  sensationellen Schn\u00e4ppchen. Die 241 Filialen bieten zwei Tage lang  einen Preisnachlass von 25 Prozent an. Und zwar &#8220;auf alles, was keinen  Stecker hat&#8221;. Also etwa auf Tapeten, Farben oder Holz. Reduzierung des  Preises um ein Viertel, das ist wirklich g\u00fcnstig. Ich wollte mir ohnehin  in diesen Tagen eine Bohrmaschine kaufen. Kostet bei Praktiker  eigentlich 39,99 Euro &#8211; und hat einen Stecker. Noch, denn das kann man  \u00e4ndern.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00c4u\u00dferst passend ist in dem Zusammenhang dann diese Meldung \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,761768,00.html\"><strong>Irref\u00fchrende Werbung: Verbraucher reichen Tausende Beschwerden ein<\/strong><\/a>\u201c. Wobei man nat\u00fcrlich anmerken muss, dass es schon immer das Wesen der Reklame war, zu t\u00e4uschen, zu vertuschen und zu bel\u00fcgen, von daher darf sich dar\u00fcber niemand wundern.<\/p>\n<blockquote><p>Verwirrende\u00a0Formulierungen, falsche Angaben, versteckte  Klauseln: Wettbewerbsh\u00fcter beklagen eine Zunahme von Werbung, mit  der\u00a0Konsumenten in die Irre gef\u00fchrt werden. Die Vergehen reichten von  kleinen Flunkereien bis hin zu vors\u00e4tzlicher Verbrauchert\u00e4uschung. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Und der dritte werbekritische Text auf Spiegel Online \u2013 \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,760476,00.html\"><strong>Denglische Werbung. Worst case ist keine Wurtkiste<\/strong><\/a>\u201c. Hehe. Diese strunzbl\u00f6de Marotte von Werbern, ihre zuweilen schw\u00e4chlichen Spr\u00fcche mit (pseudo-)englischen Formulierungen (\u201eGood food, good life\u201c!) zu versehen, ist mir schon immer sehr auf the eggs gegangen!<\/p>\n<blockquote><p>Werbung muss wirken, sonst taugt sie nichts. Nur wissen Werber  oft selbst nicht, was sie uns auf Englisch mitteilen wollen, kritisiert <em>Bernd Samland<\/em>.  Der K\u00f6lner Markenexperte hat wunderliche Reklame-Kapriolen untersucht:  Gute Werbung, schlechte Werbung &#8211; ein Rundflug mit Denglisch-Quiz. (&#8230;)<\/p>\n<p>W\u00f6rter wie &#8220;Schlussverkauf&#8221;, &#8220;Rabattaktion&#8221; oder &#8220;reduziert&#8221; verschwinden allenthalben zugunsten des englischen Wortes <em>sale<\/em>,  was eigentlich auch nur &#8220;Verkauf&#8221; hei\u00dft. Moderner soll das klingen, ist  es auch sinnvoll? Problematisch ist es auf jeden Fall dann, wenn  Werbung nicht mehr verstanden wird. Das kommt wesentlich h\u00e4ufiger vor,  als man glauben mag, und betrifft keineswegs nur ausl\u00e4ndische Marken und  Unternehmen. Viele Werbespr\u00fcche, meist <em>Slogans<\/em> und von Werbeprofis <em>Claims<\/em> genannt, werden mehrheitlich missverstanden. (&#8230;)<\/p>\n<p>(&#8230;) Peinlich kann englische Werbung in Deutschland dann werden, wenn man aus  Unwissenheit falsche Vokabeln verwendet. Oder Deutsch und Englisch  unvorteilhaft mischt und dann auf echte englische Muttersprachler  trifft. F\u00fcr die h\u00f6rt sich n\u00e4mlich ein <em>Backshop<\/em> bestenfalls wie ein &#8220;Hinterhofladen&#8221; an<em>,<\/em> schlimmstenfalls wie ein <em>Laden f\u00fcr den A\u2026<\/em>. So wenig wie der <em>Worst Case<\/em> eine Wurstkiste ist, ist ein <em>Bodybag<\/em> ein Rucksack (der auf Englisch \u00fcbrigens <em>rucksack <\/em>hei\u00dft<em>) &#8211;<\/em> sondern ein Leichensack. Und ein <em>Bad Guide<\/em> klingt f\u00fcr einen Engl\u00e4nder nicht nach einem Badezimmer-Leitfaden, sondern einfach wie ein &#8220;schlechter F\u00fchrer&#8221;<em>.<\/em> Und damit waren wir ja in Deutschland schon zur Gen\u00fcge bedient. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/7ae4fc0e3b0b47d4af8b94df5eb48456\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<h3 class='related_post_title'>Verwandte Beitr\u00e4ge:<\/h3><ul class='related_post'><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14146\" title=\"H&#038;M und beworbene Kunstprodukte\">H&#038;M und beworbene Kunstprodukte<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=14044\" title=\"Lesetipps: Ist Werbung b\u00f6se? | Aldi | Rotes Utopia | Konsumentenmacht | Medikamentenpreise\">Lesetipps: Ist Werbung b\u00f6se? | Aldi | Rotes Utopia | Konsumentenmacht | Medikamentenpreise<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=3810\" title=\"Irref\u00fchrende Werbung mit Testsiegeln\">Irref\u00fchrende Werbung mit Testsiegeln<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=15323\" title=\"Die Masche der Discounter \u2013 Billig-Eier\">Die Masche der Discounter \u2013 Billig-Eier<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/konsumpf.de\/?p=13758\" title=\"Lidl-Check\/McDonald\u2019s-Check \u2013 Gedanken zu den \u201eMarkenchecks\u201c in der ARD\">Lidl-Check\/McDonald\u2019s-Check \u2013 Gedanken zu den \u201eMarkenchecks\u201c in der ARD<\/a><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit ist ja seit einigen Jahren ein \u201ebuzzword\u201c, ein schwerst angesagter Begriff, mit dem sich Konzerne gerne zu schm\u00fccken versuchen, egal wie zerst\u00f6rerisch ihr Gesch\u00e4ftsmodell eigentlich ist. 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