Okt
14
2012
1

Wegezoll – Reiche Bahn lässt Regionalverkehr ausbluten

Wenn man den Heilslehren der Marktfanatiker glauben darf, ist es ja immer besser, der Staat hält sich aus allem raus und „der Markt“ regelt alles von alleine. Wie es tatsächlich läuft, kann man gut an der Bahn sehen, die seit langem für den Wettbewerb fit gemacht werden soll, zu Lasten all derjenigen, die die Bahn als alltägliches Transportmittel brauchen. Wenn man den Autoverkehr wirklich verringern wollen würde (was im Autoland Deutschland natürlich keine Partei wirklich will), wäre es doch meines Erachtens unumgänglich, die Bahn kostengünstig und komfortabel zu gestalten. Die Sendung quer nimmt sich dieses Themas in „Wegezoll – Reiche Bahn lässt Regionalverkehr ausbluten“ entsprechend an:

Sprit ist teuer wie nie. Kein Wunder, dass die Zahl der Fahrgäste im Regionalverkehr in den vergangenen zehn Jahren um die Hälfte gestiegen ist. Mittlerweile herrscht in den Zügen deshalb oft ein unzumutbares Gedränge. Doch trotz des Erfolges ist kein Geld da, um die Zug-Kapazitäten angemessen zu erweitern. Das läge in erster Linie an den hohen Trassengebühren, die die DB – immer noch Eigentümerin des Schienennetzes – verlangt, behaupten die privaten Regionalverkehrsbetreiber. Finanziert die Deutsche Bahn, die gerade wieder einen Gewinnsprung vermeldet, ihre internationale Expansion auf Kosten des Regionalverkehrs? Bayerische Politiker und auch die EU-Kommission schlagen Alarm.

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Aug
06
2012
2

Abgefahren – vom Ende des Autos

Autos sind laut. Sie stinken. Sie sind meist hässlich. Sie nehmen viel Platz weg. Sie sind gefährlich. Für ihren „Lebensraum“, Straßen und Parkplätze, muss der Mensch und die Natur weichen. Sie sind ökologisch bedenklich. Sie haben viele viele Nachteile. Aber sie sind halt irgendwie auch praktisch… Dass das Zeitalter des Automobils zu Ende geht, dagegen kämpfen Politiker auf der ganzen Welt, aber vor allem natürlich in der Autorepublik Deutschland. Und so wird Bahnfahren immer teurer und der ÖPNV vielerorts unattraktiv gemacht, so dass vielen Menschen in ihren Vorort-Schlafstädten kaum etwas anderes übrig bleibt als doch wieder auf den PKW zurückzugreifen. Ein spannendes Thema – dem sich neulich auch Deutschlandradio Kultur in der Sendung „Abgefahren – vom Ende einer Fortbewegung“ widmete:

“Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung”, erklärte Kaiser Wilhelm II. Was, wenn er recht behalten sollte?

Erdölknappheit, Klima- und Verkehrskollaps, aber auch die eher hoffnungslosen Versuche der Autoindustrie, mit Akkus und Elektromotoren die Faszination der automobilen Freiheit über die Runden zu bringen, scheinen dafür zu sprechen.

Allerdings wehrt sich die fahrende Menschheit gegen die drohende Einschränkung oder gar den Verlust der Automobilität. Das Auto hat keine Zukunftschance, also nutzen wir sie.

Regie: Iris Drögekamp
Mit: Astrid Meyerfeldt, Rainer Philippi, Ulrich Land u.a.
Ton: Johanna Fegert
Produktion: SWR/NDR 2011
Länge: 54″29


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Jul
29
2012
1

Beschleunigte Welt

So, der Sommer ist erstmal wieder vorbei, dann habt Ihr ja in den langen verregneten Nächten vielleicht ein wenig Zeit für eine interessante Dokumentation von 3sat – sie heißt „Beschleunigte Welt“ und befasst sich mit der immer schnelleren Taktung unseres Lebens, welche auch aus dem Wachstumswahn des Wirtschaftsystems entspringt. Wie langjährige Leser meines Blogs wissen, mag ich es, manchmal auch solche grundlegenden Themen anzureißen, auch wenn sie nur am Rande bzw. indirekt mit dem Thema Konsumkritik zu tun haben.

Der technische und naturwissenschaftliche Fortschritt treibt das Tempo an. Zeit ist Geld. Unablässig fließen Verkehr, Daten und Geldströme. Aber gewinnt man durch die technischen Möglichkeiten tatsächlich Zeit?

Zahlreiche Studien belegen, dass sich die Taktung des Alltags beschleunigt. Das System fordert Geschwindigkeit und Wachstum. “Alle relevanten technischen Erfindungen dienen dem Zeitsparen”, behauptet der Soziologe Hartmut Rosa von der Universität Jena.

Schnellere Verkehrsverbindungen ermöglichen längere Anfahrten zu Arbeit und Terminen. Statt wie früher ein, zwei Briefe am Tag schreibt man heute Dutzende von E-Mails. Waren werden zwar nach Hause geliefert – dafür verbringt der Kunde mehr Zeit im Internet, um den besten Preis für das gewünschte Produkt zu bekommen.

Die anschließende Diskussion bei Scobel – „Diktatur der Zeit“ – war auch durchaus sehenswert:

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Feb
17
2011
0

Weise Worte (25)

Zum anderen blenden wir den Verkehr aus, der die meisten Räume dominiert. Womit wir zu akzeptieren scheinen, dass der öffentliche Raum – Beispiel Ausfallstraßen – in weiten Teilen nur Transitzone ist, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Oder der Raum, in dem all die Autos abgestellt werden, die für unser Leben unabkömmlich scheinen. Insofern ist wohl auch die Frage berechtigt, ob wir uns nicht ein Zuviel an öffentlichem Raum leisten – zumindest an einem öffentlichen Raum fragwürdiger Qualität und ausgesprochener “Unkenntlichkeit”.

Robert Kaltenbrunner auf telepolis

[via Freischwebende Aufmerksamkeit]

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Nov
24
2010
3

Lesetipps: Umbau der Autoindustrie / Planer will Auto aus den Köpfen bekommen / Das „konfliktfreie“ iPhone / „Seid faul und militant!“ / Wie die EU Fair-Trade-Produkte verhindert

Die arme Autoindustrie. Mühsam aufgepäppelt durch die Abwrackprämie und diverse andere staatliche Unterstützungen, sieht sie mittel- und langfristig doch ungewissen Zeiten entgegen, wo das Umweltbewusstsein wächst und die Ölvorkommen schwinden. Aus diesem Grunde fand unlängst in Stuttgart auch eine Konferenz statt, in der es genau um diese Thematik ging – wie macht man die Autoindustrie zukunftsfähiger? Die Schweizer Wochenzeitung (WOZ) berichtete darüber in „Konversion der Autoindustrie. Umbauen! Aber wie? Und für wen?“:

(Diesen Beitrag weiterlesen…)

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Okt
12
2010
7

Das Bahn-Fiasko

So, heute wieder ein Doku-Tipp – die NDR-Sendung Panorama (die zugegebenermaßen nicht immer sehr tiefgründig, sondern zuweilen eher reißerisch ist (siehe die missglückte Doku über Biolebensmittel, die vor teils hanebüchenen und tendenziösen Fehl„informationen“ nur so strotzte)) befasste sich mit der aktuell besonders stark in der Kritik stehenden Deutschen Bahn. Einem Konzern, der seit vielen Jahren „fit für die Börse” gemacht werden soll und dabei sein Kerngeschäft bzw. seine eigentliche Aufgabe, nämlich den Bürgern des Landes eine gut zugänglich Mobilität jenseits des Autowahns zu ermöglichen, immer weiter aus den Augen verliert. Nebenstrecken und Bahnhöfe werden geschlossen, Wartungen vernachlässigt, dafür Prestigeprojekte und weltweite Expansionen (von denen die Menschen nichts haben) vorangetrieben. Diesen Missständen geht die Dokumentation „Das Bahn-Fiasko“ auf den Grund:

Dannenberg in Niedersachsen. Nur alle drei Stunden fährt hier noch ein Zug ab. Weil die Gleise alt und voller Unkraut sind, ächzen die Waggons im Schritttempo in den Bahnhof. Das Gebäude gammelt vor sich hin, Fahrkarten verkauft hier nur noch die Diakonie. Dabei gäbe es laut Fahrgastverband einen viel höheren Bedarf an Service und Anschlüssen. Doch die Bahn vernachlässigt offenbar den Nahverkehr, steckt das Geld lieber in umstrittene Prestigeprojekte wie Stuttgart21 oder internationale Managerträume im Logistikbereich.Von der Gigantonomie hat man in Gemeinden wie Eickeloh im Landkreis Soltau-Fallingbostel wenig. Hier mussten die Bürger mit ansehen, wie in diesem Sommer ihr Bahnhof als Haltepunkt aufgegeben wurde. In Braunschweig wurde über Jahre hinweg ein kompletter Schienenring samt Ausweichstrecken abgebaut. Und in Dömitz haben die Menschen die Hoffnung längst aufgegeben, ihre schrottreife Eisenbahnbrücke könnte irgendwann wieder Züge über die Elbe führen.

Gesine Enwaldt und Kersten Schüßler auf den Spuren eines Konzerns, der in seiner Großmannssucht viel zu häufig die einfachen Bahnfahrer aufs Abstellgleis stellt.

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Jul
06
2010
4

Weise Worte (22): Fahrräder sind schneller als Autos

Der typische amerikanische Mann widmet seinem Auto mehr als 1600 Stunden im Jahr. Er sitzt darin, während es fährt und während es stillsteht. Er parkt es und sucht es wieder auf. Er verdient das Geld, um dafür eine Anzahlung zu leisten und die monatlichen Raten zu bezahlen. Er arbeitet, um das Benzin, das Wegegeld, die Versicherung, die Steuern und die Strafzettel zu bezahlen. Er verbringt vier seiner sechzehn wachen Stunden auf der Straße oder damit, die Mittel für den Betrieb des Autos zu beschaffen. […]

Der typische amerikanische arbeitende Mann wendet 1600 Stunden auf, um sich 7500 Meilen fortzubewegen: das sind weniger als fünf Meilen pro Stunde. In Ländern, in denen eine Transportindustrie fehlt, schaffen die Menschen dieselbe Geschwindigkeit und bewegen sich dabei, wohin sie wollen – und sie wenden für den Verkehr nicht 28%, sondern nur 3% bis 8% ihres gesellschaftlichen Zeitbudgets auf. Der Verkehr in den reichen Ländern unterscheidet sich von dem Verkehr in armen Ländern nicht dadurch, dass für die Mehrheit mehr Kilometer auf die Stunde der einzelnen Lebenszeit entfallen, sondern dadurch, dass mehr Stunden mit dem Zwangskonsum der großen Energiemengen verbracht werden, welche die Transportindustrie „abpackt“ und ungleich verteilt. […]

Auf dem Fahrrad kann der Mensch sich drei- bis viermal schneller fortbewegen als der Fußgänger, doch er verbraucht dabei fünfmal weniger Energie. Auf flacher Strasse bewegt er ein Kilogramm seines Gewichts einen Kilometer weit unter Verausgabung von nur 0,15 Kalorien. Das Fahrrad ist der perfekte Apparat, der die metabolische Energie des Menschen befähigt, den Bewegungswiderstand zu überwinden. Mit diesem Gerät ausgestattet, übertrifft der Mensch nicht nur die Leistung aller Maschinen, sondern auch die aller Tiere. […]

Ein Volk kann durch die Energiemenge seiner Maschinen ebenso überfahren werden wie durch den Kaloriengehalt seiner Nahrung, aber die energiemäßige Übersättigung der Nation gesteht man sich viel schwerer ein als eine krankmachende Diät. […]

Wenn mehr als ein gewisses Quantum Energie in das Transportsystem eingefüttert wird, so bedeutet dies, dass mehr Menschen sich im Lauf eines Tages schneller über weite Distanzen bewegen und immer mehr Zeit einsetzen, um befördert zu werden. Der tägliche Radius eines jeden erweitert sich auf Kosten der Möglichkeit, den eigenen Weg zu gehen.

Ivan Illich, „Die sogenannte Energiekrise oder die Lähmung der Gesellschaft. Das sozial kritische Quantum der Energie“, 1974 (!)

[via 52 Wege für den Wandel der Welt]

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Kommentare: 4 | Gesellschaft,Umwelt,Verkehr | Schlagwörter: , , , , , |
Jan
02
2010
1

Abgesang aufs Auto

Über die Fixierung der Verkehrsplanung hierzulande bzw. weltweit auf das Auto hatte ich ja schon des öfteren kritisch berichtet, und die Abwrackprämie gab dieses, pardon, letztes Jahr einen „schönen“ Beleg dafür, wie wichtig, lieb und vor allem teuer Autos gerade den Deutschen sind. Von daher finde ich es sehr erfrischend, dass sich auch die Stimmen mehren (noch sind es nur einzelne), die ein Umdenken anmahnen. Besonders bemerkenswert am Artikel „Abgesang aufs Auto – Elektrofahrzeuge, CO2-Emissionen und alternative Verkehrs- und Beschäftigungskonzepte“ von Birgit Gärtner auf Telepolis finde ich, dass selbst ein Mitglied des VW-Betriebsrat die Sinnlosigkeit des jetzigen Verkehrskonzepts und auch des bloßen Umstiegs auf Elektro- statt Benzinautos anspricht! Ein erstes kleines Wunder im neuen Jahrzehnt…

(…) Fachleute wie der Verkehrsexperte Axel Friedrich, der ehemaliger Leiter der Verkehrsabteilung des Wuppertalinstituts, Rudolf Petersen, Heiner Mohnheim von der Universität Trier und Wolfgang Lohbeck von Greenpeace wiesen zu Beginn der Tagung auf die ökologischen Konsequenzen des Ausbaus des Individualverkehrs, z. B. die Folgen durch Bodenversiegelung beim Straßenbau, hin. Zwar seien nach der Wiedervereinigung 100% der Autoverbindungen von Ost nach West erneuert worden, allerdings nur sechs Eisenbahnstrecken, wurde bemängelt. Dieser ökologischen Katastrophe sei auch mit dem Elektroauto nicht zu begegnen. (…)

(…) Die Lösung liegt für den Betriebsrat in einer umfassenden gesellschaftlichen Diskussion über die Zukunft der Arbeit: “Wir brauchen gesellschaftlich notwendige und nützliche Beschäftigung, die Autoproduktion gehört definitiv nicht dazu.” Das in den Köpfen der Beschäftigten zu verankern, sei in einem Land, in dem das Auto das “zweite Wohnzimmer” sei, allerdings nicht so einfach. Die individuelle Mobilität könne in Zukunft nur ökologisch sinnvoll durch den Ausbau des öffentlichen Personen Nahverkehrs und des Schienennetzes gewährleistet werden. Auch die Wirtschaftskrise könne nicht durch den Ausbau des Individualverkehrs gelöst werden, sondern durch drastische Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und die Förderung von sinnvollen Produktionszweigen wie z. B. Umwelttechnologie. (…)

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Dez
21
2009
4

Schrottlawine: Die rostige Hinterlassenschaft der Abwrackprämie

Schon fast ist eine der großen Schwachsinnsaktionen der Politik in diesem Jahr der großen Krise wieder vergessen – die Abwrackprämie. Als Subvention für die schwächelnde Autoindustrie und zum Ködern von Wählerstimmen initiiert, habe ich hier in meinem Blog ja einige Male sehr kritisch darüber berichtet (z.B. hier), steht doch diese schönfärberisch als „Umweltprämie“ titulierte Initiative sinnbildlich für unsere auf Verschwendung und sinnlosen Konsum getrimmte Wegwerfgesellschaft. Auch quer widmete sich in seinem Jahresrückblick dieses umstrittenen Themas und zeigte im Beitrag „Schrottlawine: Die rostige Hinterlassenschaft der Abwrackprämie“ die vielen langfristig negativen Folgen auch für die Wirtschaft:

Autoverwerter Kroher versteht die Welt nicht mehr: Da hat ihm die Abwrackprämie so viele ausrangierte Karossen wie noch nie zuvor beschert – und doch liegt sein Geschäft am Boden. Denn mit den Ersatzteilen, die Kroher aus den Altautos ausbaut, ist kein Cent mehr zu verdienen, seit die Abwrackprämie den Gebrauchtmarkt plattgewalzt hat: Kein Mensch braucht mehr Türen oder Kotflügel von älteren VWs oder Opels, seit die alle in der Schrottpresse verschwunden sind. quer zeigt, wie eine Auto-Subvention eine ganze Branche in den Abgrund gerissen hat.

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Nov
12
2009
4

Der Autowahn: Todesfalle A1

Wer für die nächste Diskussion mit einem FDPler ein paar neue Argumente gegen die vermeintliche Allheilmacht der Privatisierung einstmals öffentlicher Güter braucht, der sollte sich den noch einige Tage beim NDR online verfügbaren Bericht „Todesfalle Autobahnbaustelle: Enge Fahrspuren führen zu vielen Unfällen“ anschauen, in dem es um das Teilstück der A1 zwischen Bremen und Hamburg geht, welches inzwischen teilprivatisiert ist. Dass der unglaubliche Schwachsinn mit dem Schwerlastverkehr ein eigenes Thema ist, ist klar, denn was da in unserer Konsumgesellschaft an sinnlosem Zeug durch die Lande gekarrt wird, nur damit einige Idioten französisches Wasser an der Nordsee und bayerische Kondensmilch in Hamburg schlürfen können, steht in keinem Verhältnis zum „Nutzen“.

(…) Doch das ist gegen die Interessen der A1Mobil. Jeder Lkw bringt Maut in die Kassen des privaten Betreibers. Jetzt vermuten Kritiker des Projekts, die Lkw würden deshalb nicht mit Empfehlungen und orangefarbenen Umlenkpfeilen weiträumig von der Baustelle fern gehalten. “Hier wird die Einnahmeerwartung des Betreibers höher gewichtet als das Interesse daran Unfälle zu vermeiden”, meint der unabhängige Raumplaner Gerhard Joksch.

Um die Unfallzahlen zu senken, hat die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet: Elektronische Stauwarnanlagen, Verkehrsüberwachung per Video und extra für diese Baustelle kreierte Verkehrsschilder, die zum “versetzt Fahren” in den engen Abschnitten auffordern. Doch das bezahlt nicht etwa die Betreiberfirma, die für die Gestaltung der Baustelle verantwortlich ist. “Einen Großteil bezahlen wir, also der Bund, weil diese zusätzlichen Maßnahmen nicht im Vertrag geregelt waren”, räumt Heiko Gerken von der Landesbehörde in Verden ein.

Der Steuerzahler wird also zur Kasse gebeten, aber was da sonst noch alles im Vertrag geregelt ist und wie hoch die Maut-Einahmen der A1Mobil GmbH sind, das erfährt er nicht. “Bei den Verträgen handelt es sich um privatrechtliche Verträge, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind”, teilt uns die A1mobil GmbH auf Anfrage mit. (…)

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Kommentare: 4 | Umwelt,Wirtschaft | Schlagwörter: , , , , |

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