Okt
06
2011
2

Surftipp: Alternative Realität

Als ich zum ersten Mal von dem neuen Website-Projekt Alternative Realität gehört hatte, war ich sofort fasziniert – okay, das Logo sieht mit seinen Herzchen am Baum etwas zu süßlich aus für meinen Geschmack, dafür haben es die Inhalte wirklich in sich:

Wie können wir unsere lokalen und internationalen Probleme lösen? Was gibt es für Alternativen zu diesem oder jenem?

Die Plattform «Alternative Realität» sammelt Momentaufnahmen unserer Gegenwart und blickt zugleich auf mögliche Lösungen, Konzepte und Visionen für eine bessere, sozialere, demokratischere, nachhaltigere, fairere und ökologischere Welt.

Wir wollen Alternativen präsentieren und diskutieren. Und Du bist herzlich eingeladen, an diesem Austausch teilzunehmen!

Gesucht werden Filme, Artikel, Podcasts, Präsentationen, Fotos und Grafiken etc.

  1. die verschiedenste Aspekte und Herausforderungen unserer Gesellschaft und unseres Planeten aufzeigen. Somit Momentaufnahmen der aktuellen Realität.
  2. zu möglichen Lösungen, Konzepten und Technologien, die aktuelle Herausforderungen und Probleme lösen könnten. Ob Prototyp für eine alternative Energiegewinnung, neue wirtschaftliche, politische oder gesellschaftliche Formen bis hin zu visionären – vielleicht auf den ersten Blick – utopisch erscheinenden Ideen für eine alternative Realität.

Und so finden sich auf der Site denn auch, unterteilt in Bereiche wie „Realität“ – zur schonungslosen Bestandsaufnahme all dessen, was in der Welt im derzeitigen System so alles schief läuft und verbessert werden muss – und „Vision“/„Alternative“ – mit der Vorstellung von möglichen anderen Ansätzen zur Gestaltung des menschlichen Miteinanders – schon einige anregende Dokumentationen und Filmhinweise sowie Diskussionsbeoträge. Darunter sind Verweise auf Projekte zu Creative Commons oder Cradle to Cradle und auch Informationen zum Bedingungslosen Grundeinkommen (siehe unten) und der Energiewende – und eben auch einige kritische Beiträge zum Ist-Zustand wie „Deadly Dust – Todesstaub“, die klar machen, dass sich etwas ändern muss.

Grundeinkommen – Der Film from Global Change 2012 on Vimeo.

EDIT: So schnell kann’s gehen – nun ist das Logo der Alternativen Realität begrünt und entkitscht. :-)

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Sep
27
2011
3

Buchtipp: Die stille Revolution

Heute möchte ich Euch, in Kooperation mit dem Kritischen Netzwerk, mal wieder ein hochinteressantes Buch vorstellen, das genau in die momentane Zeit passt und, anders als manche Horrorszenario-Werke, sich auch konstruktive Gedanken über eine mögliche andere Zukunft macht. Die Rede ist von „Die stille Revolution“ von Manfred Gotthalmseder, das vor wenigen Wochen erschienen ist.

———–

Verlag: hergestellt von: 1-2-Buch.de (7/2011)

ISBN: 978-3-942594-05-9, Paperback, 232 Seiten, Preis: 12 €

Infos zum Autor:
Manfred Gotthalmseder, Jahrgang 1968, stammt aus dem Salzkammergut. Er studierte in Wien Malerei sowie das Lehramt für Psychologie, Philosophie (1998 Diplom in Philosophie bei Prof. E. Oeser) und Bildnerische Erziehung. Er ist unter anderem als Lehrer an höheren Schulen tätig. Sein Hauptinteresse gilt den Auswirkungen der gegenwärtigen Dominanz ökonomischen Denkens auf den Menschen, außerdem Gehirnforschung, Künstliche Intelligenz, was ist Geld? und nachhaltige Energie.

Einleitung:

Wie wird späteren Epochen einmal die heutige Gegenwart erscheinen? Ist sie der Niedergang einer großen Zeit des Wohlstandes der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts? Oder steckt in ihr schon der Keim für etwas grundlegend Neues? Sind die Geisteshaltungen, welche die Grundlage einer neuen Epoche der Geschichte bilden, nicht immer schon im Untergang der alten vorhanden? Wenn dem so ist, so wäre es doch spannend, diese zu kennen. Viele unterschiedliche Tendenzen unserer Zeit werden irgendwann ihre gegenwärtige Widersprüchlichkeit verlieren und zu einem neuen Ganzen finden. Da die Umsetzung den Ideen stark hinterher hinkt, lässt sich manch kommender Umbruch heute schon erahnen.

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Apr
15
2011
6

Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder

Hinter dem zunächst vielleicht etwas sonderbar anmutenden Titel „Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder“ steckt ein hochinteressantes neues Online-Buchprojekt, auf das ich im Der Mensch – das faszinierende Wesen-Blog aufmerksam wurde. Worum es in dem Buch geht, beschreibt der Autor Gebhard Borck wie folgt:

„Die Wirtschaft wie wir sie aus dem letzten Jahrhundert kennen, funktioniert heute nicht mehr. Geldgier und Gewinnstreben als Antrieb haben genauso versagt wie das kollektive System der abhängigen Beschäftigung mit all seiner Reglementierung, Einschränkung und Steuerung.

Wollen so Menschen wirklich leben? Wenn die hierarchische Konzernplanwirtschaft der heutigen DAX-Unternehmen genauso unmenschlich, ungerecht und dysfunktional ist wie das neoliberale Freiheitsdenken der 80er-Jahre-Tycoons und die väterlich autokratische Monarchie des Mittelstandes, was dann stattdessen?

Affenmärchen zeigt die Lösung: Setzen Sie doch Ihre Mitarbeiter frei! Wenn Unternehmen auf abhängige Beschäftigung verzichten und stattdessen eine Sinnfläche bieten, an die sich Mitarbeiter freiwillig koppeln, dann können Unternehmen aus sich heraus gleichermaßen sinnvoll, nachhaltig und erfolgreich agieren.

Wie kann das funktionieren? Dieses visionäre wie provokative Wirtschaftssachbuch durchleuchtet nichts weniger als die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit.“

Derzeit wird das Werk im dazugehörigen Blog Kapitel für Kapitel veröffentlicht, so dass es sich jeder kostenlos durchlesen kann. Wer mag, kann den Blog auch abonnieren, um keinen Beitrag zu verpassen. Und wer Gefallen an der spannenden Materie und den beschriebenen Ideen findet, darf das Buch als Hardcover-Ausgabe vorbestellen – sobald sich genügend Leute gemeldet haben, wird es nämlich auch eine handgriffige, also auf Papier gedruckte Fassung des Affenmärchens geben. Ich selbst habe jetzt gerade das erste Kapitel „Vereinbarungen brechen“ gelesen, welches auf jeden Fall Lust auf mehr macht! (Ob das Buch am Ende eine bereichernde Lektüre für mich war, werde ich natürlich erst in einer Weile feststellen können.)

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Mrz
22
2011
5

Wir sind Revolution

Das ist doch mal eine wirklich lobenswerte und hochinteressante Initative – auf der Website „Wir sind Revolution“ läuft derzeit ein Ideenwettbewerb, in dem es darum geht, wie man sich die Welt nach einer stattgefunden habenden Revolution ausmalt, also was sich konkret geändert haben wird bzw. was sich ändern soll. Im Kern geht es also um das Entwickeln von Visionen, die in die Realität umgesetzt werden sollen. Die Einreichungsphase ist mittlerweile vorüber, nun kann über die zwölf Vorschläge, die es in die Endrunde geschafft haben, diskutiert und gestritten werden – dazu wird in Stuttgart auch ein eigener „Revolutionskongress“ stattfinden. [via Der Mensch – das faszinierende Wesen; dort wird auch das RealExperiment vorgestellt]

Und das war die Ausschreibung für unseren Wettbewerb:
Die Gesellschaft, wie sie heute existiert, hat keine Zukunft mehr: Der Wachstumsglaube hat seine Tragfähigkeit eingebüßt, die Herausforderungen durch Staatsverschuldung, Klimawandel oder die Endlagerung radioaktiver Abfälle werden stetig größer. Der soziale Unfriede wächst. Die Nichtwähler sind die stärkste Partei. Ein geeintes Europa rückt in weite Ferne. In Deutschland herrscht der Eindruck historischer Alternativlosigkeit. Es fehlt an Perspektiven.

Macht euch frei von alten Vorstellungen! Glaubt denen nicht, die von „Sachzwängen“ sprechen! Entwerft eine neue Gesellschaft! Je länger wir damit warten, desto kleiner werden die Spielräume für Veränderungen sein. Die Zukunft darf nicht länger aus lauter Rückschritten bestehen. Und die Zukunft, das sind jene, die sie hier entwerfen: Wir sind Revolution.

Die Idee: Denkt revolutionär!
Stellt euch vor, eine Revolution hätte stattgefunden. Stellt euch vor, die „Sachzwänge“ und ökonomischen „Naturgesetze“ würden nicht existieren. Stellt euch vor, die gesellschaftliche „Wirklichkeit“ existiert nur deshalb, weil ihr sie akzeptiert. Die Parteien haben euch längst schon sitzen gelassen, ihr braucht nur noch die Konsequenzen zu ziehen. Ob man will oder nicht: Es geht von vorne los! Ein neues Spiel hat begonnen und ihr könnt die Regeln bestimmen.
Ab dem 11. Oktober habt ihr die Möglichkeit, diese Regeln genauer festzulegen: Dann beginnt die bundesweite Ausschreibung „Wir sind Revolution“. Tausende von Menschen sollen ihre Vorschläge einsenden, wie die neue Gesellschaftsordnung aussieht. Du auch! Sei mit dabei! Schreib uns, wie deiner Ansicht nach die Zukunft aussehen soll. Was muss sich durch die Revolution verändert haben? Alternativlos war gestern – denk anders und neu!

Die revolutionärsten der eingesandten Konzepte werden gemeinsam mit den Teilnehmern der Ausschreibung (ihr könnt die Konzepte im Forum dieser Seite bewerten) sowie einer eigens für die Revolution eingerichteten Jury ausgewählt.

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Jan
10
2011
1

Filmtipps: „Die 4. Revolution – Energy autonomy“ und „Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“

Es ist doch sehr erfreulich, dass es immer wieder gute Dokumentarfilme gibt, die nicht nur aktuelle Missstände präsentieren und anprangern, sondern auch Alternativen zum derzeitigen Wahnsinn aufzeigen. Ganz neu ist beispielsweise „Die 4. Revolution – Energy autonomy“, der sich mit den Möglichkeiten einer Energiewende und -revolution beschäftigt, die diesen Namen auch verdient (nicht wie das Mogelpaket der Bundesregierung):

Wir wissen, dass wir etwas tun müssen.

Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme sind natürliche Energiequellen, die der gesamten Menschheit chancengleich, natürlich nachwachsend, kostenlos und auf lange Sicht zur Verfügung stehen. Nur das weit verbreitete Wissen um die Möglichkeiten der regenerativen Energien kann eine internationale Bewegung entfachen und die zwingend notwendige Energiewende einleiten.

EnergieAutonomie steht für eine Vision. Die Vision einer Gesellschaft, deren Energieversorgung nachhaltig, sauber und dezentral erfolgt, frei von schädlichen Emissionen und jeglicher Belastung für Mensch und Umwelt, frei von Monopolen, Kartellen und Lobbyisten, frei von politischen Abhängigkeiten und Ressourcenknappheit, zugänglich und erschwinglich für alle.

Wir brauchen ein schnell aufklärendes mitreißendes Medium, das dieses Wissen der Welt nachvollziehbar und kompakt vermittelt. Weltweit kann das ein großer Dokumentarfilm leisten. Wir haben ihn hergestellt.

  • Sein Titel: DIE 4. REVOLUTION – EnergyAutonomy .

Der Kino-Dokumentarfilm DIE 4. REVOLUTION – EnergyAutonomy beschreibt anhand seiner Protagonisten, prominenter Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovativer Unternehmer und Politiker, dass der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre möglich ist. Er verdeutlicht, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet.
Der Film läuft seit 18.03.2010 in den deutschen Kinos, begleitet von einer Eventkampagne rund um den Kinostart in vielen Städten Deutschlands. Ab Dezember 2010 ist er mit viel Bonusmaterial auch auf DVD erhältlich.

  • Seine Botschaft: Der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien ist jetzt möglich. Einzige Voraussetzung: Wir müssen diesen auch wollen!

Eine im Anschluss geplante mehrteilige Fernsehversion und eine mit Bonusmaterial didaktisch für den Schulunterricht aufbereitete DVD sorgen für die weitere Verbreitung des Themas, bevor er in die weltweiten Kinos kommt. Der Film dient der Aufklärung und Bewusstseinsbildung und trägt damit intensiv zum Aufbruch ins solare Zeitalter bei.

Am Ende dieses Films soll für jeden ein neuer Anfang stehen!

Nicht minder spannend scheint mit „Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ zu sein, der ab dem 20. Januar in ausgewählte deutsche Kinos kommt und eigentlich Pflicht für alle sein sollte, die sich um eine lebenswerte Zukunft sorgen.

Am 20. Januar startet der Dokumentarfilm GOOD FOOD BAD FOOD in den deutschen Kinos. In GOOD FOOD BAD FOOD – ANLEITUNG FÜR EINE BESSERE LANDWIRTSCHAFT werden weltweit vielfaltige Ideen und Initiativen für einen besseren Umgang mit der Landwirtschaft aufgezeigt. Der Film lädt dazu ein, neue Formen der Agrarproduktion zu entdecken: Anbaumethoden, die funktionieren, zur Behebung bereits entstandener Schäden beitragen und nicht zuletzt zu deutlichen Verbesserungen im Bereich der Gesundheit und der gesamten Lebensumstände führen, indem sie eine nachhaltige Lebensmittelversorgung gewährleisten. Es wird thematisch dort angeknüpft, wo WE FEED THE WORLD aufhörte.

Der Film ist ein Appell die Landwirtschaft nachhaltiger und ökologisch korrekter zu betreiben und könnte vielleicht auch Sie interessieren. Weitere Informationen zum Film finden Sie unter www.goodfood-badfood.de.

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GOOD FOOD BAD FOOD – ab dem 20.01.2011 in den deutschen Kinos

Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau („St. Jacques … Pilgern auf Französisch“) zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In „GOOD FOOD BAD FOOD – Anleitung für eine bessere  Landwirtschaft“ begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben.

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Okt
20
2010
2

Uebermorgen.tv: Die Zukunft der Reklame


Zu den erfreulichsten Errungenschaften, die die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zustande brachten, gehörte für mich immer zweifelsohne Der Elektrische Reporter, ein kostenloser Videopodcast, der sich mit Trends und Entwicklungen und Problemen der (Medien-)Gesellschaft befasste und dies in sehr stilvoller und oft auch unterhaltsamer Art und Weise präsentierte. Nach einiger Zeit wurde der Reporter leider auf Eis gelegt, doch nun gibt es ein neues, wiederum kostenlos verfügbares Format derselben Macher – Uebermorgen.tv. Gleich in der ersten Folge wird ein Thema angegangen, das mich hier im Blog bekanntermaßen auch von Anfang an intensiv beschäftigt und umtreibt, nämlich „Die Zukunft der Werbung“, deren heutige Form und Verbreitung (aufdringlich, verlogen, bedrängend, nervtötend) hoffentlich keine Zukunft hat. Ähnlich sieht das auch Uebermorgen.tv:

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Jul
26
2010
1

Leben im Web 2.0 und Apple & der Datenschutz

Das Adbusters Magazin ruft ja jährlich zur Digital Detox Week auf und wirbt damit für eine Woche ohne digitale Gadgets, um die Abhängigkeit, die viele von uns mittlerweile von technischen Geräten haben, aufzuzeigen. Mich selbst, der ich auch jeden Tag stundenlang vorm Rechner hänge, beschleicht auch bereits seit Jahren ein ungutes Gefühl, wenn ich sehe, wie sehr manche Menschen mittlerweile von Handys und ähnlichen Sachen geworden sind oder fast schon zwanghaft überall Mails checken, Twitter- und Facebookacounts aktualisieren u.a. Denn dass solche Entwicklungen nicht ohne Auswirkungen für die Psyche des Einzelnen wie auch die Gesellschaft bleibe, ist eigentlich klar. Ich will damit keiner rückwärtsgewandten Technikfeindlichkeit das Wort reden – schließlich betreibe ich ja selbst mehrere Blogs & Websites –, dennoch empfinde ich ein diffuses Unbehagen, je mehr sich die Leute von der Technik abhängig machen.

So, wie es in der dreiteiligen Reihe „Leben 2.0 – Mobile Zukunft“ im WDR dargestellt wird, möchte ich, wenn ich ganz ehrlich bin, eigentlich nicht wirklich leben… (falls keine Videos zu sehen sind (zB weil Ihr noch den Internet Explorer benutzt), bitte hier entlang: Teil 1, Teil 2, Teil 3):

Teil I:

Teil II (ja, gleiches Vorschaubild, aber anderer Beitrag!):

Teil III (ja, nochmal gleiches Vorschaubild, aber anderer Beitrag!):

Mit meinem Unbehagen bin ich nicht allein, wie der jüngste ironische „quer-Schläger“ in der BR-Sendung quer verdeutlicht – „Früher wusste Gott alles und heute Steve Jobs“:

Übrigens bezieht sich Christoph Süß auf die neueste Meldung zum Thema Apple und der (Nicht-)Datenschutz – „Apple greift iPhone-Standortdaten ab“. Nicht nur Google oder Microsoft wollen alles über ihre Kunden wissen…

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Dez
02
2009
6

Die Zeitraffer – Die Entschleunigung unserer Zukunft

Habt Ihr eigentlich auch „nie Zeit“? Zerrinnt Euch der Tag so zwischen den Fingern und es ist schon wieder Schlafenszeit, wo Ihr doch gefühlt eigentlich gerade erst aufgestanden seid? Unsere heutige Industriegesellschaft sorgt für eine stetige Beschleunigung unseres Zeitempfindens, für immer mehr Gehetze, alles im Dienste eines sich genauso wild steigernden Wirtschaftswachstums, auf der Suche nach immer mehr Dingen, immer mehr Geld, immer mehr mehr mehr… In ihrer Reihe „Z wie Zukunft“ brachte der Fernsehsender 3sat letztes Jahr die interessanten Kurzfilm „Die Zeitraffer – von der Entschleunigung unserer Zukunft“ von Sabrina Dittus und Nico Weber. Da ich in meinem Blog auch immer wieder einen Blick über den Rand der Konsumgesellschaft hinzu Utopien oder anderen Gesellschaftsentwürfen hin wage, passt dieser Beitrag perfekt hierher. [Quelle]

Tempowahn, Tempovirus, Temporausch. Tempo, Profitstreben und die sozialen Folgen, allzeitige Verfügbarkeit, Zeitgewinn durch Zeitverlust – das sind nur einige Stichworte, die die Debatte um Entschleunigung und Zeitnot bestimmen. Konsens ist: Zeit ist ein Gut. Und heute ist Zeit zu einem knappen Gut geworden. Nicht Geld, nicht Macht, sondern Beschleunigung regiert die Welt. Die Schwierigkeit liegt keineswegs darin, dass die Zeit knapp ist, sondern dass wir schlecht mit dieser Zeit umgehen.

Die Dokumentation „Die Zeitraffer“ macht sich auf die Suche nach der gesparten, verlorenen Zeit und nach Perspektiven, Visionen. Mit Apokalyptikern wie dem Jenaer Soziologieprofessor Hartmut Rosa, Beschleunigungstheoretiker, für den es nur Ausstieg oder Kollaps gibt, und der Empirikerin Nadine Schöneck, die wider besseres Wissen mit dem Tempowahn Schritt zu halten versucht.(…)

(…) Dabei geht es nicht um eine Verlangsamung des Tempos. So einfach ist es nicht: manches könnte sogar schneller gehen, anderes eben langsamer. Es geht um eine differenzierte Befürwortung von mehr „Zeitsouveränität“.

Wird der Mensch in Zukunft nicht mehr in ein abstraktes Konzept der Zeit gezäunt werden? Wird es eine neue Kultur der Zeit geben? Eines ist sicher: Der Takt der Gesellschaft muss sich ändern. Aber wie?

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Sep
28
2009
3

Was bringt die Zukunft?

Jetzt nach der glorios absolvierten Wahl stellen sich sicher viele Schafe Bürger die Frage, wie denn die Zukunft nun wohl werden werde, zumindest in der kommenden Legislaturperiode (sofern man nach dem Ergebnis nicht eh besser auswandert). Tatsächlich gab es dazu in der letzten quer-Sendung im Bayerischen Fernsehen ein sehr spannendes Interview mit Prof. Harald Welzer: „Was bringt die Zukunft?“. Wenngleich man seine Ausführungen zur Klimaerwärmung so oder so sehen kann (denn dass jegliche Klimaerwärmung nur von Menschen gemacht wird, so als wenn die Erde ein konstantes System wäre, ist ja doch eher fraglich), so machen doch seine Aussagen zum Widerstand gegen die jetzige Parteienbräsigkeit wiederum Mut, sich einzumischen. Zeit zum Aktivwerden, Zeit zum Aufwachen.

Was bringt die Zukunft? Nichts Gutes, sagt der Sozialpsychologe Prof. Harald Welzer. Es sei denn, die Politik lernt endlich umzudenken und sich auf die Anforderungen unserer Zukunft einzustellen.

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