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Jan
29
2013
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Crowdfunding als Chance für Alternativen: Fairnopoly, Störsender, Rechtes Land

Auch, wenn proaktive und positive Artikel hier im Blog in der Regel deutlich weniger angeklickt werden als die bloßen „Mecker- und Schauerstorys“, so will ich doch bei aller berechtiger Kritik an vielen Missständen im Land das Aufzeigen von Alternativen nicht vergessen. Im medialen Einheitsbrei ist es bekanntlich schwierig, Akzente zu setzen und dem Mainstream etwas zu entgegnen, das auch Gehör findet. Umso besser, dass es mit Hilfe von Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Startnext die Möglichkeit gibt, auch unbequeme und nicht massenkompatible Projekte umzusetzen. Ich hatte vor einiger Zeit ja schon vom neuen Projekt von Dieter Hildebrandt & Co. berichtet – stoersender.tv. Inzwischen ist dort so viel Geld eingegangen, dass dieser Störsender tatsächlich auf Sendung gehen kann. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Noch läuft die Finanzierungsphase, d.h. Ihr habt die Möglichkeit, die Sache weiterhin zu unterstützen, denn je besser die finanzielle Ausstattung ist, desto freier können die Beteiligten auch arbeiten.

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Unruhe stiften mit stoersender.tv

Depperte Sendungen und Fernsehsender gibt es in ausreichender Zahl. Aber kritische, gegen den Strich gebürstete Meinungen und Reportagen findet man nur inselgleich im weiten Meer der Beliebigkeit auftauchen, in der Regel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Umso begrüßenswerter ist es deshalb, dass der politische Kabarettist Dieter Hildebrandt zusammen mit einigen Mitstreitern eine neue, internetbasierte Sendung plant – Störsender.tv. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Finanzierungsphase – mittels Crowdfunding suchen sie Unterstützer, um dann nächstes Jahr auf Sendung und den Großkopferten auf die Nerven gehen zu können. HIER könnt Ihr Euch daran beteiligen (via Startnext).

Der Störsender ist ein unabhängiges Crossover-Projekt. Kabarett, Journalismus, Satire, Kampagne und Stör-Aktionen online wie offline. Jede Menge Störkraft am Werk also.

In der ca. 30minütigen Magazin-Sendung stoersender.tv tritt Dieter Hildebrandt regelmäßig auf. Dazu gibt es Animationen, Interviews, Berichte über Störaktionen und Auftritte von Hildebrandts liebsten und besten Kollegen.
Die Webseite ist dafür die Plattform, und gleichzeitig ein Kampagnen-Werkzeug. Hier verabreden wir Strategien, Störaktionen und überlegen auch gemeinsam, wie sich das Programm entwickeln soll.

Der Störsender ist aktuell, läuft aber nicht jeder Sau nach, sondern scheucht selbst welche auf. Wenn Du eine Sau kennst – her damit! Wir berichten, bis die Schwarte scheppert! Je mehr Störenfriede aus aller Damen und Herren Länder mitmachen – sei es im Interview, sei es im Forum, sei es bei Störaktionen auf eigene Faust – desto besser.

Jeder kann das Programm sehen und im Forum mitreden, allerdings erhalten die Shareholder des Störsender-”Crowd-Fonds” üppige Boni. Pressefreiheitskampf-Dividende, sozusagen…

…zusätzlich zu der süßen Gewissheit, für Pressefreiheit gekämpft zu haben, liefert das Reize, das VIP-Angebot von stoersender.tv gegen Bares zu beziehen. (Paypal ist auch ok). Crowdfunding ist die Heiligsprechung von künstlerischer und redaktioneller Freiheit.

VIP, Very Intelligent Pressefreiheitskämpfer sein heißt:

- Du empfängst stoersender.tv drei Tage vorm (freien) Publikums-Start.
- Du siehst stoersender.tv in HD-Qualität.
- Du hast Wahlrecht im Störsender-Forum und kannst so unter anderem das Programm mit beeinflussen – one woman, one man, one vote.
- Du kannst Deine Videos auf der Webseite einbinden und der Community erzählen, was Dich stört oder wen Du bei seinen (oder ihren) Untaten gestört hast.
- Dein Name steht für ein Jahr samt Logo Deiner Organisation bei den VIP. Natürlich nur, wenn Du das möchtest!

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ziel des Störsenders ist, Menschen und Organisationen zu stören, die ihrerseits die Demokratie stören.

Wer sich mit dem Status Quo nicht abfinden und wenigstens kämpfen will, wer Fan von Dieter Hildebrandt ist, gerne die Heute-Show, Neues aus der Anstalt und artes Tracks sieht oder sich auf Webseiten wie Project Censored tummelt, ist beim Störsender richtig. Natürlich dient das nur der groben Orientierung – Schubladen sind für Socken da!

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

- Weil unabhängige Medien aus einem Demokratie-auf-dem-Papier-Tiger einen Rechtsstaat mit Zähnen machen.

- Weil der Einfluss von Politik und vor allem Wirtschaft auf die „etablierten“ Medien wächst und wächst. (Zu den Mechanismen siehe Parenti, 1993, Chomsky, 1992, et al.).

- Weil der Störsender da hingehen will, wo es weh tut. Natürlich muss man dafür auch raus aus dem Studio. Gemeinsam mit Euch!

- Weil es viel zu lachen geben wird.

- Weil das Politische Kabarett eine Kunstform ist, die im Internet bislang nur auf Youtube oder in Mediatheken vorkommt.

- Weil stoersender.tv frei zu empfangen sein soll, aber nicht vom Himmel fällt.

- Weil man dadurch den Status eines Very Intelligent Pressefreiheitskämpfer samt Wahlrecht und anderer Vorteile im Störsender-Forum erwirbt.

- Weil Dieter Hildebrandt immer ausverkauft ist und so mehr Menschen in den Genuss kommen, ihn in Aktion zu sehen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Fernsehen, sorry, Störsehen produzieren ist nicht billig – egal über welchen Kanal es hinterher ausgestrahlt wird, ob via Satellit, Kabel oder Glasfaser.

Durch allerlei Kniffe, Kreativität, ehrenamtliches Engagement und noch mehr Liebe wird mit diesem Geld ein ganzes Jahr stoersender.tv produziert. 20 Sendungen zu jeweils etwa 30 Minuten…

…das sind 10 Stunden Programm!

Bei einer Überfinanzierung werden mehr Sendungen und Kampagnen und die eine oder andere Sondersendung möglich.

Natürlich muss auch die Plattform bezahlt werden, sprich die Webseite selbst, der Shop und das Abosystem, die Sicherheit…, dann Wartung, Moderation des Forums, Support, undundund…

Von dem Geld wollen wir auch Störaktionen finanzieren, die unter Freiem Himmel oder in der Lobby stattfinden.

Last not least: Recherche kostet… stoersender.tv arbeitet sachlich fundiert mit Hand und Fuß.
Hand- und Fußpilz durch unsaubere Recherche wollen wir uns keinen einfangen!

Wer steht hinter dem Projekt?

Projektpartner, Investor und Stargast von stoersender.tv ist Dieter Hildebrandt. Der Übervater des politischen Kabaretts übt seinen Beruf seit mittlerweile gut 6 Jahrzehnten aus – mit einigem Erfolg… Es gibt keinen Preis, den er nicht mindestens einmal bekommen hätte.

Besondere Ritterschläge erhielt er von einem regierungsnahen Medium, das seine ARD-Live-Sendung Scheibenwischer einmal sogar komplett ausblendete, sodass die Zuschauer in Bayern buchstäblich schwarz sahen, vom ZDF, das seine bereits produzierten Sendungen manchmal einfach aus dem Programm strich und natürlich vom seligen Franz Josef Strauß, der ihm das Prädikat “Politischer Giftmischer” verlieh. Ist da überhaupt eine Steigerung möglich? Finde es heraus!

Dieter Hildebrandt wird immer wütender. Der Kelch mit der „Altersmilde“ scheint einen Bogen um ihn gemacht zu haben – wohl wissend, dass der Schlesier ihn mit Schmackes in die Ecke gepfeffert hätte. Nun greift er also als Projektpartner mit einem neuen Medium an. Greif mit an!
Noch grantiger kann nur der Karikaturist Dieter Hanitzsch werden. Vor allem dann, wenn man ihn reizt. Sonst ist er ganz reizend. Der Störsender hat damit einen eigenen Wutzeichner, der die Anliegen der Wutbürger seit vielen Jahren für die Süddeutsche Zeitung in Tusche gießt und den Politikern beweist, dass es manchmal schlimm ist, karikiert zu werden, aber noch viel schlimmer, wenn man nicht karikiert wird.

Als Duo Infernale werden Hanitzsch und Hildebrandt ab und an auch gemeinsam vor die Kamera und der Regierung in den Hintern treten. Zum Beispiel Herrn Draghi oder dessen Komplizen Lloyd Blankfein.

Erfinder, Redakteur, Autor und Projektleiter von stoersender.tv ist Stefan Hanitzsch. Er ist freiberuflich an diversen Medien-Projekten beteiligt und investiert seit einer Weile Zeit und Geld in die Verwirklichung des Störsenders.

Als Politik-Student schrieb er unter anderem für den „Münchner Merkur“, die „Süddeutsche Zeitung“ und die Hörfunkabteilung des „Bayerischen Rundfunks“ .

Nach dem Studium hat er quasi „die Seiten gewechselt“ und mehrere Jahre für eine Volkspartei geworben. Zunächst im Deutschen Bundestag in Berlin, wo er als Pressesprecher und wissenschaftlicher Mitarbeiter das Parlament en detail kennenlernen durfte. Dann furiose Wahlkämpfe – Landtag, Europa, Bundestag – und im Anschluss mehrere Jahre Pressesprecher.

Die Erfahrungen in der Politik waren heilsam für Stefans Vorstellungen vom Politischen System. Sie werden in der Redaktion von stoersender.tv nützlich sein.

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