Feb
13
2014
2
Apr
14
2013
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Mobstr – Nachhilfe in Reklame

Diese schöne Adbusting-Aktion des britischen Streetart-Künstlers Mobstr gefällt mir sehr gut. In einer mehrteiligen Reihe erteilt er „lessons in advertising“, und das direkt am lebenden Objekt, also indem er vorhandene Reklameplakate überklebt und mit seiner „Nachhilfe“ versieht. Bisher gibt es 5 „Lektionen“. (Via urbanshit, Public Ad Campaign)

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Jan
16
2013
0

Generation Solidarität

Das ist doch mal eine mehr als erfreuliche Initiative des Senders ARTE – die deutsch-französische Sendeanstalt hat eine eigene Website namens Generation Solidarität eingerichtet, auf der sie europaweite Initiativen und Aktionen sammelt und vorstellt, die sich für eine lebenswerte, nachhaltige Zukunft und kritische Berichterstattungen (wie das geplante Störsender.tv) einsetzen. So geht es in den vielfältigen Beiträgen um die Energiewende, um solidarisches Einkaufen, um Streetart, um die Bücherbox und um biologische Landwirtschaft. Also sehr spannende Themen – schaut doch mal rein!

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Okt
28
2010
2

Lesetipps: Bioplastik ist nicht „grün“ / Die Invasion der Nutzlos-Pillen / Banken erfinden Geld aus der Luft / „Map“


Letzte Woche habe ich es endlich geschafft, mir den Dokumentarfilm „Plastic Planet“ anzuschauen, Werner Bootes Reise in die Welt der Kunststoff-Herstellung und -Verwendung. Ich kann vor dem hervorragend gemachten Film nur warnen: er ist starker Tobak und letztendlich, wenn man das, was dort gezeigt wird, zu Ende denkt, sehr deprimierend, da man als einzelner quasi keinen Einfluss auf das hat, was die Industrie mit uns (und der Natur) anstellt. Nicht nur die gesundheitlichen Probleme, die sich bei der Verwendung von Plastik für den einzelnen Menschen ergeben können, finde ich extrem erschreckend, nein, vor allem auch die Schäden, die wir unserer Umwelt, den Tieren, zufügen, sind ungeheuerlich. Dass die Tiefsee bereits von Plastikpartikeln durchsetzt ist, an denen Fische verenden, war mir beispielsweise neu. Und dass es hunderte von Jahren dauert, bis dieses Plastik irgendwann einmal zersetzt ist, macht es um so schlimmer. Boote stellt gegen Ende seines Films eine Firma vor, die Bioplastik herstellt, also Plastik, das nicht aus Öl, sondern aus nachwachsenden, kompostierbaren Rohstoffen wie Maisstärke bestehtt. Dies erschien mir als kleiner Lichtblick, als Hoffnungsschimmer auf einen Ausweg aus dem jetzigen Dilemma. Tja. Dem ist aber leider nicht unbedingt so, wie Johannes Pernsteiner auf Pressetext.de feststellt – „Bio-Plastik ist nicht grün“.Wieder einmal zeigt sich, dass der LOHAS-Ansatz, einfach nur Schädliches durch weniger Schädliches zu ersetzen und ansonsten so weiterzukonsumieren wie bisher, nicht nachhaltig funktioniert:

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Sep
24
2010
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On Corporate Graffitti – Konzerne und ihre illegale Reklame

Reklame ist eine Pest. Das habe ich hier im Blog ja schon des öfteren konstatiert und belegt – genauso, wie ich immer wieder feststelle, dass die Zustände in den USA, was Kommerzialisierung etc. angeht, noch weitaus schlimmer sind als bei uns. Was ich bisher beispielsweise nicht wusste, ist, dass man in Städten wie New York EIGENTLICH Genehmigungen für Plakatierungen etc. einholen muss, sich aber immer mehr Firmen einen Dreck darum scheren; ja, es gibt sogar Agenturen, die sich genau auf diese illegale und den öffentlichen Raum mit ihrem Zeug zupflasternde Form des Marketings spezialisiert haben. In Hamburg und Berlin habe ich Ähnliches auch schon erlebt, als ganze Straßenzüge mit Aufklebern für irgendeine CD oder eine Tour verunziert waren – und das nicht für irgendeine kleine Undergroundveranstaltung, sondern für Megamainstreamschrott wie Atze Schröder! Die amerikanische Dokumentation „On Corporate Graffiti“ befasst sich genau mit dieser Problematik und zeigt, wie Street Art-Künstler in den USA diesem kommerziellen Treiben auf ihre Art entgegentreten und den öffentlichen Raum den Konzernen zumindest partiell wieder zu entreißen versuchen. Leider gibt es das Ganze nur auf Englisch, ohne Untertitel, aber die Bilder sprechen auch schon für sich. :-) (Gefunden bei der Anti-Advertising-Agency.)

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Aug
11
2010
10

Street Art-Skulpturen – Die neue Stadt-Guerilla

Adbusting und Culture Jamming sind ja Methoden, wie der einzelne in den von kommerziellen oder stadtplanerischen Interessen besetzten öffentlichen Raum eingreifen kann, um ganz im Sinne der Situationisten eine Deautomatisierung des Sehens und ein Aufbrechen gewohnter Muster zu bewirken (um es mal geschwollen auszudrücken ;-) . Dabei ist Street Art immer an der Grenze zwischen dem rein künstlerischen Aspekt und auch durchaus beabsichtigter Kritik an Firmen, Zuständen oder allgemeiner alltäglicher Abstumpfung. Vor einiger Zeit brachte das Art-Magazin einen netten Artikel über „Street Art-Skulpturen – Die neue Stadtguerilla“, bei dem vor allem die üppige Bilderstrecke lohnenswert ist, da sie viele gelungene Beispiele origineller und ungewöhnlicher Eingriffe in den öffentlichen Raum der Städte zeigt:

Illegale Skulpturen und Interventionen im öffentlichen Raum sind der neueste Streich der Postgraffiti-Generation. Street Art verwandelt die Stadt in einen Abenteuerspielplatz der Kunst. [...]

[...] Kultur entsteht durch Spiel – den Spaß daran und durch die daraus entstehende Spannung. “Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt”, schrieb Friedrich Schiller einst. Und der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga präg­te den Begriff “Homo ludens”, den spielenden Mensch, der für die Street-Art-Künst­ler so beschreibend ist. Die Straße wird zur Leinwand, die Stadt zum Abenteuerspielplatz. Zweck­ge­bundene Stadtmöbel werden zweck­entfremdet. Jede Bushaltestelle, jede Sitzbank, jeder Pflas­terstein ist ein nächstes, potenziel­les Kunstwerk. Und die Künstler spielen mit dem Stadtraum, den Bewohnern und der Geschichte der künstlerischen Avantgarde. Ein Schuss Spontaneität der Situationisten, ein paar choreografische Fluxus-Elemente, ein bisschen Land Art, eine Dosis Dada-Absurdität, verquirlt mit Ready-Mades und Minimalismus – und fertig ist die Street-Art-Skulptur. Aber man muss diese Bezüge auch nicht erkennen, um Street Art zu verstehen. “Street Art versteckt sich nicht in Museen. Sie funktioniert in unserem alltäglichen Le­bensraum, ist Kunst für die Masse, und kann trotzdem intellektuell und konzeptionell sein”, sagt Brad Downey. “Street Art ist wie Baudrillard in Disneyland.”

Brad Downey: "La Somme de L'Oxygéne Dans une Cabine Téléphonique", 2008 (Courtesy Reinkingprojekte)

Harmen de Hoop: "Damen/Herren", Berlin, 1993

Slinkachu: "Stubbed out", 2006

(Ansonsten ist natürlich immer ein Besuch bei rebelart zu empfehlen, um noch mehr (subversive) Streetart zu sehen.)

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Mai
28
2009
0

Kunst statt Reklame bzw. Weißheit statt Werbung

Widerstand gegen Reklame, vor allem gegen diejenige in öffentlichen Räumen, wächst glücklicherweise, und dies vor allem in den Gegenden der Welt, die besonders durch den Werbeterror heimgesucht werden wie die USA. Dort fand Ende April eine tolle Aktion von ca. 80 Künstlern und Helfern statt, die in New York 120 Plakatwände weiß übertünchten, einige mit Street Art versahen und einen gefälschten Warnhinweis für die kommerziellen Plakatierer hinterließen, dass die Stadt New York Werbung an diesen Stellen nun für illegal erklärt. Vier der Aktivisten wurden verhaftet, d.h. die ganze Aktion war nicht ungefährlich, aber sehr beeindruckend, wie man auch an unten stehendem Video sehen kann. [via] Organisiert wurde dieses sog. The New York Street Advertising Takeover (NSYAT) vom Groundswell Collective, einer Gruppe, die laut eigener Aussage an der Schnittstelle zwischen Kunst und Aktionismus/Widerstand arbeitet.

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Feb
05
2009
0

Subversiv-Messe

subverso-image_previewTja, auch so etwas gibt’s – eine eigene Messe für Gegenkultur und Widerstandstechnologien, also u.a. Kommunikationsguerilla, Culture Jamming und Street Art. Sie heißt Subversiv-Messe und findet vom 14.–17. Mai 2009 in Linz statt. Das Programm und die dahinter stehenden Absichten klingen auf jeden Fall sehr interessant, zumal auch renommierte Culture Jammer wie die italienischen Molleindustria (die u.a. für das großartige McDonald’s Videogame verantwortlich zeichnen) oder ubermorgen.com vor Ort sein werden.

Auf der Subversivmesse wird dem Publikum einiges geboten. Mit einem niederschwelligen Zugang soll es den BesucherInnen leicht gemacht werden, sich mit Strategien, Methoden und Techniken gegen das herrschende Zwangssystem auszurüsten. Die Menschen werden ernst genommen und in freundlichen Einzelgesprächen auf die Möglichkeiten zum Widerstand hingewiesen.

Für Linz09 sollen wir die Subkultur bedienen, und gewagte, provozierende Thesen aufstellen. Auf einer Messe werden meist Produkte einer Branche angeboten. Auf der Subversiv-Messe werden subversive Strategien, Methoden, Entwicklungen beworben.

Menschliche Bedürfnisse nach Abweichung und Subversion müssen befriedigt werden. Der Gebrauchswert, die Summe der nützlichen Eigenschaften unserer Ware, zielt darauf ab das herrschende (kapitalistische) System zu untergraben. Die auf der Messe auftretenden subversiven-Elemente erscheinen uns (vermittelt) in dinglicher Form, als Widerstandswaren (Texte, Technologien, Produkte,…) Im Warenwert ist dieses gesellschaftliche Verhältnis, als geronnene abstrakte Arbeit  (Muskel-, Hirn-, und Nervenkraft) verkörpert.

[via]

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