Apr
04
2013
4

#GOLDMAN – Der Beginn einer Revolution?

Das Adusters Magazine, das sich bereits aktiv um die Occupy-Proteste verdient machte, hat nun neue Aktivitäten im Köcher. Diesmal geht es um Goldman Sachs – einer Investmentbank mit gewaltigem Einfluss auf das politische Geschehen weltweit. (Wer davon noch nichts gehört hat, sollte sich die Arte-Doku „Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt“ anschauen.) Dies ist der von mir übersetzte Adbusters-Aufruf „This is how the revolution starts“ (wie üblich im latent größenwahnsinnigen Adbusters-Stil):

—————

So beginnt der Globale Frühling:

Ein paar einsame Wölfe unter uns, werden damit beginnen, Plakate in und rund um das Hauptquartier von Goldman Sachs, in der 200 West Street, Manhattan, New York, zu kleben. Gruppen von zwei oder drei Leuten verteilen Flugblätter in ihrer Zweigstelle in Maria de Molina 6-5a in Madrid. Menschen werden sich außerhalb der Goldman Sachs Büros in 50 Städten weltweit versammeln und Spaß haben…

Dann… am Donnerstag, den 23. Mai, wenn Goldman Sachs seine jährliche Aktionsärsversammlung in Salt Lake City abhalten wird, werden 500 Leute auftauchen und Solidaritäts-Spiele werden weltweit abgehalten. Es wird ernst, wenn Tausende am 17. September vor den Goldman-Filialen in Los Angeles, Toronto, Moscow, London, Buenos Aires, Melbourne, Beijing, Mexico City spielen. Die Medien werden diese schlüpfende globale Revolte aufgreifen…

Und, eines schönen Tages, wird sich das Ganze plötzlich entzünden… #GOLDMAN wird die Parole für Menschen überall sein, sich gegen die Finanzbetrüger zu erheben, die mit unser aller Leben viel zu lange herumgemacht haben.

Wenn der Moment gekommen ist, benötigt es oft nur einen Funken.

Kono Matsu / kono@adbusters.org
Culture Jammers HQ
adbusters.org

P.S.: Findet Mitspieler und Goldman-Sachs-Filialen unter meetup.com/goldman

Verfolgt das bisherige Spielgeschehen, lest Adbusters Tactical Briefing #41, „Let’s play a game“.

Bringt #GOLDMAN auf die Bildschirme und die Straßen der Welt … teilt, bloggt, verbreitet diese Welle… und lasst die Spiele beginnen!

Teilt diese URL: http://www.adbusters.org/campaigns/goldman/adbusters-tactical-briefing-42.html

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Mrz
31
2013
0

Werden Sie doch Lobbyist!

Wann immer man über Politik, insbesondere die in Brüssel, redet, fällt sehr schnell auch der Begriff Lobbyismus. So groß und offensichtlich ist der Einfluss von vor allem industrienahen Interessensverbänden, dass die europaweite Gesetzgebung massiv von ihr in Richtungen gedrängt wird, die in der Regel für die Bürger nicht gerade von Vorteil sind. Die lobenswerte neue Initiative namens Lobbyplag, die ich vor einigen Wochen schon mal kurz erwähnte, hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu schauen, wo Positionspapiere der Wirtschaft fast 1:1 in die endgültigen Gesetze einfließen. Die 3sat-Sendung Bauerfeind berichtete darüber – „Werden Sie Lobbyist!“:

Es ist eine gute Zeit, um Lobbyist zu werden – gerade für IT-Konzerne. Ihr Job: gut aussehen, gut reden, gut essen und hier und da mal ein bisschen Fachwissen fallen lassen. Politiker wollen beeinflusst werden. Sie brauchen Ihr Wissen! Dringend!

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Jan
29
2013
2

Crowdfunding als Chance für Alternativen: Fairnopoly, Störsender, Rechtes Land

Auch, wenn proaktive und positive Artikel hier im Blog in der Regel deutlich weniger angeklickt werden als die bloßen „Mecker- und Schauerstorys“, so will ich doch bei aller berechtiger Kritik an vielen Missständen im Land das Aufzeigen von Alternativen nicht vergessen. Im medialen Einheitsbrei ist es bekanntlich schwierig, Akzente zu setzen und dem Mainstream etwas zu entgegnen, das auch Gehör findet. Umso besser, dass es mit Hilfe von Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Startnext die Möglichkeit gibt, auch unbequeme und nicht massenkompatible Projekte umzusetzen. Ich hatte vor einiger Zeit ja schon vom neuen Projekt von Dieter Hildebrandt & Co. berichtet – stoersender.tv. Inzwischen ist dort so viel Geld eingegangen, dass dieser Störsender tatsächlich auf Sendung gehen kann. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Noch läuft die Finanzierungsphase, d.h. Ihr habt die Möglichkeit, die Sache weiterhin zu unterstützen, denn je besser die finanzielle Ausstattung ist, desto freier können die Beteiligten auch arbeiten.

(Diesen Beitrag weiterlesen…)

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Jan
27
2013
0

Die Reklamierer*innen – Eine Kampagne für alle, die finden, dass endlich Reklame gemacht werden muss, Reklame gegen Werbung!

Sehr schön, es gibt doch auch Zeichen der Hoffnung, dass in diesem Land noch nicht alles verloren ist – folgenden Kampagnenaufruf unterstütze ich gerne, da hier etwas gegen den Reklamewahn getan wird.

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Achtung! Diese Mail ist Werbung. Werbung gegen Werbung!

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Die Reklamierer*innen: Eine Kampagne für alle, die finden, dass endlich Reklame gemacht werden muss, Reklame gegen Werbung!

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GUTEN TAG verehrte Reklamierer*innen!

Es ist soweit! Die Reklamierer*innen starten ihre KAMPAGNE FÜR ein Recht auf selbstbestimmtes Gutes Leben ohne Konsumzwang und die Mitgestaltung des öffentlichen Raums. Und GEGEN die bedürfnismanipulierende, kommerzverherrlichende, soziale und ökologische Folgen unterschlagende Werbung im öffentlichen Raum!

„Verschönere“ mit uns Werbeplakate, biete mit uns großen Konzernen und Kommerzinteressen die Stirn, reklamiere gemeinsam mit uns den öffentlichen Raum für deine Kunst. Wir laden dich ein, die Kampagne von Februar bis Mai aktiv mitzugestalten – Strategien und Story Telling, Mobilisierung und öffentliche Aktionen, Pressearbeit und Social Media – es wird ein heißer Ritt durch die Theorie und Praxis des Campaigning! Kreativität und Ideen sind gefragt!

Da viele von uns in Berlin leben, werden die Kampagne und vor allem die daraus entstehenden Aktionen schwerpunktmäßig in Berlin stattfinden. Eine Ausweitung unseres Aktionsradius ist aber gerne willkommen.

Das Kick-Off-Seminar für die Kampagne findet vom 20. bis 24. Februar in Werfpfuhl bei Berlin statt.

Bis zum 31. Januar kannst du dich hier anmelden und in die Kampagne einsteigen!

Informationen zu den weiteren Seminaren und zur Anmeldung findest du weiter unten.

// WER sind wir und was haben wir vor?

Die Reklamierer*innen sind kreative & politische, lustvolle & entschlossene Menschen, die endlich etwas tun wollen gegen den Ausverkauf des öffentlichen Raums und das ständige Mantra der Werbung: mehr Mehr MEHR haben müssen!

Unsere Vision: gesellschaftliche Strukturen, die suffiziente, ressourcenschonende und selbstbestimmte Lebensstile ermöglichen und nicht verhindern.

Ziel unserer Kampagne: In der bundesdeutschen Öffentlichkeit wird ein kritischer Diskurs über die Manipulation des Konsumverhaltens durch massive Werbung und die suffizienzverhindernde Wirkung von Werbung angestoßen.

Wir wollen zeigen, dass wir genug davon haben, an jeder Ecke von massiver Manipulation durch Werbung  zum Konsum aufgefordert zu werden. Mit kreativen Aktionen regen wir die Öffentlichkeit an, die Normalität der Werbung im öffentlichen Raum zu hinterfragen.

Wir wollen und werden nicht weiter akzeptieren, dass der Raum in dem wir leben durch kommerzielle Interessen in manipulativer Art dominiert wird! Wir wollen mitbestimmen, in welcher Umgebung wir leben.

Wir wollen dazu beitragen, den Sinn von Werbung, Konsum und Wachstum öffentlich in Frage zu stellen und Alternativen zu ermöglichen.

Denn wir reklamieren: NIEMAND SOLL IMMER MEHR HABEN WOLLEN MÜSSEN!

// Kampagnen-KICK-OFF in Werftpfuhl

Vom 20. Februar bis 24. Februar findet in Werftpfuhl bei Berlin das erste gemeinsame Treffen statt. Ein Kampagnentraining für alle, die Reklamierer*innen werden wollen.

Das Seminar wird eine Mischung aus Fortbildung und konkreter Kampagnenplanung. Es erwarten uns spannende Workshops mit Referent_innen, Diskussionen über Werbung und Aktionen im öffentlichen Raum sowie Arbeitsgruppen, in denen wir gemeinsam die Kampagne und die nächsten Events planen.

Unsere Kampagne beinhaltet zwei große gemeinsame Seminare:

1. SEMINAR | 20.02.2013 – 24.02.2013
2. SEMINAR | 26.04.2013 – 29.04.2013

Du solltest an den beiden Seminaren dabei sein können und in der Zeit von Ende Februar bis zum Ende der Kampagne ca. Mitte Juni Kapazitäten und Zeit für die Kampagne einplanen können.
// ANMELDEN

Du kannst dich über ein Onlineformular  anmelden, dass du hier und unter www.impuls.net findest: Anmeldeschluss ist der 31. Januar!

 

// Ausbildungs-RAHMEN

Die Kampagne “Die Reklamier*innen” findet statt im Rahmen einer 10-monatigen Ausbildung zum und zur Campaigner_in, die von Impuls, der Agentur für angewandte Utopien durchgeführt wird. 17 Menschen zwischen 25 und 35 Jahren haben seit September 2012 in drei Modulen die Grundlagen der Kampagnenarbeit kennengelernt und das Thema, Ziel und die grundlegende Strategie der Kampagne entwickelt. Nun laden wir 25 weitere Aktivist_innen allen Alters ein, von Februar bis Mai die konkrete Feinplanung und Umsetzung der Kampagne aktiv mitzugestalten.

Die Ausbildung und Kampagne folgen dem Ansatz und Anspruch von Impuls für transformatives Campaigning. Dieser verbindet die drei Dimensionen Strategie, Partizipation und Innere Transformation, um Wandel visionär, bemächtigend, mitreißend und selbst-transformativ zu gestalten.

// TRÄGERORAGNISATISONEN

Die Campaigner-Ausbildung „Kampagnenwerkstatt für transformativen Wandel“ ist ein Kooperationsprojekt von Impuls (www.impuls.net) und dem ASA-Programm (www.asa-programm.de). Die Kampagne „Die Reklamierer*innen“ wurde kreiert und wird durchgeführt von den Ausbildungsteilnehmenden des Zyklus 2012/2013.

Die Campaigner-Ausbildung wird ko-finanziert von der Landesstelle Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) des Berliner Senats, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und dem Katholischen Fond.

// KOSTEN

Um Unterkunft, Essen und einen Ausbildungsanteil zu finanzieren, entstehen für dich pro Seminar folgende Kosten:

Normaler Beitrag: 120,- (kostendeckend)
Solibeitrag: 100,-
Politischer Beitrag: 135,-

(Wenn es bei dir an den Kosten scheitern sollte, melde dich bei uns)
// FRAGEN UND KONTAKT

Noch Fragen? Dann schick uns gerne eine Mail an reklame@impuls.net

+++ Weiterleiten! +++

Und nun ist es an dir, der Bewegung weiteren Schwung zu geben und die Kampagne in gute Hände zu legen! Bitte leite die Mail an alle dir bekannten Verteiler und deine Freunde weiter!

An Graffiti-Künstlerinnen und Weißmaler, an alle Konsumkritiker und Konsumexpertinnen, an Stadt-Liebhaber und Stadtgestalterinnen, an Reizüberflutete und Reizüberflutende, an eure Eltern und Lehrer, an Bürgermeisterinnen und Bürger… lasst sie wissen, dass wir genug haben von strahlenden Waschmittel-Familien und holt sie ins Boot!

Und jetzt los: wir gehen der Werbung an ihren glänzend-weißen Kragen!

Oh ja! Dafür stehen wir mit unserem Namen!

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Dez
21
2012
0

Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Huch, die Welt besteht ja überraschenderweise doch noch! Dann kann ich ja schnell noch einen neuen Beitrag veröffentlichen. :-) Heute möchte ich mich diesem wichtigen Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V. anschließen, gefunden beim Kritischen Netzwerk:

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Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!

Jetzt einwenden!

Ein dringender Appell des Vereins Umweltinstitut München e.V.

Alle Jahre wieder – pünktlich zur Weihnachtszeit bescheren uns das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und einer der Agrogentech-Konzern ein ganz besonderes Geschenk: eine neue Gentech-Freisetzung. In diesem Jahr mit zwei genmanipulierten Kartoffeln.

Der Zeitraum kurz vor den Weihnachtsfeiertagen scheint absichtlich gewählt zu sein. Auf diese Weise wird nicht nur die Information der Öffentlichkeit sondern auch eine umfassende Antragsprüfung und die Möglichkeit zur Einwendung behindert. Na, vielen Dank…

Diese zwei genmanipulierten Kartoffeln sollen freigesetzt werden:

  • Die Gen-Kartoffel Modena wurde in ihrer Stärkezusammensetzung so manipuliert, dass sie weniger Amylose in der Kartoffelstärke und mehr Amylopektin enthält. In ihren Eigenschaften ist Modena vergleichbar mit der umstrittenen Gentechnik-Knolle Amflora.
  • Die Gen-Kartoffel Fortuna ist eine reine Speisekartoffel. Sie wurde so manipuliert, dass sie sowohl resistent gegen die Kraut- und Knollenfäule als auch gegenüber dem Herbizid Imazamox sein soll. Fortuna ist speziell für die Verarbeitung zu Pommes Frites und Chips vorgesehen. Auf diese Weise fände die Gen-Knolle den direkten Weg auf unsere Teller.

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Dez
16
2012
2

Unruhe stiften mit stoersender.tv

Depperte Sendungen und Fernsehsender gibt es in ausreichender Zahl. Aber kritische, gegen den Strich gebürstete Meinungen und Reportagen findet man nur inselgleich im weiten Meer der Beliebigkeit auftauchen, in der Regel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Umso begrüßenswerter ist es deshalb, dass der politische Kabarettist Dieter Hildebrandt zusammen mit einigen Mitstreitern eine neue, internetbasierte Sendung plant – Störsender.tv. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Finanzierungsphase – mittels Crowdfunding suchen sie Unterstützer, um dann nächstes Jahr auf Sendung und den Großkopferten auf die Nerven gehen zu können. HIER könnt Ihr Euch daran beteiligen (via Startnext).

Der Störsender ist ein unabhängiges Crossover-Projekt. Kabarett, Journalismus, Satire, Kampagne und Stör-Aktionen online wie offline. Jede Menge Störkraft am Werk also.

In der ca. 30minütigen Magazin-Sendung stoersender.tv tritt Dieter Hildebrandt regelmäßig auf. Dazu gibt es Animationen, Interviews, Berichte über Störaktionen und Auftritte von Hildebrandts liebsten und besten Kollegen.
Die Webseite ist dafür die Plattform, und gleichzeitig ein Kampagnen-Werkzeug. Hier verabreden wir Strategien, Störaktionen und überlegen auch gemeinsam, wie sich das Programm entwickeln soll.

Der Störsender ist aktuell, läuft aber nicht jeder Sau nach, sondern scheucht selbst welche auf. Wenn Du eine Sau kennst – her damit! Wir berichten, bis die Schwarte scheppert! Je mehr Störenfriede aus aller Damen und Herren Länder mitmachen – sei es im Interview, sei es im Forum, sei es bei Störaktionen auf eigene Faust – desto besser.

Jeder kann das Programm sehen und im Forum mitreden, allerdings erhalten die Shareholder des Störsender-”Crowd-Fonds” üppige Boni. Pressefreiheitskampf-Dividende, sozusagen…

…zusätzlich zu der süßen Gewissheit, für Pressefreiheit gekämpft zu haben, liefert das Reize, das VIP-Angebot von stoersender.tv gegen Bares zu beziehen. (Paypal ist auch ok). Crowdfunding ist die Heiligsprechung von künstlerischer und redaktioneller Freiheit.

VIP, Very Intelligent Pressefreiheitskämpfer sein heißt:

- Du empfängst stoersender.tv drei Tage vorm (freien) Publikums-Start.
- Du siehst stoersender.tv in HD-Qualität.
- Du hast Wahlrecht im Störsender-Forum und kannst so unter anderem das Programm mit beeinflussen – one woman, one man, one vote.
- Du kannst Deine Videos auf der Webseite einbinden und der Community erzählen, was Dich stört oder wen Du bei seinen (oder ihren) Untaten gestört hast.
- Dein Name steht für ein Jahr samt Logo Deiner Organisation bei den VIP. Natürlich nur, wenn Du das möchtest!

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ziel des Störsenders ist, Menschen und Organisationen zu stören, die ihrerseits die Demokratie stören.

Wer sich mit dem Status Quo nicht abfinden und wenigstens kämpfen will, wer Fan von Dieter Hildebrandt ist, gerne die Heute-Show, Neues aus der Anstalt und artes Tracks sieht oder sich auf Webseiten wie Project Censored tummelt, ist beim Störsender richtig. Natürlich dient das nur der groben Orientierung – Schubladen sind für Socken da!

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

- Weil unabhängige Medien aus einem Demokratie-auf-dem-Papier-Tiger einen Rechtsstaat mit Zähnen machen.

- Weil der Einfluss von Politik und vor allem Wirtschaft auf die „etablierten“ Medien wächst und wächst. (Zu den Mechanismen siehe Parenti, 1993, Chomsky, 1992, et al.).

- Weil der Störsender da hingehen will, wo es weh tut. Natürlich muss man dafür auch raus aus dem Studio. Gemeinsam mit Euch!

- Weil es viel zu lachen geben wird.

- Weil das Politische Kabarett eine Kunstform ist, die im Internet bislang nur auf Youtube oder in Mediatheken vorkommt.

- Weil stoersender.tv frei zu empfangen sein soll, aber nicht vom Himmel fällt.

- Weil man dadurch den Status eines Very Intelligent Pressefreiheitskämpfer samt Wahlrecht und anderer Vorteile im Störsender-Forum erwirbt.

- Weil Dieter Hildebrandt immer ausverkauft ist und so mehr Menschen in den Genuss kommen, ihn in Aktion zu sehen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Fernsehen, sorry, Störsehen produzieren ist nicht billig – egal über welchen Kanal es hinterher ausgestrahlt wird, ob via Satellit, Kabel oder Glasfaser.

Durch allerlei Kniffe, Kreativität, ehrenamtliches Engagement und noch mehr Liebe wird mit diesem Geld ein ganzes Jahr stoersender.tv produziert. 20 Sendungen zu jeweils etwa 30 Minuten…

…das sind 10 Stunden Programm!

Bei einer Überfinanzierung werden mehr Sendungen und Kampagnen und die eine oder andere Sondersendung möglich.

Natürlich muss auch die Plattform bezahlt werden, sprich die Webseite selbst, der Shop und das Abosystem, die Sicherheit…, dann Wartung, Moderation des Forums, Support, undundund…

Von dem Geld wollen wir auch Störaktionen finanzieren, die unter Freiem Himmel oder in der Lobby stattfinden.

Last not least: Recherche kostet… stoersender.tv arbeitet sachlich fundiert mit Hand und Fuß.
Hand- und Fußpilz durch unsaubere Recherche wollen wir uns keinen einfangen!

Wer steht hinter dem Projekt?

Projektpartner, Investor und Stargast von stoersender.tv ist Dieter Hildebrandt. Der Übervater des politischen Kabaretts übt seinen Beruf seit mittlerweile gut 6 Jahrzehnten aus – mit einigem Erfolg… Es gibt keinen Preis, den er nicht mindestens einmal bekommen hätte.

Besondere Ritterschläge erhielt er von einem regierungsnahen Medium, das seine ARD-Live-Sendung Scheibenwischer einmal sogar komplett ausblendete, sodass die Zuschauer in Bayern buchstäblich schwarz sahen, vom ZDF, das seine bereits produzierten Sendungen manchmal einfach aus dem Programm strich und natürlich vom seligen Franz Josef Strauß, der ihm das Prädikat “Politischer Giftmischer” verlieh. Ist da überhaupt eine Steigerung möglich? Finde es heraus!

Dieter Hildebrandt wird immer wütender. Der Kelch mit der „Altersmilde“ scheint einen Bogen um ihn gemacht zu haben – wohl wissend, dass der Schlesier ihn mit Schmackes in die Ecke gepfeffert hätte. Nun greift er also als Projektpartner mit einem neuen Medium an. Greif mit an!
Noch grantiger kann nur der Karikaturist Dieter Hanitzsch werden. Vor allem dann, wenn man ihn reizt. Sonst ist er ganz reizend. Der Störsender hat damit einen eigenen Wutzeichner, der die Anliegen der Wutbürger seit vielen Jahren für die Süddeutsche Zeitung in Tusche gießt und den Politikern beweist, dass es manchmal schlimm ist, karikiert zu werden, aber noch viel schlimmer, wenn man nicht karikiert wird.

Als Duo Infernale werden Hanitzsch und Hildebrandt ab und an auch gemeinsam vor die Kamera und der Regierung in den Hintern treten. Zum Beispiel Herrn Draghi oder dessen Komplizen Lloyd Blankfein.

Erfinder, Redakteur, Autor und Projektleiter von stoersender.tv ist Stefan Hanitzsch. Er ist freiberuflich an diversen Medien-Projekten beteiligt und investiert seit einer Weile Zeit und Geld in die Verwirklichung des Störsenders.

Als Politik-Student schrieb er unter anderem für den „Münchner Merkur“, die „Süddeutsche Zeitung“ und die Hörfunkabteilung des „Bayerischen Rundfunks“ .

Nach dem Studium hat er quasi „die Seiten gewechselt“ und mehrere Jahre für eine Volkspartei geworben. Zunächst im Deutschen Bundestag in Berlin, wo er als Pressesprecher und wissenschaftlicher Mitarbeiter das Parlament en detail kennenlernen durfte. Dann furiose Wahlkämpfe – Landtag, Europa, Bundestag – und im Anschluss mehrere Jahre Pressesprecher.

Die Erfahrungen in der Politik waren heilsam für Stefans Vorstellungen vom Politischen System. Sie werden in der Redaktion von stoersender.tv nützlich sein.

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Nov
18
2012
1

Helft den Yes Men bei der Revolte!

Heute will ich nur ganz kurz auf eine in knapp zwei Wochen auslaufende Aktion der Yes Men hinweisen, den „Vorzeige-Culture Jammern“ aus den USA, die seit einigen Jahren mit Filmen und irrwitzigen Aktionen Konzerne und Politik aufmischen. Nun planen sie ein neues Projekt, um genau zu sein sogar zwei – den dritten Teil „The Yes Men are revolting“ ihrer Doku-Trilogie, sowie eine Art Schaltzentrale für subversive Aktionen und Protest, die weltweit dabei helfen soll, Widerstand zu organisieren und gegen die herrschenden Zustände aufzustehen. Dafür sammeln die Yes Men via Kickstarter Geld – 13 Tage sind jetzt noch Zeit, um sich daran zu beteiligen. >> Hier geht’s zur Projektseite bei Klickstarter.

Und hier der Originaltext, für alle die Englisch können:

A MOVIE AND A LAUNCHPAD

The Yes Men Are Revolting is a funny, action-packed adventure. With the environment on the brink of collapse, we ask a pressing question: at a time when corporate forces have bought and sold democracy, how can we effect real change? Our answer: get every viewer involved in the struggle.

help keep us afloat
help keep us afloat

For the last four years we’ve worked with dozens of groups on infiltrations, impersonations, and mass actions to try to make a difference. Check out the video on this page for a little taste! After the part where we ask for your support, you’ll see a scene where we hold a press conference pretending to be from the US Chamber of Commerce (big-money lobbyists who spend hundreds of millions blocking and dismantling environment, labor, housing, and health laws). The press conference goes well, and the Chamber’s real PR guy even shows up—comedic vigilante justice at its best. Stay tuned to this page for more videos in coming weeks.

But as we continued pulling off actions like the one against the Chamber, the Obama years rolled by, and as money’s chokehold on democracy got tighter, we got more frantic. We even took it out on each other, and our “band” almost split up. But then, a sequence of unbelievable global uprisings, from Tahrir Square to Occupy Wall Street, got us excited about the idea of a global revolution–and we began to realize that we can do it too.

Then, energized by our involvement with the Occupy movement, we came to realize our true role in social change. Now, we’re hatching our most ambitious plan ever: a human-staffed platform to help every inspired viewer of our film—or anyone at all—get active as well. This “Action Switchboard” taps our 100,000-person database, as well as some much bigger lists, to create fun, meaningful, movement-building projects around the issues we all care about.

This is a plan that invites everyone to join us in revolt. But we need your help now to get the movie and the Switchboard off the ground.

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Okt
31
2012
4

Die Gen-Verschwörung – Eine Spurensuche

Kritische Dokumentationen über Gentechnik und gentechnisch veränderte Landwirtschaftsprodukte wie Mais und Soja gibt es inzwischen ja doch einige – sehr erfreulich, dass Monsanto & Co. ihr schändliches Treiben nicht ohne Widerstand durchführen können. Die Doku „Die Gen-Verschwörung – eine Spurensuche“ lief letztes Jahr auf Phoenix, ist aber schon etwas älter, und zeigt weitere Facetten der zum Teil bedrohlich wirkenden Strukturen der Gentechnik-Konzerne:

Wie gefährlich ist die Gentechnik wirklich?
Bei seiner Recherche in Belgien und den USA findet der Film eine Menge ungeklärter Fragen zur Sicherheit gentechnisch veränderten Essens, wirft einen Blick hinter die Kulissen der Biotech-Industrie und stößt auf ein Netzwerk auf Politik und Wirtschaft bei Zulassungsverfahren. In Argentinien findet Ladwig einen bislang völlig unbeachteten Aspekt der Gentechnik: den einseitig massiven Einsatz von Pestiziden bei gentechnisch verändertem Saatgut, denn die Hersteller dieser sogenannten GMO`s sind weltweit agierende Chemieunternehmen. Die Recherche beleuchtet erstmals auch die wirtschaftlichen und politischen Hintergründe der Gentechnik.

 

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Jul
27
2012
2

Lagerfeld zündet Autos an – und weitere Adbusts

Ich hatte Euch ja vorletzte Woche noch einen weiteren Beitrag zum Thema Adbusting versprochen – hier ist er nun, mit einigen (halbwegs) aktuellen Beispielen aus der weiten Welt des Widerstands gegen den Reklameunsinn. Beginnen möchte ich mit einem schönen Werk aus Berlin, bei dem eine der vielen sinnfreien Autoreklameplakate dran glauben musste – „Adbusting: Lagerfeld fackelt Autos ab“, wie bigberlinbullshit berichtet:

Autoabfackeln genial gemacht: Teile des Großflächenplakats ausgeschnitten und abgelöst und dann versetzt wieder draufgeklebt. Dazu ein bisschen Rauch mit Sprühdose. Und wunderschön: Karl Lagerfeld mit Molotov-Cocktail. So gerade gesehen in Berlin-Prenzlauerberg.

Und gleich nochmal Berlin – ein feines BILD-Busting – „Bildzeitung Adbusting“:

Fotokiosk Hamburg präsentiert uns ein gelungenes Werk, das sich gegen American Apparel richtet; der blutige Zombie-Look des Models sieht schön gruselig aus – „Adbusting Hamburg“:

Adbusting ist die Verfremdung von Außenwerbung im öffentlichen Raum. Dabei werden meist Werbeplakate wie hier an der Hamburger S-Bahn-Station Sternschanze vom Künstler Lobo so umgestaltet, dass sich eine neue, in der Regel konsum- und markenkritische Botschaft ergibt. Oft reicht eine kleine aber ausdruckskräftige Veränderung an bekannten Slogans, Logos und Werbekampagnen, um die Botschaft ins rechte Licht zu rücken.
Werbung ist überall. Durch Adbusting-Aktionen wird beklagt, dass es kaum noch Lebensbereiche gibt, in denen man sich Werbung entziehen könne. Diese Werbebotschaften spielen uns ein bestimmtes Leben vor und diktieren, auf dem Weg zur Arbeit, am Wochenende, im Urlaub, was wir kaufen müssen, um glücklich zu sein. Eine Message hinter den Aktionen lautet daher stets: ‘Werbung lügt!’
Das Faszinierende am Adbusting ist, das es wirkt. Hier werden vor allem Großkonzerne mit ihren eigenen markenpolitischen Waffen geschlagen. Werbung, die bereits teuer von ihnen entwickelt und umgesetzt wurde, kann man mittels Adbusting einfach, kreativ, ausdrucksstark und vor allem kostengünstig verändern.

Stenographique liefert uns gleich einen kompletten Artikel mit mehreren Adbustings, u.a. auch hier schon genannten – „Kreativität vs. Kommerz: Adbusting erobert die Innenstädte“:

(…) Wenn sie wenigstens kreativ, lustig oder ästhetisch wäre… Doch die meisten werbetreibenden Unternehmen setzen bei der Outdoor-Werbung (auch: Out-of-Home-Media) schlicht auf Reichweite in allerfeinster Holzhammer-Manier und brüllen uns mit abstrus-sinnbefreiten Plakaten auf Schritt und Tritt an (“Jetzt NEU! Jetzt KAUFEN”). Doch wie bei jeder Entwicklung gibt es auch bei der Außenwerbung einen Tipping-Point, ab dem das Ausmaß der visuellen Beschallung als unerträglich wahrgenommen wird und sich eine Gegenbewegung formiert: Adbusting. (…)

(…) Mit der aktuellen “Maybe”-Kampagne für Malboro hat uns die Agentur Leo Burnett aus Frankfurt lange mit weißen Plakaten angeteasert, auf denen nichts als “Maybe” stand. Nach der Auflösung folgten verschiedene Motive mit erhellenden Eventualitäten wie “MAYBE will never be her own boss” oder “MAYBE goes nowhere”. Eine leicht zu kopierende Schrift, ein modularer Aufbau der Kampagne und ein nicht unumstrittenes Produkt – die Plakate schrien ja geradezu nach Adbusting. Volkes Stimme tut nun kund: “Maybe you should go fuck yourself” und legt den Finger genau in die Wunde der auflagengebeutelten Kippenkönige. Das ist kreativ, das leuchtet ein, das amüsiert – ein Paradebeispiel für gelungenes Adbusting. (…)

Und sogar bis in die seriöse Mainstreampresse hat es das Thema der Verfremdung von Reklame und Logos gebracht – die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Endlich ehrliche Werbung“ und zeigt ein paar hübsche Beispiele des schwedischen Künstlers Viktor Hertz.

Logos bekannter Marken wollen viel ausdrücken, doch sie sagen meistens nur die halbe Wahrheit. Der schwedische Künstler Viktor Hertz verfremdet in seiner grafischen Serie “Honest Logos” weltweit bekannte Schriftzüge. Dafür spielt er ironisch mit den Erwartungen und Illusionen, die Marken transportieren. Herausgekommen sind Vorschläge, wie die großen Konzerne eigentlich heißen sollten.

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Jul
17
2012
2

Für ein Recht auf Stadt – der Kampf gegen Immobilienhaie und Gentrifizierung

In den digitalen Spartenkanälen der öffentlich-rechtlichen Sendern finden zum Teil wirklich interessante Sendungen ihren Platz. Beispielsweise die relativ neue Reihe „Ulrich protestiert“ auf ZDFinfo, in der der Journalist Wolf-Christian Ulrich aktuellen Protestformen und Widerständen der Menschen gegen diverses Unrecht auf den Grund geht. In der ersten Folge (die letztes Jahr ausgestrahlt wurde) ging es zum Beispiel um das Thema Gentrifizierung, die vor allem in großen Metropolen wie Hamburg dazu führt, dass immer mehr ursprüngliche Viertel zu Eigentumswohnungen oder Bürokomplexen umgerüstet werden und so ihren ursprünglichen Charme verlieren. Mit der Folge, dass viele Bürger aus den einstmals attraktiven Wohnlagen vertrieben werden, weil sie sie sich nicht mehr leisten können. Logisch, dass sich hier vermehrt Protest regt, wie man in „Für ein Recht auf Stadt“ sieht – sehr schön!

Kampf um den Hamburger Kiez. Nach und nach verlassen alteingesessene St. Paulianer den Stadtteil. Der Grund: Luxusbauten, Bürogebäude und teure Mieten verändern den Kiez und damit auch seine Bewohner. Doch die wollen sich nicht vertreiben lassen und kämpfen für ein Recht auf Stadt. In “Ulrich protestiert” taucht Wolf-Christian Ulrich ein in die Protestkultur. Er trifft Menschen, die sich einmischen, fragt nach ihren Motiven und verfolgt die Misstände, auf die sie hinweisen.

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