Okt
05
2011
7

Kalter Kaffee – Der Nescafé-Plan

Regelmäßigen Lesern meines Konsumpf-Blogs erzähle ich nichts Neues, wenn ich schreibe, dass ich den Großkonzern Nestlé für eines der bekämpfenswertesten Unternehmen überhaupt halte. Der langen Liste an Verfehlungen und Beispielen für deren schädliche und gefährliche Geschäftspolitik muss ich nun einen weiteren Punkt hinzufügen: Kaffee. Dass Nestlé zu den weltweit größten Röstfirmen und internationalen Kaffee-Handelskonzernen gehört, war mir schon irgendwie klar, aber welche Folgen dies konkret für die Menschen in den Anbaugebieten (und letztlich auch für uns hier) hat, hat mir erst die neue und wieder einmal hochinformative und lesenswerte Broschüre „Kalter Kaffee – Der Nescafé-Plan: Wer profitiert?“ der Schweizer Erklärung von Bern (EvB) klar gemacht. Das Heft kann man für einige wenige Euro bei der EvB bestellen, was ich nur jedem empfehlen kann, der entweder selbst noch Nescafé o.ä. tirnkt oder Leute in seinem Umfeld aufklären möchte. Denn Nestlés Firmenpolitik geht noch weit über die viel zu eng gefasste Kritik hinaus, die neulich in Bezug auf das Nicht-fair-Handeln des Nespresso-Cafés geäußerte Kritik angeht („Sorry George – no Nespresso“).

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Sep
19
2011
4

Sorry, George – No Nespresso

Durch eine Mail der Schweizer Inititative solidar.ch wurde ich auf diese schöne Werbespot-Persiflage aufmerksam gemacht, in der Nestlés Nespresso und ihre „Werbeikone“ George Clooney ihr Fett weg bekommen. Denn von fairen Handelsbeziehungen hält der Weltkonzern bekanntlich wenig. Ich muss an der Stelle natürlich darauf hinweisen, dass, selbst wenn Nestlé nun anfangen würde, den Kaffee für ihr Nespresso-Zeugs fair zu beziehen, man trotzdem keine Produkte dieser Firma kaufen sollte. Denn all die anderen fiesen Methoden, mit denen Nestlé, die Krake von Vevey, so vorgeht, sei es nun in Bezug auf die Genetchnik, Biopiraterie oder die Monopolisierung des Wassers, bleiben so oder so bestehen. Aber es würde den Schaden, den dieser Konzern in der Welt anrichtet, zumindest etwas verringern, wenn wenigstens einige Kaffeebauern besser bezahlt würden.

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Nov
16
2010
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Kinderschinder – Der Preis für eine Tasse Kaffee

Irgendwie mag ich keinen Kaffee. Warum, weiß ich gar nicht so genau. Kaffee riecht toll, schmeckt mir aber nicht, ich kann nichts dagegen tun. Manch anderem Kaffeetrinker könnte der Appetit auf die nächste frisch aufgebrühte Tasse Industriekaffee aber vielleicht auch vergehen, wenn er sich die 3sat-Doku „Kinderschinder – Der Preis für eine Tasse Kaffee“ angeschaut hat. Wieder ein Grund mehr, bei seinem Konsum auf Fairtrade und Bio zu setzen, statt die großen Monopolisten (Nestlé & Co.) mit seinem Geld zu unterstützen!

Der Durchschnittsdeutsche trinkt mit fast 150 Litern pro Jahr mehr Kaffee als Wasser oder Bier. Trotz der verbotenen Preisabsprachen bekannter Röster kostet eine Tasse selbst gebrühter Kaffee oft nur etwa fünf Cent. Auf vielen Plantagen können die Arbeiter vom Lohn nicht menschenwürdig leben.

Kinderarbeit auf Guatemalas Kaffeeplantagen
Guatemala ist eine der ärmsten Kaffeeregionen, obwohl dort besonders hochwertige Bohnen angebaut werden. Die Reportage zeigt, wie Kinder auch für deutsche Röster auf Plantagen schuften, statt zur Schule zu gehen. Wie ganze Familien mit umgerechnet drei Euro am Tag zurechtkommen müssen. Und wie Kirche und Gewerkschaft in Guatemala einen schier aussichtslosen Kampf kämpfen. Denn über die Arbeits- und Lebensverhältnisse auf den Plantagen bestimmt nur einer: der Besitzer.

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