Mai
08
2011
2

Lesetipp: Oya – Selbermachen (und Geld)

Ein bisserl spät, aber dennoch heut kurz mein Lesetipp – das tolle und abwechslungsreiche Oya-Magazin hatte Anfang des Jahres mit seiner 6. Ausgabe das Thema „Selbermachen!“, in dem es um Selbstversorgung geht, auch um Souveränität und Unabhängigkeit, um Handwerkliches, um „Selbermachen als Schritt zu einer gewaltfreien Zivilisation“ uvm. Wirklich sehr interessant und so facettenreich wie unterhaltsam wird die Thematik hier beleuchtet – und wie üblich kann man alle Artikel auch online im Archiv abrufen. Aber in gedruckter Form macht das Ganze natürlich noch mehr her!

Die neueste Ausgabe beschäftigt sich übrigens mit dem Thema „Geld“ und ist somit auch brandaktuell – und regt ebenfalls zum Selbermachen (Regionalgeld etc.) an.

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Jun
23
2010
1

„Auf in die Post-Kollapsgesellschaft“ und Ankommen im Ausstieg

Immer wieder wende ich in meinem Blog ja den Blick auch einmal weg von den aktuellen Problemfeldern und schlimmen Firmen und hin zu möglichen (theoretischen wie praktischen) Alternativen unseres jetzigen konsumistischen Lebensstils. Glücklicherweise machen sich mehr und mehr kluge Köpfen Gedanken darum, wie ein Weg aus dem momentanen Dilemma, dem augenscheinlichen Gegen-die-Wand-Fahren des Systems, das „unsere“ politischen und wirtschaftlichen Eliten in kurzsichtiger Einfalt mit aller Macht vorantreiben, aussehen könnte. (Siehe z.B. die Artikel von Herman Daly oder Wolfgang Uchatius.) Reto Stauss machte mich nun in seinem Beitrag „Auf in die Post-Kollapsgesellschaft“ in seinem nachhaltigBeobachtet-Blog auf einen weiteren spannenden Text zu dieser Thematik aufmerksam – Johannes Heimrath befasst sich in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Oya („Aussteigen, um einzusteigen“) um die Entwicklung einer starken Vision „für die Zeit danach“. Also nachdem unser selbstzerstörerisches System durch etwas zukunftsträchtigeres ersetzt wurde. Den Artikel gibt es auf der Website des Magazins als kostenloses pdf.

Egal, was wir tun – der Weg in eine nachhaltige Welt wird durch ein Tal der Tränen führen. Statt unsere Kräfte nur darauf zu konzentrieren, den Kollaps aufhalten zu wollen, sollten wir uns mit aller Kraft auf die Welt vorbereiten, in der wir dann leben werden.

Hochinteressant ist, wie Reto anmerkt, auch die Grafik, die diesen Artikel begleitet (anklicken, um sie in groß zu sehen):

[…] Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Fall tief und hart sein wird und _muss_. Ansonsten werden wir weiterhin am Bestehenden, Nicht-Reparierbaren rumflicken, anstatt Nicht-Funktionierendes wegzuwerfen. Allerdings hält er die Wahrscheinlichkeit für klein, dass nach einem solchen Kollaps „die Millionen kulturkreativer engagierter Menschen weltweit ihre Vision der Post-Kollaps-Gesellschaft realisieren können“. […]

Die neue Oya-Ausgabe wartet natürlich noch mit weiteren lesenswerten Texten auf, wie beispielsweise Dieter Halbachs „Ankommen im Ausstieg: Ein Reiseführer ins ‚richtigere‘ Leben“ (pdf):

Wie gehen wir am besten mit der uns eigenen Angst vor Veränderung um? Lassen sich Furcht und Krise zum Positiven nutzen? Und: Gibt es nicht doch ein »richtigeres Leben im falschen«? Außerdem Teil des Artikels: eine Übersicht mit Adressen, die beim Aus- und Umstieg nützlich sind.

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Mrz
03
2010
9

Neue Zeitschrift: Oya – anders denken. anders leben.

oya_cover_2010-01Viel wird ja in der Verlagsbranche darüber gejammert, dass es Zeitungen und Zeitschriften heutzutage so schlecht geht. Ehrlich gesagt finde ich es auch nicht weiter schlimm, wenn das 1000. reklameverseuchte Lifestyle- oder „People“-Magazin den Bach runter geht – diese Art von vermeintlicher Vielfalt im Medienbereich braucht keiner, da diese Hefte eh nur dazu dienen, Werbung an den Mann bzw. die Frau zu bringen und den Konsum anzuheizen. Umso erfreulicher ist es, wenn sich dieser Tage eine neue Zeitschrift auf dem Markt präsentiert, die eine komplett andere Ausrichtung aufweist: „Oya – anders denken. anders leben“, das sich als neue „kulturkreative Zeitschrift“ versteht. Die Absichten der Köpfe hinter Oya klingen sehr vielversprechend:

Oya wird …

  • … ein Magazin über gemeinschaftliches Leben und Handeln, lebensfördernde Gesellschaftsmodelle, Sinnsuche und Lebensqualität jenseits der Konsumkultur, Freiheit und Partizipation, eine Gesundheitskultur im Sinne der Salutogenese, Permakultur und Tiefenökologie, Bildungsfreiheit, regionale Wirtschaftskreisläufe, Soziales Unternehmertum sowie viele weitere Themen aus dem kulturkreativen Spektrum.
  • … vielfältig und lebensnah über die vielen Initiativen, Projekte, Netzwerke, Bürgerforen und individuellen Lebenswege der kulturkreativen Bewegung berichten und diese über eine kommunikative Internetplattform vernetzen.
  • … in einem frischen, lebendigen Layout mit starken Fotos auf einem selbstverständlich ökologischen Papier im Magazin-Format erscheinen.
  • … sorgfältig ausgewählte Veranstaltungshinweise, Buch- und Kulturtipps aus dem kulturkreativen Spektrum enthalten.
  • … über wechselnde Schwerpunktthemen berichten und viele Reportagen, Interviews und Gespräche enthalten.

Das erste Heft, das übrigens unverbindlich als kostenloses Probeheft bestellt werden kann, befasst sich dann passenderweise gleich hiermit:

Der Titel unserer ersten Ausgabe lautet „Wovon wir alle leben. Allmende, Gemeingüter, Commons“. Gemeingüter sind einerseits unsere Lebensgrundlagen, wie die Erde, die Luft und das Wasser, und andererseits gemeinschaftlich geschaffene Kulturgüter, wie Volkslieder, freie Software oder freie Enzyklopädien. Gemeingüter entstehen, wenn Menschen sie gemeinschaftlich pflegen und dazu beitragen, dass sie sich vermehren. Diese Logik der Gemeingüter hilft uns, eine wirklich nachhaltige Kultur denken und leben zu lernen.

Reklame für etwas so Unterstützenswertes wie dieses Magazin darf auch im Konsumpf erlaubt sein. :-) [via Sisyphos Periodical]

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